English is spoken all over the world...

4  18.06.2006

Pro:
Die Grammatik hat man hinter sich und jetzt ist alles nur noch reden, reden, reden

Kontra:
Jetzt zeigt sich wer's kann und wer nicht .

Empfehlenswert: Ja 

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Truthsearcher

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Vorwort
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Im folgenden Bericht möchte ich ein bisschen über den Englischgrundkurs der gymnasialen Oberstufe erzählen, jedenfalls so weit ich kann, was leider nur die 11. Klasse ist, aber das ist ja auch schon mal ein Anfang. Vorweg muss ich auch noch nehmen, dass alles was ich nun schreibe sich auf den Englischunterricht der Albert-Einstein Schule in Schwalbach am Taunus bezieht, die als sehr anspruchsvoll gilt. Also nicht erschrecken falls ihr es schwer findet. (Wenn nicht umso besser! ;) )

Inhalt
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- Die Wahl "Englisch"-GK
- Inhalte des 11.Schuljahrs
- Bewertungen der Leistungen
- Möglichkeiten sich zu verbessern (Motivationen und Ideen)
- Fazit

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1. Die Wahl "Englisch-GK"
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Mittlerweile haben ja schon unzählige Grundschüler sogenanntes "Frühenglisch". Zu diesen Grundschülern habe ich aber leider nicht gehört. Ich habe mir einem lateinsprachigen Gymnasium begonnen und bin nach einem Jahr dann auf die oben genannte Albert-Einstein Schule gewechselt, an der man zur 5.Klasse zwischen Englisch und Französisch wählen konnte. Wie 75% der anderen Schüler habe ich mich dann für Englisch entschieden und habe es ganze 5 Jahre geschafft mich durchzumogeln ohne zu wissen was der unterschied zwischen Past Perfect und Past Progressive ist (nicht dass ich es jetzt genau wüsste...). Mein Vokabelschatz war auch mehr als dürftig und von meiner Aussprache will ich gar nicht anfangen. Ich wünschte ich könnte das auf meine Lehrer schieben, aber bedauerlicherweise waren diese meist qualifiziert und bemüht etwas in meinem sturen deutschsprachigen Schädel zu bekommen.
In der 9. Klasse änderte sich dann aber alles als ich eine junge und sehr motivierte Englischlehrerin bekam bei der ich begann richtig mitzuarbeiten. Sie hat es über zwei Jahre hinweg dann geschafft mich für das Fach Englisch zu begeistern. (Wer diese Meinung nicht teilen kann sollte unter "Motivationen und Ideen" nachlesen).
Nun zur eigentlichen Wahl des Englisch-Grundkurses. Da man bis zum bitteren Ende eine Fremdsprache behalten muss und ich Französisch nicht leiden kann habe ich mich mehr zwangsläufig für Englisch entschieden. Die Alternative wäre Englisch-LK (den ich ab Sommer besuchen werde) gewesen, wofür mein Englisch aber durch die langjährige Arbeitsverweigerung viel zu schlecht war.


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2. Inhalte des 11.Schuljahrs
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Zu meiner persönlichen Erleichterung habe ich festgestellt, dass die 11.Klasse keine Grammatik mehr lehrt, was leider aber auch zur Folge hat, dass sie bereits komplett vorausgesetzt wird. Aber diese schwierigen Ausnahmezeiten werden nicht mehr gebraucht und man muss auch nicht mehr gezielt differenzieren sondern einfach nur das Falsche weglassen ;).
Das erste Thema das wir bearbeitet haben waren "Short-stories", die wir alternativ zu einer Lektüre gelesen haben wobei durchaus anspruchsvolles wie Hemingway dabei war. Darüber haben wir auch unsere erste Klausur geschrieben in der man zwei dieser Stories zusammenfassen sollte und ein Essay über seine Meinung zu verfassen hatte (je ~400 Wörter).
Das zweite Thema war "arts" (will sagen "Kunst") darunter fallend natürlich die Diskussionen ob man die klassische Kunst mit der der modernen Welt vergleichen kann und natürlich ob Graffiti Kunst ist. Das war auch die Diskussionsfrage der Klausur.
"Diskutiere ob es sich bei Graffi-Sprayern um Künstler handelt und warum ihre Arbeit umstritten ist" (~700 Wörter)
Dann kamen noch (ein sehr langes Thema) die Modernen Massenmedien, allen voran das Fernsehn und die Frage ob der Einfluss von ihnen zu groß ist. Hierbei haben wir zwei Klausuren geschrieben. Einmal über die Frage ob wir glauben dass sich das Internet noch weiter ausdehnen wird und unsere Meinung über den Einfluss der Medien. (je ~400 Wörter).
Für die nächste Klausur haben wir drei Filme auf Englisch (Forrest Gump; The dead poets society; wag the dog) gesehen mit dem Schwerpunkt was für Mittel benutzt werden um Meinungen in Filmen herüberzubringen oder zu kritisieren.
Die Klausur beinhaltete einen kurzen Text über jeden der Filme, die man vergleichen sollte (~200 Wörter) und ein Essay über den besten der drei schreiben (eigene Meinung) mit etwa 400-500 Wörtern).
Dann kam als letztes Thema die Arbeitswelt in der man die verschiedenen Arbeiterschichten und so weiter kennen lernt und diskutiert welche Arbeiten sich lohnen, welche weniger und auch welche viele Berufsperspektiven geben.


