Erfahrungsbericht über

Elgato EyeHome W/ Apple AirPort Express Base Station

Gesamtbewertung (8): Gesamtbewertung Elgato EyeHome W/ Apple AirPort Express Base Station

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Prämierter Erfahrungsbericht

Drahtlos und Unterwegs!

5  26.04.2005

Pro:
Design, Funktionalität, Mobilität, Ausstattung

Kontra:
Hoechstens das fehlende Verlängerungskabel !

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

LRSB

Über sich: Bilder kommen, Antworten auch!

Mitglied seit:08.07.2001

Erfahrungsberichte:130

Vertrauende:39

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 168 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute schreibe ich einen Bericht über meinen vorletzten Zugang aus dem Hause Apple, ein Produkt dessen Existenz weitgehend vielen noch völlig unbekannt sein sollte. Bekanntlich kommt 90% meiner eigenen Hardware aus der Ecke mit den angebissenen Äpfeln und vor einigen Monaten war es so weit, dass ich eine AirPort Express Basisstation gekauft habe. Hinter dem Namen AirPort Express versteckt sich eine kleine AirPortbasisstation mit eingeschränktem Funkradius aber gleichzeitig mit der nötigen Ausstattung um kabellos und von mehreren Rechnern aus einen USB-Drucker und angeschlossene Lautsprecher analog oder digital zu bedienen.

AirPort

AirPort bedeutet praktisch FunkLan mit einem Apple Accesspoint, also mit einer AirPort Basisstation (seit über zwei Jahren genauer gesagt mit einer AirPort Extreme Basisstation) und Extreme AirPortkarten oder auch nicht, denn die Kompatibilität nach außen -also nach der PC Welt samt den dazugehörigen Karten- ist gewährleistet. Der heutige Standard für Funknetzwerke beträgt 54MBit/sec (802.11g). Vereinzelt ist natürlich immer wieder der alte Funkstandard mit 11MBit/sec (802.11b) anzutreffen und noch vereinzelter zukunftsorientierte Funklanstationen mit 108Mbits/sec - was der nächste Standard wohl sein wird. Eine AirPort Express Station ist also ein WLAN Accesspoint, der mit 54MBit/sec Daten überträgt (oder zumindest unter Idealbedingungen übertragen soll), einen Funkradius von ca.10 Metern für maximal 10 Nutzer anbietet und gleichzeitig die drahtlose Steuerung eines USB-Druckers und eines kompatiblen Stereosystems ermöglicht.

Design

AirPort Express wird zusammen mit einer Installations-CD, einem schriftlichen Installationsguide für alle Fälle, einem Handbuch und die notwendigen mehrsprachigen Garantieblätter geliefert (die Garantiezeit beträgt 1 Jahr). Das Design schreit typisch nach Apple. Beigeweiß, quadratisch, mit abgerundeten Ecken und Kanten, mit den Maßen 94,01mm x 75,00mm x 28,5mm (laut Apple) und mit läppischen 188,6g (laut meiner eigenen Waage) sieht die Airport Express Station schlicht wunderbar aus. Das Gesamtbild wird von keinen externen Antennen gestört und man kann sie so gut wie überall sogar in der eigenen Hosentasche mitschleppen. Das Gerät ist nämlich fast so groß wie die meisten Apple Netzgeräte und kann direkt an einer Stromquelle angeschlossenen werden oder über ein nicht mitgeliefertes Kabel die Steckdose aufsuchen. Die beiden quadratischen Flächen sind mit dem Apple Logo in grünlichem grau dezent dekoriert. Die Gegenseite der Netzverbindung gibt mit Hilfe eines genau in der Mitte platzierten kleinen Lämpchens zwischen gelb und grün den aktuellen Betriebszustand wieder. Am unteren Ende befinden sich der Reihe nach ein 10/100BASE-T Ethernet-WAN-Anschluss (RJ-45-Anschluss) für den Anschluss eines ADSL- oder Kabelmodems, ein USB-Druckeranschluss sowie ein 3,5 mm Mini-Audioanschluss für analoge und optisch-digitale Audioausgabe.

