Entscheidungen / Schröder, Gerhard

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... Gerhard Schröder - Entscheidungen °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Daten ^^^^^^^^^^ Titel: Gerhard Schröder - Entscheidungen - Mein Leben in der Politik Autor: Gerhard Schröder Verlag: Hoffmann und Campe ISBN: 3-455-50014-1 Preis: 25€ Der Autor °°°°°°°°°° Gerhard ... Bericht lesen





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Taschenbuch, 512 S., Erschienen: 2007 - Erw. Aufl.
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Hörbuch, CD, Erschienen: 2006
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Entscheidungen. Mein Leben in der Politik - Hörbuch zum Download / Gerhard Schröder Entscheidungen. Mein Leben in der Politik - Hörbuch zum Download / Gerhard Schröder
Hörbuch zum Download - Ich habe alles selber gemacht, mir hat keiner was geschenkt, sagt ... mehr
Gerhard Schröder. Und: "Mein ganzes Leben lang
habe ich versucht, Grenzen immer wieder an den
Horizont zu verschieben."Er wächst in dem Dorf
Talle in sehr einfachen, "beengenden und manchmal
beklemmenden" Verhältnissen auf. "Das Gefüge von
oben und unten war klar geregelt und Teil meiner
Wirklichkeit. Ich war unten, und das wurde mir
selbst in kleinen Details unter die Nase
gerieben." Aber er duckt sich nicht. In ihm reift
die Erkenntnis: Dieser kleinen Welt muss ich
entkommen, und "nur Bildung und Ausbildung öffnet
den Weg, der aus Talle hinausführt und Anerkennung
bringen kann". Er paukt in der Abendschule für die
Mittlere Reife, in Kollegs fürs Abitur, studiert
Jura in Göttingen und wird schließlich
Rechtsanwalt, sein Traumberuf.Zur gleichen Zeit
entwickelt sich sein politischer Geist. Er tritt
der SPD bei, weil dort, wie er schreibt, "am
meisten von dem zu spüren war, was ich damals
suchte: eine Partei, die sich mit der Klassenlage
in der Gesellschaft nicht abfinden wollte". Er
macht eine rasante Karriere als Politiker, wird
zum Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten
gewählt, tritt im niedersächsischen Wahlkampf 1986
als Spitzenkandidat der SPD gegen Ernst Albrecht
an, wird im zweiten Anlauf 1990 Ministerpräsident
in Hannover an der Spitze der ersten stabilen
rot-grünen Koalition und erringt in dieser
Position 1994 sogar die absolute Mehrheit für
seine Partei. Und dann, 1998, die Kulmination:
Gerhard Schröder wird Kanzler der Bundesrepublik
Deutschland.
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Entscheidungen: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder Entscheidungen: Mein Leben in der Politik - Gerhard Schröder
Sicher, an Selbstbewusstsein hat es diesem Mann nie gefehlt; ein Selbstbewusstsein, das ... mehr
sich auf Leistung gründe, wie er, nun ja, eben
selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
Schröder dann doch eine kleine Sensation.
--Mathias Voigt, Literaturtest
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einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
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Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
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Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
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Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
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selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
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Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
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Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
Parteivorsitzenden machen will --, äußert sich
Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
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selbstbewusst, in Entscheidungen schreibt.
Memoiren, die in der rekordverdächtigen Zeit von
einem Jahr entstanden sind. Zieht man den
Vergleich zu seinem Vorgänger, hat er fünf Jahre
weniger gebraucht. Helmut Kohl legte den ersten
Band seiner Memoiren sechs Jahre nach der
Wahlniederlage der CDU vor und hat es schon mit
dem zweiten von drei Bänden auf mehr als 1.800
Seiten gebracht. Und was steht nun auf 500 Seiten
Entscheidungen? Wer Biografisches erwartet,
Anekdoten aus den Kindertagen etwa, wird
enttäuscht werden. Es ist nichts Glückliches, was
Gerhard Schröder über die Zeit im "Behelfsheim" in
Bexten zu sagen hat, wo er mit seiner Mutter,
seinen Geschwistern und seinem Stiefvater lebte.
Die Distanz, die sich hier aufbaute, wurde mit der
Zeit nicht kleiner -- so wählten eine Schwester
und die Mutter später sogar die Grünen! Eine
Tatsache, die Schröder offensichtlich sehr
getroffen hat. Im Folgenden geht es nur noch um
Politik, beziehungsweise um Schröder in der
Politik. Denkt man an die Ausfälle des
Noch-Kanzlers in der "Elefantenrunde" nach den
vorgezogenen Wahlen 2005, geht es in
Entscheidungen vergleichsweise harmlos zu. Positiv
äußert sich Schröder zu einigen politischen
Weggefährten oder Wegbereitern. Willy Brandt wird
hervorgehoben, aber auch Hans-Jochen Vogel.
Zeitweilig in einem schwierigen Verhältnis zu ihm
stehend -- etwa als Schröder Lafontaine zum
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Schröder doch sehr respektvoll über Vogel. Das
gilt in besonderem Maße auch für Erhard Eppler:
Überaus integer und visionär sei dieser Vordenker
der SPD. An Wladimir Putin beeindrucken Schröder
am meisten seine Bescheidenheit und seine Fitness.
Gut sei das für einen Politiker, der eines der
schwersten Ämter habe, die auf der Welt zu
vergeben seien. Und die Gegner? Ja, es gibt
Spitzen gegen die Presse, mit der sich Schröder ja
eigentlich nicht so schlecht verstand während
seiner Amtszeiten. Ja, Schröder schreibt auch
gegen die Gewerkschaften. So habe der
IG-Bau-Vorsitzende Klaus Wiesehügel indirekt zum
Sturz von Schröder aufgerufen. Ja, der Rekurs auf
die Fehler der Vorgängerregierung fehlt nicht --
aber auch nicht die Selbstkritik! So schreibt
Schröder, dass der demografische Wandel nicht
ausreichend berücksichtigt worden sei, man den
Slogan von Sozialminister Norbert Blüm "Die Rente
ist sicher" noch übertrumpfen wollte. Und so geht
es -- ein Wunder? -- in Entscheidungen auch um
Fehlentscheidungen. Viel Platz nehmen die
Darstellungen zum Kosovokrieg und der deutschen
Beteiligung sowie zum Irakkrieg und der deutschen
Nichtbeteiligung ein. Auch die Premieren eines
deutschen Kanzlers bei den Feierlichkeiten zu den
60. Jahrestagen der Alliiertenlandung in der
Normandie und zum 8./9. Mai in Moskau finden
gebührende Erwähnung. Entscheidungen ist sicher
kein sensationelles Buch. Es wird vermutlich auch
nicht die Anwälte beschäftigen. Vielmehr ist es
eine bewusst, vielleicht auch bemüht moderate
Darstellung eines politischen Lebens. Das ist aber
angesichts vergleichbarer (Selbst-)Deutungen
einiger Kollegen sicher nicht das Schlechteste,
sondern wirkt im Gegenteil fast wohltuend. Und so
sind diese Memoiren zumindest in Bezug auf den
tatsächlichen oder vermeintlichen Selbstdarsteller
Schröder dann doch eine kleine Sensation.
--Mathias Voigt, Literaturtest
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Gerd regiert die Welt...
Erfahrungsbericht von dieanke über Entscheidungen / Schröder, Gerhard
5. November 2006


