Emma (Zeitschrift)

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Emma (Zeitschrift)

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... Aber das alles hat ja nicht direkt etwas mit Emma zu tun, ausser, dass die Zeitschrift die der Emanzipation in Deutschland schlechthin ist. Während Petra, Brigitte und Cosmopolitan sich auf Mode, Schmalspur-Psychologie, Kochrezepte usw. spezialisierten ging es bei Emma nur immer um das eine: ... Bericht lesen





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1-6 von 15 Erfahrungsberichten    
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Ich bin Emma
Erfahrungsbericht von princesse über Emma (Zeitschrift)
21.10.2005


Produktbewertung des Autors:   

Unterhaltungswert hoch 
Qualität der Artikel und Reportagen: ausgezeichnet 
Infos zum Thema Mode: sehr schlecht 
Infos zum Thema Beauty: sehr schlecht 
Infos zum Thema Partnerschaft: gut 
Infos zum Thema Beruf & Karriere: gut 
Infos zum Thema Kultur: gut 
Infos zum Thema Haushalt & Familie: gut 

Pro: anspruchsvoll, kämpferisch, symphatisch, anders
Kontra: schon mal übers Ziel hinaus geschossen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebe Alice

Seit einem guten halben Jahr bin ich zufriedene Abonnentin, ist ja auch insgesamt nicht sehr teuer, 39.- Euro im Jahr ist es mir allemal wert.

ich weiss nicht mehr genau, wann es anfing, dass ich an der Frauenbewegung Interesse zeigte, es war wohl so ungefähr als ich 30 wurde. Davor war ich der Meinung, ich habe das alles nicht nötig, wer frech und selbstbewusst genug ist, kommt auch weiter, gute Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen überall hin. Ich war natürlich böse. Dann irgendwann um die 30 änderten sich einige meiner Prioritäten und damit auch Ansichten, ich begann die Frauenbewegung oder Emanzipation mit anderen Augen zu sehen. Mit kräftiger Unterstützung von Ruth, meiner damaligen besten Freundin und selber bis ins Mark emanzipiert. Und natürlich haben Männer kräftig dabei geholfen, dass ich dich, Alice, immer besser fand. Davor war ich der Meinung, ich bin ohnehin emanzipiert, schon seit ich laufen kann, heute weiss ich, dass das nie gereicht hätte. Heute weiss ich, dass du uns unschätzbare Dienste erwiesen hast durch dein Auftreten, dein Kämpfen, deine Unterstützung der "weiblichen Emanzipation".
Ich erinnere mich, dass meine Mutter mir erzählte, dass noch bis in die 70er Jahre Ehe-Männer bestimmen konnten, ob deren Frauen arbeiten gehen durften oder nicht (in der Schweiz). Das Frauenstimmrecht auf kommunaler Ebene in einem Schweizer Halbkanton wurde erst Anfang der 90er eingeführt, davor durften nur die Männer. Es gab erbitterten Widerstand gegen die Einführung und den Appenzellern wurde gedroht, dass das Frauenstimmrecht per Order Mufti vom Bund (Schweizer Staat) verordnet werden wird, wenn die Männer, die ja immer noch das alleinige Stimmrecht hatten, die Einführung verhindern (mit Nein stimmen) würden. Ich glaube mich zu erinnern, dass es knapp war und ich weiss noch, wie einige Bäuerinnen damals im Fernsehen auftraten und meinten "wir brauchen kein Frauenstimmrecht" als könnten sie darüber entscheiden, was andere Frauen "brauchen" oder nicht. ich sagte schon da sehr laut, wenn nur eine einzige Frau ihr Stimmrecht wahrnehmen möchte, reicht das es einzuführen.
Aber das alles hat ja nicht direkt etwas mit Emma zu tun, ausser, dass die Zeitschrift die der Emanzipation in Deutschland schlechthin ist. Während Petra, Brigitte und Cosmopolitan sich auf Mode, Schmalspur-Psychologie, Kochrezepte usw. spezialisierten ging es bei Emma nur immer um das eine: die Frau in der Gesellschaft, ihre Stellung, ihr Ansprüche, die Grenzen, die ihr einseitig gesetzt wurden und noch werden.
[ EMMAs Geschichte
Mehr als nur eine Zeitschrift!
Seit ihrem ersten Erscheinen am 26. Januar 1977 ist EMMA mehr als nur eine Zeitschrift: Sie ist die beste Freundin ihrer Leserinnen, nationales Frauen-Auskunftsbüro und - Synonym für die Sache. Die Sache der Frauen. Schon wenige Wochen nach Erscheinen erhielten Power-Mädchen den Spitznamen "Emma" verpasst (oder "Alice", nach der EMMA-Gründerin). " ] 1)

