Ich glaube, ihr versteht gar nicht, was ich sage!

3  20.06.2004

Pro:
nicht allzu schwer, Lektüre und Film

Kontra:
meistens langweilige Themen

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Arbeitsaufwand:

Schwierigkeitsgrad der Ausbildung:

Prüfungsanforderungen:

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Kati13021985

Über sich: meine freizeit konvergiert gegen NULL! ...und zwar absolut und gleichmäßig!

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ENGLISCH-GK

Über meine Leistungskurse (Mathe und Pädagogik) habe ich schon berichtet, nun folgt ein Bericht über mein drittes Abifach: Englisch.


INHALT

Obwohl der Englischunterricht im siebten und achten Lehrjahr im Prinzip schon ziemlich dem Deutschunterricht ähnelt, ist meine Themenliste hier viel kürzer als in Deutsch. Das kommt vielleicht auch daher, dass die Qualität unseres Englischunterrichts sehr unter der Krankheit unseres Lehrers litt.

Thema waren zuallererst Drama und Kurzgeschichten.
Dann guckten wir einen Film (“Educating Rita”), indem es - wie der Name schon sagt - um die Bildung einer jungen Frau geht, die von ihrem Umfeld lieber als Mutter und Hausfrau gesehen würde.
Mit dem Beginn des Irakkriegs besprachen wir auch ein aktuelles Thema. Über den Irak, den Krieg und Bushs Gründe wurde heftig diskutiert - hierbei stellte es sich als sehr schlecht heraus, wenn man nicht so politisch interessiert war, denn man konnte sich praktisch nicht großartig an den Diskussionen beteiligen. Die Experten veranstalteten einen Schlagabtausch mit ihren Argumenten, Beiträge von anderen dagegen kamen nicht über ein Niveau von “Ich finde Krieg grundsätzlich schlecht!” hinaus. In diesem Zusammenhang besprachen wir dann auch die Textform der politischen Rede.

Danach lasen wir zur Abwechslung einen Roman: “About a boy” von Nick Hornby. Dieser war von der Sprache nicht zu anspruchsvoll und vom Thema her interessant.

In der 13 ging es dann mit Gedichten weiter. Obwohl wir Gedichtinterpretation schon in Deutsch unzählige Male gemacht hatten, wurden wir noch einmal ganz schön gefordert. Nicht nur viele neue Vokabeln zum Beschreiben der Form, sondern auch die oft alte oder veränderte Sprachen machte uns teilweise ganz schön zu schaffen. Und wie soll man ein Gedicht interpretieren, dass man sprachlich schon nicht versteht, geschweige denn inhaltlich???

Irgendwie überstanden wir auch das und widmeten uns nun noch mal ausführlich dem Themenbereich Bildung und Schule.

Zuletzt folgte dann eine Einheit über moderne Medien, bzw. Internet und seine (Un-)Sicherheit.

Eigentlich folgte dann noch das Thema Klassenunterschiede, aber ich kann nicht behaupten, dass wir wirklich darüber gesprochen haben.


Immer wieder kamen auch Zeitungsartikel vor. Denn die kann man ja im Zusammenhang mit so ziemlich jedem Thema bringen. Hierbei wurde dann zwischen den verschiedenen Zeitungsarten und Artikelformen unterschieden (mehr geraten als alles andere) und der Aufbau unter die Lupe genommen.


METHODIK

Wie schon erwähnt haben wir einen Film geguckt und einen Roman gelesen. Beim Thema Kurzgeschichten haben wir auch mal einige Szenen in Gruppenarbeit umgeschrieben und anschließend gespielt.
Diskussionen fanden auch öfter statt, allerdings eher weniger erfolgreich (s. o. zum Thema Irakkrieg...).Unser Lehrer versuchte immer uns Schüler zu beschäftigen und keine langen Vorträge zu halten - leider pickte er immer die falschen Schüler als Diskussionsleiter/Organisator etc. aus, so dass anschließend keiner mehr Lust hatte sich von diesem etwas sagen zu lassen.
Hausaufgaben wurden zwar fast immer aufgegeben, aber von uns genauso selten gemacht wie vom Lehrer besprochen - leider klappte das Timing dabei nicht so oft...

