Eiskalte Engel

Erfahrungsbericht über

Eiskalte Engel

Gesamtbewertung (598): Gesamtbewertung Eiskalte Engel

 

Alle Eiskalte Engel Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Wahre Liebe oder falsches Spiel

5  03.05.2003 (04.05.2003)

Pro:

Kontra:

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


blood3115

Über sich: +++++BIELEFELD, DEN 10.03.06+++++ Hab' leider doch nicht so viel Zeit wie ich dachte... Sorry! Im Z...

Mitglied seit:27.07.2000

Erfahrungsberichte:107

Vertrauende:76

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 141 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kurze Gliederung zum Erfahrungsbericht „Eiskalte Engel“


I. Beweggrund
II. Story
III. Kurzinfo
IV. Umsetzung
V. Hauptakteure und schauspielerische Leistung
VI. Musik
VII. Resümee

*** I. Beweggrund ***

Letztens hatte ich wieder Lust eine alte, fast schon vergessene, von einem Kumpel geliehene, VHS-Kassette aus dem Regal zu kramen, um mir dieses Meisterwerk anzuschauen...

*** Rückblende...
Damals im Jahre 1999 wurde ich von einer Freundin gefragt, ob wir diesen Film uns zusammen anschauen. Ich hatte nicht die Absicht in diesen Film zu gehen, da ich ihn weder in der Vorschau gesehen habe geschweige denn noch irgendetwas gutes von Freunden über diesen Streifen gehört habe. Nichtsdestotrotz ließ ich mich überreden und ging mit ihr ins Kino, um „Cruel Intentions“, so der Orginaltitel des Films, zu sehen. Wir gingen rein, saßen uns gemeinsam auf unsere Plätze in der hinteren Reihe und warteten bis der Vorhang fiel. Als endlich der Vorspann zum Film ablief war ich schon einmal sehr überrascht als der Song von Placebo „Every You, Every Me“ als Titelmelodie eingespielt wurde, der richtig Pepp hinterließ. Meine Meinung begann sich allmählich zu ändern. Spätestens als die ersten Dialoge im Saal vernommen wurden, wußte ich, dass „Eiskalte Engel“ ein guter Film sein muss...

Aufgrund dieser Vorgeschichte, die nichts vom Film verraten soll, war der Film für mich ein muss. Ich hab‘ den Film nicht auf VHS bzw. DVD, kann ihn mir aber getrost von genügend Freunden oder Bekannten ausleihen. Da ich aber nicht gerade der große Video-Freak bin, sondern eher ins Kino gehe, bezieht sich mein Bericht auf die Free-TV-Premiere...

*** II. Story ***

Zwei reiche eingebildete Geschwister gleichen Schlages besitzen alles was ihr Herz begehrt. Wirklich alles? Nein, auch wenn Sebastian Valmont und seine Stiefschwester Kathryn Merteuil reich, schön und erfolgreich sind, so fehlt ihn die wirkliche Herausforderung, der Kick, etwas, das mit Geld nicht kaufbar ist...

Sebastian gilt als großer Aufreißer und Einzelgänger an seiner High School. Er hat sie schon alle gehabt und besitzt dementsprechend einen schlechten Ruf. Er verführt und spielt mit den Frauen, wobei er keine wirkliche Herausforderung mehr auf seiner Schule findet. Die „menschliche Trophäenjagd“ scheint zu Ende, doch ehe sich der Zuschauer versieht, hat Sebastian seinen nächsten Coup. In einem Magazin liest Valmont, dass ein Mädchen namens Annette, die die Tochter des neuen Schuldirektors ist, bis zur großen Liebe als Jungfrau ihr Dasein fröhnen will. Die Inszenierung ist perfekt als Annette den Sommer über bei Sebastians Tante wohnt. Diesbezüglich schließen Sebastian und seine Stiefschwester Kathryn eine Wette ab, dass er nach den Sommerferien Annette auf die Matte legt. Als Einsatz bietet Kathryn, die er als einziges Mädchen auf der High School nicht ins Bett locken konnte, ihm bedingungslosen Sex an - Egal in welcher Stellung, egal wo, egal wie. Er hingegen setzt sein Jaguar als Wetteinsatz. Nachdem die Modalitäten geklärt sind, fängt der Spaß so richtig an...

*** III. Kurzinfo ***

Der Film „Eiskalte Engel“ basiert auf einen skandalösen Roman von 1782 mit dem Titel „Gefährliche Liebschaften“, der vom Autor Choderlos de Laclos verfasst wurde. Hierzu gab es im Vorfeld schon einige Adaptionen, so dass der Inhalt dem einen oder anderen bekannt vorkommen könnte. Verpackt in einer neumodischen Szenerie zeigt sich der Film, basierend auf die Romanvorlage, als zeitlos.

