Elizabethtown

Erfahrungsbericht über

Elizabethtown

Gesamtbewertung (12): Gesamtbewertung Elizabethtown

 

Alle Elizabethtown Testberichte

 Eigenen Erfahrungsbericht schreiben


 


 


Schock deine Eltern...

2  30.04.2009

Pro:
Gute Filmmusik, Susan Sarandon, Alec Baldwin (beide haben eine gute Szene)

Kontra:
insgesamt nicht stimmig, gepflegte Langeweile

Empfehlenswert: Nein 

Katia23

Über sich: Ich versuche Filmrezensionen zu schreiben. Alte Filme, neue Filme, lustige und traurige, schlechte u...

Mitglied seit:22.06.2000

Erfahrungsberichte:225

Vertrauende:85

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 70 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Lies ein Buch! – Das ist der Slogan der hiesigen Stadtbibliothek. Doch, man kann, wie ich erst später feststellte, noch viel mehr dort leihen, als nur meine geliebten Bücher.

Filme!

Eine neue Ära hat begonnen.

Ich hab meine Abende mit einigen Cameron Crowe Filmen begonnen.

Elisabethtown war der erste.

Story:

Drew Baylor, ein junger Industriedesigner erlebt ein Fiasko – er setzt knapp eine Milliarde Dollar (972 Millionen $), geplantes Etat für einen Schuh in den Sand. Desillusioniert beschließt er seinem Leben ein Ende zu machen. Doch ein letzter Telefonanruf seiner Schwester schiebt dieses Vorhaben auf.

Sein Vater ist gestorben und da dieser gerade seine Verwandtschaft in Elisabethtown bescuht hat, soll Drew ihn nach Hause überführen und ihm vorher seinen blauen Anzug anziehen. Seine Mutter ist mental dazu nicht in der Lage und seine Schwester hat ein kleines Kind. Also macht sich Drew auf den Weg nach Elisabethtown. Im Flieger lernt er die Stewardess Claire kennen und mit ihrer optimistisch/nervtötenden Art bleibt sie in Erinnerung.

In Elisabethtown lernt er seine Verwandtschaft kennen und bemerkt wie die gesamte Stadt um seinen Vater trauert. Erst als er einsam im Hotel sitzt, versucht er Kontakt zu Claire aufzunehmen. Und dann stellt sie seine Tage auf den Kopf.

Es endet in einer Reise durch die Staaten, mit Erinnerungen an Legenden und einer selbstgebastelten Reisebeschreibung von Claire.

Fakten:

Drew Baylor: Orlando Bloom (Herr der Ringe, Troja, Königreich der Himmel, Fluch der Karibik)
Claire: Kirsten Dunst (Spiderman, The Virgin Suicides, Marie Antoinette, Vergiss mein nicht)
Hollie Baylor: Susan Sarandon (Die Hexen von Eastwick, Dead Man Walking, Thelma & Louise)
Ellen: Jessica Biel (Eine himmlische Familie, Blade)
Phil: Alec Baldwin (The Cooler, Aviator, Departed, Das Mercury Puzzle)

Erscheinungsjahr: 2005
Länge: 123 Minuten
FSK: o.A.

Regie: Cameron Crowe (Vanilla Sky, Almost Famous, Jerry Maguire, Singles)

Seine Produktionskosten betrugen schätzungsweise 57 Millionen Dollar. Die Weltpremiere fand am 5. September 2005 auf den Internationalen Filmfestspielen von Venedig statt.

Kritik:

Auch wenn die Story durchaus ausbaufähig und fesselnd klingt, kann sie einen nicht darüber hinwegtäuschen, das dieser Film eine lange, lange Zeit einfach nur öde ist. Langweilig und überspannt zieht er seine Runden und auch das hübsche Gesicht des Hauptdarstellers kann einen nicht davor retten, gelegentlich die Pause-Taste des Players zu drücken um sich just another Coffee zu holen.

Hofft man anfangs, durch die wirren Bildeinstellungen noch, dass sich der Film irgendwann in das Drama wandelt, dass er darstellen möchte, so ändert sich das schlagartig in der Ankunft in Elisabethtown. Man wünscht sich jetzt inständig, dass er endlich endet.

