Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
sinnvolle Freizeitgestaltung, gutes Tun mit einfachen Mitteln |
| Kontra: |
erschütternde Szenen in Altenheimen, Vereinsamung der Menschen |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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EHRENAMT
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Meine sinnvolle Freizeitbeschäftigung
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Heute möchte ich euch mal wieder einen kleinen Einblick in mein Leben geben und zwar geht es diesmal um meine Freizeitgestaltung.
Es ist schon ca. 10 Jahre her, ich war noch mit meinen beiden Kindern im Erziehungsurlaub, da hatte ich mir überlegt, was machst du Sinnvolles, wenn die Kinder im Kindergarten sind. Nun zähle ich nicht zu den Müttern, die sich allwöchentlich mehrmals zu sogenannten Müttertreffs (heute vielleicht auch schon öfters Vätertreffs...) verabreden oder die hier und dort shoppen gehen müssen. Das ist alles nichts für mich, ich wollte meine freie Zeit am Morgen, wenn der Haushalt gemacht ist sinnvoll nutzen.
So kam ich dann auf die Idee, mich in unserem Altenheim um die Ecke vorzustellen und nachzufragen, ob ich hier nicht eingesetzt werden könnte. Natürlich ehrenamtlich !!
Ich hatte mir vorgestellt, das erklärte ich dann auch dem Geschäftsführer, mich mit den alten Herrschaften zu beschäftigen. Mit ihnen spazieren gehen, ihnen vorzulesen oder mit ihnen zu spielen oder einfach nur Zeit mit ihnen zu verbringen, ihnen zuhören. Der Geschäftsführer war begeistert, denn er meinte auch sofort, so etwas wird ihm selten angeboten. Entweder werden Zivildienstleistende verpflichtet, dort zu arbeiten oder aber Betreuungspersonen wollen ihre Tätigkeit bezahlt bekommen.
Für mich sollte diese Arbeit etwas ganz besonderes werden, denn von Anfang an war mir der Dank der alten Herrschaften der größte Lohn. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dafür Geld anzunehmen, nur weil ich mir einfach Zeit nahm für die Bewohner des Altenheims. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie schön es für mich war, diesen alten Herrschaften ein wenig Freude zu bereiten und es hundertfach zurück zu bekommen. Der Dank und sei es nur ein Lächeln war mir Lohn genug, denn ich war zum ersten Mal in meinem Leben glücklich, dass ich meine freie Zeit sinnvoll nutzte und anderen Menschen sogar noch helfen konnte. Als ausgebildete Schwesternhelferin von den Maltesern war ich auch mit erster Hilfe und Maßnahmen bestens vertraut. ( ein Segen kamen die nie zum Einsatz !!)
Für mich persönlich habe ich in dieser Aufgabe jetzt sogar meinen Beruf gefunden, der mir nun auch wohl bezahlt wird, aber letztendlich wurde damals vor 10 Jahren die Grundlage gelegt. Ich arbeite jetzt in einer sehr noblen Altenresidenz in der Beschäftigungstherapie. Dort habe ich eine eigene Gruppe der " Treffpunkt ", die ich leite. Die Anzahl der Teilnehmer ist unterschiedlich, wie ihr euch denken könnt, sind die Herrschaften schon alle in einem sehr hohen Alter und ab und zu sterben natürlich welche oder werden so krank, dass sie auf die Pflegestation kommen, dort gibt es dann eine andere Art der Beschäftigung.
Meine Gruppe besteht aus Teilnehmer aus dem Wohnbereich und hat so ca. 10 Teilnehmer, Männer und Frauen. Wir machen ganz unterschiedliche Sachen, von Gedächtnistraining über Sprachunterricht ( italienisch, französisch, englisch und sogar, weil ich einen pensionierten Pastor in der Gruppe habe, hebräisch) Ausflüge in die nähere Umgebung, wir haben dafür einen kleinen Bus, den ich mir dann ausleihen kann, und dann fahren wir zum Beispiel an die Ostsee nach Travemünde. Auch alle Arten von Spielen, wie Gesellschaftsspiele, Kartenspiele usw., Basteln zu den Feiertagen, jetzt bereiten wir uns gerade auf die Osterbasteleien vor, zu Weihnachten im letzten Jahr haben wir gemeinsam einen Kalender gebastelt. Wir kochen und backen zusammen und Singen. So könnte ich endlos weiter aufzählen, da meine Ideen unerschöpflich sind, und ich dort in der Residenz sehr viele Möglichkeiten habe, die Zeiten gut auszufüllen.
Wenn ich jetzt zurückblicke muss ich sagen, dass ich sehr froh bin, dass ich vor 10 Jahren die Idee hatte, diesen Weg zum Altenheim zu gehen, da für mich dort die Grundlage zu meinem heutigen Beruf gelegt wurde, und ich wirklich behaupten kann mein Hobby zum Beruf gemacht zu haben.