Mir haben die meisten Artikel der letzten Ausgaben sehr gefallen, bis auf eine Ausnahme, die ich zu einseitig und überzogen fand, das war der Artikel über die Visa-Affäre und Joschka Fischer, der in dem Artikel sehr angegriffen, beziehungsweise beschuldigt wurde, direkt für die Zwangs-Prostitution ausländischer Frauen verantwortlich zu sein. Das war - meiner Meinung nach - einigermassen realitätsfremd, denn - diese Frauen wären auch ohne die Visa-Vergabe hier gelandet, nur eben auf viel beschwerlicheren Weg. 2)

Aber der Artikel über Hirsi Ali und ihren Kampf gegen den Islam und insbesondere gegen den Fundamentalismus und der damit verbundenen Frauenfeindlichkeit fand ich einfach klasse. 3) Ich hätte mir aufgrund dieses Artikels das Buch "Ich klage an" von der holländischen Abgeordneten aus dem Sudan auch fast gekauft, aber dann zuckte ich zurück, weil ich erwartete, dass das Buch ziemlich deprimierend und auch stellenweise sehr schrecklich sein dürfte, dafür habe ich derzeit keine Energie, denn das Gelesene will auch verarbeitet werden. Aber es ist nicht aus dem Sinn.

Was mir auch überaus gut gefallen hat, waren die Artikel die du über Angela Merkel geschrieben hast, es half mir einen anderen Blickwinkel einzunehmen auf unsere künftige Kanzlerin (wenn nichts mehr dazwischen kommt) und ich habe viel weniger Bauchschmerzen bei dem Gedanken, dass ausgerechnet Angela die erste Frau als Kanzlerin sein wird. Wie heisst es so schön: Die Gleichberechtigung ist erst vollzogen, wenn die höchsten Ämter von gleich viel schlechten Frauen wie Männer besetzt werden.

[Editorial von Alice Schwarzer - EMMA Juli/August 2005
Die Falle
Welchen Fehler die Kanzlerkandidatin jetzt nicht machen darf - auch im eigenen Interesse.
Es ist eine besondere Pointe in der Geschichte des wohl männlichsten aller deutschen Nachkriegskanzler: Mit seinem Überraschungscoup verhalf Schröder der Konkurrentin über Nacht zur sicheren Kandidatur - an der nicht nur die Jungs vom Andenpakt ganz ohne jeden Zweifel noch mächtig gesägt hätten.
Und es ist, auch das eine Ironie der Geschichte, zu vermuten, dass die Merkel-Kandidatur ein Teil des Kalküls des amtierenden Kanzlers war, weil der annahm, gegen eine Konkurrentin ein leichteres Spiel zu haben. Doch bereits wenige Tage nach Ernennung zur Kanzlerkandidatin konnte Merkel in Umfragen 46 Prozent aller Ja-Stimmen auf sich vereinen, Schröder nur 38 Prozent. Bis zuletzt profitierte Merkel also von einer chronischen Unterschätzung der Frauen. ...] 4)
Natürlich halten dich viele - Männer wie Frauen - für radikal, aber sind wir mal ehrlich, wer nicht viel fordert, hat am Ende gar nichts erreicht, so ändert(e) sich wenigstens immer ein ein weinig. Und ein bisschen radikal bin ich auch.
Ausserdem habe ich mit Vergnügen über Micheline Calmy-Rey, "Die etwas andere Außenministerin der Schweiz..." 5) gelesen, aber sicher auch, weil mich die Schweiz mehr als andere Länder (ausser Deutschland) interessiert (wusstest du, dass die Schweizer das Beamtentum abgeschafft haben? Find ich cool! Nur so am Rande...).

Ich mag dein Heft sehr, ich verfolge sporadisch aber dennoch sehr interessiert deine Fernsehauftritte, es ist zwar nicht alles, was ich jeweils lese, so zum Beispiel die Serie " Meine beste Freundin!" eher nicht, warum, kann ich nicht einmal sagen, vielleicht: ist nicht spannend genug (für mich). Das heisst aber nicht, dass es schlecht ist, im Gegenteil. Und wenn das Heft nur und ausschliesslich nach meinem Geschmack wäre, das könnte ich doch gar nicht bezahlen, nicht wahr? " Beste Freundinnen gesucht!" spricht mich leider auch nicht an, meine beste Freundin ist in dieser Welt nicht mehr, aber ich finde den Ansatz insgesamt doch sehr interessant.

