Eine Erleichterung
12.06.2005
Pro:
Erleichterung, verrechnet Daten, Fehler werden angezeigt, Vorausberechnung (Was kommt raus?), kostenlos
Kontra:
lange Downloadzeit des Programms, Druckprobleme
Empfehlenswert:
Ja
 SiebenteS
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Es gibt Dinge, die so ziemlich jedem lästig sind. Dazu gehört mit Sicherheit auch die Steuererklärung. In den vergangenen Jahren hatte ich das Glück, dass mein Onkel (selber früher Finanzbeamter und immer noch auf dem neuesten Stand) diese Aufgabe für mich sehr fachmännisch übernommen hat. Da er in diesem Jahr gesundheitlich nicht so fit war, musste ich selber ran. Die Formulare, die das Finanzamt bisher immer verschickt hat, gab es nicht. Also habe ich mich entschlossen, ElsterFormular 2004/2005 zu nutzen, die Steuersoftware der Finanzämter. ELSTER: Da war doch was??? Die Elster ist ein optisch schöner Vogel, schwarze Flügel, weiße Brust, etwas blau im Gefieder. Diese Tiere wirken elegant. Doch sie gehören zur Art der Rabenvögel, fressen auch Eier und Junge von Kleinvögeln und gelten als diebisch. Ist das der richtige Name für eine ehrliche Steuererklärung. Nicht ganz finde ich. Auch wenn der Name eigentlich sich einfach nur aus ELektronische STeuerERklärung zusammen setzt. 1999 gab es zunächst eine Pilotphase, seit Anfang 2000 ist das Programm in ganz Deutschland zugänglich. Doch erst in diesem Jahr, so wage ich zu behaupten, hat die Elster des Finanzamtes ihren Durchbruch. Denn weil es per Post keine Papierformulare mehr gab, ging es sicher vielen so wie mir, dass sie einfach mal den elektronischen Weg ausprobiert haben.
WIE BEKOMMT MAN DIE SOFTWARE: Da gibt es mehrere Wege. Zu ihren Vor- und Nachteilen jetzt mehr: PER INTERNET: Hier habe ich Elster und Finanzamt in eine Suchmaschine eingegeben. Ein Klick und ich war auf der richtigen Seite. Hier konnte ich die Software herunter laden. Allerdings: Die Sache hatte einen großen Haken. Das Programm umfasst 12, 8 MB. Das bedeutet für mein schwaches 56k-Modem, das an dem ebenfalls lahmen analogen Telefonanschluss hängt, eine lange Download-Dauer von fast drei Stunden. Zuviel, finde ich! Eine kurze Mail ans Finanzamt brachte erstaunlicherweise eine sehr rasche und sehr nette Antwort: Es gibt die Elster-Software auch als CD-Rom kostenlos BEI allen FINANZÄMTERN. Die dritte Möglichkeit wäre, sich ElsterFormular 2004/2005 bei Freunden oder Verwandten in Kopier zu besorgen, die diese Software bereits herunter geladen oder sich als CD-Rom besorgt haben. INSTALLATION: Die ist nun kinderleicht und folgt den üblichen Mustern, die man von der Installation anderer Programme kennt.
