Wenn es das nicht ist, ist es was anderes
22.11.2005
Pro:
Bloom und Dunst sind einfach einmalig gut, interessante Story, romantisch und dennoch lustig, der Soundtrack
Kontra:
Eigentlich nichts !
Empfehlenswert:
Ja
 Pop-Princes
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:501
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 132 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo liebe Leserinnen und Leser... Ich war mal wieder im Kino und ich möchte euch erzählen, wie mir "Elizabethtown" gefallen hat.
Viel Spaß beim Lesen :)
▼ Warum dieser Film? ▲ Also, da ich ja nen ehrlicher Mensch bin, gebe ich zu: Wegen Orlando Bloom und Kirsten Dunst. Bitte kein Kopfschütteln, es klingt verrückt, aber so bin ich eben :) Seit "Herr der Ringe" und "Spiderman" liebe ich diese 2 Schauspieler und da sie jetzt endlich zusammen in einem spielten, musste ich da natürlich unbedingt rein. Ne Freundin konnte ich dann auch überreden (es hat 2 Minuten gedauert) und schon waren wir im Kino... ▼ Kurze Filminfos ▲ Genre: Komödie Start in Deutschland: 03. November 2005 FSK: Ohne Altersbeschränkung Länge: ca. 120 Minuten
▼ Story ▲ Hier nur ein kurzer Einblick, denn zuviel will ich einfach nicht vorweg nehmen: Drew Baylor arbeitet in einer Schuh-Herstellungsfirma. Oder wohl eher, er entwirft die Schuhe. Er entwirft eines Tages einen Turnschuh, der hoch gejubelt wird und man annimmt, dass ihn bald die ganze Welt tragen wird. Doch dann kommt alles anders. Der Schuh wird ein Flop. Die Firma von Phil hat einen Verlust von fast 1 Milliarde Dollar.
Da das eine Katastrophe für Drew ist und er somit auch Arbeitslos, will er sich umbringen. Das versucht er mit einem Fahrrad und einem Messer. Aber wie es das Schicksal manchmal will, ruft in diesem Moment seine Schwester Heather an um ihm zu erzählen, dass ihr Vater gestorben ist. Drew fliegt also zu seiner Mutter Hollie und zu seiner Schwester. Da sein Vater gerade auf Besuch bei seiner Familie war, fliegt Drew nach Elizabethtown um seinen Vater "nach Hause" zu bringen. Im Flugzeug trifft er auf die Stewardess Claire. Sie kommen ins Gespräch und unterhalten sich über Namen. Hier sieht man Drew mal wieder lachen und man merkt sofort, da ist nicht nur eine kleine Sympathie im Anmarsch. Es knistert schon hier zwischen den Beiden.
Da Drew Claire erzählt, wo er hin will, malt sie ihm den Plan auf und gibt ihm noch den Tipp, dass er unbedingt auf die 60B achten muss. Das gelingt Drew natürlich nicht auf anhiebt. Als er dann aber endlich in Elizabethtown ankommt, freut er sich, wie es wohl so einige andere auch tun würden. Eigentlich wollte Drew nur seinen Vater holen und dann wieder nach Hause fliegen. Aber da es immer anders kommt, als man erwartet, wird er von der Familie seines Vaters mehr als Herzlich aufgenommen, was Drew doch sehr verwundert. Dort kümmern sich alle um ihn und sind wirklich in Trauer, was mit seinem Vater passiert ist.
Am Abend des etwas durchgeknallten Tages ruft Drew Claire an und sie reden die ganze Nacht. Dabei werden Nägel lackiert, die Toilette benutzt, gebadet und auch gegessen. Auch hören sie zusammen Radio und tanzen dann "zusammen". Da Claire am nächsten Morgen eigentlich nach Hawaii fliegen soll, sollte sie schlafen, aber statt dessen fahren sie sich zusammen den Sonnenaufgang ansehen. Drew hat auch mit seiner Mutter gesprochen, die jetzt nach Elizabethtown kommt um ihren Mann dort zu bestatten. Doch dann trifft Drew wieder auf Claire. Sie verbringen einen wunderschönen Tag miteinander und suchen eine Urne zusammen aus. Doch dann erkennen sie Beide, dass sie eigentlich nicht zusammen sein sollten und es wohl auch keinen Sinn machen würde.
