Erfahrungsbericht über

Ein Lied für Arbonne / G. Gavriel Kay

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Ein Lied für Arbonne

4  01.07.2010

Pro:
Schreibstil, Charakterenübersicht im Buch

Kontra:
Zu viele Charaktere, zuviel Sex, Abschweifungen

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

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JackT100

Über sich: http://www.amazon.de/s/ref=nb_ sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M% C3%85Z%C3%95%C3% 91&url=search-alias%3...

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Vertrauende:48

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 115 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Diesen Bericht habe ich auch bei Yopi.de unter meinem dortigen Namen Jack100 am 28.06.2010 veröffentlicht.

Zusatz: Abbildung bei Ciao unterscheidet sich von der gebundenen Ausgabe vom Bechtermünz Verlag.


Einzelne Fantasyromane gibt es selten. Meist sind es mehrere Bände, die die Geschichte von Charakteren in einer fremden Welt erzählen. "Ein Lied für Arbonne" ist ein einzelnes Buch, jedenfalls sind mir keine weiteren Bände darüber bekannt.


Das Buch:

Es handelt sich um eine gebundene Ausgabe aus dem Bechtermünz Verlag. Die ISBN Nr. lautet 3-86047-889-3. Was es gekostet hat, weiß ich nicht mehr, da ich es schon länger habe, aber es ist nur noch gebraucht zu bekommen, genau wie die Taschenbuchausgabe. Es hat ca. 622 Seiten.

Ein Schutzumschlag ist um das Buch. Vorne ist ein Schloß sowie ein Ritter und ein Mann und eine Frau, wohl König und Königin, abgebildet. Hinten ist eine kurze Inhaltsangabe, aber auch im Schutzumschlag steht nochmal eine verlängerte Inhaltsangabe. Am Anfang findet man auch nochmal eine längere Inhaltsangabe sowie Infos über den Autor. Der Umschlag ist in schwarz gehalten mit beigen Buchstaben.


Aufbau:

19 Kapitel umfasst das Buch, welches in vier große Kapitel nochmal aufgeteilt ist. Eine Übersicht darüber ist gleich zu Anfang zu finden, sowie ein Vorwort, bestehend aus Danksagungen und Aussprache der Namen. Eine kleine Karte der Welt, in der die Geschichte spielt, ist auf einer Seite gezeichnet. Da es sehr viele Charaktere gibt, findet man auch eine Übersicht über diese, falls man nicht mehr weiß, wer jetzt wer ist, kann nochmal nachschlagen. Am Ende des Buches gibt es noch ein paar andere Buchvorschläge.


Der Autor (aus dem Buch)

Guy Gavriel Kay ist einer der bedeutendsten kanadischen Schriftsteller der Gegenwart, international gilt er als einer der ganz großen Autoren des Fantasy Genres. Für seinen Bestseller Tigana wurde er 1991 mit dem Aurora Preis für Fantasy ausgezeichnet. Seine Romane werden heute bereits in 12 Sprachen übersetzt. Er lebt in Toronto.


Story:


Blaise ist Söldner und stammt aus Gorhaut. Er verließ seine Heimat, da er mit dem Abkommen eines Landes, mit dem Gorhaut sich im Krieg befand, nicht einverstanden war. Sein Vater, Berater des Königs, ist dafür verantwortlich. Eines Tages trifft er auf den Herzog de Talair. Blaise steht gerade in den Diensten eines anderen adligen und hat einen Auftrag erfolgreich erledigt. Der Herzog heuert Blaise an für ihn zu arbeiten und muß seine Fähigkeiten bald unter Beweis stellen, als ein Anschlag auf de Talair verübt wird. Doch der Pfeil trifft seinen Cousin, der gerade noch gerettet werden kann. Blaise findet heraus, daß sein Freund Rudel den Anschlag im Namen seines Vaters ausgeführt hat, denn Galbert will Arbonne erobern und es vernichten, da er es für schwach hält.

Doch dann flüchtet Rosala, die Frau von Ranald, Blaises Bruder, aus Gorhaut nach einem Streit mit Ademar nach Arbonne und gebährt einen Sohn, Cadar. Diesen will Blaises Vater haben, während der König es mehr auf Rosala abgesehen hat, begehrt er diese doch. Ein Krieg steht bevor. Kann Arbonne gegen die Krieger von Gorhaut bestehen?


Charaktere:


Blaise ist Söldner geworden, da er mit der Entscheidung seines Vaters Galbert nicht einverstanden war. Er ist ein wortkarger, stolzer Krieger, der es mit Pfeil und Bogen sowie mit dem Schwert umzugehen versteht.


Herzog Bertran de Talair ist ein Frauenheld und schläft mit jeder Frau, die er begehrt und es zuläßt. Doch innerlich sieht es anders aus: Vor 23 Jahren starb die Liebe seines Lebens, Aelis, dessen Verlust er nie verkraftet hat.