OPTIK VON ELSTERFORMULAR 2004/2005: Die meisten Computernutzer haben Windows als Betriebssystem. Und so ist Elster vom Prinzip her recht ähnlich: Man hat oben (horizontal verlaufend, wie auch bei anderen Programmen) eine Menuleiste mit verschiedenen Optionen, darunter folgt eine Symbolleiste, mit der man ebenfalls schnell gewisse Funktionen ansteuern kann. Das Hauptfeld ist natürlich für die eigentliche Steuererklärung vorgesehen: Hier hat man die vertrauten Steuerformulare. Am linken Rand findet man dann noch die "Formulare der Steuerklärung" (die Formulare, die man für seine Steuererklärung zusammen gestellt hat). Darunter sind "weitere Formulare", die man unter Umständen noch braucht. Ganz unten ist dann noch eine Rubrik "Hilfe zur Steuerklärung". Hier werden unter Umständen auch mögliche Fehler/Widersprüchlichkeiten angezeigt. Grundsätzlich ist der erste optische Eindruck ganz okay. Die Ähnlichkeit mit Windows-Programmen hat mir den Start in die Arbeit mit Elster erleichtert. Einige Symbole und Funktionen waren mir allerdings bisher unbekannt. Wo es da hakt, dazu später im einzelnen mehr. BEGINN DER EIGENEN STEUERERKLÄRUNG: Unter "Datei" findet man (ähnliche bei Word z.B.) "neu" (für neues Dokument bzw. neue Steuerklärung). Alternativ kann man diese Funktion über das erste Symbol (eine leere Seite) ansteuern. Es öffnet sich dann im großen Fenster eine Steuerformular für 2004. Außerdem erhält man ein kleines graues Fenster mit verschiedenen Optionen: Unter Steuerklärung 2004 kann man nun zwischen Einkommenssteuer (trifft wahrscheinlich für die meisten Normalbürger zu), Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Zerlegung GewSt-Messbetrag (keine Ahnung, was das für ein Messbetrag ist) wählen. Außerdem kann man schon eine Steuer(vor)anmeldung 2005 machen und zwar zu den Unterpunkten Umsatzsteuer und Lohnsteuer. Soweit ich das als absolutes Greenhorn mir denken kann, ist das, um Abschreibungsmöglichkeiten schon einzutragen und damit schon gleich geringere Steuern zahlen zu müssen. Wer das erste Mal los legt mit der Steuerklärung, der mag nun den Hilfebereich als nützlich empfinden. Hier wird nämlich gleichzeitig das erläutert, was man vielleicht sonst dem Erklärungszettel der alten Papier-Steuerklärungen entnommen hat. Jeder muss auf jeden Fall den Hauptvordruck (vierseitig) ausfüllen. Dann gibt es diverse Zusatzformulare. Für die meisten kommt pflichtmäßig noch Anlage N hinzu (u.a. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, Arbeitslohn, aber auch Werbekosten). Alles weitere hängt dann vom Einzelfall ab: Hat man "Geldvermögen" (dazu zählt dann auch das kleine Sparbuch mit 1000 Euro)? Dann wird z.B. noch Anlage KAP fällig, Rentner müssen die Anlage SO ausfüllen, usw.
VORBEREITUNG: Egal ob für die Steuerklärung, die ein Steuerberater ausfüllt oder für die "selbst-gemachte": Ich versuche immer mit zwei "Maßnahmen" schon mal, meine Steuerklärung vorzubereiten. 1. Belege sammeln: Dazu nutze ich die Elba-Vario-Ordner. Sie funktionieren ein wenig nach dem Prinzip eines Ringbuchs. Darin sind Klarsichthüllen, die man leicht heraus nehmen und wieder einfügen kann. Für jedes Jahr gibt es eine Hülle, in der ich Parkquittungen, Spendenbescheinigungen oder Belege für Bürobedarf schon mal sammel. So habe ich für die Steuerklärung alles beisammen. Ähnlich lege ich auch alle Lohnsteuerzettel in einer Hülle ab. 2. Tabellen auf dem Computer: Wieiel habe ich verdient? Welche Ausgaben (KFZ- und Allgemeine Haftpflichtversicherung, Spenden, Bürobedarf, Dienstreisen, etc.) kann ich abschreiben? All das versuche ich schon aufzuschreiben. Auch hier gilt: Am Ende des Jahres habe ich ohne zuviel Mühe alles schön und übersichtlich beisammen. Das bisschen Vorarbeit spart mir so hinterher viel Haareraufen und viel Sucherei! AUSFÜLLEN: Vom Prinzip her ist das sehr ähnlich wie das Ausfüllen der klassischen Papier-Steuerklärung. Und die Punkt für Punkt zu erklären braucht es wohl eher eine individuelle Stuerberatung. Wichtig sind mir in erster Linie die Unterschiede zwischen der klassischen Form und zwischen Elster. Da ist mir die elektronische Variante wirklich positiv aufgefallen. Wenn man beispielsweise verschiedene Beträge eingibt, so erhält man die Summe automatisch (wie man das vielleicht von Exel bereits kennt). Wenn sich Widersprüchlichkeiten ergeben, erscheinen die entsprechenden Zahlen in roter Schrift und man wird massiv darauf aufmerksam gemacht. Auch wenn es im ersten Moment unangenehm auffällt, im Endeffekt hilft diese Aufforderung, Fehler zu korrigieren. Denn so vermeidet man es, eine fehlerhafte Steuerklärung beim Finanzamt einzureichen. Noch ein Unterschied zu klassischen Variante sind die Bereiche, in denen man verschiedene Punkte eingeben kann oder muss. Will man z.B. in Formular N verschiedene "Arbeitsmittel" angeben, kann man links am Rand einfach auf ein "+" drücken. Es öffnet sich noch eine weitere, identische Zeile.
