Ein (un)möglicher Härtefall (2003)

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Ein (un)möglicher Härtefall (2003)

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Hart aber herzlich

3 31. Okt 2003

Pro:
nette story, gute schauspieler

Kontra:
story läßt zur mitte hin nach

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor:

Spannung:

Anspruch:

Action:

Romantik:

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gecko7

Über sich: Hei und willkommen ... trettet ein und seht euch um ... ;o) ... werde mich bemühen jetzt wieder öfte...

Mitglied seit:20.11.2000

Erfahrungsberichte:157

Vertrauende:5

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 36 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

„Das ist ja ein Frauenfilm“, so reagierte mein Freund auf meinen Kinowunsch. Na klasse, dachte ich. Dann geh ich eben mit meiner besten Freundin ... Gedacht getan ... Und so war ich also am gestrigen Kinotag mit ihr im Kino und hab mir „Ein (un)möglicher Härtefall“ angesehen.


Die Story:

Wie mein Freund es schon in fünf Worte faste, so ist der Film auch, ein wahrer Frauenfilm. Aber schauen wir mal genauer hin worum es geht.

Miles Massey (gespielt von George Clooney) ist einer der besten Scheidungsanwälte in Los Angelas. Noch nie hat er einen Fall verloren und ist auch sonst sehr erfolgreich. Was soll nun also noch groß kommen? Wie wäre es mit der Scheidung von Rex Rexroth und seiner Frau Marilyn (Catherine Zeta-Jones)? Zumal der Scheidungsfall sehr interessant ist. Hat doch Marilyn ein Video ihres ehebrechenden Mannes im voller Aktion. Nichtsdestotrotz sieht sich Rex nicht wirklich gewillt einen einzigen Cent zu zahlen. Marilyn scheint dahingegen ohne jeglichen Fehler zu sein.
Ein interessanter Fall wie Miles meint. Nachdem Miles ein wenig recherchiert hat findet er als Zeugen Baron Kraus von Espy. Aufgrund dessen Aussage geht Marilyn dann auch prompt leer aus.

Eigentlich sollte Miles nun doch zufrieden sein und sich am gewonnen Fall freuen können. Doch das ist weit gefehlt, denn Miles hat sich verliebt. In wen? Na in Marilyn.
Aber Marilyn trauert nicht lange um den verlorenen gegangen Reichtum und sucht sich kurzerhand einen neue Ehemann.

Als Marilyn eines Tages mit dem Öl-Baron Howard D. Dolly in seine Kanzlei einmarschiert um den „Massey Ehevertrag“ abzuschließen ist er sehr erstaunt und vor allem enttäuscht.
Hat sich Marilyn tatsächlich geändert und ist nun nicht mehr aufs große Geld aus? Denn der „Massey Ehevertrag“ ist absolut nicht knackbar und lässt am Ende jedem Ehepartner genau das was er auch in die Ehe mit eingebracht hat. Also kein großer Geldregen für Marilyn bei etwaiger Scheidung. Die Hochzeit kommt und Miles ist natürlich dabei. Die Trauung ist schön, und auch sehr interessant. Denn der Öl-Baron zerreizt voller Glücksgefühl den Ehevertrag. Nach der kurz darauffolgenden Scheidung ist Marilyn reich und scheint ihr Ziel doch erfüllt zu haben.

Noch immer ist Miles verliebt in Marilyn und schon bald darauf folgt das was der Zuschauer schon erahnt, die Hochzeit zwischen Miles und Marilyn. Diesmal ist es Marilyn die den Ehevertrag zerreizt ...

Und dann kommt eine überraschende Wendung im Film, aber die verrat ich hier lieber nicht, sonst gibt es ja keine Spannung mehr.