Rosala ist die Frau von Blaise Bruder Ranald, eine Frau, die ihren Schwiegervater haßt und ihr Kind nicht verlieren will.

Ronald ist der Bruder von Blaise und hat seine Frau Rosala mehr als vernachlässigt, weswegen ihre Liebe nicht so stark ist, wie sie es vielleicht mal war.

Rudel ist der Freund von Blaise, ebenfalls ein Krieger, der es versteht mit Waffen umzugehen.

Galbert ist der Vater von Blaise und Ranald und tut alles, um Arbonne zu vernichten. Er ist Berater des Königs von Gorhaut und duldet keine Widerworte. Was er sagt, muß getan werden.

Ich habe nur einige Charaktere aufgezählt, es gibt noch mehr, aber da das Buch sehr viele davon besitzt, habe ich nur die aufgezählt, die mir am Meisten in Erinnerung geblieben sind.


Meinung:


"Ein Lied für Arbonne" von Guy Gavriel Kay ist ein umfangreiches Buch. Viele Charaktere, viele Erzählungen im Verlauf der Geschichte. Einige Male hatte ich keinen Überblick mehr über die Figuren im Buch, so daß ich mir nicht mehr sicher war, wer nun wer ist. Da ist die Liste am Anfang des Buches doch sehr hilfreich. Es hätte aber nicht soviele gebraucht. Im Buch gibt es Troubadoure, die Lieder singen und schreiben. Richtig störend sind sie nicht, doch ist mir deren Zweck im Buch nicht ganz so ersichtlich geworden, fügen sie sich doch selten in die Hauptgeschichte mit ein. Hauptsächlich geht es um Blaise und dessen Beziehung zu seiner Familie, sowie um den Herzog Bertran de Talair und dessen großer Liebe, die er nicht vergessen kann, was zugleich auch den Anfang der Geschichte bildet.

Der Schreibstil ist ganz gut. Man kann sich alles gut vorstellen, denn der Autor verwendet keine komplizierten Wörter. Interessant fand ich, daß die Form sich ab und zu ändert. Während der Teil mit Arbonne in der Vergangenheitsform geschrieben ist, verwendet Guy Gavriel Kay für das Land Gorhaut die Gegenwartsform. Hatte ich bisher noch in keinem Buch soweit ich weiß und sorgt für Abwechslung. Man merkt beim Lesen auch, wie unterschiedlich die beiden Länder sind. Wirkt Gorhaut etwas unzivilisiert und grausam, ist Arbonne ein Land voll von Regeln und Gesetze, die beachtet werden müssen.

Einen gewissen Härtegrad hat das Buch auch. Z. B. werden Pfeile in Kehle und Auge geschossen oder beim Angriff der Krieger aus Gorhaut gehen diese auch nicht gerade zimperlich mit ihren Gegnern um. Es richtet sich also mehr an Erwachsene.

Etwas störend fand ich, daß während eines Teiles im Buch immer etwas anderes noch mit einbezogen wird. Während gerade etwas geschieht, wird der Teil des Geschehens nach hinten verschoben und entweder was aus der Vergangenheit der Figur berichtet oder über mehrere Absätze erstmal der nächste Schritt beschrieben, wie die Figur sich verhalten soll. Fand ich nicht so toll, da ich es mehr mag, wenn man auf das derzeitige Geschehen eingeht und nicht nochmal mehrere Seiten lang abschweift. Was mir auch nicht gefiel, war, daß sehr viel Sex im Buch vorkommt. In einem Erotikbuch ist es in Ordnung, aber in einem Fantasyroman nicht. Irgendwie macht fast jeder mit jedem rum, und dabei ist es uninteressant, ob die Person mit jemand anderem zusammen ist oder nicht.

Dafür gibt es aber auch eine Sache, die doch dem Leser oder der Leserin zum Schmunzeln bringen kann: Eine der Charaktere kauft eine Orange und reibt diese dann am Geschlechtsorgan des Verkäufers, da dies Glück bringen soll. Wie kommt man auf so etwas? Eine andere Sache ist ein Kampf von Blaise mit sechs Angreifern, die er alle niederstreckt. Doch ich habe nur fünf gezählt. Übersetzungsfehler? Fehler des Autors? Nichts schlimmes, aber es ist mir aufgefallen.

Mit etwas weniger Sex, weniger Charakteren sowie nicht sovielen Abschweifungen wäre das Buch besser, als es ist. Langeweile kam mir beim Lesen nicht auf, ist der Schreibstil doch sehr gut und die Charaktere gut ausgearbeitet. Auch ist die Kapiteleinteilung gut, so daß man zwischendurch auch mal Pause machen kann, auch wenn die Kapitel doch recht groß sind. Empfehlen kann ich es.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Django006

Django006

17.04.2011 13:39

:o))) lg Alan

LoloMay

LoloMay

17.10.2010 18:20

Nichts für mich in diesem Falle...

Lischenx

Lischenx

09.08.2010 16:13

intressant :)

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 417 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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  1. Janny18
  2. MarenF
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