Elitegroup kanns doch noch?
08.08.2007
Pro:
funktioniert gut, Sound, Preis
Kontra:
Lieferumfang, Ausstattung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Handbuch/Dokumentation/Hilfe:
Kompatibilität:
Erweiterbarkeit:
Stabilität:
Bios:
Treiber
mehr
 nitlem
Über sich:
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Wer kennt sie nicht, diese sagenhafte Billigfirma Elitegroup, die einige Jahre den Sockel A Markt mit dem K7S5A aufmischte. Ich war ein großer Gegner dieses Boards und hatte meine lieben Probleme damit, andere wiederum priesen es als das Nonplusultra an. Wie man es nimmt, war es danach trotzdem einige Zeit lang recht ruhig um die Firma. Erst auf der diesjährigen Cebit hab ich sie wieder mit einem größeren Stand entdeckt. Nicht nur Mainboards sondern auch High-End-Grafikkarten werden mittlerweile hergestellt. Gliederung ##########
(1) Elitegroup ECS AMD690GM-M2 (2) Einbau (3) Betrieb (4) Fazit
(1) Elitegroup ECS AMD690GM-M2 #############################
Wie man es von Elitegroup gewohnt ist, befindet sich das Mainboard natürlich im untersten Preissegment. Mit einem Preis ab 47 Euro ist man dabei. Ausgestattet ist es mit dem AMD 690G Chipsatz. Das es keine High-End-Plattform ist, lässt ja ohnehin schon der Preis vermuten. Vielmehr bekommt man ein kleines µATX-Board, welches aber schon alles was man braucht mitbringt, so findet der Anwender zum Beispiel direkt einen D-SUB und einen DVI-Ausgang am Board vor. Wie man es bei dem Preis nicht anders erwarten kann, ist der Lieferumfang etwas lachhaft. Eigentlich liegt wirklich nur das absolut Notwendige bei, die Treiber-CD, ein dünnes Heftchen, die ATX-Blende, eine Slotblende mit serieller Schnittsteller und jeweils ein SATA- und ATA-133-Kabel. Ein DVI-Adapter, ein weiteres SATA-Kabel, Stromadapter für SATA usw. wären natürlich wünschenswert gewesen. Allerdings wird man wie bereits erwähnt mit dem geringen Preis entschädigt.
Sehr lustig sieht das Mainboard schon einmal von oben aus, da sind statt vier nur zwei RAM-Steckplätze verbaut. Man konnte annehmen das zwei Steckplätze einfach abgerissen wurden, schließlich sind die Kontakte noch vorhanden. Auch der Stecker für die zusätzliche Stromversorgung liegt sehr ungünstig direkt hinter der Northbridge. Sonst leistet man sich aber keine großen Fehler, die SATA-Schnittstellen und die ATA und Floppy Anschlüsse liegen direkt am Rand. Auch der ATX-Stromstecker ist an äußersten RAN platziert. Besitzt man noch ein USB-Blech, kann man weitere zwei USB 2.0 Ports nach außen legen. Sonst verfügt das Netzteil über zwei PCI-Steckplätze. Außerdem kann man in einen PCIe-16x Steckplatz eine Grafikkarte nachrüsten. Auch ein PCIe-1x Steckplatz steht für Raidcontroller oder Ähnliches zur Verfügung. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das lilafarbige PCB. Die Anschlüsse am I/O-Shield halten sich auch in Grenzen. Die üblichen PS/2-Anschlüsse fehlen genauso wenig wie die vier USB 2.0 Schnittstellen. Die bereits erwähnten Ausgänge für die Monitore werden durch den Netzwerkadapter und insgesamt sechs analoge Soundausgänge ergänzt. Das Netzwerk ist immerhin Gigabit tauglich. Außerdem ist der verwendete 7.1 HD Audio Chip sehr hochwertig.
(2) Einbau ##########
Der Einbau von µATX-Boards ist in der Regel besonders bequem, weil man mehr Platz im Gehäuse hat. Vor dem Einbau muss das Gehäuse entsprechend der Löcher am Board vorbereitet werden. Abstandhalter, welche nicht passen, sollten entfernt werden, weil sie sonst schnell irgendwelche Leiterbahnen miteinander verbinden können.
Hat man das Mainboard eingesetzt und mit den Schrauben fixiert, kann man sich an das Anschließen der einzelnen Komponenten machen. Anschließend kann man dann auch den CPU samt Kühler montieren. Hier kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Bei ganz schweren Modellen würde ich allerdings auf das Thermalright-Retentionmodul vertrauen, weil beim Modul, welches auf dem Board verbaut ist wohl schon die ein oder andere Nase abgebrochen sein und der Kühler sich mit einem lauten Krachen verabschiedet haben soll. Danach kann man eventuelle Karten verbauen. (3) Betrieb #########
Überraschender Weise funktionierte die Windows-Installation wirklich ohne irgendwelche Probleme. Die Treiber von der CD wurden sofort anerkannt und es bleiben keine gelben Ausrufezeichen stehen. Danach war ein stabiler Betrieb ohne Probleme möglich. Egal ob Leerlauf oder volle Belastung, das System hatte keine Probleme. Auch die einzelnen Programme zeigten keine Fehler. Sehr angenehm ist natürlich, dass das Mainboard komplett lautlos arbeitet, weil keine aktiven Kühler verbaut wurden. Die passiven Blöcke sind auch klein genug, so dass es keine Überhitzungsprobleme gibt. Ohnehin ist der AMD 690G ein sehr stromsparender und somit auch kühler Chipsatz. Besonders der verbaute Soundchip konnte überzeugen, so konnte man DVDs auf einer 5.1 Anlage sauber Wiedergeben. Der Grafikchip ist maximal für ältere Spiele geeignet.
Das Übertakten sollte man mit diesem Board gar nicht erst versuchen, so lässt sich der HTT und die CPU-Spannung kaum verstellen. Auch den Arbeitsspeicher kann man nur oberflächlich konfigurieren. Allerdings reicht der Chipsatz aus um DDR2-PC2-6400 Module ordentlich zu nutzen. (4) Fazit ##########
Bei dem Preis kann man natürlich etwas skeptisch sein, aber man bekommt gute Ware fürs Geld. Der Rechner läuft stabil, lediglich der schlechte Lieferumfang stößt negativ auf. Andererseits hat besonders der verbaute SoundonBoard und auch das Gigabit-Netzwerk überzeugt. Hier hat ECS seine Hausaufgaben wirklich erfüllt. Lediglich der zusätzliche Stromstecker liegt auf der Originalplatine etwas ungünstig. Auch die zwei entfernten RAM-Steckplätze und die Farbe der PCB hätten nicht sein müssen.
Bilder von ECS AMD690GM-M2
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12.08.2007 21:09
;o))
09.08.2007 23:42
Einbauen könnte ich nicht. LG
09.08.2007 18:39
bei dem preis wär ich auch erstmal skeptisch, aber jeder kann sich ändern...auch elitegroup. gruß X