Harry Benson leidet unter unkontrollierbaren Aggressionen. Er wird in eine Klinik eingeliefert und unterzieht sich einer Operation, bei der ihm ferngesteuerte Elektroden ins Gehirn... mehr
Erfahrungsbericht von Magistix über Endstation - Roman / Michael Crichton 02.10.2002
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Stil
ausschmückend
Spannung
ziemlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
ergreifend
Pro:
spannende, packende Story mit real - kritischem Bezug
Kontra:
1972 geschrieben und heute nicht mehr als Sci - Fi sondern Realkritik verstanden
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Es gibt Werke in der Literatur, die als Science-Fiction-Vision begonnen, heute einen realpolitischen Anspruch haben. Bücher, die futuristische Themen behandelten, lange bevor sie aktuell wurden – ja, lange bevor man sich denken konnte, dass die Fiktion jemals Realität werden würde. ____________________________________________________
.:| Michael Crichton – Endstation – Kurzbiographie / Storyline |:.
Ein solches Werk ist, zweifelsohne, auch „Endstation“ von Michael Chrichton, jenem Schriftsteller, der als Autor von „Jurassic Parc“ und „Twister“ uns allen zumindest ein Begriff sein sollte. Es war das Jahr 1972, als er das Buch auf den amerikanischen Markt brachte, in dem es in der Hauptsache um die Einpflanzung eines Computer-Chips in das menschliche Gehirn geht. Diese Operation soll bei einem psychisch verwirrten Patienten solche Anfälle stoppen, die den sonst hochgebildeten und liebenswürdigen Harry Benson schlagartig in einen tollwütigen Mörder auslösen.
Eine Operation, die heute durchaus denkbar erscheint, war also damals Stein des Anstoßes für den erfolgreichen, doch damals noch recht unbekannten Autor, eine Geschichte zu konstruieren, die ohne Probleme Grundlage für einen guten und zeitaktuellen Kinofilm sein könnte.
Die Geschichte rund um Harry Benson ist denn so auch schnell erzählt. Er, ein durchgeknallter aber im Grunde lieber PC-Hacker, ist hochintelligent. Irgendwann in seiner hochgeschätzten und sehr anspruchsvollen Arbeit als Programmierer gelangt er zu der Erkenntnis, dass die Computer in baldiger Zeit das Denken und das Lenken über die Menschen an sich reißen werden und durch ihre künstliche Intelligenz schon in Kürze so viel klüger sein werden, dass sie die Handelnde Macht im nächsten Jahrtausend sein werden.
Benson prophezeit also die PC-Herrschaft und tritt für seine Philosophie ein – in TV- und Radio-Shows, bei Vorlesungen an der Universität und auch in den Gesprächen mit seiner Psychologin Janet Ross. Sie ist es, die ihn charakterisiert und im Team des Krankenhausstabes mit an der Gehirnforschung beteiligt ist. Gemeinsam mit Mc Pherson, dem Entwickler der Forschungsrichtung , Ellis, dem Chirurge und Morris, der Repräsentant nach außen sucht sie schon seit Jahren nach geeigneten Patienten für einen Gehirneingriff gegen Anfall-Patienten.
Während sie durch die Gespräche und besonders Bensons Neigung zur PC-Herrschaft zu dem Schluss gelangt, dass man ihn als OP-Kandidaten ausschließen sollte, beschließen die drei Anderen, dass es Benson sein wird, der als erster Mensch einen Chip im Gehirn tragen wird und dank diesem technischen und medizinischen Meilenstein geheilt sein wird.
Es kommt zur Operation (mit Bensons Einverständnis) und der Eingriff scheint geklappt zu haben, als Benson plötzlich über Nacht aus dem Krankenhaus entflieht – trotz intensiver Über- und Bewachung – und untertaucht.