Produktbewertung des Autors:   

Niveau: leichte Kost 
Stil: sehr ausschmückend 
Unterhaltungswert: hoch 
Wie ergreifend ist die Story? nicht ergreifend 
Aufmachung: schön 

Pro: herrlich blöd
Kontra: 517 Seiten gnadenlose Selbstüberschätzung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo Leute!

Auch ich, als Politisch interessierte, konnte um dieses Buch nicht herum.... Es ist ja heiß in der Diskussion, und ich, als bekennende Anhängerin einer der SPD nicht gerade befreundete Partei (ratet mal...), muss schließlich wissen, was der Feind denkt...

Gerhard Schröder - Entscheidungen
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Daten
^^^^^^^^^^
Titel: Gerhard Schröder - Entscheidungen - Mein Leben in der Politik
Autor: Gerhard Schröder
Verlag: Hoffmann und Campe
ISBN: 3-455-50014-1
Preis: 25€

Der Autor
°°°°°°°°°°
Gerhard Schröder wurde 1944 geboren. Nach schwerer Kindheit machte er zunächst sein Abitur nach. Nach dem Jurastudium in Göttingen arbeitete er 1978 bis 1990 als selbständiger Rechtsanwalt. 1990 bis 1998 war er Ministerpräsident von Niedersachsen und 1998 bis 2005 war er unser Bundeskanzler. Den Rest spar ich mir... Wann der SPD-Mitglied geworden ist, das interessiert doch keinen, oder...?

