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"Benny, Brutus - nein!! Weg mit euch Feliden*, wie konnte man das euch nur antun, dieser Fraß ist nicht einmal für räudige Nekrophagen** geeignet.....!"
Zum Glück haben die Fellträger aus sicherer Distanz ihre Hightech-Nasen in Richtung Napf gehalten und nach nur zweimaligem Schnuppern den angewiderten Rückzug angetreten. Eine Zumutung eigentlich, denn die Sache sah recht bunt und lecker aus, da gab es rote Möhrchen und grüne Erbschen, daneben etwas pampiges Gelbes in der Konsistenz von Kartoffelpüree und dann noch offensichtlich leckeres Hacksteak in einer dunklen Soße.
Auf der Packung stand da noch "Neu" und "verfeinerte Rezeptur", also zwei Gründe mehr, sich 379 kcal ohne Konservierungsstoffe rein zu ziehen, allerdings ist die Liste der Inhaltsstoffe teilweise so ungustiös, dass ich sie euch lieber ersparen will - aber daran kann ich nicht leider vorbei: gezählte drei Geschmacksverstärker mit E-Nummern im 600er Bereich sind da vorhanden, dann noch weitere Goodies wie E 150c, E 222 und E 466. Es scheint also ein absolutes "Europa-Gericht" zu sein, in den 480 g Inhalt sind dafür lediglich 16,8 g Fett enthalten...
Freu, das Hacksteak (mit Milcheiweiß ?!)ist mit starken 14% vertreten, das sind 70g, leider sind beim Erhitzen 18g verlustig gegangen, schade...
Das Fertiggericht ist in einer Mikrowelle schnell zubereitet, meine alte Panasonic mit mickrigen 600W braucht da schon etwa 4,5 min dazu, eine 1000er schafft es in lediglich 2,5 min! (Nicht vergessen: Folie vorher abziehen und mit einer Kunststoffhaube abdecken)
Da steht das Ding also, schön erhitzt und "ready-to-eat". Ich probiere zuerst vom Gemüse und stelle sofort fest: Dosengeschmack, süßlich. Das Püree in der nächstgelegenen Kammer sieht etwas überwuzelt (wienerisch für unfrisch) aus, ist aber dafür sehr heiß - schnell Brandlöschen mit einem Glas Montagny ´99, das vom Krabbendinner des Vortages übrig geblieben war - und schmeckt, wie gesagt, zäh pampig und könnte darüber hinaus noch einen Schuss NaCl vertragen.
Na gut, es bleibt ja noch das herzhafte Hacksteak in der Bratensauce - waaaas?! Das soll Hacksteak sein, Einspruch Euer Ehren! (O.k., man kann es unter gewissen Umständen essen, nicht aber, wenn man wie ich nur reines, nicht gestrecktes Rinderhack goutiert).
Kurzfazit: so günstig der Preis (3 EUR), so bequem kurz die Zubereitung, so ungenießbar das Produkt von Erasco, da nützt auch der Wunsch "Guten Appetit!" des Herstellers wenig. Zur Ehrenrettung der Lübecker Firma, die zur Campbell Soup Company gehört, möchte ich anführen, dass ein weiteres Produkt, das "Kalbsgeschnetzelte" etwas erträglicher zu konsumieren ist.
An dieser Stelle möchte ich mich beim Herrl der beiden anfangs genannten Fellträger, ayrton_s, für die kurzfristige Überlassung als Resteverwerter bedanken, dass sie beide der Gourmetfraktion angehören, haben sie mit ihrer unmittelbaren Reaktion eindeutig klargestellt...
04.09.2011 18:25
Die hatte ich auch schon - aber nur EINMAL *gg* -Gruß laff
22.08.2009 12:36
Das gute daran - ist das gute darin. Scheint hier nicht zu sein...lg.
19.08.2009 23:26
Das habe ich auch schon mal probiert. Meiner Meinung nach war es nicht ungenießbar. Es war grauenhaft scheußlich! Gruß Doris