Als in der Folge wieder gewaltsame und bestialische Übergriffe geschehen, bekommt Dr. Ross einen Verdacht: Der Chip im Gehirn, der durch Stimulationen bei Konfliktsituationen die Übergriffe vermeiden sollte, bewirkt in der Praxis vielmehr, dass Benson noch unkalkulierbarer und einem Roboter ähnlich agiert. Es kommt zu einer Suche und Jagd nach Benson und zum Schluss zu einem finalen Showdown am Ausgangsort des Geschehens – dem Krankenhaus. ____________________________________________________
.:| Michael Crichton – Endstation – Eindrücke / Impressionen |:.
Als ich das 282 Seiten starke Taschenbuch im Doppelband mit dem bekannteren Werk „Twister“ für 5€ im Angebot fand, erwartete ich eine durchschnittliche Geschichte und ein sehr gutes Werk – Twister eben.
Nach der Lektüre des 7,50 € teuren Doppelbandes aus dem Verlag Goldmann (ISBN: 3-442-13307-6) bin ich nun zu einem ganz anderen Schluss gekommen. Das bessere Werk für mich ist eindeutig „Endstation“. Die Geschichte um den unter Anfällen leidenden Harry Benson fesselt schon ab den ersten 10 Seiten.
Schon nach dem kurzen Vorspann, ihm vorweg finden sich eine Widmung und eine mystisch-düstere Zitatsammlung (Zitat: „Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich die Beweggründe meines Handelns nur in den wenigsten Fällen nennen kann. Ich weiß nicht, warum ich tue, was ich tue“ / J.B.S. Haldane), wird in der Einleitung klar, dass es sich um ein spannendes Buch handelt. In der „Einleitung des Autors“ schon betont Crichton, dass es sich keineswegs um pure Illusion handelt, das Werk der reinen Fiktion entstanden ist. Nein, er bemüht sich um sachliche Korrektheit und benennt im Vorfeld die neurochirurgische Psychologie und deren Meilensteine und hat im Anschluss an das Werk eine umfangreiche Bibliographie mit Belegtexten angehängt.
Chrichton schafft also schon vor Beginn des Romans eine Umgebung, in der ich mich schon ein wenig gruselte und neugierig wurde, neugierig auf das, was passieren würde. Schreckten mich bislang allzu technische Details bisher auch meisten von der Lektüre ab, so schaffte es Crichton nun, mich in den Bann zu nehmen und fortzulesen.
Die ersten Seiten erinnerten mich an Emergency Room. Sehr geglückt, wie hier Atmosphäre geschaffen wird und man bemerkt, wie wichtig einerseits Benson für die unmittelbar Beteiligten ist und wie fachmännisch mit dem Neuen umgegangen wird und auf der anderen Seite das Personal, die Presse und alle nur über Hörensagen Informierte eher ablehnend dem Folgenden gegenüberstehen.
Durch die sehr geschickt angelegten und gut skizzierten Charaktere der Mediziner und auch Bensons erlangt man schnell ein Gespür für die Konflikte und angelegten Spannungen zwischen dem Klinikpersonal. Benson als eigentliche Hauptrolle im Stück erscheint zwielichtig. Als hochintelligent und fachkundig begibt er sich eher schüchtern und zurückgezogen brav auf das Spielfeld.
Seine Vergangenheit, seine mörderischen Attacken in Folge seiner Anfälle werden erst über seine Psychologin Janet Ross transparent, trüben aber erst einmal nicht das Bild des besonnenen, ein wenig eigenbrötlerischen Experten. Für mich war Benson eine durchaus nette Figur und nicht der durchgeknallte Psychopath.
So gesehen ist es auch unheimlich geschickt vom Autor, nicht den einseitigen Helden oder den bösen Buben zu skizzieren, sondern die Akteure vielschichtig und individuell zu zeigen. Das macht die Handlung glaubhafter und nahezu authentisch.