Und die ganzen Society-Geschichten kennt doch auch jeder. Gerhard, von Freunden nur Gerd oder Acker genannt, ist das vierte mal verheiratet und hat kürzlich ein russisches Waisenmädchen adoptiert.

Eigentlich befindet er sich seit September 2005 im Ruhestand. Doch ihm schien langweilig zu sein. Und deshalb schrieb Gerd dieses Buch...

Inhalt
°°°°°°°°°°
Hier geht Schröder hauptsächlich auf sein politisches Leben ein. Nach einem einleitenden Kapitel über seine, scheinbar sehr schwere, Kindheit in einem Bretterverschlag in Bexten, direkt neben dem Sportplatz und seine beinahe Karriere als Mittelstürmer Acker geht es nach Göttingen zum Studium und dann nach Hannover und in die Politik. Hier geht er auch auf den Kontakt zu seinen Geschwistern (Hartz IV Empfänger Lothar Vosseler war ja zu genüge im TV) ein und auf seine Mutter, zu der er doch ein sehr liebevolles Verhältnis hat.

In Hannover und in der wahren Politik angekommen, beginnt er seine außergewöhnliche Karriere.

Der Schwerpunkt seiner Erzählungen liegt auf den Regierungsjahren 1998 bis 2005, beginnend mit seinem Wahlkampf gegen Helmut Kohl und endend mit einer Bilanz seiner Regierungszeit.

Zunächst geht es nach Bonn, im Banne der Geschichte geht es dann nach Berlin, nach einem halben Jahr. Begeistert schildert Schröder seine Ankunft dort, wo die Hauptstadt wirklich hingehört...

Doch die eigentlichen Schilderungen beginnen mit dem 11. September 2001. Mit seinem Kampf gegen den Irakkrieg und gegen Amerika.

Er beschreibt die "neuen Verhältnisse" in Europa und in der Welt, die er natürlich maßgeblich geschaffen hat. Und wie er mit einem simplen "nein" zum Irakkrieg die Welt gerettet hat.

Und Deutschland hat er mit seinen "längst überfälligen Reformen" natürlich auch gerettet...

Auch auf die Hintergründe der "Entscheidungen" geht Schröder ein. Beispielsweise beschreibt er ausführlich eine Statue von Willy Brandt, die in seinem Büro im Kanzleramt steht und mit der er immer wieder Zwiesprache hielt.

Als kleine Kostprobe: Der Klappentext
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"Er führte die Bundesrepublik aus jahrelanger Erstarrung. Durch seine Außenpolitik stärkte er Deutschlands mitgestaltende Rolle in der Welt. Um die Unabhängigkeit unseres Landes in der Außen- und Sicherheitspolitik zu erhalten, setzte er im Inneren grundlegende Reformen durch. In klaren Worten schildert Gerhard Schröder seinen Weg aus einfachen Verhältnissen bis in das höchste deutsche Regierungsamt."

Meine Meinung
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Wer hat ihn nicht gesehen, am Abend der Wahl, gut 1 Jahr ist es her. Herr Schröder hat gemeinsam mit Herrn Fischer, Frau Merkel und Herrn Westerwelle bei der sogenannten Elefantenrunde. Die Niederlage war perfekt. Und doch saß er Schröder dort wie der sichere Sieger. Völlig aufgeplustert und dabei völlig der Realität entschwunden.

Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Schröder lügt. Er erzählt einfach nur seine Sicht der Dinge. Und das, was man ihm zu Gute halten muss, mit einer gnadenlosen Ehrlichkeit, aber völlig frei von Selbstkritik.

Und genau so ist dieses Buch. Mir fehlt irgendwie nur noch, dass Herr Schröder, damals 1jährig, in Berlin Herrn Hitler erschossen hat und somit das Ende des 2. Weltkrieges hervorgerufen hat. Auf jeder Seite trifft er mindestens einen prominenten Politiker, und Fotos davon dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Und Fehler, das macht der Herr Schröder doch nicht... Nur er kann alles und macht auch alles.