" Das Leben vieler Frauen (und Männer) sähe heute anders aus ohne EMMA." das steht auf deiner Webseite http://www.emma.de/emmas_geschichte.html und davon bin ich überzeugt. Auch wenn viele junge Frauen es heute als selbstverständlich ansehen, all die Möglichkeiten, wofür Jahrzehntelang gekämpft wurde, heute zu einem grossen Teil einfach gegeben sind. Es ist noch nicht allzu lange her, da durften Frauen Soldatinnen werden, wenn sie es wollten, und zwar richtige mit der Lizenz zum Töten. Ob das gut oder schlecht ist, sei dahingestellt, wenn es eine machen will, bitte, soll sie doch.
Als ich Abonentin wurde, bekam ich ein Buch (welches ich aus einigen Prämien auswählen konnte) von dir geschrieben, ich hab's, muss ich gestehen, noch nicht gelesen, "Alice im Männerland", aber das werde ich bald ändern, versprochen.
Und ich freue mich auf die nächste Ausgabe. Nur jeden 2. Monat eine Ausgabe finde ich etwas wenig, aber lieber so und ihr müsst euch dafür nicht irgendwelche bescheuerten Themen aus den Fingern saugen. Ist schon gut wie es ist, und bitte, nicht aufgeben.

Als Letztes möchte ich meinen derzeitigen Lieblingsartikel nicht unerwähnt lassen, den habe ich erst einmal bei uns im Woman-Network herumgeschickt:
"Sisterhood kills - Kolleginnen zwischen männlichem Streben und weiblichem Wohlverhalten."
Das Echo war unterschiedlich, so gesehen war das schon mal gut, nachzulesen unter: http://www.emma.de/05_5_sisterhood_kills.html .

Und dann noch eins, dann ist aber wirklich Schluss, ich versprech's:

"Autorinnen in Ostdeutschland gesucht

EMMA sucht Journalistinnen, die über die ostdeutschen Bundesländer schreiben. Über Entwicklungen und Trends. Über das, was ein Frauenleben im Osten ausmacht. Über Erfolge und Schwierigkeiten. Kontakt: redaktion@emma.de" - da wüsste ich schon jemanden, die das kann.


Deine Birgit


1) http://www.emma.de/emmas_geschichte.html
2) http://www.emma.de/05_2_gruene.html
3) EMMA Juli/August 2005
4) http://www.emma.de/05_4_editorial.html
5) http://www.emma.de/05_4_calmy_rey.html
   

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Pro: Exellentes Stück Frauenkultur
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19.12.2000
Zeitschrift für Menschen
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Pro: Ein absolut lesenswertes Blatt, das sein Geld wert ist
Kontra:

Emma hebt sich aus dem grossen Angebot der Frauenzeitschriften schon in der Aufmachung deutlich ab. Kein Hochglanzpapier, keine Flut von Werbeseiten; aussagekräftige, ehrliche Fotos. Auch der Inhalt beschäftigt sich nicht mit Mode, Kosmetik und Kochreze ... Bericht lesen

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07.12.1999

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Läster-König
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Pro: s.o.
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...Ich erinnere mich damals vor etwa 5 Jahren an Harald-Schmidt's Einstand: Er hält das Bild einer Kloschüssel, der Zeitschrift Emma und der WDR-Moderatorin Bettina Böttinger in die Kamera. Die Frage: "Was haben alle drei gemeinsam?" Kleine Pause. Kichern. Der Griff zur Brille, Blick ins Publikum. Zwinkern. Und dann mit Unschuldsgrinsen die Antwort: "Kein Mann würde sie anfassen." Das war der erste Skandal. Es folgten eine Versöhnungsshow (die nichts einbrachte), neue Witze über Frauen, Polen, Ossis - oft am Rande des guten Geschmacks, gern knapp unterhalb der Gürtellinie. Immer wieder Proteste der Betroffenen und immer wieder der neue Gag. In meinen Augen ist Harald Schmidt der Mann, der bewusst und konsequent das deutsche TV-Publikum spaltet. Für die einen war und ist er "der Chefzyniker", und damit Kult. Für die anderen ist er... Bericht lesen

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01.01.1970
supergeile Zeitschrift !!
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Pro: Spass am Lesen
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...Kennt ihr die Zeitschrift, die die Welt nicht braucht?? Richtig - Emma. Spass bei Seite, Blond sagt selber, dass man dieses Magazin als Zeichen für Luxus und Überschuss in unserer Gesellschaft sehen kann. Aber ... das stimmt ja auch. OK, es gibt auf den ersten Blick viel Werbung, aber mal ehrlich: Habt Ihr mal eine Frauenzeitschrift gelesen? DAS ist viel Werbung. Man(n) ist es nur noch nicht so gewohnt. Und für 5 DM pro Monat erwarten einen wirklich coole Artikel und Bilder von den Neuerungen dieser Welt. Es gibt auch die neuesten Spielsachen für Männer mit zuviel Geld, viel Sport (viel Aussergewöhnliches!), Diäten, Stars und ihr Leben, etc.... Bericht lesen

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weniger hilfreich
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