Mein Filmerlebnis:

Nachdem ich ja von meinem Freund zu hören bekommen habe das „Ein (un)möglicher Härtefall“ ein wahrer Frauenfilm ist war ich ja erst Recht der Meinung den muss ich sehen. Als es dann anfing dachte ich in den ersten Minuten auch schon, „na was ist denn das um Himmels willen?“, denn hier zeichnete sich ein wahre Schnulze ab. Aber der Kitsch wandelt sich bald schon ins Lustige und ich habe also noch Hoffnung ...

George Clooney als Miles Massey, macht eine echt gute Figur. Die Rolle schien echt für ihn gemacht zu sein, so charmant und doch witzig. Auch Catherine Zeta-Jones spielt sehr gut und ist echt sehenswert. Als rachesüchtige, geprellte Ehefrau kommt sie zwar zeitweise doch recht kalt und berechnend rüber, aber das steht ihr sehr gut.

Der Film ist eindeutig eine Komödie. Dies wird nicht zuletzt durch die zahlreichen witzigen Stellen/Szenen klar. Dabei ist jedoch kein Witz übertriebe, sondern immer ein wahrer Lacher. (Und das wo ich ja eh so gern im Kino lache ...) So habe ich unter anderem über Masseys Anwaltgehilfe lachen können, der bei jeder erstbesten Möglichkeit anfing zu heulen. Zum schmunzeln war auch der Privatdetektiv der fast 20x hintereinander sagte: „Ich nagel’ deinen Arsch fest“. Aber das sind nur so einige Beispiele. Richtig lustig wird es aber erst als der engagierte Mörder für Marilyn leichte Probleme mit seiner Waffe hat ... Kann man halt ein wenig schlecht beschreiben solch Szenen, muß man einfach selber sehen.

Aber der Film ist trotzdem an einigen Stellen etwas arg langatmig und ich hatte zwischenzeitlich echt das Verlangen das man doch mal einfach vorspulen könnte. Hätte dem Film meiner Meinung nach auch keinen Schaden getan. Aber zum Ende hin kriegt der Film dann doch noch die Wende und endet doch noch sehr nett.


Mein Fazit:

Nachdem der Film aus war habe ich eine Weile überlegt wie ich den Film den nun finde. So richtig entscheiden konnte ich mich nicht. Im Nachherein und nach meinem eigenen Rückblick muß ich mich ja nun aber angesichts der zu vergebenen Sterne doch entscheiden. Ich würde mal sagen der Film ist drei Punkte wert. Warum?

Nun ja ich der Film fängt stark an, schwächelt dann leicht, weiß aber zu überraschen und ist vor allem sehr lustig. Leider wird er immer schwächer und hat gerade im Mittelteil einige inhaltlichen Schwächen, die auch die ausgezeichneten beiden Hauptdarsteller nicht ausbügeln können. Zum Zeitvertreib ist der Film sicherlich gut geeignet, aber der gewisse Tiefgang fehlt. Humor mit Romantik gepaart wartet hier auf das (meist weibliche) Publikum.
Insgesamt kann man den Film ruhig gucken, man hat aber auch nichts verpasst wenn man ihn nicht sieht.
 
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Tuvok1

Tuvok1

23.12.2003 08:50

guter bericht

Fiorettinchen

Fiorettinchen

08.11.2003 10:44

Hallo gecko7, George Cloony und Cathrin Zeta-Jones - für mich war allein DAS schon fast ein Grund ins Kino zu gehen. Ich fand beide nämlich in ihren bisherigen Rollen sehr gut. Dein (wirklich super geschriebener!) Bericht bewahrt mich allerdings vor dem Gang zur Kinokasse. Wie Du schon sagst: "Man kann ihn sich ansehen". Und das werde ich auch tun, aber dann wohl lieber bei einem netten Videoabend im nächsten Jahr. Fazit: sehr hilfreich!!! Viele Grüße... Fiorettinchen :o)

macfischkopp

macfischkopp

03.11.2003 12:58

Wie du schon sagst: der Tiefgang fehlt. Trotzdem schöne Beschreibung! LG Torsten

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