«Diese Geschichte hätte Fontane inspirieren können.» (Süddeutsche Zeitung)Ottilie von Faber ist sechzehn Jahre alt, als sie 1893 zur Alleinerbin der Bleistiftfabrik A.W. Faber... mehr
Taschenbuch, DeutschOttilie von Faber ist sechzehn Jahre alt, als sie 1893 zur Alleinerbin der Bleistiftfabrik A.W. Faber wird. Sie ist sehr jung, sehr schön, sehr reich. Unter den Bewerbern um ihre Hand ist Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, ebenso liebenswürdig wie ehrgeizig. Das attraktive Paar steht bald im Mittelpunkt glanzvoller Gesellschaften, die von der Lebensgier und der Weltuntergangsstimmung des Fin de siècle geprägt sind. Asta Scheibs Romanbiographie erzählt die Geschichte einer berühmten Dynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Zwänge schließlich die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu leben.
Asta Scheibs Romanbiografie erzählt die Geschichte einer berühmtenDynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichenZwänge schließlich die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu leben.
Asta Scheibs Romanbiografie erzählt die Geschichte einer berühmtenDynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichenZwänge schließlich die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu leben.
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Erfahrungsbericht von margy über Eine Zierde in ihrem Hause / Asta Scheib 17.08.2007
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
hoch
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
einfach zu lesen, kurzweilig
Kontra:
-
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Zum Buch:
"Eine Zierde in ihrem Hause" erzählt die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell.
Für die Umschlaggestaltung war Susanne Müller zuständig. Das Foto auf dem Buchumschlag stammt aus dem Hause der Familie Faber-Castell.
Das mir vorliegende Buch ist in der 4. Auflage im März 1999 im Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg erschienen.
ISBN-Nr.: 3-8052-0646 Preis: 9,90 €
Der Einband ist kartoniert und das Foto auf der Vorderseite des Buches zeigt wohl die Hauptfigur.
Ansonsten enthält der Inhalt Abbildungen und Stammtafeln der Mitglieder der Familie Faber-Castell.
Seitenanzahl: 496
Zur Autorin:
Asta Scheib, geboren am 27. Juli 1939 in Bergneustadt/Rheinland, arbeitete als Redakteurin bei verschiedenen Zeitschriften. Ihre literarische Tätigkeit begann sie mit Kurzgeschichten. 1981 publizierte sie ihren ersten Roman. Heute lebt sie mit ihrer Familie in München, ist Schriftstellerin und Drehbuchautorin.
Asta Scheibs Biografie in Romanform erzählt die Geschichte einer großen Dynastie und einer ungewöhnlichen Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Zwänge die Freiheit gewinnt, ihr eigenes Leben zu führen.
Inhaltsangabe aus dem Buch:
Ottilie von Faber ist 16 Jahre alt, als sie durch den überraschenden Tod ihres Vaters 1893 zur Alleinerbin der Bleistiftfabrik A. W. Faber wird. Sie ist sehr jung, sehr schön, sehr reich. Unter den Bewerbern um ihre Hand ist Graf Alexander zu Castell-Rüdenhausen, ebenso liebenswürdig wie ehrgeizig, und das attraktive Paar steht bald im Mittelpunkt glanzvoller Gesellschaften, die von der Lebensgier und der Weltuntergangsstimmung des fin de siécle geprägt sind. Für ihre Heirat holen Ottilie und Alexander sich die königliche Erlaubnis, einen angemessenen Familiennamen zu führen: Faber-Castell. Um den Lebensstil des Hochadels auch nach außen hin zu dokumentieren, lassen sie sich in Stein bei Nürnberg ein märchenhaftes Schloß bauen. Das Paar bekommt 5 Kinder, die junge Mutter kümmert sich, ganz im Stil der Zeit, um deren Erziehung. Doch allmählich zeigen sich Risse in der noblen Fassade. Ottilie will heraus aus den Kinderzimmern, das Vermächtnis ihres Großvaters erfüllen, der die Firma von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einer einzigartigen Stellung auf dem Weltmarkt geführt hat. Alexander lehnt das strikt ab. Er sieht das Haus Faber-Castell als sein Lebenswerk, spürt nicht die immer größer werdende Fremdheit in seiner Ehe, spürt auch nicht, daß Ottilie sich immer mehr seinem Freund Philipp von Brand zuwendet. Als Ottilie ihn verläßt, weil sie in Philipp von Brand ihre Zukunft sieht, fühlt Alexander nur noch Haß und Verachtung. Er bemüht die Gerichte, will seine Frau zur Rückkehr zwingen. 1918 wird Ottilie von Faber-Castell schuldig geschieden und ist damit gesellschaftlich geächtet. Ihr Name wird in der Familie und in den Salons nicht mehr genannt. Obwohl ihre spätere Ehe mit Philipp von Brand sehr glücklich ist, erholt Ottilie sich nie ganz von den Wunden dieses Familienzwistes.