ZUSATZFUNKTIONEN: DATEN AUS DEM VORJAHR ÜBERNEHMEN: Das geht unter anderem mit dem vierten Symol von links in der Symbolleiste. Für dieses Jahr habe ich diese Funktion noch nicht genutzt - schließlich war dies meine Elster-Premiere. Aber für das nächste ist es mit Sicherheit eine gute Möglichkeit, um ein paar Eingaben zu sparen.
PRÜFUNG AUF PLAUSIBILITÄT: Vorhin habe ich ja schon die Fehleranzeige erwähnt. Wer noch mal zusätzlich sichergehen will, kann durch das achte Symbol von links (mehrere Zettel mit einem roten Haken darüber) die gesamte Steuererklärung auf Plausibilität (Stimmigkeit) überprüfen lassen. Das gleiche funktioniert auch über die obere Menuleiste in Wortform. Aus meiner Sicht ist diese Funktion ganz nützliche Angelegenheit. ANZEIGE IN EINER DRUCKVORSCHAU: Bei manchen Programmen kann die Computeransicht sich von der der Druckansicht unterscheiden. Das gilt auch für Elster. Und zwar ganz immens. Denn das Programm gibt im Endeffekt nicht das komplette bekannte Formular wieder sondern - noch eine positive Überraschung - eine übersichtliche Aufstellung aller Angaben. Wer diese Druckvorschau mal betrachten will, wählt Symbol Nr. 9 von links, das vage einem Drucker ähnelt.
BERECHNUNG DER HÖHE DER STEUER: Ich muss es ehrlich gestehen: Auch wenn ich ein wenig Einblick in die Steuersachen habe, so richtig durchblicke ich nicht, wie sich Steuernachzahlungen und Steuerrückerstattungen ergeben. Allen, denen es ähnlich wie mir geht, hilft die Funktion, um die es nun geht: Da gibt es ein kleines Symbol in Form eines Taschenrechners (zweites von rechts). Innerhalb von wenigen Sekunden verschafft Elster nun einen Überblick über Einkünfte und Ausgaben und spuckt aus, was auf einen zu kommt. ANLAGEN: Selbstständige kennen es vermutlich in Extremform. Und auch Angestellte haben es schon durchmachen müssen: das Sammeln von Belegen und das Zusammenstellen für die Steuererklärung. Aber wieviel Belege müssen bei Elster überhaupt noch sein? Von einem sehr netten Finanzbeamten, mit dem ich per E-Mail-Anfrage in Kontakt getreten bin, hieß es: Nur so viele Anlagen wie unbedingt nötig mitschicken. Vernünftig, finde ich. Damit man nachher meine Belege nicht nachfordert, habe ich trotzdem einige Aufstellungen nach dem Vorbild der Steuererklärungen, die mir mein Onkel in den vergangenen Jahren gemacht hatte, zusammen geschrieben und mitgeschickt, ebenso wie Spendenbescheinigungen und die Belege von zwei größeren, steuerlich absetzbaren Anschaffungen.
