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Die Story:
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Die sieben Brown-Kinder haben nach dem Tod ihrer Mutter nur eins im Sinn: Sie wollen unbedingt verhindern, dass ihr Vater noch einmal heiratet. Schließlich weiß ja jeder aus Märchen, was Stiefmütter mit Kindern anstellen! Um jedes Risiko zu vermeiden, dass ihr Vater eine Frau findet, terrorisieren sie ihre Umgebung, allen voran die Kindermädchen, die ihr Vater für sie anstellt, die allerdings nie lange bleiben. Sogar die sonst so resolute Köchin hat vor ihnen Angst. Nur das Küchenmädchen Evangeline liebt die Kinder trotz ihres Verhaltens, und die Kinder lieben Evangeline.
Als die Kinder wieder einmal ein Kindermädchen vergrault haben, weigert sich die Vermittlung für Kindermädchen, Mr. Brown noch mal ein Kindermädchen zu schicken. Doch dann bekommt er einen merkwürdigen Tipp: Nanny McPhee wäre das richtige Kindermädchen für seine Kinder. Allerdings steht dieses Kindermädchen nicht bei der Vermittlungsstelle zur Vermittlung.
Trotzdem steht Nanny McPhee kurz darauf vor der Tür - eine wahre Hexe mit zwei dicken Warzen im Gesicht, einem vorstehenden Schneidezahn und einer knubbeligen Nase. Außerdem stützt sie sich auf eine sonderbare Krücke, bei der sich bald darauf herausstellt, dass es sich wohl mehr um einen Zauberstab handelt.
Natürlich wollen die Kinder, angeführt von Simon, dem Ältesten, auch das neue Kindermädchen schnellstmöglich wieder loswerden. Doch die neue Nanny steht den Spieß um! Als die Kinder die Methode anwenden wollen, mit der sie die letzte Nanny losgeworden sind, und so tun, als wollten sie das Baby kochen, können sie auf einmal nicht mehr aufhören. Erst als sie die Nanny allesamt inständig bitten, hört der Zauber im letzten Moment wieder auf.
Natürlich geben die Kinder so schnell nicht auf. Am nächsten Tag stellen sie sich alle krank - mit dem Resultat, dass sie ihre Betten nicht verlassen können, scheußliche Medizin und scheußliche Mahlzeiten einnehmen müssen, bis die Nanny sie endlich wieder als gesund erklärt.
Währenddessen droht aber weiteres Unheil: Die Familie ist finanziell abhängig von der reichen Tante Adelaide, die von Mr. Brown verlangt, bis zum Monatsende wieder zu heiraten, sonst würde sie ihre Unterstützung einstellen. Davon ahnen die Kinder allerdings nichts, als sie die grässliche Heiratskandidatin, die Witwe Quickly, vergraulen. Schlimmer noch: Tante Adelaide beschließt, eines der Brownmädchen zu adoptieren und zu einer feinen Dame großzuziehen, was die Geschwister natürlich nicht zulassen können.
Simon hat wieder eine Idee: Er weiß, dass Evangeline lernbegierig ist und bittet sie, sich als Brown-Mädchen auszugeben und mit Tante Adelaide zu gehen. Und den Kindern gelingt es auch, die Witwe Quickly wieder zurückzuholen, als sie endlich erfahren, warum ihr Vater so dringend heiraten muss und was ihnen sonst droht.
Doch wie soll das alles zu einem guten Ende führen für Mr. Brown und seine Kinder?
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Anmerkungen zur Story:
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"Eine zauberhafte Nanny" basiert auf einer alten Kinderbuchreihe, die wohl allerdings nur Vorlage für einige der Hauptcharaktere und Verwicklungen war, der Film versteht sich nicht als wirkliche Verfilmung. Da ich die Bücher nicht kenne, kann ich nicht genau sagen, wie viel von dort übernommen und wie viel neu konzipiert wurde, ich kann auch nicht einschätzen, ob die Verfilmung den Büchern gerecht wird. Allerdings ist der Film als Film an sich einfach bezaubernd - eine Sache, die man von den meisten Verfilmungen nicht gerade behaupten kann.
Zur Einordnung des Films möchte ich sagen, dass der am ehesten vergleichbare Film, den ich kenne, "Lemony Snicket" ist, der zumindest eine ähnliche Stimmung vermittelt, auch wenn er inhaltlich dann doch ganz anders verläuft.
Ich möchte bei der Besprechung dieses Film einen Punkt besonders hervorheben, den ich sonst nur kurz am Ende streife: Der Film ist in Deutschland ohne Altersbeschränkungen freigegeben. Ich halte diese Einstufung für eine krasse Fehlleistung der FSK. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Film ganz gewiss nicht geeignet, schon die Geschichte mit dem "gekochten Baby", mit dem die Kinder ihre Nannys vertreiben, ist für diese Altergruppe wohl ziemlich traumatisierend, zumal sicherlich jeder Erwachsene die lang hinausgezögerte Auflösung, dass die Kinder nur so tun, von vornherein antizipiert, die Kinder aber spätestens an der Stelle, wo dann die Brown-Kinder beim genüsslichen Biss in ein (Hühner-)Bein gezeigt werden, ernsthaft verstört werden dürften. Außerdem sind die verschiedenen Handlungsstränge für diese Altersgruppe einfach noch nicht zu entwirren.
Empfehlen würde ich den Film daher erst ab 10 Jahren, auch eine Altersfreigabe erst ab 12 Jahren fände ich nicht abwegig.