Die Chemie zwischen Orlando Bloom und Kirsten Dunst ist in etwa so stimmig wie die zwischen einem Hund und einer Siamkatze. Gleich Null. Ich will damit nicht sagen, dass beide nicht spielen können. Gott bewahre. Sondern nur anmerken, dass sie vielleicht nicht zusammen spielen sollten. Kirsten Dunst hat in „The virgin suicides“ bewiesen, dass sie es kann. Und Orlando Bloom, na ja… ich glaube in „Herr der Ringe“ war er ganz okay. Jedoch die anderen Filme. „Troja“ und auch „Königreich der Himmel“ waren schon grenzwertig. So gern, wie ich ihn ansehe (sein Hundeblick ist schon sehr schön), seine Schauspielkunst ist jedoch eher gering.

Auffällig war einzig Susan Sarandon, ihre beste Szene zur Beerdigungsfeier trieb einem die Tränen in die Augen. Aber eine Szene kann keinen Film retten. Interessant war der Kurzauftritt von Alec Baldwin als Konzernchef Phil. Eine, vom Drehbuch gewollte, überspannte Darstellung, jedoch einprägsam und wieder eines der wenigen Highlights des Filmes. Der lebhafte Chef, beeindruckend freundlich, der nur schwer seinen Zorn vor dem reuigen Angestellten zu unterdrücken vermag. Durch seinen Bambi-Blick verleiht selbst Orlando Bloom seiner Figur eine Naivität und Hoffnungslosigkeit, die in dieser Szene glaubhaft wirkt.

Es gab genügend gute Ansätze: Vielleicht sollte die Hochzeit von Chuck und Cindy, in dem Hotel, welches auch Drew wählt, eine Art „Running Gag“ werden, so ist doch hier Potential verschenkt wurden, denn diese „Feier“ war einfach nur nervig. Es ist so, als versuche man mindesten drei Filme auf einmal zu sehen. Und nebenbei werden sämtliche Genres in gepflegter Langweile vermischt. Hier trifft die Romanze auf das Drama, der Roadmovie auf die Komödie und man versucht als dies durch die Filmmusik zu verbinden.
Positiv anzumerken, ist ein für Crowe wohl selbstverständlicher, wunderbarer Soundtrack neben Tom Petty, brilliert hier Ryan Adams und The Temptations. Jedoch gelingt es nicht und man ist als Zuschauer verwirrt, hofft auf ein Ende, das bereits zu Beginn bekannt war.

Ein Film, der viel, viel Geld gekostet hat, mit vielen bekannten Gesichtern bestückt wurde und doch am Ende mit gepflegter Langweile glänzt. Ich habe, schätze ich, alle Filme von Cameron Crowe gesehen und bin eigentlich jedes Mal begeistert, doch hier ist sein bisher schwächster Film.

… wie gut, dass es mit meiner Bibliothekskarte wenigstens nichts gekostet hat.

In diesem Sinne, an alle Freunde der Stadtbücherei… lesen!!!
Bilder von Elizabethtown
  • Elizabethtown Elizabethtown
  • Elizabethtown Elisabethtown Claire und Drew
  • Elizabethtown Elizabethtown
  • Elizabethtown Elizabethtown
Elizabethtown Elizabethtown
Elizabethtown - DVD-Cover
Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

Wie hilfreich ist dieser Erfahrungsbericht für Ihre (Kauf-)Entscheidung?

Bewertungsrichtlinien

Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Beatfreak

Beatfreak

11.05.2009 22:59

Der Film klingt schon so nicht nach etwas, was ich sehen möchte. Deine Kritik bestätigt das noch sehr eindrucksvoll. ;-)

PetraSD

PetraSD

04.05.2009 15:00

Hallo Katja23, ich teile zwar nicht ganz deine Meinung ueber den Film - aber deine Rezension finde ich interessant und gut geschrieben! LGPetraSD :-)

Rollersfan

Rollersfan

02.05.2009 17:16

Jetzt weißt Du, warum ich gerne Filme wie "Crank" gucke, *gg....aber nicht nur ;o) LG!

Eigenen Kommentar schreiben

max. 2000 Zeichen

  Kommentar abschicken


Bewertungen
Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 768 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

"sehr hilfreich" von (100%):
  1. Mai-Lamm
  2. Lacedes
  3. olsen77
und weiteren 67 Mitgliedern

Informationen zur Berechnung der Gesamtbewertung.