AB GEHT DIE POST: Das gilt auf zweifache Weise: Zunächst einmal muss man die Steuerklärung per Internet los schicken. Nach dem langen Download der Software hatte ich erst einmal Bedenken: Wie groß würde die Datei sein, wie viele Stunden würde es dauern? Doch diese Sorgen waren völlig unbegründet. Denn in nur einer Minute war meine kleine Steuererklärung schon im Netz. Doch damit hat man seine Pflicht und Schuldigkeit noch nicht getan. Sicherheitshalber will das Finanzamt immer noch eine Version auf dem klassischen Postweg haben. Man sollte also direkt einen Drucker parat haben. Dieser spuckt das (wie schon in der Vorschau) auf das Wesentliche zusammen gefasste Formular aus - und zwar in zweifacher Ausführung. Eine Version ist für das Finanzamt, die zweite für die eigenen Akten. In meiner Fall war der Ausdruck fünfseitig. Alle auf dem Ursprungsformular nicht ausgefüllten Spalten werden nicht auf Papier gebannt, alle anderen sind mit der jeweiligen Nr. versehen, die entsprechende Zeile auf dem Ursprungsformular hatte: z.B. Name mit 2, Vorname mit 2, ...., Haftpflicht(versicherung) mit 70, etc. Ich finde es praktisch, diese übersichtliche Form der Steuererklärung zu haben, frei von all den Punkten, die auf einen sowieso nicht zutreffen. Vom raschen Internet-Versenden der Elster-Erklärung war ich begeistert, der zusätzliche Versand per Post ist zwar lästig aber okay. Vielleicht - wenn irgendwann jeder per Computer seine Steuererklärung fertig macht oder machen lässt - gibt es ja eines Tages nur noch die elektronische Variante! UPDATES: Hier liegt eine kleine Schwäche von Elster: Ständig ruft das Programm nach Updates. Das mag sinnvoll sein, wenn man nach einem Jahr die Steuerformularvorlagen mit der neuen Jahreszahl (oben rechts auf dem Hauptvordruck) braucht. Aber ansonsten finde ich den ständigen Update-Alarm extrem lästig!
DAUER DER BEARBEITUNG: Das Hamburger Finanzamt hatte in den vergangenen Jahren eine reichlich langsame Leitung. Einmal dauerte es glatt neun Monate, bis man meine einfache Erklärung bearbeitet hatte. Da half auch der Tipp einer Kollegin nichts, die meinte, die Finanzamt-Mitarbeiter wären schneller, wenn man seine Formulare persönlich abgibt. Auch mein Onkel als früherer Finanzbeamte wunderte sich über die hamburgische Langsamkeit sehr. Im vergangenen Jahr ging es - noch auf dem klassischen Weg - schon schneller: Drei Monate dauerte die Bearbeitung. Per Elster war es nochmals geschwinder: Nach etwa fünf Wochen hatte ich Nachricht per Mail: Ich sollte am nächsten Tag elektronisch die Steuererklärung abrufen können. ABRUFEN DER STEUERBENACHRICHTIGUNG: Hier hatte ich ein kleines Problem: Die Steuererklärung hatte ich von einem anderen Computer aus verschickt. Auf meinem war nur eine Vorversion von einem Zeitpunkt, zu dem ich noch an meinen Daten gefeilt hatte. Dadurch tauchte hier das Abrufsymbol nicht auf. Somit wäre es mir nicht möglich gewesen, meinen Bescheid übers Internet abzurufen. Daher schrieb ich noch einmal dem netten Finanzbeamten, der auch tatsächlich prompt antwortete. Er konnte mir keinen Trick verraten, wie ich Elster überlisten und meine Erklärung abrufen konnte. Gleichzeitig beruhigte er mich aber: Per Post würde ich auf alle Fälle einen Bescheid erhalten. Nachdem ich meinen Computer nochmals ganz intensiv durchsucht hatte, fand ich dann doch die fertige Steuerdatei und konnte dann doch meinen Bescheid vorab per Internet abrufen. Das funktionierte genauso leicht wie das Versenden: Nach weniger als einer Minute hatte ich meine Daten auf dem Computer.
