Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Spannung bis zur letzen Seite |
| Kontra: |
Manchmal etwas langatmig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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„Dass jemand im Irrenhaus war, ist ohne Belang, was anderes aber, wenn er wieder draußen ist“ – Theodore Roosevelt.
Nachdem ich bereits vor einiger Zeit den Roman „Die Einkreisung“ von Caleb Carr vorgestellt habe, möchte ich euch heute den zweiten Roman vom Autor vorstellen. Der Roman „Engel der Finsternis“ spielt ein Jahr nach dem Fall Beecham aus „Die Einkreisung“. Erneut wird der Leser vom Autor mit auf eine Zeitreise ins New York des ausgehenden 19. Jahrhunderts mitgenommen. Caleb Carr ist dabei seiner Erzählweise treu geblieben. Der Roman katapultiert den Leser durch die Ich-Perspektive direkt ins Geschehen. Das Buch ließt sich so als wäre man direkt in die Ermittlung mit eingebunden. Auch das Verweben von historischen und fiktionalen Begebenheiten ist wieder erstklassig gelungen. Zunächst werde ich kurz den Autor darstellen, bevor ich näher auf die Protagonisten und die Handlung eingehe.
Der Autor:
Caleb Carr wurde 1955 in New York geboren und wuchs in der Lower East Side auf, wo er eine exzentrische Kindheit verlebte, da seine Eltern zur Beatnik-Generation gehörten. Bis heute lebt er in New York.
Nach seinem Geschichts- und Politikstudium am der New York University arbeitet er als Journalist für einige Zeitschriften mit dem Schwerpunkt Politik und Militär. Aber auch dem Film bzw. Theater ist er nicht abgeneigt.
Sein erster Roman "Die Einkreisung" wurde in internationaler Erfolg. Ein weiterer Roman erschien unter dem Titel „Die Täuschung“ (Killing Time, 2000).
Die Protagonisten:
Dr. Laszlo Kreisler:
Durch den Selbstmord eines Schützlings in seiner Obhut darf er sein Institut für 60 Tage nicht betreten. So passt es ihm ganz gut, dass er die Zeit mit der Teilnahme an dieser Ermittlung überbrücken kann. Auch in diesem Roman spielt er wieder eine wesentliche Rolle. Dadurch, dass viele psychologische Details in „Die Einkreisung“ erklärt wurden, ist sie jedoch etwas kleiner ausgefallen.
Theodore Roosevelt: Bekleidete Theodore Roosevelt, der spätere Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, bei „Die Einkreisung“ noch das Amt des Polizeipräsidenten von New York, so ist er nun bei der Marine tätig. Er spielt in diesem Roman nur noch eine untergeordnete Rolle.
Sara Howard:
War sie im Fall Beecham noch als eine einfache Sekretärin bei der Polizei angestellt, so hat sie sich mittlerweile als Detektivin, die ausschließlich für Frauen arbeitet, selbstständig gemacht. Sie ist am Anfang auch die treibende Kraft, um die Ermittlung auf Trab zu bringen.
Stevie Taggert:
Wurde die Einkreisung aus der Sicht von John Schuyler Moore geschrieben, so ist der „Engel der Finsternis“ aus der Sicht des jungen Burschen geschrieben worden. Er steht nach wie vor als Laufbursche und als Schüler unter der Obhut des Doktors. Seine Kontakte in die Unterwelt, aus der er dank des Doktors entfliehen konnte, spielen auch in diesem Roman immer wieder mal eine wichtige Rolle.
John Schuyler Moore
Der Redakteur der New York Times gibt gelegentlich gute Kommentare ab, die für die Ermittlung von großer Hilfe sind. Doch des öfteren begreift er die Zusammenhänge nicht, so dass sie ihm erklärt werden müssen. Für den Leser sind diese Erklärungen aber auch meistens sehr hilfreich.
Marcus und Lucius Isaacson:
Die beiden Detektive, die modernen Methoden nicht abgeneigt sind, bringen auch in diesem Fall ihr großes Sachverständnis und detektivischen Spürsinn zur Geltung. Nach wie vor streiten sie sich ganz gerne über relativ belanglose Sachen.