Zu guter letzt sind die beiden Hauptakteure Reese Witherspoon und Ryan Phillippe seit dem Juni 1999 miteinander liiert. Vielleicht kamen beide durch die heißen Szenen am Set zusammen...

*** IV. Umsetzung ***

Die Umsetzung ist grandios. Nicht nur, dass die Vorlage auf unser modernes Zeitalter aufgearbeitet wurde, sondern auch die richtigen Schauspieler für diesen Streifen gefunden wurden. Der Mix aus Sex, Gefühl, Emotionen, Humor und Intrigen ist besonders gelungen. Der Film besitzt realitätsnähe und gibt Aufschluß über Handlungen, die Menschen begehen, sofern sie ihre Bedürfnisse im materiellen Bereich befriedigt haben. Auch die Wandelbarkeit des Menschen wird emphatisch betont. Einerseits liegen Romantik sowie die Wahrheit nahe beieinander, andererseits macht die Kabale sämtliche Indizien für solche Gefühle nicht existent. Der Wechsel zwischen ständiger Lüge und ständiger Wahrheit ist beeindruckend. Die gut ausgearbeiteten Dialoge, die die Sprache der Jugend stark wiederspiegelt, offenbart uns das wirkliche Bild der Gesellschaft. Viele Ausdrücke sind derb und greifen explizit.

*** V. Hauptakteure und schauspielerische Leistung ***

1.) Sebastian Valmont alias Ryan Phillippe:
Als Hauptdarsteller des Films macht Ryan Philippe seine Sache stark. Er überzeugt einerseits durch Kälte, andererseits durch seine gespielte Heuchelei. Ryans Talent ist in „Cruel Intentions“ begnadet. Er überzeugt von der ersten Minute bis zur letzten. Gestik und Mimik passen vollkommen zum Szenario, wobei hier und da Schwächen zu sehen sind, sobald er seinen Gefühlen freien Lauf lässt. Hier scheint mir seine Mimik und Gestik etwas aufgesetzt zu sein. Trotz dieser kleinen Schwäche leistet er eine schauspielerisch angemessene Leistung, die den Zuschauer imponieren.

Gehen wir diesmal nur kurz auf die Persönlichkeit Sebastians ein, der zuvor bei der Story genügend belichtet wurde. Sebastian gilt als äußerst zielstrebig. Er setzt alles daran seine Wünsche zu verwirklichen und gilt als besonders ehrgeizig. Ihn treibt seine Ambition nur Auserwählte in sein „Liebeszelt“ zu locken; dieses Verhalten scheint bei ihm sehr ausgeprägt zu sein...

2.) Kathryn Merteuil im wirklichen Leben als Sarah Michelle Gellar:
Neben Ryan Phillippe fungiert auch Sarah Michelle Gellar als Hauptdarstellerin in diesem Film. Sie steht ihrem gegenüber in Kälte und Boshaftigkeit in nichts nach. Sarah arbeitet viel mit ihrem Gesichtsausdruck – Wenn Blicke töten könnten... Sie verblufft die Zuschauer mit dem Wechselspiel zwischen „liebes“ und „böses“ Mädchen. Die Heuchelei erkennt das Publikum aufgrund dem durch und durch verdorbenen Gesichtsausdruck. Sarah zieht in diesen Film alle Register und bietet eine bühnenreife Vorstellung.

Kathryn besitzt einen durch und durch verdorbenen Charakter. Im Gegensatz zu ihrem Bruder kümmert sich Kathryn um einen gepflegten Ruf. Sie besitzt übele Hintergedanken und benutzt ihre Gespielen als Marionetten. Ihre intrigante Natur macht vor nichts halt. Ähnlich wie Sebastian kennt sie das Wort Liebe nicht, geschweige denn das Wort Nächstenliebe. Sie ist das typische Beispiel Mensch, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist...

3.) Annette Hargrove in der Realität besser bekannt als Reese Witherspoon:
Reese Witherspoon verkörpert in diesem Film eine überaus liebeswerte und unschuldige Person. Auch sie überzeugt mit ihrer Körpersprache. Viele Bewegungsabläufe mit den Händen und dem Gesicht sind hochwertig dargestellt. Mit viel Elan, viel Gefühl sowie viel Herz lässt sie das Publikum dahin schmelzen. Der Zuschauer kann auf Grund ihrer hübschen Darbietung mit ihr mitfühlen und sie vollends verstehen. Ihr Können ist auf höchstem Niveau und kann kaum noch getoppt werden.

