Entscheidungen / Gerhard Schröder

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... Gerhard Schröder - Entscheidungen °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Daten ^^^^^^^^^^ Titel: Gerhard Schröder - Entscheidungen - Mein Leben in der Politik Autor: Gerhard Schröder Verlag: Hoffmann und Campe ISBN: 3-455-50014-1 Preis: 25€ Der Autor °°°°°°°°°° Gerhard ... Bericht lesen





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Gerd regiert die Welt...
Bewertung für Entscheidungen / Gerhard Schröder von dieanke

Pro: herrlich blöd
Kontra: 517 Seiten gnadenlose Selbstüberschätzung

Hallo Leute! Auch ich, als Politisch interessierte, konnte um dieses Buch nicht herum.... Es ist ja heiß in der Diskussion, und ich, als bekennende Anhängerin einer der SPD nicht gerade befreundete Partei (ratet mal...), muss schließlich wissen, was de ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

05.11.2006
Der Kanzler der Bosse?
Bewertung für Entscheidungen / Gerhard Schröder von devmanfrommars

Pro: Interessantes Thema
Kontra: Lanweilig geschrieben

Gerhard Schröder hat ein Buch geschrieben. Unglaublich aber wahr. Gerahrd Schröder der 1944 in Mosenberg geboren wurde war bis zu seinem Abtritt als Bundeskanzler in der SPD aktiv und wurde durch seine "Am Kanzleramtszaune gerüttelt" Anekdote bekannt. 19 ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

25.12.2009
(28.12.2009)