Was mir allerdings ganz gut gefällt, ist, dass man immer mal wieder, zumindest ansatzweise, hinter die Entscheidungen blicken kann. Was beispielsweise steckt hinter Hartz IV oder hinter dem NEIN zu Amerika. Man erfährt, wie die Entscheidungen, die vielleicht nicht immer für alle die richtigen Entscheidungen sind, zu Stande kommen. Und die Gelegenheit hat man ja auch nicht immer.

Mich würde da doch mal parallel die Biografie von Frau Merkel und Herrn Stoiber interessieren. Die sind wohl ähnlich selbstüberschätzerisch. Was vielleicht auch mal genial wäre: Die Biografie von George W. Bush über die gleiche Zeit... Das würde ich auch lesen!

Meine Meinung hat sich zu 100% bestätigt. Ich bleibe meiner Partei treu. Die verstehen wenigstens etwas von Politik und hat einen Chef, der Ahnung hat und der weiß, was er sagt.

Das Buch ist aber für meine Begriffe absolut lesenswert, da man sich selbst eine Meinung bilden sollte... Über Gerhard und über die Jahre 1998 bis 2005. Ich würde allerdings die Taschenbuchausgabe abwarten... Wenn ich das Buch nicht bei meinen Eltern im Regal gefunden hätte, wären mir die 25€ wohl auch zu teuer gewesen!

Ob's Geldmacherei ist, wage ich nicht zu beurteilen... Ich finde es aber durchaus amüsant...!

In diesem Sinne

Eure Anke

PS: Hab mir extra Mühe um eine neutrale Position gegeben, auch wenn's schwer zu glauben ist.... 

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Hol mir mal ´ne Flasche Bier...
Bewertung für Entscheidungen (Hörbuch) / Schröder, Gerhard von  umfragen-marc

Pro: frischt vergangene Daten und Ereignisse wieder auf
Kontra: schlampig und lustlos gelesen, schlechte Qualität, 2 CDs viel zu kurz für Biografie

...Hallo, heute ein weiteres Hörbuch, dass ich euch vorstellen möchte. "Gerhard Schröder. Entscheidungen. Mein Leben in der Politik." Es ist mir wichtig zu betonen, dass ich hier so weit wie irgend möglich auf politische Positionen meinerseits verzichten werde. Auch steht es mir in keinster Weise zu, die Politik von Herrn Schröder zu loben, zu kritisieren oder sonst in irgendeiner Art und Weise zu beurteilen. Dies ist nicht Sinn und Zweck dieses Berichtes. Vielmehr geht es mir um das Hörbuch, die Machart und meine Meinung dazu. Gerne beteilige ich mich an Foren zur politischen Diskussion, da ich an diesem Thema ausserordentlich interessiert bin, aber nicht hier und nicht jetzt. Die Biografie unten fällt bewusst länger aus, weil ich glaube, dass es wichtig ist, die zentrale Person, um die es im HB geht auf diese Weise... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich

sehr hilfreich
13.12.2006
die wahrheit tut oft weh
Bewertung für Das Herz schlägt links / Lafontaine, Oskar von  ehem. Mitglied 789

Pro: super geschrieben
Kontra: ???

..."das herz schlägt links" von oskar lafontaine ist für mich das beste buch, das politik real darstellt. in sinem buch "das herz schlägt links" beschreibt oskar lafontaine sehr genau, wieviele "umfaller" es in der politik gibt. desweiteren wird dargestellt, wie z.b. gerhard schröder sich das recht herausnimmt, entscheidungen über den kopf oskar lafontaine´s hinweg zu fällen und die absprachen mit ihm nicht zu beachten. ich sage hierzu nur bodo hombach. in "das herz schlägt links" wird zudem die wirtschafts und finanzpolitik der bundesregierung geschilert. diese politik wurde von der wirtschaft und der industrie jedoch abgeleht, nur weil sie von der spd kam. hier geht es hauptsächlich um die herren stihl, henkel, hundt und philipp. dies ist wieder ein eindeutiges beispiel dafür, dass die wirtschaft und insbesondere die industrie verlogen... Bericht lesen

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hilfreich
24.07.2000

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