Durch gelegentliche Rückblicke werden Zusammenhänge klarer, gewinnt das Ganze an Kontur und man kann in der recht straffen und ereignisreichen Konstellation durchatmen. Die medizinischen Unterredungen und Abschätzungen interessieren nur am Rande und werden ohne Weiteres verstanden.
Die Sprache und der Stil Crichtons sind sehr gefällig. Er schreibt sehr nahe an dem Denken des Menschen. Ich mag es, wenn sich mir keine Fragen aufwerfen und unbeantwortet bleiben – er schafft es, die Handlungsstränge zu verknüpfen und den Leser immer an der Hand durch das Werk zu führen. Die Erzählsituation wechselt zwischen den Ärzten; den überwiegenden Teil des Buches erlebt man aber aus Sicht der Psychologin Ross sowie aus einer personalen Erzählsituation.
Unangemessene Schilderungen und Eingriffe seitens des Erzählers bemerkt man nicht – Meinungsmache, wie ich sie bei vielen Literaten erkenne, verkneift sich ein eher der Unterhaltungsliteratur angehörender Chrichton denn auch. Er drückt sich stets angemessen aus und beschreibt Details, wo sie hingehören und lässt sie weg, wo sie nur am Rande interessieren.
Nach der Lektüre war ich überrascht, beeindruckt, bewegt und nachdenklich – Stimmungen, die nicht jedes Buch bei mir auslöst. „Endstation“ trägt die Deutung schon in seinem Namen – es zeigt auf bewegende Weise auf, wo das menschliche Wissen und der Forschungsdrang seine Grenzen haben kann. Der reale Bezug auf tatsächliche medizinische Projekte der heutigen Zeit, waren damals zwar nur Fiktion, haben sich aber in Großen Teilen bewahrheitet. ____________________________________________________
.:| Fazit – „Endstation“ ist für mich erst der Anfang!|:.
Bislang habe ich Crichton nur über Jurassic Parc gekannt. Bücher hatte ich noch keine gelesen. Seine gefällige Schreibweise und der eingemischte fachkundige Ton haben mich aber interessiert gemacht und überzeugt. Crichton ist ein guter Autor für Unterhaltungsliteratur. Sein Stoff ist vielseitig und neuartig – es gibt nicht viele Werke (kein mir bekanntes), dass neuropsychologische Forschung thematisiert und dabei so einfach und verständlich präsentiert.
Die Handlung überzeugt und fasziniert in einem Maße, das gefällt. Benson als Charakter ist sinnbildlich für die Figurenzeichnung – wo mich in anderen Werken die naive Einseitigkeit nervt, hat man hier Menschen, wie sie auch in der realen Welt herumlaufen – das macht in meinen Augen neben dem unverbrauchten und spannenden Thema und Handlungsstrang den eigentlichen Reiz des Werks aus.
Ich möchte dann meinen Bericht auch mit einem weiteren, nachdenklichen und deutbaren Zitat aus dem Buch abschließen: „Die Wildnis bezwingt den Siedler.“
Pro: Faszinierend und spannend Kontra: Technische Details schon ziemlich überholt
Diesmal mache ich um die schöngeistige Literatur einen Bogen und widme mich einem medizinischen Thriller, der, obwohl schon über 30 Jahre alt, ein durchaus aktuelles Thema behandelt: Wie weit kann der Mensch mittels Maschinen (Computer) beeinflusst werden ...
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Pro: Gut recherchiert Kontra: Nicht wirklich ein Reißer
Wenn man Chrichton's Meisterwerke der jüngeren Vergangenheit alle gelesen hat greift man in großer Erwartungshaltung irgendwann auf seine Frühwerke zurück. Leider ist aber nicht jeder Crichton ein großer Knaller.
Im hier vorliegenden Buch aus den frühe ...
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Michael Crichton "Endstation" Bücher und Filme, deren Plot in der Darstellung bestimmter technischer Möglichkeiten liegt, haben den entscheidenden Nachteil, dass sie in dem Moment, in dem es die Technik nicht mehr gibt, genauso altmodisch werden ...