Eine Reise liegt noch vor Drew, die ihn wirklich innerlich verändern wird. Wie die abläuft, was mit seiner Mutter passiert, ob Drew und Claire zusammen kommen?? Das erfahrt ihr alle im Kino :) ▼ Die Umsetzung der Story ▲ Ja, die ist einfach gelungen. Es macht Spaß das Leben von Drew zu sehen und seine Gefühle zu spüren. Anfangs fand ich ihn ja etwas kühl und unnahbar, aber als er dann auf Claire trifft, taut er auf und lässt sich in seinen Gefühlen einfach treiben. Nach 2 solchen Schicksalsschlägen würde manch einer wohl erst mal für eine Weile aufgeben, aber Drew schafft es, immer noch etwas Gutes zu sehen und befreit sich von vielen "unwichtigen" Gefühlen und Gedanken.
Das Einzufangen scheint gar nicht so leicht. Aber dank der Besetzung und der guten Storyumsetzung spürt man einfach jede Regung und jedes Gefühl. Man kann sich richtig in Drew versetzen und der anfängliche Sarkasmus verändert sich in Trauer und Liebe. Hier findet man einfach viele Menschliche Gefühle, die alle perfekt umgesetzt wurden und von den Hauptdarstellern einfach perfekt eingesetzt wurden. Nichts wirkt überspielt oder zu lasch, alles ist gerade in der richtigen Menge vorhanden. Man hätte die Story wohl nicht besser machen können und das zeigt eben auch die sehr schöne Umsetzung. Das zusehen macht Spaß und man fühlt sich in die Gefühlswelt einfach mit eingestrickt. So ist man nicht nur Zuschauer, sondern eben auch Erleber.
Wirklich gut!!! ▼ Die Darsteller und meine Beurteilung▲ Orlando Bloom spielt Drew Baylor Das ist auf jeden Fall, als Mädel, schon mal nen Grund in den Film zu gehen. Orlando sieht einfach knackig aus und nach "Herr der Ringe", "Fluch der Karibik", "Troja" und "Königreich dem Himmel" mal in einer richtigen Liebes-Komödie zu sehen. Seine Ausstrahlung spielt jeden an die Wand. Er ist die ganze Zeit so präsent, dass man seine Gefühle und seine inneren Gedanken förmlich spüren kann. Seine Rolle ist sehr gut ausgebaut und auch seine Umsetzung ist einfach genial geglückt. Man merkt, Männer haben eben manchmal auch ihre emotionalen Momente und es ist einfach toll, dass Orlando das so rüberbringt. Besonders gut gefällt mir die Szene, wo er mit der Urne nach Hause fährt. Er redet, er flucht, er weint und er lacht. Einfach toll. Die Szene ist zwar nichts besonderes, aber dennoch fühlt sie sich als solches an. Denn Orlando füllt sie einfach mit soviel Leben und Energie aus, dass man das einfach nur genießen kann. Ein wahrlich begnadeter Schauspieler!
Kirsten Dunst spielt Claire Colburn Hier wohl dann eher ein Grund für Männer ins Kino zu gehen. Kirsten Dunst gehört zu meinen Lieblingsschauspielerinnen, denn sie wirkt immer so natürlich und wie das Mädel von Nebenan. Auch in diesem Film passt sie sich perfekt an Orlando an und man merkt, dass sich Beide einfach gern hatten beim Dreh. Die Rolle von Claire ist der lustigere Teil, obwohl man auch merkt, dass Claire ein Geheimnis hat und sie wohl nicht immer nur lacht und strahlt. Besonders lustig spielt Kirsten ihre Rolle, wo Claire mit Drew telefoniert. Das wirkt einfach einmalig gut und sie bringt die Stimmung einfach rüber. Kirsten verleiht der Rolle soviel Leben, dass man manchmal glaubt, sie hat das selbst schon erlebt. Die Romantik in ihrem Blick und das verschmitzte in ihrem Lächeln ist einfach genial eingefangen und ich liebe das an ihr. Bitte nicht falsch verstehen, aber man sollte auch einmal einer Frau Komplimente machen dürfen. Sie füllt ihre Rolle einfach perfekt aus und erweckt sie zum Leben. Es macht einfach Spaß ihr zuzusehen! Susan Sarandon spielt Hollie Baylor Ja, Susan Sarandon hat es nicht so leicht mit dieser Rolle. Sie spielt zwar gut eine trauernde, etwas verwirrende Witwe, aber so richtig überzeugen kann sie mich nicht. Zwar spielt sie das übertrieben Trauernde wirklich genial gut, denn sie lernt kochen, steckt zwischen dem Auto fest und lernt Steppen, aber sie wirkt mir einfach zu normal. Nicht, wie eine Frau die gerade ihren Mann verloren hat und ihren Sohn nach Jahren wieder sieht. Zwar schafft Susan Sarandon etwas Humor in die Trauerfeier zu bringen, aber irgendwie reicht es mir nicht, um es als verrückt anzunehmen. Denn das sollte es wohl eigentlich sein. Etwas Tiefgang wäre von ihr nicht schlecht gewesen. Von Susan Sarandon hätte ich etwas mehr erwartet, aber richtig schlecht ist sie nicht!