Cyrus Montrose:
Wesentlich älter als Stevie arbeitet er ebenfalls im Hause des Doktors. Neben der Arbeit für den Doktor schmettert er gerne am Flügel seine Arien. Seine starke Physis flößt bei den Gegnern des Doktors Respekt sein.
Der Roman:
Die Einleitung zu diesem Roman ist ähnlich zu der von „Die Einkreisung“. Stevie erzählt von seinem Tabakladen und von einer Wette zwischen ihm und seinem alten Freund John Schuyler Moore. Hier kommen die beiden auch über den Fall ins Gespräch, welcher den Leser nun zurück mit ins Jahr 1897 nimmt.
In eben diesem Jahr, genauer gesagt im Juni, wird Miss Sara Howard von der Ehefrau des spanischen Konsuls, Senora Linares, beauftragt, ihr entführtes Kind ausfindig zu machen und zu ihr zurückzubringen. Doch dieses ist leichter gesagt als getan. Erstens hat es der Ehemann verboten nach dem Kind zu suchen, zweitens ist das Spanisch-Amerikanische Verhältnis äußerst gespannt. Eine Entführung des Kindes des spanischen Konsuls könnte das Fass zum Überlaufen bringen und die beiden Länder in einen Krieg verwickeln. Dies ist auch der Grund, warum sich Miss Howard auf den Weg macht, die Hilfe ihrer Freunde und Kollegen zu erbitten. Stevie und Cyrus sind sofort nach einer kurzen Schilderung dabei. Bietet die Ermittlung für sie doch eine Ablenkung von der Arbeit für den Doktor. Zu dritt machen Sie sich auf, um auch den Reporter Moore zu überzeugen. Dabei stört es sie nicht weiter, dass sie seine Tür aufbrechen müssen und ihn in flagranti erwischen. Doch auch er ist nur kurze Zeit sauer und bald überredet, in die Ermittlung einzusteigen. Wenig später erklären sich auch die Brüder und Detective Sergeants bereit, wieder mit dabei zu sein. Bleibt also nur noch Dr. Laszlo Kreisler übrig. Da sich ein Junge, der sich in seiner Obhut befand, das Leben genommen hat, wurde ihm vom Staat New York für sechzig Tage aufgetragen, sich nicht seinem Institut zu nähern. Aus diesem Grund erklärt auch er sich bereit.
Erst nachdem diese kleine Ermittlungsgruppe zusammengestellt ist, erzählt Sara alle weiteren Details der Entführung. So wurde die Senora Linares an einem hellen Tage in einem Park von hinten überfallen und ihr Kind entwendet. Aber Zeugen gibt es nicht. Es gibt jedoch einen Anhaltspunkt, der die Gruppe etwas optimistisch stimmt. Senora Linares sah nur wenig später ihr Baby in den Armen einer anderen Frau. Doch wie soll man eine Frau, die den Kittel einer Krankenschwester trug, finden, wenn man zwar das Gesicht beschreiben kann, aber sonst keine Anhaltspunkte hat? Glücklicherweise kommt den beiden Polizisten der rettende Einfall, einen Maler ein Portrait anfertigen zu lassen. Mit diesem Bild macht sich später die Gruppe auf den Weg durch die Krankenhäuser und sozialen Einrichtungen der Stadt New York. Doch die Ergebnisse sind niederschmetternd. Niemanden gelingt es, die Frau auf dem Bild zu identifizieren. Erst einige Tage später gelingt ihnen der Durchbruch, denn sie stoßen auf den Namen der Frau: Elizabeth Hunter, die auch unter dem Namen Libby Hatch bekannt ist. Doch auf das, was jetzt folgt, haben sie sich nicht eingestellt.