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Der Patient Harry Benson wird nach einigen vorherigen Behandlungen wieder ins Krankenhaus eingeliefert. Diesmal wird er von einer Polizeistreife begleitet, da er bei seiem letzten Agessionsanfall einen Menschen verletzt hat. Da alle vorherigen Behandlunge ...
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Pro: Spannend Kontra: Zu viele medizinische Details, etwas trocken
Wer kennt nicht seine Bücher, oder zumindest die Verfilmungen (Jurassic Park, Twister etc.)? Und jetzt ein neuer Roman von Erfolgsschriftsteller Michael Crichton ("Dino Park", "Im Kreis der Welt") ? Nein, sondern ein älteres Werk des berühmten amerikanisc ...
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Pro: sehr informativ und regt zum Nachdenken über unsere Genforschung an Kontra: teilweise sehr fachlich, wirr und manchmal langatmig
...Nachdem es heute wie aus Kübeln regnet, habe ich die Zeit genutzt einen Roman endlich fertigzulesen und Euch nun diesen vorzustellen.
--------------Autor-------------------------
Michae l Crichton
Er wurde 1942 in Chicago geboren, studierte in Harvard Medizin und schreibt seit Mitte der 60iger Jahre Romane. Dabei greift er immer die neusten wissenschaftlichen und technischen Forschungsergebnisse auf und schafft daraus meist spektakuläre und spannende Storys.
----------------------Romane vom Autor----------------------
Bücher wie..... wurde von Michael Crichton meist schnell Weltbestseller:
unter Anderem
Juarssic Park
Endstation
Airframe
Beute
Welt in Angst
Vergessene Welt
Einige seiner Romane sind bereits verfilmt wie z.B. Jurassic Park.
----------------------der neuste Roman " Next...
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Pro: Spannend, gut zu lesen Kontra: manchmal farblose Figuren, DER FBI
...der Lämmer?, und es ist ganz offensichtlich, dass dieser Klassiker als Vorlage gedient hat. Es wird sogar mehrfach direkt Bezug auf den Roman genommen, in dem beschrieben wird, wie die Hauptperson Jay an Starling denkt. Ebenfalls eine Art Vorlage bildet das Buch Endstation von Michael Crichton. Hier wird sowohl der Buchtitel direkt genannt, als auch in einigen Argumentativen Passagen darauf verwiesen ? auffällig an dieser Stelle, das dem Übersetzer scheinbar der deutsche Titel des Crichton-Buches nicht geläufig war.
Die Story wird interessant aufgebaut, wobei es drei Hauthandlungsstränge gibt. Zum einen geht es um die Person Jay, dann um den Serienmörder der der Eismann genannt wird und schließlich um einen Ex-FBIler, der diesen Serienmörder jagt. Die Story beginnt sehr schnell spannend zu werden und die drei Handlungsstränge näher sich immer...
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...:
- ENTHÜLLUNG
- CONGO
- DER GROSSE EISENBAHN RAUB
- DIE MÄCHTE DES BÖSEN
- NIPPON CONNECTION
- DINO PARK
- TIMELINE
- AIRFRAME
- WELT IN ANGST
- ENDSTATION
- ...
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FAZIT
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BEUTE [PREY] von MICHAEL CRICHTON hat mich, wie auch sein Roman WELT IN ANGST von der ersten Seite an begeistert und auch der nicht wirklich glaubwürdige Ausgang der Story schmälerte diese Begeisterung nicht allzu sehr.
Ich spreche hier also eine ganz klare Empfehlung aus und urteile mit SEHR GUT !
In einer persönlichen Rangfolge der (von mir bisher gelesenen) Romane dieses Autoren würde ich BEUTE [PREY] übrigens direkt hinter WELT IN ANGST auf Platz 2 einordnen....
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