Scheibchenweise
12.04.2009
Pro:
Sauberer Schnitt durch dick und dünn
Kontra:
Sicherheit
Empfehlenswert:
Ja
 Dinxda
Über sich:
Mitglied seit:28.11.2006
Erfahrungsberichte:117
Vertrauende:70
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 246 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Immer häufiger ist mir bewusst geworden, wie praktisch es wäre, wenn wir einen Allesschneider hätten, aber… wohin mit dem nützlichen Teil, denn wenn es nicht allzeit zur Verfügung steht, wird es nicht benutzt. In der Küche selber hätte ich Platz, aber den habe ich lieber frei um mich beim Kochen richtig austoben zu können. Letztes Jahr habe ich meinen Abstellraum so umgebaut, dass in Arbeitshöhe zusätzliche Stellfläche für Küchengeräte entstand und da stehen nun alle Maschinen startbereit in Reih und Glied und werden somit auch endlich entsprechend eingesetzt. Zwischen Wasserkocher und Toaster steht nun mein heiß ersehnter
Allesschneider Elta AL 111
Elta GmbH Carl Zeiss Straße 8 63322 Rödermark Deutschland den ich, wie vieles andere, bei EBAY ersteigert habe. Natürlich kann man ihn auch noch neu kaufen, dann kostet er zwischen 30,00 und 34,00€uro und hat 2 Jahre Garantie. Dass er ein recht kurzes Kabel hat (ca. 60cm), ist mir egal, da er unmittelbar vor einer Steckdose steht. Im Gegenteil, die Kürze ist sogar positiv, weil dadurch kein störender Kabelsalat entsteht.
Technische Details
- 230 Volt, 50 Hz
- 100 Watt Powerleistung
- Hochwertige Vollmetall- Konstruktion
- Schwere Ausführung in Spitzenqualität
- Stufenlos einstellbare Schnittbreite
- Spezialschneide aus rostfreiem Edelstahl (19 cm)
- Restehalter mit Fingerschutz
- Bodenplatte aus Vollmetall
- Gleitschlitten und Edelstahlmesser in Schräglage
- Leichtes Reinigen durch abkippbaren Schlitten
- Rutschfeste Füße
- Funktionswähler für Dauerbetrieb
- abnehmbarer Schlitten
- GS und CE geprüft
- Farbe: silber
- Maße: Verp. 400x 280x 310 (Lx Bx H in mm)
- Gewicht: inklusive Verpackung 5 kg
- Neuware mit 2 Jahren Garantie
Bedienungsanleitung
Die Gebrauchsanweisung ist, obwohl nur aus drei Seiten in Deutsch bestehend, ausführlich genug, weil sich das Gerät von selber erklärt. Es werden aber auch nützliche Tipps zum Schneiden und für die Pflege gegeben u. A., wie man das Messer ausbaut, um die Maschine besser reinigen zu können. Vorsicht, das Messer ist extrem scharf!!!.
Eigene Erfahrung
Wie schon geschrieben, habe ich die Maschine ersteigert. Angekommen, ausgepackt, aufgestellt, angeschlossen und ausprobiert. Nein, dafür braucht man absolut keine Bedienungsanleitung, was mir sehr entgegen kommt, weil ich die eh nicht gerne lese und nach einiger Zeit nicht mehr wieder finde. Die beschriebene „Vollmetall-Konstruktion“ bezieht sich ausschließlich auf das Gehäuse mit Schlittenschiene und das Schneideblatt, denn Schalter, Schlitten und Resthalter sind aus Kunststoff. (Bild 1) Okay das, was einer Belastung ausgesetzt wird, ist aus gebürstetem Metall und damit sehr robust. Das 19cm rostfreie Schneidblatt hat einen geraden Schliff, sodass Lebensmittel tatsächlich geschnitten und nicht gerissen werden und kann von hauchdünn bis 1,5cm (Bild 7) stufenlos ( + und - ) eingestellt werden. Wie auf den Fotos erkennbar, habe ich eine Art Salami aufgeschnitten, die von einem Bekannten selber hergestellt wird und nach dem Trocknen knochenhart ist. Mit einem normalen Messer konnte ich die nicht mehr schneiden und als ich sie einfach mal anknabbern wollte, habe ich mir fast die Zähne ausgebissen. Das war also das optimalste Versuchsobjekt – entweder, ich