Einteilungen:
32 Kapitel, die in Teile gegliedert sind
Leseprobe:
Das Letzte, was Anna Vasbender für eine längere Zeit von ihrem Zuhause sah, war eine fette Ratte, die ihr Hinterteil unter den verwitterten Holzbrettern des Abtritts hindurchquetschte. Anna mußte auf den Abort. Sie hatte sich diesen Gang bis zuletzt aufgespart, wie immer, damit der Druck auf ihre Blase schließlich den Ekel überbieten und jeden Aufschub unmöglich machen sollte.
Es war einer der letzten Tage im Juni. Ein langer heißer Sommer stand bevor, und Anna, schon am frühen Morgen verschwitzt, sehnte sich nach dem frischen Wind, den sie am Strand der Nordsee vermutete, an dem sie selber noch nie gewesen war. Wohl aber ihre Lehrerin, die dort unauslöschliche Eindrücke gesammelt haben mußte. In der Erinnerung Annas jedenfalls redete die Lehrerin unablässig vom Seewind und vom sechsten Gebot, und das hörte sich dann ungefähr so an: "Auch damals, in der frischen Brise am Nordseestrand, habe ich nie vergessen, wie scharf es Gott mit der Sünde der Unkeuschheit nimmt. In seinem sechsten Gebot, an das wir uns treu und ernsthaft halten müssen, befiehlt Gott, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken. Denn es steht geschrieben, daß Gott alles sieht, was man tut."
Schreibstil:
Anschaulich, uns die Zeit des 19. Jahrhunderts vermittelnd, schreibt Asta Scheib in einfachen und klaren Worten ihre Geschichte, die um die Familie Faber-Castell geht.
Inhalt:
Lothar Faber übernimmt im Jahre des Herrn 1851 als Nachfolger von Kasper Faber, der das Unternehmen 1761 in Nürnberg gründete, das Werk als Hinterlassenschaft.
Lothar von Faber ist später der Großvater der Ottilie von Faber. Gegen jegliche Vernunft, aus der Not heraus, setzt er seine Enkelin als Alleinerbin 1893 einsetzt.
Seine Berater waren alle strikt gegen dieses Vorhaben, jedoch gab es für Lothar auch keinen lebenden männlichen Erben, den er dafür vorsehen konnte.
Genau das, was der Großvater dann letztendlich in die Tat umsetzte, war außergewöhnlich. Frauen besaßen keinerlei Rechte, kein Wahlrecht, kein Mitsprache- oder Mitbestimmungsrecht. Und jetzt so etwas. Eine Frau wurde Chefin eines Unternehmens. Sie hatte jetzt das Sagen.
Doch der Großvater sorgte vor. Er riet Ottilie, Alexander zu Castell zu heiraten, denn er hatte Geld und Vermögen, konnte sie unterstützen und beraten.
Ottilie spielt in dieser Geschichte eine der reichsten und nie an Armut leidenden Menschen. Ihr gegenüber stellt Asta Scheid die Figur Anna, die aus ganz ärmlichen Verhältnissen stammt und sich ihr Brot als Hausmädchen, Näherin und später als Kindermädchen in der Familie Faber-Castell verdient.