Annette besitzt viel Wärme, ist einfühlsam und stets ehrlich - Diese Attribute zeichnen sie aus. Sie ist überaus intelligent gleichermaßen aber auch schüchtern, dennoch besitzt sie große Selbstsicherheit. Annette zeigt sich in einigen Situationen äußerst zielstrebig. Weiterhin strahlt sie Ruhe aus und hat ein besänftigendes Ego. Annette ist der vollkommene Kontrast zu den vorigen beiden Charakteren. Viele werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit mit dieser Persönlichkeit identifizieren können...

*** VI. Musik ***

Vielerlei der Songs sind Rockstücke verknüpft mit einigen Balladen. Hier und da wird, vor allem die jüngere Generation, das eine oder andere Lied bekannt vorkommen wie beispielsweise „Every You, Every Me“ von „Placebo“, *** von „Blur“, „Bitter Sweet Symphony“ von „The Verve“ oder aber auch „Praise You“ von „Moby“. Für diesen Film wurde kein eigener Soundtrack komponiert, sondern vielmehr eine Kompilation erstellt. Nahezu alle Songs sind auf dem Soundtrack zu finden und wurden in passende Textpassagen eingearbeitet. Auch wenn mir einige Songs weniger gefallen, unterstreichen sie dennoch das Ambiente, um so dem Film einen gewissen Feischliff zu geben. Der Großteil von euch wird die Musik zum Film mit Sicherheit gelungen finden, hörenswert ist der Soundtrack auf jeden Fall.

*** VII. Resümee ***

Der Film kann mit allem Klischee aufwarten ohne klischeehaft zu wirken. Romantik, Witz, Charme und das Hineinversetzen in die jeweiligen Pro- und Antigonisten macht den Film für nahezu alle, die nicht über die 40 Lenze gehen, interessant. Die Dialoge sind auf der einen Seite derb, aber auf der anderen Seite widerum hochklassig. Stück für Stück nimmt die Perfidie seinen Lauf und spannt das Netz aus Intrigen. Die Charaktere wirken nicht hölzern, sondern wie aus dem wahren Leben gegriffen. Die Szenerie lässt die Schauspieler ins richtige Licht rücken, so dass sie überzeugend und glaubwürdig auf das Publikum einwirken können. Das Schlußwort: „Entweder steht man auf tiefsinnige, romantische sowie auf fies gespickte Intrigenspiele oder ist der knallharte Actionfilm-Junkie, dem solche Filme inhaltslos erscheinen.“

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
I-am-Laura

I-am-Laura

05.05.2006 14:26

*g* Das Lied von Blur heißt "Coffee & TV". Es ist allerdings selbstverständlich, dass sich die Köpfe abstellen, der Song ist nämlich eigentlich von Graham Coxon - seines Zeichen Gitarrist von Blur. Vorteil: Mit "Eiskalte Engel" kann man Coxons Musik wunderbar erklären: Es ist der Song zu dem sich Selma Blair und Sarah Michelle Gellar geküsst haben. P.S.: Ist "Praise you" nicht von Fatboy Slim aka Norman Cook alias Quentin Cook?

stevy_007

stevy_007

04.07.2005 23:19

BH dafür! Guter Bericht, werd mehr von dir lesen

Luthien87

Luthien87

04.04.2005 23:42

Ach ich liebe diesen Film, samt Soundtrack :) LG Claudia

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Ähnliche Angebote
Eiskalte Engel - DVD Eiskalte Engel - DVD Eiskalte Engel (CD)
Eiskalte Engel -​ DVD Eiskalte Engel -​ DVD Eiskalte Engel ​(CD)
techcityshop.at techcityshop.at Weltbild
€ 7,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 19,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

€ 23,99 *

Händler kann Preis
erhöht haben

Versandkosten: Vorkasse: 4,20 Nachnahme: 4,20
mehr
Versandkosten: Vorkasse: 4,20 Nachnahme: 4,20
mehr
Versandkosten: 3.​99
mehr
 zum Shop  zum Shop  zum Shop
techcityshop.​at techcityshop.​at Weltbild
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 1751 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"besonders hilfreich" von (3%):
  1. stevy_007
  2. Claudia2411
  3. Willi_W
und einem weiteren Mitglied

"sehr hilfreich" von (97%):
  1. NIPB
  2. I-am-Laura
  3. PetitSoleil
und weiteren 134 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.