Außerdem arbeiteten wir mit einem Buch (“Skyline”). Hier lasen wir Texte und machten ab und zu ein paar Aufgaben daraus.

Ansonsten kam die Unterrichtsform aufs Thema an. Obwohl man schon merkte, dass unser Lehrer sich bemüht, waren öfter einige mit dem Unterricht unzufrieden.
Bei mir kamen seinen Versuche in der Regel auch nicht gut an.


FAZIT

So richtig viel gelernt habe ich in diesem Kurs nicht. Mein Wortschatz hat sich kaum erweitert; wenn ich mal eine Vokabel nicht kannte habe ich sie halt irgendwie umschrieben.

Die letzten Wochen hatten wir Vertretung bei einem anderen Lehrer, der wohl ziemlich geschockt davon war, wie schlecht wir waren. Er übte mit uns dann endlich mal ein paar Formulierungen, die wir in der Klausur gut gebrauchen konnten. Ich glaube, erst ist dabei fast an uns verzweifelt. Einmal rutschte ihm sogar der Satz raus: "Ich glaube, ihr versteht gar nicht, was ich sage!" Das zu verneinen hat sich dann auch keiner getraut...

Unserem eigentlichen Lehrer fehlte irgendwie der Elan die zahlreichen Grammatikfehler, die in unserem Kurs vorkamen, zu verbessern.
Der Unterricht war meistens langweilig - jedenfalls aus meiner Sicht.

Den Sinn der Themen werde ich wohl auch nie verstehen:
Denn wenn ich mir die Frage stelle, wozu (wenn nicht nur aus Zwang) man als Schüler Englisch lernt, dann kommen mir zwei Antworten in den Sinn.
1. Aus beruflichen Gründen. Wen man Englisch im späteren Beruf braucht, dann sollte man in der Schule vielleicht auch schon etwas Englisch aus dem geschäftlichen Bereich lernen.
2. Aus privaten Gründen. Darunter verstehe ich, dass man sich öfter in einem englischsprachigen Land aufhalten will, private Gespräche mit englischsprachigen Menschen halten möchte oder sonst Englisch in seinem Alltag braucht. Dann sollte man vielleicht in der Schule auch etwas über englischsprachige Länder erfahren - oder aber über die Bereiche, wo uns Englisch auch im Alltag begegnet.

Na ja, wie gesagt hat mir dieser Unterricht nicht sonderlich viel gebracht und dementsprechend sah dann auch mein Interesse aus. In der Abiklausur hab ich dennoch eine 2 geschafft und bin nun froh, dieses Kapitel hinter mir zu lassen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Porcupine

Porcupine

23.06.2004 02:52

Ich hatte Englisch als LK und hatte eine wirklich gute Lehrerin, habe sehr viel vom Kurs gehabt. Nach dem Abi habe ich dann Anglistik studiert. :-) Tja, euer Lehrer scheint ja wirklich nicht so der Bringer zu sein - aber es gibt halt auch viele schlechte Lehrer.

Branne

Branne

22.06.2004 22:46

"Danach lasen wir zur Abwechslung einen Roman: “About a boy” von Nick Hornby. Dieser war von der Sprache nicht zu anspruchsvoll und vom Thema her interessant" -> den haben wir im LK gelesen, aber der Gipfel unserer Unterforderung war "Blood Brothers"

StarlightII

StarlightII

21.06.2004 18:11

Mir macht Englisch im GK sehr viel Spaß, was wohl ziemlich an der Lehrerin liegt, die versucht, den UNterricht sehr abwechslungsreich und interessant zu gestalten... :o) Schade, dass ich EN nicht als Prüdungsfach füs Abi nehmen kann *heul* LG Julia

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