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3. Bewertungen der Leistungen
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Was mach durch den "Grund"-Kurs manchmal vergisst, ist dass es sich bei Englisch nach wie vor um ein Hauptfach handelt, will sagen die Beurteilung der Leistung ist 50% der Schriftlichen und 50% der Mündlichen.
Es kommt allerdings wirklich immer auf den Lehrer an, denn während der eine angetan von mündlicher Leistung glaubt dass 00Punkte in der Klausur ein Ausrutscher waren, ist der andere überzeugt dass mündliche Leistung nur "Rumgelaber" ist und gibt unabhängig davon dieselbe Note, die sich durch die Klausuren errechnen ließ.
Die Klausuren werden nach vier Kriterien beurteilt: Stil (benutzt man neue Vokabeln oder immer dieselben), Inhalt (hat man gute, klare Gedanken), Sprache (ist man in der Lage diese Gedanken gut rüber zu bringen) und der Fehlerquotient der sich mit der Anzahl der Wörter und Fehler berechnen lässt. Daraus ergibt sich dann die gesamt Note für die Klausur.


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4. Möglichkeiten sich zu verbessern (Motivationen und Ideen)
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Wie oben bereits gesagt war ich nie ein besonders guter Englischschüler, was ich allerdings innerhalb von ein-zwei Jahren drastisch zum Guten geändert habe.
Wie ist relativ leicht, denn ich bin wirklich kein Freund vom Vokabellernen. Im Gegenteil sogar, ich sitze viel vorm Fernseher und spiele viel und gerne Konsolen oder Computerspiele. Also habe ich (in totaler Panik an die Vorraussetzungen für die Oberstufe) alles auf Englisch umgestellt. Die Serie "Friends" (Erfahrungsbericht von mir vorhanden, schaut mal rein der is gut ;) ) hab ich ganz einfach auf Englisch umgestellt. Erst mit deutschen Untertiteln, dann mit Englischen und nach und nach ging es ganz ohne. Das ist wirklich eine super Übung weil es ist auch viel lustiger auf Englisch, was übrigens für alle DVDs gilt. Durch die Synchronisierung werden nämlich oft wirklich witzige Parts einfach weggelassen was sehr schade drum ist. Damit verbessert man durch's hören seine Aussprache und automatisch seinen Vokabelschatz ohne etwas zu tun als Fernsehen.
Dann hab ich die PC und Konsolenspiele auf Englisch umgestellt und mir die erscheinenden Texte angesehen, die ich zwar großteils schon auf Deutsch kannte, aber dadurch verstanden habe. Sehr große Hilfe und mindert den Spielspaß kein Stück!
Last but noch least das klassische Medium: Das Buch.
Hochmotiviert wie ich war habe ich mich zuerst an Dan Browns "Digital Fortesst" versucht, was etwa 30 Seiten gut ging bevor ich nicht mehr mitgekommen bin. Also habe ich mich langsam rangearbeitet und englische Bücher gelesen, die ich bereits auf deutsch kannte (Harry Potter 1-6 sind nicht schwer zu verstehen und sehr gut für den Vokabelschatz und das englische Lesevermögen).
Was natürlich auch unheimlich hilft ist ein Auslandsaufenthalt. Da ich leider die Chance verpasst habe ein Auslandsjahr zu verbringen werde ich jetzt immerhin 5 Wochen in England bei einer Gastfamilie in der Nähe von London verbringen und die Englische Universität "Christ church" besuchen. (Sprachkurse). Ob das geholfen hat werde ich dann in einem Bericht im September schreiben können aber ich bin zuversichtlich und das ist ja auch schon mal die Halbe Miete.


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5. Fazit
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Ich finde der Englischgrundkurs ist relativ anspruchsvoll aber wenn man sich außerschulisch ein bisschen mit Englisch beschäftigt (s.o.), dann ist es wirklich mit erstklassigen Noten zu schaffen, selbst wenn man unglaublich große Lücken hat. Es muss nur angefangen werden englisch zu lesen (1 Kapitel pro Tag beispielsweise) oder eine englische DVD pro Tag zu sehen und so weiter. Ich habe es beispielsweise so gemacht, dass ich bei Büchern einen Bundstift neben mir habe und die Wörter, die oft vorgekommen sind und die ich nicht kenne mal anstreichen. Wenn das Buch durch ist schreibe ich mir die dann mal raus. Ist kein MUSS aber unheimlich hilfreich.

In diesem Sinne viel Spaß in der Oberstufe und ich hoffe dass euch dieser Bericht geholfen hat, ansonsten schreibt mir ein Kommentar. (Freue mich natürlich auch sehr über positive Kommentare ^^)

Eure Aylin (Truthsearcher)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ChaziChaz

ChaziChaz

04.07.2006 00:22

Schöner Bericht, hab Englisch jetzt als LK gewählt, hoffe ich komm da einigermaßen durch ;) Gruß

sunny161

sunny161

03.07.2006 15:02

Hab Englisch so schnell wie möglich abgewählt, weil ich einfach kein Händchen für das Schulenglisch hatte.. *g* stattdessen Latein gemacht und mein großes Latinum bekommen! LG

Jerex

Jerex

20.06.2006 14:15

Tja, ich hatte einen Englisch LK in der Schule, aber im Arbeitsleben hat das mir bislang nichts gebracht. Ganz im Gegenteil fehlen mir viele Begriffe, die heute auch in der Schule unterrichtet werden sollten (Unternehmen, Positionen, etc.). Wirklich weitergebracht haben mich erst englische Freunde, mit denen ich Englisch reden "musste".... c!AO jEREX

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