Installation/ Konfiguration/ Funktion

Wie bereits erwähnt kann AirPort Express direkt über den mitgelieferten Netzteilstecker oder über ein Kabelnetzteil mit einer Steckdose in Verbindung gebracht werden und das ist wohl nötig damit sie funktionieren kann. Ein Ein/ Aus Schalter ist nicht vorhanden. Die Station wird automatisch nach dem Beginn der Stromzufuhr aktiviert. Der Rest sollte lieber bereits angeschlossen sein, das heißt das Kabelmodem oder ein bereits existierendes Netzwerk via LANkabel, der USB Drucker via USB-Kabel und die Aktivlautsprecher oder die Stereoanlage mittels -je nach Bedarf- eines optisch-digitalen oder eines analogen Audiokabels. Auf die Idee ein anderes USB-Gerät anzuschließen sollte man lieber nicht kommen, denn das bringt absolut gar nichts. Der USB-Port ist so konfiguriert, dass nur USB Drucker erkannt werden können. Der USB-Port und der AudioKlinch können selbstverständlich unbesetzt bleiben; die Station funktioniert trotzdem. Die Statusanzeige leuchtet während des Startvorgangs der AirPort Express Basisstation gelb. Wenn der Startvorgang beendet ist, leuchtet die Anzeige grün.

Befinden sich jetzt ein WLAN-fähiger Rechner in der Gegend, kann man mit der Installation und der Konfiguration von AirPort Express anfangen. Die Betriebssystemvoraussetzung für Windows Rechner ist Windows 2000 oder Windows XP, Mac OS User benötigen zumindest Mac OS X 10.3 (mit Funktionseinschränkungen soll Mac OS X 10.2.7 ebenfalls reichen, ich habe es aber selbst nicht ausprobiert!). Installiert wird der AirPort Express Assistent für die Konfiguration der Basisstation für den Internet-Zugang und das AirPort Admin Utility (Dienstprogramm) für die Konfiguration von Basisstation und Netzwerkverwaltung, damit es los gehen kann (zumindest solange keine AirPort Software bereits auf dem Rechner installiert ist, was bei Apple aufgrund der Grundausstattung mit Apple Extreme Karten ziemlich selten geworden ist. Windows Nutzer können dafür ebenso gut den Netzwerk-Installations-Assistent (Systemsteuerung) benutzen.

Sind jetzt gleichzeitig die Station aktiv und der Rechner an, zeigt die Software automatisch an, welche Geräte angeschlossen sind, und führt bei allen weiteren individuellen Konfigurationsschritten weiter. Dafür muss man nur den AirPort Express Assistent starten und das Netzwerk neu anlegen oder ein bereits existierendes benutzen. Der Assistent sammelt die verfügbaren Informationen über die Internetverbindung automatisch und aktiviert die benötigten AirPort Express Einstellungen. Über das Airport Admin Utility kann man dann einzelne Parameter verwalten und Profile erstellen. Die Station kann nämlich 5 verschiedene Profile namentlich speichern, die direkt abrufbar sind. Ebenfalls über das Dienstprogramm und das WDS (Wireless Distribution System) kann ein Bridging durchgeführt werden. Dadurch kann die Reichweite eines bestehendes drahtlosen Netzwerkes erhöht werden, indem einfach innerhalb des Funkradius eine AirPort Express Basisstation als drahtlose Brücke positioniert wird. AirPort Express stellt drahtlos die Verbindung zu dem vorhandenen Netzwerk her. Nur bei der Konfiguration soll man in diesem Fall aufpassen, denn konfiguriert kann immer nur über die Hauptbasisstation werden. Als Hauptbasisstation kann allerdings genauso gut die Express Station fungieren -Hauptsache das Kabelmodem oder was auch immer man gerade benutzt ist daran angeschlossen. Ist erst der Installationsprozess abgeschlossen, muss nur noch der Rechner neugestartet werden und das Funknetzwerk ist betriebsbereit.

Theoretisch können beliebig viele Express Stationen zusammen arbeiten. Da allerdings der Funkradius mit gerade 10 Metern nicht besonders großzügig auffällt, kann so was ziemlich teuer werden. Innerhalb eines Zimmers oder einer kleinen Wohnung stimmen die 10 Meter schon, dicke Wände sind aber kaum zu durchdringen. Für meine Wohnung in Deutschland reicht eine einzige AirPort Express Station aus. Ich muss diese höchstens anders positionieren, um den gewünschten Rechner innerhalb des Funkradius zu bekommen. Würde ich aber das Haus meiner Mutter damit komplett vernetzten wollen, wäre ich längst pleite. Deswegen benutze ich dort eine AirPort Extreme Basisstation, deren Reichweite innerhalb unserer Dachbibliothek durch eine AirPort Express Station weiterverlängert wird.