erhalte meine gewünschten Scheiben, oder… naja, Platz in der Tonne gibt es immer. Ich wurde positiv überzeugt, denn das Ergebnis ließ sich sehen. Hauchdünne Salami und dazu perfekt geschnittenes Brot, ohne Meckern der Maschine. Ein Glücksgriff!? Fast! Denn es ist schon etwas problematisch, das Lebensmittel so fest an die Maschine zu drücken, dass die Scheiben immer gleich ausfallen. Für den Hausgebrauch Null-Problemo, aber sicher nix für den professionellen Schnitt. Durch die rutschfesten Füße kann man sich aber richtig gut ins Zeug legen und die Maschine bleibt an Ort und Stelle. Dadurch, dass die Maschine in Schräglage gebaut wurde, fällt das Schnittgut links neben die Maschine. Zum Glück, denn ich habe Bedenken die kleinen Wurstscheiben anzufassen, weil das Messer dann sehr nah an den Fingern rotieren würde. Wenn das Schnittgut etwa 10cm erreicht hat, kann man mit dem Resthalter weiter arbeiten (Bild 6) und hat somit wiederum seine Finger gut geschützt. Das ist auch gut so, denn die
Sicherheit
ist nicht so optimal, da es nur einen Kippschalter (Bild 10) gibt, der die Maschine anstellt. Dass der beleuchtet ist, ist eigentlich unsinnig, denn man hört schon ziemlich deutlich, wenn die Maschine in Betrieb ist. Außerdem lässt man normalerweise so ein Gerät nicht unbenutzt weiter laufen. Nicht optimal finde ich diesen Kippschalter, weil er - im vorderen, unteren Bereich angebracht und somit für jede Kinderhand erreichbar ist
- nicht festgehalten werden muss, sodass die Maschine immer weiter läuft, auch wenn niemand dabei steht, oder man bei „unsachgemäßer“ Handhabung, mehr absäbelt, als es einem lieb ist. *Autsch*
Ein Tastschalter im hinteren Bereich, der bei „Schmerz“ losgelassen wird, wäre meines Erachtens bei so einem Gerät von Vorteil.
Reinigung
Die ist wiederum absolut unproblematisch. Natürlich sollte das Gerät dabei nicht laufen *räusper* Durch die kleine Zahnung des Schneideblatts, das man auch mittels 3 Schrauben lösen und säubern oder ersetzen kann, bleibt so gut wie nix hängen. Auch auf der Maschine selber liegen nach dem Schneiden lediglich ein paar Krümel, die man einfach wegpusten oder mit einem trockenen Tuch wegwischen kann. Wenn man „feuchte“ Lebensmittel, wie Käse oder Fleisch geschnitten hat, reicht ein feuchtes Tuch mit schonendem Reinigungsmittel für das saubere Gewissen. Man kommt an jede Stelle der Maschine, weil sich der Schlitten wegklappen lässt (Bild 8). Nur der „Schnittbreitenregler“ und der „Kippschalter“ sind etwas blöde konstruiert, sodass sich an den Fingern befindlicher „Schmutz“ wie Fleischsaft oder Fett dort gerne in die Rillen setzt. Siehe Bild 9, nach 1x Salami schneiden und mit Fettfinger umstellen auf Brotdicke.
Fazit
Ein robuster Allesschneider, der mich noch nicht im Stich gelassen hat – weder bei extrem harter Wurst, noch bei weichem Brot oder Käse. Okay, ich schneide nicht stundenlang, weil ich nur Scheiben für 3 (Familie) - 8 (Freunde) Personen brauche, deshalb kann ich keinen Dauereinsatz bewerten, aber für den Hausgebrauch reicht es auf jeden Fall.
Scheibchenweise Glück wünscht Euch – Dinxda ©
Bilder von Elta AL 111 Allesschneider
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Elta AL 111 Allesschneider
|
|
31.10.2009 19:22
BH, sehr ausfühlich berichtet,klasse. LG tillychen
12.05.2009 23:49
jo, genau das richtige für einen aufschneider ... *feix ... :-))) lg detlef
28.04.2009 09:51
Tastschalter im hinteren Bereich, der bei „Schmerz“ losgelassen wird - unser Gerät hat den und ich gebe dir Recht, er ist für mich sehr beruhigend.