Alec Baldwin spielt Phil Ihn sieht man ja leider nur kurz, aber als großer Baldwin Fan, muss ich ihn kurz erwähnen. Viele seiner Rollen waren etwas ernster, aber so cool, wie er es rüberbringt, dass er 1 Milliarde Dollar verloren hat, das kann nur Alex Baldwin. Auch wie er Drew erzählt, dass man mit diesem Geld die Welt hätte retten können, passt er sich seiner Rolle super an und man fühlt seinen Sarkasmus viel tiefer, als man es auf Anhieb erahnen kann. Einfach toll!!! ▼ Regie und Drehbuch ▲ Bei diesem Film übernimmt das niemand geringeres als Cameron Crowe. Ihn kennt man von den Filmen "Almost Famous", "Singles - gemeinsam einsam", "Vanilla Sky" und "Jerry Maguire". Diese Tragische Romantik inszeniert er einfach gut. Die Story klingt auf den 1. Blick vielleicht etwas "normal" und "oberflächlich", aber wenn man sie an sich ran lässt und auch das "Dahinter" sieht und spürt, dann macht der Film einfach Spaß und regt zum Nachdenken an. Denn man spürt eben das Menschliche in diesem Film und wie Menschen reagieren und fühlen, wenn sie in Außnahmesituationen kommen. Auch, dass sich Gefühle eben manchmal blitzschnell ändern und man dann Anfangs gar nicht weiß, wie man fühlt und welches Gefühl stärker war/ist. Cameron Crowe beweist einmal mehr, dass er eben gerade so was drauf hat!
▼ Soundtrack ▲ Hier mal die Songs zum Film: 01. 60B - Nancy Wilson 02. It'll All Work Out - Tom Petty and the Heartbreakers 03. My Father's Gun - Elton John 04. Io - Helen Stellar 05. Come Pick Me Up - Ryan Adams 06. Where to Begin - My Morning Jacket 07. Long Ride Home - Patty Griffin 08. Sugar Blue - Jeff Finlin 09. Don't I Hold You - Wheat 10. Shut Us Down - Lindsey Buckingham 11. Let It Out (Let it All Hang Out) - The Hombres 12. Hard Times - Eastmountainsouth 13. Jesus Was a Crossmaker - The Hollies 14. Square One - Tom Petty 15. Same in Any Language - I Nine
Der Soundtrack ist einfach super gewählt. Die Musik untermauert die Stimmungen des Films und während der Autofahrt von Drew passt sie auch perfekt zu seiner Umgebung. Die Musik macht wohl auch einen großen Teils des Films aus und gefällt mir deswegen gleich noch mehr. Denn starke Filme brauchen einfach auch einen starken Soundtrack. Wenn die Kombi stimmt, kann selten etwas schief gehen. Und hier ist es einfach perfekt und passt super zueinander. Den Soundtrack brauch ich auf jeden Fall noch! ▼ Fazit ▲ Wie ihr ja gemerkt hat, hat mich der Film einfach mitgerissen. Die Gefühle reißen einen einfach mit und man fühlt sich nach dem Film etwas besser, wenn auch aufgewühlter.
Besonders herausragend fand ich Orlando Bloom und Kirsten Dunst. Von den Beiden werden wir noch eine Menge toller Filme sehen. Die Musik ist einfach genial und ich wird mal sehen, wo ich mir den besorgen kann, der gehört einfach in meine Sammlung.
Die Umsetzung ist ebenfalls gelungen und ich denke, es ist allen gelungen eine schöne romantische Komödie draus zu machen. Mir hats gefallen und ich hoffe, euch hat der Bericht ebenfalls gefallen. Freue mich über Kommentare und bedanke mich fürs Lesungen und Bewertungen...
Eure Steffi P.S. Bei der Überschrift handelt es sich um ein Zitat, welches Drews Dad immer von sich gegeben hat!
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18.10.2009 18:09
Ich finde den Film einfach nur genial.....und dein Bericht ist natürlich 1.Klasse ;-)
22.01.2007 21:08
tja, da wollte ich mit meiner freundin einmal einen film anschauen ohne "bumm bumm" und viel aktion..... mir hat er super gefallen - sie fand ihn nicht so doll. frauen eben.... wer kann sie verstehen?
15.12.2005 20:48
Ich wollte den Film soooo gerne sehen. Vor allem, weil ich die Schauspieler sehr mag. Allerdings hatte ich keine Zeit und als ich dann letztens reingehen wollte, lief er nicht mehr im Kino bzw. nur nachmittags :( Lg, Rini