Die tatsächliche Übertragungsrate hängt von verschiedenen Variablen ab -Variablen wie die Anzahl der Nutzer, die Reichweite, die Verbindungsrate, die Große des Netzwerkes und weitere Faktoren wie schwierige Umgebungsbedienungen von dicken Wänden und Stahltüren bis zu der möglichen Anwesenheit eines einzelnen Nutzers, der innerhalb des Netzwerkes eine LANkarte mit dem veralterten Funkstandard von 11MBit/sec benutzt. Dann kann die maximale Geschwindigkeit nicht mal ansatzweise erreicht werden und das egal wie gut die restlichen Bedienungen sein sollten. Die Verbindung ist stabil (überprüfbar über den AirPort Client-Status) und nur wenn die Leitung an sich nicht stimmt, kommt es logischerweise zu Verbindungsproblemen. Ich habe die Airport Express Basisstation mit 5 Rechnern gleichzeitig benutzt und es lief alles wunderbar und ohne Geschwindigkeit beim Downloads (in meinem Fall Radiostreaming) einzubüßen (sonst merkt man sowieso keinen Unterschied). Und last but noch least sei erwähnt, dass dank der Rendezvous Software erkennen sich AirPort fähigen Macintosh Rechner mit Mac OS X in Reichweite des Netzwerkes gegenseitig, ohne dafür etwas gesondert machen zu müssen.

Drucker

Die installierte Software erkennt den angeschlossenen Drucker automatisch. Vorausgesetzt der Drucker ist dem Rechner bereits bekannt (sonst Treiber installieren!), muss man diesen Drucker nur noch als lokalen Drucker charakterisieren und die Verbindung festlegen. Das ist wohl ein Punkt, der bei einem mobilen Einsatz der Station zu Problemen führen kann. Als Verbindung wird nämlich die Netzwerkadresse angegeben. Diese ist natürlich innerhalb eines anderen Netzwerkes nicht mehr identisch und muss neu eingeben werden. Die Netzwerkadresse kann man immer beim Admin Tool (Mac) oder bei der LAN-Verbindung (Windows) einsehen. Sollte ein Rechner mehrere Drucker nutzen, muss jeweils der angeschlossene als Lokaler Drucker ausgewählt werden. Das scheint etwas kompliziert, es dauert aber keine einzige Minute bis alles zusammen erledigt ist und man kann innerhalb eines Profils die entsprechenden Daten ebenfalls speichern. Man kann den Drucker natürlich ebenso gut als Druckserver festlegen und folglich als Netzwerkdrucker bezeichnen, die meisten Drucker müssen aber dann hardwaremäßig anders konfiguriert werden und das lohnt sich selten.

AIRTUNES

Die wahre Neuigkeit dieser Mini Basisstation heißt AirTunes. Airtunes ist eine Software, um Audiodaten die mit iTunes abspielt werden verschlüsselt per Funk zu übertragen, und ist im Prinzip ein Teil von iTunes. iTunes ist eine Bearbeitungs- und Verwaltungssoftware für Musikdateien aller Art und befindet sich standartgemäß auf Mac OS, es gibt aber auch die entsprechende Windows Version für den Datenaustausch mit dem iPod und neuerdings damit AirPort Express Windows kompatible bleibt. Die Treiber CD liefert iTunes mit, die aktuelle Version gibt es aber sowieso bei apple.de frei herunterzuladen. Öffnet man iTunes, befindet sich in den Einstellungen die "Suche nach entfernten Lautsprechern", die aktiviert werden soll. Sind unsere Lautsprecher oder unsere Stereoanlage angeschlossen, kann man diese Lautsprecher in iTunes unten rechts mit einem Drop-Down-Menü auswählen, dann die gewünschte Wiedergabeliste anklicken und mit einer minimalen zeitlichen Verzögerung ist die Musik aus der iTunes Bibliothek auf der angeschlossenen Anlage zu hören. Das war's! Denkbar einfach kann man so laut Musik genießen, ohne meterlange Kabel herumschleppen zu müssen. Diese Funktion bietet wirklich was besonders an -speziell für jemanden wie mich. Ich mag keine Kopfhörer und die integrierten Lautsprecher eines Bildschirmes oder eines Laptops -egal wie gut diese sein sollten- reichen für einen 100% Hörgenuss nicht aus. Mit Apple Express kann man aber von einer vernünftigen Entfernung die Wiedergabe drahtlos steuern und das Ergebnis qualitativ hochwertig genießen.

