Wenn der Chef zum Lover wird..
17.01.2003
Pro:
die Chemie stimmt, lustig
Kontra:
- -
Empfehlenswert:
Ja
 firefly257
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Eigentlich ist es ja gar nichts neues mehr. Wie oft hatten wir schon das uebliche Liebes-tralala im Film: er liebt sie, sie merkt es nicht; oder sie schmachtet ihn an, aber er hat ne andere; oder aber beide lieben sich und stehen beide auf der Leitung. Wie auch immer man es dreht, es war alles schon mal da. Und trotzdem hat Warner Bros. unter Regieneuling Marc Lawrence mit „Ein Chef zum Verlieben“ erneut eine Liebeskomoedie ins Rennen geschickt. Und dass das Ganze doch recht erfolgreich laeuft, verdanken wir nicht zuletzt den beiden Hauptdarstellern Hugh Grant und Sandra Bullock. Die Story ist schnell erzaehlt: Bullock spielt die Anwaeltin des kleinen Mannes, Lucy Kelson, die sich schon mal vor eine Abrissbirne wirft um ein weiteres Kleinod der niederen Bevoelkerungsschichten vor dem Untergang zu retten. Mehr oder weniger durch Zufall bekommt sie von George Wade, einem Millionaer gespielt von Grant, das Angebot seine Chefanwaeltin zu werden, da er offentsichtlich ihr rhetorisches Talent erkannt hat. Nach einigem Gruebeln beschliesst sie schliesslich den Job anzunehmen, in der Hoffnung von einer machtvolleren Position aus mehr fuer die weniger bemittelten Bevoelkerungsschichten tun zu koennen. Das Ganze geht aber nur solange gut, bis sie merkt, dass sie von George eher als Entscheidungshilfe fuer Alltagssituationen missbraucht wird, anstelle richtig anwaeltlich einbezogen zu werden. Sie gibt ihm daher die „two weeks notice“ – so der Originaltitel des Streifens – sprich die Kuendigungsmitteilung. Alsdann gilt es eine wuerdige Nachfolgerin zu finden, was aus Sicht Lucy’s nicht ganz so gut laeuft als sich eine recht intrigante Anwaerterin findet. Der Rest ist das uebliche Liebeskomoedienspiel: sie wird eifersuechtig, er kapierts nicht, oder doch? Ein wenig Hin und her, und naja, den Rest koennt ihr Euch doch denken oder?
Wer jetzt denkt, pah, jetzt hab ich doch schon alles verraten, dem kann ich gleich schon mal von „Ein Chef zum Verlieben“ abraten. Es ist von Anfang an klar wer letztendlich zueinander finden wird; die Frage ist nur wie und nach wie vielen Missgeschicken. Geneigte Zuschauer des Genres erwarten normalerweise keine grossen gedanklichen Verwirrspiele sondern schlichtes Unterhaltungskino. Und genau das bekommen wir hier auch geboten. Vom mittlerweile fast obligatorischen Bush-Witz, ueber eine kompromittierende Bad-Szene der Hauptdarsteller, bis hin zur Liebeserklaerung an New York ist in dem Film alles drin. Dabei wird auf zu fahlen oder unter die Guertelllinie gehenden Humor verzichtet; stattdessen setzt Regisseur und Drehbuchautor Lawrence auf recht spritzige Dialoge und die Chemie zwischen seinen Darstellern. Und die Leistung eben derselben ist fuer einen Film dieser Art in meinem Augen geradezu perfekt. Natuerlich, hier wird kein Oscar gewonnen, aber wer will das denn auch? Hier gilt es, glaubwuerdig zwei verliebte Trottelchen darzustellen, zwischen denen selbst im Streit die Funken knistern. Und das gelingt! Hugh Grant mit seinem charmeur-haften britischen Akzent (ich hoffe, man findet fuer die deutsche Synchro einen aequivalenten Sprecher) steht die Freude an der Darstellung des egozentrischen Millionaers ins Gesicht geschrieben. Und so ein hilfloses Buebchen wie damals noch in „4 Hochzeiten und ein Todesfall“ ist er schon lange nicht mehr. Sein Gegenueber, Sandra Bullock, konnte ja ebenfalls bereits genug Komoedienerfahrung sammeln („Waehrend Du schliefst“,..) und spielt auch hier wieder das aussen eher unscheinbare und unnahbare Frauchen, welches innerlich doch auch nur auf den Traumprinzen wartet. Wenn die beiden zusammen agieren, dann faellt es schwer sich ein Laecheln zu verkneifen, selbst wenn die Gags noch so durchgekaut sind. Ein erfreulich frisch aufspielendes Paar, welches selbst in alte Witze noch etwas frischen Wind bringt.
Zu guter letzt darf auch die passende Musik nicht fehlen. Hierbei gibt’s wieder die uebliche Mischung aus Oldies, Balladen und Jazz, diesmal sogar live dargeboten vom Shooting-Star Norah Jones. Alles in allem ein Film der Freude macht, ein paar wunderschoene Luftaufnahmen von New York einfliessen laesst, mit spritzigen Darstellern daherkommt und so berechenbar ist, dass ihr euch auch beruhigt mal ne Sekunde euerm Date im Kino zuwenden koennt. Ist zwar schade um das was euch auf der Leinwand entgeht, aber genau dafuer sind doch derlei Filme geschaffen, oder?
Fazit: 5 Sternchen fuer einen amuesanten Kinojahresbeginn. Deutschlandstart ist soweit ich weiss am 13.2.2003.
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06.04.2003 03:27
Hab von dem Film schon viel gehört. Ich glaub den werd ich mir wohl nächste Woche mal anschaun wenn wieder die günstigen Kinotage sind *gg* Schönes Wochenende noch
19.02.2003 10:53
Ich fand den Film richtig süß. 5 Sterne - dafür fehlt es mir aber nun doch ein wenig.
16.02.2003 14:53
Wieso verkaufst du so ne echte Schwachstelle wie die Vorhersehbarkeit und Belanglosigkeit der Story auch noch als Stärke? Und wieso 5 Sterne für so einen Film? Was machst du dann bei guten Filmen?