Noch ein Jahr!
17.01.2004
Pro:
erster Diplom - Studiengang in Deutschland
Kontra:
extrem unstrukturiert
Empfehlenswert:
Ja
 butzelbaerchen
Über sich:
Mitglied seit:16.01.2004
Erfahrungsberichte:2
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 18 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Ich studiere Diplom-Ergotherapie in Idstein und hatte mich bewusst nach dem Abi für den Studiengang entschieden, weil ich dachte je höher qualifiziert desto besser! Ergotherapie möchte ich an dieser Stelle nicht erklären, denn dazu gibt es hilfreiche Foren zB von Ergoxchange oder dem DVE. Dem Studium ging ein Eignungstest in Idstrein voraus, da es ca 3-4 mal so viele Bewerber wie Studienplätze gab. Dieser sollte jedoch keine Panik auslösen! Denn er fragt hauptsächlich Grundfähigkeiten wie Kopfrechnen, konzentration und Gedächtnis und Kreativität ab und ist wenn man wirklich für diesen Beruf geeignet ist locker zu schaffen. Das Studim dauert 9 -semester (also 4,5 Jahre).Im Grundstudium werden Fächer wie Phisiologie, Psychologie, Neurologie, Geriatrie, Pädiatrie, Pädagogik, ET-Grundlagen etc. unterrichtet. In den ersten 3,5 Jahren werden auch vier Praktika von je 3 Monaten absolviert (in vier verschiedenen Bereichen: neurophysio/neuropsycho, psychosozial, AT, motorisch-funktionell/orthopädie mit ERwachsenen, Kindern und alten Menschen).Und hier muss ich wirklich sagen, dass Fresenius optimale Bedingungen bietet, da man bspw. sowohl in Unikliniken, Pädiatriepraxen, Rehazentren,Tagesstätten für psychisch Kranke oder auch Langzeittherapieeinrichtungen für Drogenabhängige, diese Praktika absolvieren kann und somit alle Facetten der Ergotherapie kennenlernen kann.Auch Auslandpraktika sind möglich und werden durch ein Stipendium gefördert (aus meinem Kurs waren zB Kommilitonen in Österreich, Schweiz, Luxemburg, England) Nach den 3,5 Jahren folgt dann das Examen zum stattlich anerkannten Ergo und wers sich bis dahin anders überlegt hat, kann danach auch wieder aufhören. Ansonsten geht es dann mit dem Hauptstudium weiter in dem man sich auf den Bereich MAnagement (um später mal eine Abteilung oder Praxis zu leiten)Pädagogik (um als Dozent tätig zu sein) oder Forschung (um die Möglichkeiten der Ergotherapie wissenschaftlich zu belegen) spezialisieren muss.Nach der Diplomprüfung und der Disputation ist man dann Diplom-Ergotherapeut (FH). Allerdings weiß heute noch niemand so richtig wer diese in Deutschland einstellen soll und bereit ist auch mehr zu zahlen als für einen "normalen" Ergo.Aus der Schweiz gibt es aber bspw. in der "Ergotherapie&Rehabilitation" schon zahlreiche Stellenangebote. Ich bereue aber trotzdem nicht den Studiengang gewählt zu haben, da ich glaube dass sich irgendwann Chancen bieten werden. Der NAchteil der Ausbildung sind die immens hohen Kosten von ca. 450 Euro Schulgeld monatlich. Hinzu kommt noch Wohnen, Fahrtkosten etc. Also ein nicht ganz preiswerter Spaß.Aber man kann zb Bafög beim Studentenwerk Frankfurt am Main beantragen. Leider habe ich meine bisherige Studienzeit als schlecht organisiert und unstruktriert erlebt, aber da wir einer der ersten Studiengänge sind bleibt zu hoffen dass sich dies mit der Erfahrung verbessert. Wer wirklich von ganzem Herzen Ergo werden will, dem rate ich zu diesem Studiengang denn in Zeiten in denen das Gesundheitssystem in Deutschland immer mehr in Wanken gerät sind hochqualifizierte Leute mit Sicherheit trotzdem noch gefragt. Reich werden wird man jedoch kaum.
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17.01.2004 11:36
ergotherapie ist wirklich etwas gutes.
17.01.2004 09:37
Die Basis deines Beicht ist OK, für ein SH hätte mich aber schon ein wenig zum Berufsbild des Ergotherapeuten interessiert. Ein wenig mehr Struktur im Bericht wäre auch nicht schlecht. LG Frank