Ich denke, dass dieser Film eigentlich gar kein Kinderfilm ist. Im Gegenteil: Ebenso wie bei einigen anderen vergleichbaren "Familienfilmen" (auch hier wäre wieder "Lemony Snicket" zu nennen, aber auch einige, die mit ganz anderen Stilmitteln arbeiten) glaube ich, dass die Hauptzielgruppe dieses Films Erwachsene sind, die sich dank der märchenhaften Elemente und der kindlichen Hauptfiguren in ihre Kindheit zurückversetzt fühlen. Natürlich denkt man da als Eltern erstmal "was für ein toller Kinderfilm", aber ich denke, man sollte diesen Gedankengang noch einmal selbstkritisch überprüfen und sich fragen, ob die eigenen Kinder für so einen Film wirklich schon reif sind und den Film ebenso genießen können wie man selbst!
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Die wichtigsten Mitwirkenden:
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Emma Thompson dürfte der wichtigste Kopf hinter der "Zauberhaften Nanny" sein. Sie spielt nicht nur die Titelrolle, und das mit viel Mut zur Hässlichkeit, sondern hat auch das Drehbuch verfasst. Als Schauspielerin ist sie schon lange im Geschäft und war schon in einigen tollen Rollen zu sehen. In letzter Zeit dürfte das bekannteste Filmprojekt, in dem sie mitgespielt hat, "Harry Potter" sein, wo sie Professor Trelawney spielt. Nun stehen mir aber normalerweise die Haare zu Berge, wenn Filmleute plötzlich glauben, auch in anderen Bereichen des Filmgeschäfts erfolgreich sein zu müssen, also wenn Schauspieler oder Kameraleute plötzlich Regie führen oder Schauspieler eben anfangen Drehbücher zu schreiben. Emma Thompson scheint allerdings tatsächlich fürs Drehbuchschreiben ein Talent zu haben. Sie hat das vorher schon bei einer weiteren Verfilmung bewiesen, nämlich der 1995er-Verfilmung von "Sinn und Sinnlichkeit", außerdem bei ein paar kleineren Filmprojekten. In der "Zauberhaften Nanny" hat sie mich jedenfalls sowohl als Schauspielerin als auch als professionelle Drehbuchautorin überzeugt.
Colin Firth spielt Mr. Brown. Er ist ein Darsteller, der in den letzten Jahren wirklich extrem gut im Geschäft ist, in großen wie in kleinen Rollen. In den letzten Jahren mit am bekanntesten dürfte er durch die "Bridget Jones"-Filme als Mark Darcy geworden sein, einer ganz anderen Rolle als hier in der "Zauberhaften Nanny". Wie auch immer: Mich hat er als Mr. Brown durchaus überzeugt.
Kelly Macdonald, die Evangeline spielt, war mir vor diesem Film zwar dem Gesicht nach bekannt, aber ihr Name war mir noch nicht geläufig. Sie spielt die Rolle süß und niedlich, wie sie angelegt ist, um ihre darstellerischen Fähigkeiten wirklich einschätzen zu können, müsste man sie in anderen Rollen sehen, diese hier gibt darstellerisch einfach nicht so viel her.
Beachtenswert ist auch noch Angela Lansbury als Tante Adelaide - wirklich köstlich gespielt und darstellerisch um Klassen besser als beispielsweise in "Mord ist ihr Hobby".
Von den Kinderdarstellern spielen nur zwei regelmäßig in Filmen mit: Thomas Sangster, der Simon spielt, und Eliza Bennett, die Tora spielt.
Thomas Sangster ist inzwischen aus den Kinderrollen rausgewachsen, in einer halbwegs erwachsenen Rolle habe ich ihn aber noch nicht gesehen. Bei seinen Kinderrollen finde ich ihn immer süß, halt ein Lausbub zum Fressen, aber gerade hier bei der "Zauberhaften Nanny" fand ich, dass er teilweise übertrieben spielt.
Eliza Bennett hat hier eine vergleichsweise kleine Rolle, die sie aber gut spielt. Interessant ist, dass sie derzeit die Hauptrolle bei der "Tintenherz"-Verfilmung spielt (wobei es mir vor der Verfilmung jetzt schon graut).
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Fazit:
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Ein überaus sehenswerter Film, wobei man im Kopf behalten sollte, dass er auf Erwachsene zielt, die sich damit an ihre Kindheit erinnern - nicht in erster Linie auf Kinder! Die Altersfreigabe ist daher viel zu niedrig angesetzt.
04.01.2010 11:20
Ich bin meist auch nicht mit den Empfehlungen der Altersfreigabe einverstanden
04.03.2007 15:26
*zauberhafter Bericht* Ich liebe Emma Thompson und will den Film unbedingt sehen! Das mit der FSK o.A. hört sich tatsächlich etwas absonderlich an; da ging es wohl um die Einnahmen. Allerdings wurde auch ich damals mit Märchen malträtiert *heul*, die mir ziemliche Angst machten: die Stiefmutter, die Schneewittchen töten will; der Wolf, der nicht nur Rotkäppchen frisst; Blaubart usw. --- ich werde später genau selektieren! Allerliebste Grüße und Danke für den schönen Bericht, deli
25.02.2007 20:12
Erstklassiger Bericht ... BH!! Ich hab den Film schon beim ersten Sehen geliebt und Emma Thompson finde ich wieder mal absolut grandios, ebenso wie Colin Firth als chaotischer und total überforderter, alleinerziehender Vater einer Horde ungebärdiger Kinder. Wenn ich die DVD nicht schon hätte, würde mich dein Bericht sicher zum Kauf animieren ;-)) liebe Grüsse Minya