DER BESCHEID PER INTERNET: Der ähnelt im großen und ganzen der zwei Seiten langen Steuerberechnung, die man vorab im Elster-Programm anstellen konnte. Der Unterschied: Das Finanzamt hat noch einmal alle Positionen überprüft. Bei der Zwischensumme der Einkünfte war ein Sternchen (weil die wohl in Hamburg nicht maßgeblich ist). Bei Abweichungen hat das Finanzamt zu roten Zahlen gegriffen. Auch in meinem Fall tauchte so etwas auf: Da hatte jemand im Finanzamt an meine Gesamteinkünfte hinten noch eine "0" heran gehängt. Wäre zwar schön, wenn mein Gesamteinkommen in den Huntertausendern gelegen hätte, war aber nicht so. Seltsamerweise entsprachen ansonsten alle anderen Daten meiner Berechnung, so dass ich ein paar Euro raus bekommen würde ... Ach ja, noch was, noch ein Problem: Blöderweise kann man den Bescheid nur ausdrucken. Leider habe ich daheim keinen Drucker .... Es ist nicht möglich, die Blätter direkt über das Programm oder indirekt (markieren, kopieren, einfügen - z.B. in Word) zu speichern. Hier ist dringend Nachbesserungsbedarf! VERSUCH, DAS FINANZAMT ZU ERREICHEN: Trotzdem war ich wegen des Fehlers unsicher. Um zu vermeiden, dass mir wegen der Extra-Null plötzlich eine extrem hohe Nachzahlung blüht, habe ich versucht, meine Sachbearbeiterin telefonisch (natürlich während der Dienstzeiten) zu erreichen. Vergeblich: Eine Stunde lang habe ich immer wieder lange durchklingeln lassen. Doch niemand nahm ab. Nur zwischendurch war die Leitung mal besetzt ... Aus meiner Sicht eine extrem kundenunfreundliche Vorgehensweise. Klar, dass man mal eine Kaffeepause machen kann. Aber es ist schon merkwürdig, dass der Ruf die meiste Zeit durchging, es dann kurz besetzt war, und ich direkt im Anschluss wieder niemanden erreichte. Auch per Mail hatte ich kein Glück: Eiinen Tag nachdem ich meine Anfrage, was es mit dem Fehler auf sich hat, abgeschickt hatte, kam zwar eine Lesebestätigung. Aber eine kurze Antwort blieb aus.
BESCHEID PER POST: Einen Tag nachdem ich den Bescheid im Internet abrufen konnte, bekam ich auch Post vom Finanzamt. Hier war dann alles korrekt und ohne Extra-Null. Was mich wundert: Die Daten waren bereits 10 Tage BEVOR ich den Bescheid erhalten habe, abgerechnet. Schade, dass er - bereits fertiggestellt - dann noch im Finanzamt rumgelegen ist. Alle Daten entsprechen der Elster-Vorab-Berechnung, und ich bin ein klein wenig stolz, dass ich die Steuererklärung ohne Hilfe eines Steuerberaters ganz allein hinbekommen habe. RÜCKERSTATTUNG: Nur zwei Tage später hatte ich meine Rückzahlung auf dem Konto. Das nenne ich 1 A-Service!