Mein Fazit:
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Nun habe ich euch kurz erzählt, wie ich meine Freizeit damals vor 10 Jahren für mich sinnvoll genutzt habe. Ich habe dort Menschen im Altenheim erlebt, die so einsam sind und dankbar werden, wenn man sich nur einfach mal um sie kümmert, mit ihnen Zeit verbringt und sich mit ihnen unterhält.
Leider ist es oft in Altenheimen oder auch -residenzen so, egal wie man es bezeichnen möchte, dass dort die alten Herrschaften regelrecht untergebracht werden, weil die Verwandten keine Zeit für sie haben. Oder sie einfach nicht in die Tagesplanung, sei es jetzt Beruf oder Familie, passen. Ich muss ehrlich sagen, es war oft für mich erschütternd mit anzusehen, wie Menschen Menschen behandeln, es ist ja oft die eigene Familie.......
Ganz selten gehen ältere Menschen freiwillig diesen Schritt, oft wird es von den Kindern so bestimmt und da sich viele nicht wehren können, weil sie vielleicht körperlich behindert sind oder an einer leichten Demenz leiden, wird das einfach so entschieden. In meiner langen Zeit, die ich das nun schon mache, teilweise eben auf Ehrenamt und nun sogar beruflich, muss ich sagen habe ich sehr viel gesehen, und ich frage mich ganz oft, wie wird es sein, wenn ich in dieses Alter komme, werden dann meine Kinder mich auch irgendwo abservieren in ein Heim, weil ich vielleicht nicht mehr in der Lage bin, es selbst zu entscheiden ???
Eine Frage, die sich bestimmt viele von euch stellen, vielleicht auch, weil ihr selber betroffen seid, durch Eltern oder Großeltern. Es würde mich sehr interessieren, wie ihr das seht und natürlich auch, welches Ehrenamt, wenn ihr dann eines habt, ihr für euch gefunden habt. Es gibt ja auf dem Markt soviele Möglichkeiten, durch Ehrenämter Gutes zu tun.
In diesem Sinne verabschiede ich mich dann mal wieder und bin schon sehr gespannt auf eure Erlebnisse, Bewertungen und Kommentare. Es grüßt euch alle ganz herzlich von der Ostseeküste, Eure Weaver 11......
| weitere Erfahrungsberichte |
Ist mir eine Ehre!
Bewertung für Ehrenamt von
Tinka1986
Pro: man lernt einiges & sammelt Erfahrungen
Kontra: trotz allem: ne Menge Zeitaufwand
...Durch Zufall stieß ich vor kurzer Zeit auf diese Kategorie und aus verschiedenen Gründen, da ich mit dem Ehrenamt gewisse Dinge verbinde, die mir wichtig sind, die mich glücklich machen, an die ich mich noch lange erinnern werde, muss ich meinen Senf dazu ...
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sehr hilfreich
05.09.2004
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Mein "Senf" zum Thema Ehrenamt
Bewertung für Ehrenamt von
PrinzessinKinaa
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Kontra: nix
Da ich gerade ein bisschen im Ciao-Café rumgestöbert habe und zufällig auf diese Rubrik gestoßen bin, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Ich selbst bin ehrenamtlich in einem Frauenhaus tätig und ich muss sagen: Es macht wirklich unheimlich viel Spaß! ...
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sehr hilfreich
29.06.2008
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Im Zeichen der Menschlichkeit...
Bewertung für Ehrenamt von
squarerigger
Pro: Sinnvolle und erfüllende Freizeittätigkeit
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Wie treue Leser meiner Meinungen vermutlich schon erkannt haben, bin ich ein Mensch, der sich neben dem Job noch in verschiedener Art ehrenamtlich engagiert. Hierzu gehören im Wesentlichen drei Themenkomplexe: 1) Deutsches Rotes Kreuz
2) Anti-Atom-/F ...
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sehr hilfreich
06.03.2004
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Für ‘n Appel und ‘n Ei....
Bewertung für Ehrenamt von
Mesalina
Pro: lest einfach selbst
Kontra: Zeitaufwand....
...... oder auch ganz ohne Bezahlung - das ist es, was ein "Ehrenamt" ausmacht.
EHRENAMT - Was soll denn das?
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Da ich diese Kategorie bei ciao nun mal eröffnet habe, sollte ich wohl auch mal einen Beric ...
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sehr hilfreich
06.03.2003
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Der Feuerwehrmann und seine Aufgaben!
Bewertung für Ehrenamt von
Papenburger16
Pro: Leute Helfen!!! Viel Spaß
Kontra: Freizeit geht drauf
Hier ist mein 1. Bericht zu der Feuerwehr! Ich habe noch einen weitern, der sich unter alles mit E... befindet.
1. Die Ausrüstung
2. Der Breitgurt
3. Die Besatzung
4. Der Verteiler
5. Lernen?
6. FORTSETZUNG DES BERICHTES!!!
Die Ausrüstung ...
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sehr hilfreich
17.10.2003
(30.03.2004)
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