Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
nette Lage des Krankenhauses |
| Kontra: |
dunkler Bau, wenig Personal, schlechtes Personal |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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als ich im Krankenhaus mit einem Blasensprung ankomme,
warte ich erst einmal lange vor dem Kreissaal, bis ich überhaupt eingelassen werde.
Für die Aufnahme meiner Daten braucht die Hebamme ca. 4,5h, obwohl es sich nur um ein Blatt Papier handelt.
Sie fühlte meinen Muttermund und wollte noch eine Weile abwarten, bis er sich eventuell öffnet und meine Wehen eventuell selbtätig einsetzen würden.
So komme ich also gegen 18:00 Uhr im Krankenhaus an und bekomme etwa gegen 23:00 ein Bett zugeteilt.
Dort bekomme ich dann doch noch endlich etwas zum Essen.
Gegen 24:00 Uhr setzen meine Wehen ein und eine andere Hebamme fühlt meinen Muttermund, der sich immer noch nicht öffnet.
Meine Wehentätigkeit ist gegen fünf Uhr Morgens auf einen drei Minuten Abstand gesunken und mein Muttermund hat sich immer noch nicht geöffnet, was nun schon die dritte Person bestätigen kann.
Ich wandere allmählich ganz allein mit meinem Nachthemd bekleidet in den Kreissaal, wo ich zunächst niemanden antreffe. Nach einer Weile kommt eine Hebamme, die mich von nun an an den CTG-Messer (hier wird die Herztätigkeit des Kindes und die Wehentätigkeit der Mutter gemessen, einmal daran angeschlossen, sollte man möglichst ruhig liegen bleiben) anschließt. Meine Wehentätigkeit steigt bis ca. 7:00 Uhr auf einen Minutenabstand und scheint unerträglich (ist nicht ganz ungefährlich für das KInd).
Ein Arzt fühlt meinen Muttermund (der vierte) und gibt Anweisung, muttermundöffnende Tabletten zu verabreichen (das kommt zwar etwas spät, aber wenigstens ist es überhaupt irgendwann geschehen ;)), welche ich von einer Ärztin (die fünfte) eingeführt bekomme...
Die Schmerzen sind derart unerträglich und dann sagt die Ärztin noch, dass es noch eine ganze Weile dauern könnte...
Ich entscheide mich an dieser Stelle für die PDA-Spritze, eine Betäubung, welche die Wehenschmerzen vollständig betäubt. Die PDA bekomme ich von einer qualifizierten Ärztin (die selbstverständlich auch meinen Muttermund fühlen muss - die sechste). Ab dann ging es mir besser.Trotzdem besteht noch eine Wehentätigkeit im Minutentakt auf mein Kind, was mir sehr viel Panik bereitet.
Die meiste Zeit bis dahin bin ich überwiegend allein, Personal kommt nur zu Kontrollmaßnahmen vorbei und dient nicht als seelische Stütze.
Mein Freund wurde endlich benachrichtigt und ich war endlich nicht mehr allein. Die Geburt setzte ein und kein Personal war in Sichtweite.
Mein Freund, der bei der Geburt anwesend war, holte dann die Ärztin und die Hebamme, welche sich wunderten, das der Kopf schon zu sehen war...
Die Geburt an sich verläuft sehr gut.
Da ich einen Dammschnitt erhalten habe, muss ich genäht werden, was die Ärztin bereits vornimmt, bevor die Betäubung einsetzt. Mir werden, nachdem ich Blutungen bekomme 900 ml Urin entnommen; angeblich sind 400ml erlaubt(?). Die Urinabnahme wurde wegen der Blutungen gemacht...Mein Kind wurde mir nicht auf den Bauch gelegt, sondern erst einmal verschleppt. Und von Stammzellen aus der Nabelschnur, welche man gegen spätere Krankheiten des Kindes entnehmen soll, wurde gar nichts erwähnt...
Auf der Säuglingsstation verläuft dann alles doch noch gut. Das Personal war sehr nett und stand immer ratsam zur Seite. Das Essen war sehr gut und die Essenszeiten waren relativ flexibel. Auch kann der Partner mit im Zimmer übernachten gegen einen Aufpreis von 50 DM (heute in Euro umgerechnet)...Mein Baby lag in seiner Wiege die ganze Zeit neben mir.
Die Station war zufriedenstellend.