Sicherheit

Trotz des eingeschränkten Funktionsradius nutzt AirPort Express einige Sicherheitsmechanismen, um Unbefugte am Zugriff auf das drahtlose Netzwerk zu hindern oder zumindest den Weg dorthin sehr schwierig zu machen. Bekanntlich wenn jemand mit den entsprechenden Kenntnissen einen derartigen Zugang verschaffen will, das wird er bestimmt schaffen, es dauert aber dadurch länger. AirPort Express besitzt eine integrierte Firewall, verwendet einen Kennwortschutz und unterstützt WPA- (Wi-Fi Protected Access) und 128Bit WEP-Verschlüsselung (Wireless Equivalent Password). Beim WI-Fi Protected Access sollte man die Anzahl der maximal möglichen Netzwerkbenutzer nicht so genau nehmen, denn sie ist um einiges reduziert, das dürfte aber kein gravierendes Problem darstellen. AirPort ist zwar für maximal 10 Nutzer gedacht, es ist aber recht unwahrscheinlich, dass gleichzeitig 8 oder 10 Nutzer innerhalb eines Radius von 10 Metern die Station nutzen möchten.

Verkabelung

Sicherheitshalber erwähne ich hier, dass mit der Station keine Kabel mitgeliefert werden. Benötigt werden ein LAN-Kabel für die Verbindung mit dem Netzwerk (bzw. dem Modem), ein USB-Kabel für die Verbindung mit dem Drucker und ein digital-optisches oder analoges Audiokabel für die Verbindung mit den Lautsprechern oder die Stereoanlage. Wer "unwahrscheinlicherweise" Schwierigkeiten mit der Anschaffung eines dieser Kabeln haben sollte, es gibt das Monster Kabel Kit von Apple, wo alle Kabel als Paket erhältlich sind. Für die meisten unter uns sollte nur die Netzkabelverlängerung der Basisstation interessant sein, als Alternative können aber die entsprechenden Kabel anderer Apple Geräte benutzt werden. Als nicht Apple Nutzer hat man aber in diesem Fall selbstverständlich keine große Auswahl (sic)!

Preis

Die AirPort Express Basisstation von Apple kostet aktuell 129€ beim Apple Store und ich kann es mir nicht vorstellen, dass sie irgendwo unter 120€ erhältlich sein soll. Immerhin der Preis liegt weit unter dem Preis einer AirPort Extreme Basisstation und da auf dem Markt kaum vergleichbare Produkte gibt, geht der Preis noch in Ordnung.

Fazit

AirPort Express ist ein kleines Gerät, das wahrlich sehr viel kann. Vor allem ist es ein sehr flexible einsetzbares Gerät, das Internet, Drucken und Musikhören verbindet, und diese besondere Qualität macht ihn außerordentlich attraktiv. Egal ob mit dem Desktop oder mit dem Laptop, damit kann man überall schnell ein eigenes kleines Netzwerk ins Leben rufen und genauso schnell wieder abbauen. Das Gerät ist klein und handlich. Und da die Kompatibilität mit den meisten jeglichen Standards vorhanden ist, sollte es in der Regel keine Anbindungsprobleme geben. Vereinzelt kann natürlich immer was passieren, ich habe aber bereits die Station bei mehreren Netzwerken eingesetzt (vor allem Cisco Netzwerken) und ich kann von keinen auftretenden Problemen berichten.

*Ich habe das Gerät natürlich keinen ganzen Jahr sondern ungefähr sieben Monate, doch die entsprechende Auswahl gibt es bei den Details nicht!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
markus_atx

markus_atx

23.07.2008 18:53

Super Bericht, ich sag mal herzlichen Dank!

KreuzPT

KreuzPT

28.07.2006 12:58

Praktisch, praktisch!

Painta

Painta

01.09.2005 08:02

Den Brilli hast du dir wirklich verdient. LG Painta

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