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2006Der Altkanzler zieht Bilanz. In seiner Autobiografie blickt Gerhard Schröder auf sein ... mehr
bewegtes Leben zurück - das ihn aus der
niedersächsischen Provinz bis an die Spitze der
Bundesregierung und der SPD führte. Er erzählt von
seiner Kindheit und seinem Aufstieg innerhalb der
Sozialdemokratie. Von der Regierungsübernahme, der
Agenda 2010 und dem Bemühen, den Irakkrieg zu
verhindern. Das politische Vermächtnis eines
Kämpfers, gelesen vom Autor.
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Weltbild
Entscheidungen: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder Entscheidungen: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder
Sicher, an Selbstbewusstsein hat es diesem Mann nie gefehlt; ein Selbstbewusstsein, das ... mehr
sich auf Leistung gründe, wie er, nun ja, eben
selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
Schröder dann doch eine kleine Sensation.
--Mathias Voigt, Literaturtest
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Entscheidungen. 2 CDs - Hörbuch, Sprecher: Gerhard Schröder Entscheidungen. 2 CDs - Hörbuch, Sprecher: Gerhard Schröder
Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - ... mehr
Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart
Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne
ein Blatt vor den Mund zu nehmen.»Ich habe alles
selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt«,
sagt Gerhard Schröder. Er hat seine Chancen
genutzt: Aus bescheidenen Verhältnissen arbeitete
er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins
höchste Regierungsamt vor. Als Kanzler riskierte
er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu
einer Friedensmission ins Ausland zu schicken -
und erntete damit höchste Anerkennung für sein
Land. Überzeugt trotzte er später George W. Bush
in der Irak-Frage. Um Deutschland fit zu machen
für die globalisierte Welt, vollzog er die Abkehr
von der bequemen Ideologie, der Staat sei für
alles und jeden verantwortlich. »Entscheidungen«
ist ein kämpferisches Resümee, das mit Kritik -
auch Selbstkritik - nicht sparsam umgeht, und
zugleich ist es das politische Vermächtnis eines
entschlossenen Kämpfers für soziale Gerechtigkeit
und ein geeintes, selbstbewusstes, friedliches
Europa.
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Entscheidungen. 2 CDs - Hörbuch, Sprecher: Gerhard Schröder Entscheidungen. 2 CDs - Hörbuch, Sprecher: Gerhard Schröder
Frei heraus ohne staatsmännische Diplomatie: In seiner politischen Autobiografie - ... mehr
Schwerpunkt: die Regierungsjahre - offenbart
Gerhard Schröder seine Sicht, seine Wahrheit, ohne
ein Blatt vor den Mund zu nehmen.»Ich habe alles
selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt«,
sagt Gerhard Schröder. Er hat seine Chancen
genutzt: Aus bescheidenen Verhältnissen arbeitete
er sich über Lehre und zweiten Bildungsweg bis ins
höchste Regierungsamt vor. Als Kanzler riskierte
er die Vertrauensfrage, um deutsche Soldaten zu
einer Friedensmission ins Ausland zu schicken -
und erntete damit höchste Anerkennung für sein
Land. Überzeugt trotzte er später George W. Bush
in der Irak-Frage. Um Deutschland fit zu machen
für die globalisierte Welt, vollzog er die Abkehr
von der bequemen Ideologie, der Staat sei für
alles und jeden verantwortlich. »Entscheidungen«
ist ein kämpferisches Resümee, das mit Kritik -
auch Selbstkritik - nicht sparsam umgeht, und
zugleich ist es das politische Vermächtnis eines
entschlossenen Kämpfers für soziale Gerechtigkeit
und ein geeintes, selbstbewusstes, friedliches
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Entscheidungen. Mein Leben in der Politik - Hörbuch zum Download / Gerhard Schröder Entscheidungen. Mein Leben in der Politik - Hörbuch zum Download / Gerhard Schröder
Hörbuch zum Download - "Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt", sagt ... mehr
Gerhard Schröder. Und: "Mein ganzes Leben lang
habe ich versucht, Grenzen immer wieder an den
Horizont zu verschieben."Er wächst in dem Dorf
Talle in sehr einfachen, "beengenden und manchmal
beklemmenden" Verhältnissen auf. "Das Gefüge von
oben und unten war klar geregelt und Teil meiner
Wirklichkeit. Ich war unten, und das wurde mir
selbst in kleinen Details unter die Nase
gerieben." Aber er duckt sich nicht. In ihm reift
die Erkenntnis: Dieser kleinen Welt muss ich
entkommen, und "nur Bildung und Ausbildung öffnet
den Weg, der aus Talle hinausführt und Anerkennung
bringen kann". Er paukt in der Abendschule für die
Mittlere Reife, in Kollegs fürs Abitur, studiert
Jura in Göttingen und wird schließlich
Rechtsanwalt, sein Traumberuf.Zur gleichen Zeit
entwickelt sich sein politischer Geist. Er tritt
der SPD bei, weil dort, wie er schreibt, "am
meisten von dem zu spüren war, was ich damals
suchte: eine Partei, die sich mit der Klassenlage
in der Gesellschaft nicht abfinden wollte". Er
macht eine rasante Karriere als Politiker, wird
zum Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten
gewählt, tritt im niedersächsischen Wahlkampf 1986
als Spitzenkandidat der SPD gegen Ernst Albrecht
an, wird im zweiten Anlauf 1990 Ministerpräsident
in Hannover an der Spitze der ersten stabilen
rot-grünen Koalition und erringt in dieser
Position 1994 sogar die absolute Mehrheit für
seine Partei. Und dann, 1998, die Kulmination:
Gerhard Schröder wird Kanzler der Bundesrepublik
Deutschland.
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Entscheidungen: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder
Sicher, an Selbstbewusstsein hat es diesem Mann nie gefehlt; ein Selbstbewusstsein, das ... mehr
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selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
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selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
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selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
Schröder dann doch eine kleine Sensation.
--Mathias Voigt, Literaturtest
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Entscheidungen. 2 CDs: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder Entscheidungen. 2 CDs: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder
Sicher, an Selbstbewusstsein hat es diesem Mann nie gefehlt; ein Selbstbewusstsein, das ... mehr
sich auf Leistung gründe, wie er, nun ja, eben
selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
Schröder dann doch eine kleine Sensation.
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Sicher, an Selbstbewusstsein hat es diesem Mann nie gefehlt; ein Selbstbewusstsein, das ... mehr
sich auf Leistung gründe, wie er, nun ja, eben
selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
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hilfreich
01.01.1970


Das Herz schlägt links / Oskar Lafontaine

Haupteigenschaften

Autor: Gerhard Schröder

Autor Nachname: Schröder

Autor Vorname: Gerhard

Autor Name invertiert: Schröder, Gerhard

Titel: Entscheidungen

Thematik: Biographie, Autobiographie

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