Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Ich hab die Sprache besser gelernt und Leute aus meiner Schule besser kennen gelernt |
| Kontra: |
Meine Familie war sehr gewöhnungsbedürftig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Als ich noch in der Klasse 9 war, konnten wir für ca. 150 Euro an einem Englandaustausch teilnehmen. Nach langem überlegen mit meinen Eltern entschieden wir gemeinsam, dass ein Austausch nur positiv sein kann.
Am Tag der Abreise war mir ein wenig mulmig, da ich die einzige aus meiner Klasse war und ich die Leute aus meiner Parallelklasse nicht so gut kannte. Wir fuhren von der Schule aus mit einem Bus über Belgien an die Küste und fuhren dann von dort mit der Fähre nach England.
Auf der Reise haben sich meine Befürchtungen zum Glück nicht erfüllt und ich verstand mich auf Anhieb prima mit den anderen Schülern die mitfuhren.
Die Reise dauerte zwar ca. 6 Stunden (Zeitverschiebung eingerechnet) die Zeit ging aber sehr schnell rum, da wir in unserer Gruppe viel Spaß hatten.
In England angekommen waren wir alle total nervös. Als wir dann an unserer Partnerschule angekommen waren lernten wir dann sofort unsere "exchange partners" kennen.
Nach ca. 20 Minuten war dann das Formale fertig und das Gepäck in die Autos der Austauschfamilien gehievt.
Als ich dann im Auto neben meiner Austauschschülerin saß und sie mich fragte "how are you", verstand ich sie überhaupt nicht. Sie war erkältet, dass Auto war sehr laut und sie hat stark genuschelt.
Juhu das fing ja schon mal super an. Egal. Nachdem ich mehrmals nachgefragt hatte ob sie nicht etwas langsamer reden könne habe ich sie endlich verstanden und konnte ihr antworten.
Da die Englische Schule in Faversham lag und das Haus meiner Austauschfamilie in Kent, hatte ich noch eine halbe Stunde Ausfragerei vor mir.
Dort angekommen machte die Mutter Pizza, vergaß diese jedoch anscheinend und als wir sie dann aßen lag auf ihr eine Zentimeter dicke Rußschicht. Ich hatte den ganzen Tag nicht viel gegessen, daher würgte ich ein Stück Pizza runter.
Der nächste morgen begann um 6 Uhr Ortszeit, das bedeutet 5 Uhr in Deutschland. Als ich mir morgens ein Brot mit Aufstrich machen wollte verging mir allerdings der Appetit, da das Brot schon einen leicht grünen Touch hatte und der Aufschnitt schon mindestens 3 Monate abgelaufen war. Das Lunchpaket das mir die Mutter für die Schule machte war dann schon besser.
2 Scheiben Brot (welche ich wegen den oben genannten Gründen nicht aß), 2 Schokoriegel, eine kleine Tüte Lays Chips und 2 Trinkpäckchen.
Nachdem ich die noch essbaren Dinge dann aß und mein Magen immer noch knurrte, ging ich in der Schule in die Cafeteria und kaufte mir 2 Sandwiches.
Man kann es kaum glauben aber in dem Moment hatte ich mir nichts mehr gewünscht als irgendetwas Essbares.
So ging es jeden Tag und auch Mittags konnte man das Essen selten verzehren.
An einem Tag gab es zum Beispiel eine Spezialität aus Faversham. Rohe ich glaube Rinderwurst verbranntes Gemüse und Plumpudding. Der Plumpudding war dann das einzige was ich aß.
Generell aß ich fast nur in der Schule, ich wollte meine Gastfamilie dadurch nicht verletzen aber ich denke man kann nachvollziehen, dass man keine Lebensmittel mit Rasen essen will.
Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase verstand ich die Engländer richtig gut und konnte sogar im Unterricht weiterhelfen, da meine Austauschschülerin erst die 8te Klasse besuchte.
Die Austauschfamilie war zwar ganz nett, ich glaube sie haben sich wirklich mühe gegeben, aber sie waren irgendwie seltsam.
So sagte mir meine Austauschschülerin zum Beispiel am 5ten Tag, dass ich mehr Zeit in der Dusche als mit ihr verbringe (ich hab täglich geduscht, meine Gastfamilie in 11 Tagen 2 mal).
Ich hatte relativ viel Glück dass ich erkältet war, weil meine Freunde mir sagten, dass meine Familie ziemlich gestunken hat.
Die von der Schule organisierten Ausflüge nach London und eine Reise durch Faversham und auf eine Burg waren sehr schön und boten eine gelungene Abwechslung zum öden Englischen Alltag.
Mit meiner Gastfamilie habe ich eine Radtour gemacht (was sehr anstrengend wurde weil ich wie gesagt stark erkältet war) und wir haben eine Bonbonfabrik besucht.
Was hat mir der 11 Tage Austausch nun gebracht?
Ich würde sagen obwohl meine Zeit dort nicht sehr spaßig war, habe ich viel über die Englische Mentalität gelernt.
Die Englische Sprache und vor allem die Grammatik viel mir viel leichter und das was mir im nachhinein am wichtigsten ist, ich habe viele Menschen von meiner Schule besser kennen gelernt (manche von dem Austausch gehören jetzt zu meinen besten Freunden). Ein positiver Nebeneffekt war, dass ich während der 11 Tage acht Kilo abgenommen habe und dadurch wurde dann die lange geplante Diät hinfällig.
Auch wenn sich mein Erlebnis nicht sehr schön anhört, rate ich jedem an einem Austausch teilzunehmen, weil es einem wirklich viel bringt und viele Freunde von mir haben bei einem Austausch viele gute Freunde gewonnen.
Auf dem Austausch habe ich sehr schlechte und sehr gute Erfahrungen gemacht (die positiven überwogen die negativen). Und für die positiven Erfahrungen hat sich der Austausch allemal gelohnt.
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sehr hilfreich
23.03.2002
(03.04.2002)
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Bewertung für England, Schüleraustausch von
UPSTomaek
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Kontra: -
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sehr hilfreich
07.12.2000
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Jochurt
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sehr hilfreich
13.04.2001
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Bewertung für England, Schüleraustausch von
Magic1983
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sehr hilfreich
15.10.2001
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England life erleben
Bewertung für England, Schüleraustausch von
Mocat
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sehr hilfreich
17.10.2000
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