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Wer noch einen Dampfentsafter von seinen Eltern oder gar Großeltern geerbt hat, kann sich jetzt glücklich schätzen, denn jetzt sind die Holunderbeeren reif. Die wachsen an fast allen Feldwegen oder Bahndämmen und man muss nur zugreifen. Da läßt sich bester Holunderbeersaft von machen, der erstens sehr gesund ist (hoher Vit. C-Gehalt) und aus dem man ausserdem ein tolles Gelee kochen kann. Die Holunderbeeren sollte man allerdings nur dann pflücken, wenn sie wirklich reif sind, das ist an den rot-gefärbten Blüten-Stielen erkennbar. Ausserdem ist der Saft auch nur geniessbar, wenn er gekocht wurde und deshalb ist das Dampfentsaften die ideale Methode. Man tut pro Kilo Beeren (etwas kalt abgespült) ca. 150 g Zucker mit in den Entsafter. Dann läßt man den Topf ca. 1 Std. Kochen. Zum Saft-Abfüllen hebt man die guten Twist-off-Deckel-Flaschen auf. Die gibt es als Einweg- oder Pfandflaschen, diese wäscht man gut aus und hält sie im Kochtopf ziemlich heiß. Wenn sie voll mit heissem Saft sind, den Deckel fest zudrehen und etwas abdecken, damit sie keine Zugluft bekommen, sonst können sie platzen. Dieser Saft kann verdünnt und weiter nach Geschmack gesüßt, getrunken werden. Er hat einen ziemlich intensiven Geschmack und eignet sich als Medizin bei Erkältungskrankheiten. Wenn man gerade viel Zeit und Lust hat, kann man den Saft zu Gelee weiter verarbeiten, hierzu braucht man allerdings Geliermittel und weiteren Zucker. Auf jeden Fall ein echtes Geschenk der Natur.
01.10.2000 23:26
....hmmm, da denke ich mit Wehmut an meine Großmutter zurück.... CU