Da keine Zeit zu verlieren ist, suchen die gesamte Gruppe unmittelbar das Haus von Libby Hatch auf, da Dr. Laszlo Kreisler und die Detektive ihre Meinung zu den Vorwürfen hören wollen. Doch das ist schwieriger als angenommen, da sie ihre Gäste geschickt um den Finger wickelt und ihr wahres Ich verbirgt. Die anderen werden währenddessen von den Dusters, einer berüchtigten Bande, angegriffen. Denn das Haus steht unter ihrem besonderen Schutz da sie die Geliebte des Bandenchefs ist. In den Tagen danach setzt die Gruppe alles daran, mehr über diese mysteriöse Person in Erfahrung zu bringen. Und nach und nach kommen sie ihrem dunklen Geheimnis und der Vergangenheit auf die Spur. Diese führt sie raus aus New York nach Saratoga, wo schon einmal ein Prozess gegen sie geführt worden war. Doch der Beweis, dass sie ihre drei Kinder eigenmächtig erschossen hat, gelang dem Staatsanwalt nicht. Da ihn die Gruppe jedoch überzeugen kann, dass sie schuldig ist, entschließt er sich, den Prozess erneut aufzurollen, wohlwissend, dass das Leben aller auf dem Spiel steht.
An dieser Stelle möchte ich meine Inhaltsangabe abbrechen, da ich sonst zu viel verraten würden. Bis zu dieser Stelle ungefähr die Hälfte geschafft. Alles was danach kommt, ist ungeheuer spannend.
Fazit:
Als ich das erste Mal das Buch aufgeschlagen habe und auf die Seitenzahl am Ende schaute, war ich leicht schockiert. 841 Seiten wollen erst einmal gelesen sein. Aber wie war das noch mal in einer leichten Abwandlung eines Sprichwortes: Jedes Buch beginnt mit der ersten Seite, oder? Also legte ich mich einen Tag nach der Bescherung auf mein Bett und begann zu lesen. Vier, fünf Tage später war ich dann auf der letzten Seite angelangt.
„Engel der Finsternis“ ist genauso wie „Die Einkreisung“ ist ungeheuer spannendes und interessantes Buch geworden, welches man einfach nicht weglegen kann. Es fällt zwar zum Vorgänger etwas ab und es weist auch einige Längen auf, aber der Spannung tut dieses insgesamt keinen Abbruch. Insgesamt kann ich dieses Buch also nur jedem empfehlen.
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sehr hilfreich
30.10.2002
(05.11.2002)
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Historischer Kriminalroman
Bewertung für Engel der Finsternis / Caleb Carr von
princesse
Pro: spannend, unterhaltsam, detailliert, man lernt etwas über das Leben in New York Ende des 19. Jahrhunderts
Kontra: selten aber dennoch manchmal etwas langatmig
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sehr hilfreich
17.05.2003
(04.04.2004)
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weine nicht sonst bist du tot
Bewertung für Engel der Finsternis / Caleb Carr von
yorg
Pro: s.o.
Kontra: s.o.
Caleb Carr - Engel der Finsternis (The Angel of Darkness) - 1998 (1997) - 844 S. - Heyne - ISBN 345 315 8830
Zwischen Spanien und den USA droht im Jahre 1897 ein Krieg. Die Situation ist mehr als brenzlig. Der Krieg hat auf beiden Seiten mehr ...
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sehr hilfreich
12.12.2000
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Spannend und interessant
Bewertung für Engel der Finsternis / Caleb Carr von
Ladidada
Pro: viele verzweigte Gedankengänge, die zum miträtseln anregen
Kontra: manchmal zu detailliert und ausschweifend
New York im Jahre 1897. Die kleine Tochter eines spanischen Diplomaten wird in einem Park entführt. Die politische Situation zu dieser Zeit läßt vermuten, daß es sich um ein Provokation gegen die spanische Regierung handelt, da eine Kriegserklärung zwisch ...
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hilfreich
13.09.2001
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Carr, Caleb: Engel der Finsternis
Bewertung für Engel der Finsternis / Caleb Carr von
vg
Pro:
Kontra:
Caleb Carr dürfte den wenigsten deutschen Lesern ein Begriff sein. Sein erster hierzulande erschienener Roman, 'Die Einkreisung' (1994) schaffte es ebensowenig, in den bekannteren Feuilletons besprochen zu werden wie der Nachfolger 'Dark Angels', der imme ...
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hilfreich
16.11.1999
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