FAZIT: Die Elster-Software ist für meinen Geschmack eine große Erleichterung bei der Steuererklärung. Angenehm ist vor allem, dass alle Daten von dem Programm miteinander verrechnet werden und dass man auf (mögliche) Fehler aufmerksam gemacht wird. Gut finde ich außerdem, dass man berechnen (lassen) kann, ob man voraussichtlich etwas nachzahlen oder ob man etwas zurückbekommen wird. Auch das Versenden und das Empfangen der Daten geht wirklich rasch. Und schließlich scheint mir der Bescheid wegen Elster schneller eingetrudelt zu sein. Ach ja: Und dann ist die Software auch noch kostenlos - wenn man sie nicht gerade stundenlang aus dem Netz lädt und dabei Gebühren fällig werden! ;-) Genau, das ist der eine Minuspunkt, die lange Downloadzeit. Doch schließlich kann man das Programm ja ebenfalls kostenlos auf CD-Rom beim Finanzamt holen. Blöd sind außerdem die ständigen Update-Nachrichten für die Software. Ansonsten gibt es noch ein paar kleine Schwächen: So braucht man unbedingt einen Drucker, um Elster zu nutzen. Denn sonst bekommt man nicht die Papier-Variante, die man immer noch per Post ans Finanzamt schicken muss. Um die Daten aber komplett auf einen anderen Computer zu übertragen, braucht man einen Speiche, auf dem man Daten überschreiben kann - und zwar in großer Menge: So habe ich die komplette Elster-Version samt meiner Steuererklärung auf den kleinen Speicherstift übertragen und dann von einem anderen Computer aus meine Erklärung verschickt und den Ausdruck gemacht. Alles sehr umständlich. Auch umständlich, dass man den Steuerbescheid ebenfalls nur ausdrucken und nicht speichern kann. Und schließlich stört mich noch sehr, dass die Finanzamt-Mitarbeiter auf Telefonanrufe nicht reagieren. Auch diese Arbeit ist eine Dienstleistung. Wenn Finanzbeamte - wie in diesem Fall - beim Elster-Bescheid Fehler machen, müssen sie auch erreichbar sein! Trotz der Nachteile: Ich finde Elster eine gute Lösung, vergebe vier Sterne und eine Empfehlung!
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11.03.2006 09:49
fein gemacht. grüße, vanilla
28.07.2005 00:48
Das hast du mir sehr verständlich erklärt, danke. Ich trau mich da noch nicht ran, nehme das Lexware-Programm von Aldi :-). Das kenne ich und hin muss ich sowieso wegen der Händigkeit und der Unterschrift. Beim Finanzamt Hamburg-Hansa gibt es jetzt unten einen Servicebereich. Man zieht eine Nummer und nach kurzen Zeit - meine Erfahrung - ist man dran. Dann läuft sowie alles elektronisch. Die Sachbearbeiter greifen auf die Daten zurück und gut. Es dauerte so bei mir knapp 4 Wochen bis zum Bescheid. Es gab übrigens, ich weiß allerdings nicht mehr wo, eine Bericht über verschiedene Steuerhilfeprogramme im Fernsehen. Dort teste man auch Elster und stellte fest, dass das Programm nicht alle steuerlichen Möglichkeiten anbot, die in den üblichen Steuerberatungsprogrammen, so auch in dem etwa 4 € teuren (günstigen) von Aldi, abgeboten werden. LG Dieter
04.07.2005 16:17
Wow! Angemessene Länge/Kürze, verständliche Wortwahl, guter, ansprechender Stil, viele eigene Erfahrungen+Meinung aus dem Alltag - das verdient klar ein BH!! :-) Ich selber habe für 2003 und '04 ebenfalls ELSTER genommen, aber auch das Programm "Steuer ..." (statt "..." das jeweilige Jahr). Habe mit "Steuer 2003" angefangen und begeistert auch "Steuer 2004" angewendet, und für dieses Jahr werde ich "Steuer 2005" nehmen. Im Programm werden die einzelnen Posten und Eintragungen erklärt, mitsamt Steuerspartipps. Leider weiß ich den Verlag nicht, und "googlen" bringt auch nichts. :-/ Sobald ich mehr herausfinde, sag' ich bescheid!