Meinung:
Für die damalige Zeit spielt diese Ottilie eine fabelhafte, bewundernswerte und bemerkenswerte Frau. Über jede Regel und Verhaltensform dieser Zeit hinweg wird sie Alleinerbin und Chefin eines heute weltgroßen Unternehmens. Sie entwickelt eigene Ideen und Vorstellungen und geht ihren Weg. Nichts hält sie davon auf oder ab. In meinen Augen ist sie die Vorreiterin zur Emanzipation. Sie stellt sich in gleiche Höhe mit ihrem Mann, läßt sich nie entmutigen oder von Vorhaben abbringen. Das letztendlich führt sie an ihr Ziel - egal, was ihr Mann oder die Menschen ihrer Umgebung darüber denken mögen - ihren Freund aus Jugendtagen zu heiraten, nachdem sie sich von ihrem Mann hat scheiden lassen. Um diesen Weg gehen zu können, nahm sie sogar in Kauf, schuldig geschieden zu werden.
Der Roman, die Biografie dieser ungewöhnlichen Frau für diese Zeit, in der Frauen nur nach den Befehlen der Männer zu leben hatten, begeistert durch die Stärke, den Mut, den diese sehr junge Frau mit ihren gerade mal 16 Jahren durchs Leben geht. Ihr Stil begeistert und beeindruckt den Leser, ist sehr informativ, weil die Geschichte des Werkes Faber-Castell von damals bis heute belegt wird.
Asta Scheibs Recherchen sind sehr gut, die Fakten alle historisch hinterlegt, der Roman wird nicht langweilig, kann sehr gut gelesen werden.
Die Schriftstellerin zeigt mit ihrer Geschichte der Ottilie von Faber, daß auch wir heute in unserer Gesellschaft uns abgrenzen können und vielleicht sogar manchmal müssen, stark und mutig sein so wie Ottilie, um aus den alten, irgendwann einmal gelernten Verhaltensmustern auszubrechen. Es lohnt sich immer, für jeden und zu jeder Zeit, etwas Neues zu beginnen.
Packen wir es an und euch lege ich dieses Buch ans Herz.
Pro: interessant, gut geschrieben, kurzweilig Kontra: eher leichte Lektüre
Schon seit Jahren war ich nicht mehr in unserer kleinen Gemeindebibliothek, einfach weil ich für mich kaum noch neue und interessante Bücher gefunden habe. Doch seit dem mein Sohn in den Kindergarten geht, leihen wir uns dort regelmäßig Kinderbücher für i ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: Wahr, interessant geschrieben, gut recherchiert Kontra: ---
...Jeder kennt die Bleistifte der Marke Faber-Castell. Daß es dazu eine interessante Hintergrundgeschichte gibt, ist sicherlich weniger bekannt:
Asta Scheib erzählt in ihrem Buch "Eine Zierde in ihrem Hause" die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell, e ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Pro: unterhaltsam und informativ zugleich - "geschichte" unterhaltsam verpackt Kontra: nicht gerade literarisch aspruchsvoller stil
Faber-Castell, der Inbegriff eines Bleistiftes! Und jeder hat wohl schon mal ein Produkt dieses Hauses in der Hand gehalten und es benutzt.
Und genau dies bildet den background dieses Romans.
Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell.
Anhand der L ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
05.12.2000
(04.12.2000)
Eine Frau wacht auf Bewertung für Eine Zierde in ihrem Hause / Asta Scheibvon
Schäflein
Pro: Kontra:
"Die Geschichte der Ottilie von Faber-Castell" lautet der Untertitel des Buches. Es hat mich stark interessiert, etwas über die Geschichte der Familie zu lesen, die quasi in meiner ferneren Nachbarschaft im Steiner Schloß residiert.
Im Vorwort steht ein ...
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...Romanbiographien bekannt. Wie oben schon erwähnt empfehle ich auch das Buch ?Eine Zierde in ihrem Haus? ? das Leben der Ottilie von Faber-Castel.
Angaben zum Buch:
Scheib, Asta: In den Gärten des Herzens. : die Leidenschaft der Lena Christ. erschienen 2002 bei Hoffmann und Campe. - 415 S.- Hardcover mit Schutzumschlag. Es kostet 21,90 Euro und hat die ISBN: 3-455-06495-7....
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