Ein typischer Hollywood-Film
08.08.2001 (14.08.2001)
Pro:
unterhaltsam, wahre Geschichte
Kontra:
typisch Hollywood
Empfehlenswert:
Ja
 Manu1111
Über sich:
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 177 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Den Film 'Erin Brockovich' habe ich schon im Kino gesehen, aber da mein Bruder sich die DVD gekauft hat, habe ich mir den Film nun auch noch einmal in der englischen Originalfassung angeschaut.
Handlung =======
Erin Brockovich ist zweimal geschieden und die Mutter von drei Kindern. Zur Zeit ist sie mal wieder ohne Arbeit, und da passiert auch noch ein Autounfall. Da der Unfallgegner ein reicher Arzt ist, hofft sie natürlich auf eine Entschädigung. Sie geht zu dem Anwalt Ed Masry, doch sie verlieren den Prozeß. Nun überrumpelt sie Ed mit der Forderung nach einem Job in seiner Kanzelei. Er versucht es schließlich mir ihr, und läßt sie alte Akten ablegen. Bei der Durchsicht der alten Akten stößt Erin auf medizinische Unterlagen in einer Akte zu einem Immobiliengeschäft. Sie bietet Ed um die Erlaubnis nach Recherchen, und er stimmt zu, damit die nervende Erin Ruhe gibt. Durch ihre Recherchen kommt sie in die Kleinstadt Hinkley in der kalifornischen Wüste. Den Akten nach wollte die örtliche Fabrik der Familie Jensen das Haus abkaufen, damit die Familie die Krankenhausrechnungen von Donna Jensen bezahlen kann, die an einer rätselhaften Krankheit leidet. Bald lernt Erin weitere betroffene Familien kennen, bei denen ungewöhnliche Erkrankungen und Todesfälle aufgetreten sind.
Da Erin nun bedingt durch ihre Recherchen mehrere Tage nicht auf der Arbeit erschienen ist, hat Ed sie gefeuert. Sie schmeißt ihm die Akten an den Kopf und geht. Doch kurze Zeit später erscheint Ed bei ihr und teilt ihr mit, daß sie auf eine hochexplosive Story gestoßen ist. Nun beginnt die Arbeit. Die besagte Fabrik hat nämlich das Grundwasser von Hinkley verschmutzt, und will sich nun mit dem Aufkauf der Grundstücke aus der Affäre ziehen. Erin und Ed wollen gegen die Fabrik klagen, aber dazu müssen sie die Bewohner der Stadt hinter sich haben. Doch das stellt sich schwerer heraus als gedacht, schließlich ist die Fabrik der einzige Arbeitgeber in der Gegend.
Erin geht in ihrer Arbeit auf, und vernachlässigt dadurch immer mehr ihre Kinder. Doch glücklicherweise gibt es den Nachbarn George, der sich liebevoll um Erins Kinder kümmert. Auch Erin gewinnt zunehmens Gefallen an ihm, und er wird zu einem Rückhalt in ihrem Kampf gegen den Konzern. Erin und Ed schaffen es schließlich über 600 betroffene Bürger in ihre Klage gegen den Konzern mit einzubeziehen, und sie erkämpfen 333 Millionen Dollar Entschädigung für die Einwohner von Hinkley. Schauspieler ==========
Gespielt wird Erin Brockovich von Publikumsliebling Julia Roberts, die nach 'Pretty Woman', 'Die Hochzeit meines besten Freundes', 'Notting Hill', 'Die Braut, die sich nicht traut', und unzähligen weiteren Filmerfolgen hier endlich mal ein wenig mehr von ihrem schauspielerischen Talent zeigen darf. Bisher reichte ihr Repertoire scheinbar von bezaubernd bis glücklich verheirate, bzw. auf der Suche nach dem perfekten Mann. Aber als Erin Brockovich wird ihr hier die Gelegenheit gegeben, mit der Widersprüchlichkeit des Charakters ein wenig ihr Repertoire zu erweitern. Dafür wurde Julia Roberts auch dem Oscar für die beste Hauptdarstellerin belohnt, aber meiner Meinung nach gibt es bessere Leistungen. Ansonsten sind als Schauspieler noch Aaron Eckhart als Nachbar George und Albert Finney als Anwalt Ed Masry zu erwähnen. Albert Finney ist übrigens auch für einen Oscar nominiert, und zwar als bester Nebendarsteller.
Meine Meinung =========== Bei diesem Film bin ich doch mit etwas Skepsis ins Kino gegangen, aber ich wollte einer Freundin einen Gefallen machen, und habe mir den Film 'angetan'.
Zwar war 'Erin Brockovich' meiner Meinung nach etwas kitschig, aber die Schmerzgrenze wurde noch nicht erreicht. Eigentlich kann man den Film ganz gut ertragen. Aber eine Frage bleibt - Der Film beruht zwar auf wahren Ereignissen, aber lief das wirklich alles so 'glatt' ab? Denn ich fand den Film ziemlich weich gezeichnet, d.h. immer wenn ein Problem auftauchte, löste es sich in den nächsten Minuten in Wohlgefallen auf. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, daß es so wirklich ablief. Und nur mit der vulgären Sprache von Erin kann man auch nicht darüber hinwegtäuschen, daß 'Erin Brockovich' eben doch ein typischer Hollywood-Film ist. Lässt man mal den Anspruch beiseite (schliesslich gibt es dafür andere Filme), kann der Film durchaus sehr unterhaltsam sein. Was den Film vor allem rettet, ist die Tatsache, das er auf einer wahren Tatsache beruht. Ansonsten hätte ich ihn sofort in die Kitschabteilung geschoben - und damit wahrscheinlich nie angeschaut.
Die DVD ====== Die DVD ist eigentlich ziemlich gut mit Bonusmaterial ausgerüstet. Es gibt eine kleine Featurette und viele nichtverwendete Szenen. Vor allem diese haben mir sehr gut gefallen. Außerdem gibt es Infos über die echte Erin Brockovich.
Der Ton und das Bild sind sehr gut. Positiv sind außerdem die ausblendbaren deutschen Untertitel bei der englischen Originalfassung. Bonusmaterial :- Making Of-Featurette (~15min)
- Deleted Scenes (~1h)
- US-Kinotrailer
- Dokumentation : 'Die echte Erin Brockovich'
- Music only - Audiospur
- Künstlerprofile
Sprachen : Deutsch, Englisch Untertitel : Deutsch, Englisch, Schwedisch, Finnisch, Dänisch, Türkisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch, Arabisch, Hindi, Isländisch, Hebräisch, Norwegisch, Griechisch, NiederländischSpielzeit : 126 min
FSK : ab 6 Jahre Epilog =====
Zusammenfassend kann man sagen, daß 'Erin Brockovich' ein durchaus unterhaltsamer Film ist, an den man aber nicht mit zu hohen Ansprüchen herangehen sollte. Aber für ein paar entspannende Filmminuten ist er sehr gut geeignet. Die DVD erhält von mir 2/2 Punkten und der Film 2/3 Punkten.
(neubearbeitete Fassung meiner am 10.03.2001 bei Dooyoo.de veröffentlichten Meinung)
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15.02.2002 23:58
Super Bericht. Ich warte schon lange darauf, daß die DVD endlich als Sonderangebot verkauft wird, jetzt ist sie mir einfach zu teuer.
03.09.2001 12:05
für diese rolle hat julia roberts den oscar wirklich sehr verdient und wenn ich mich richtig erinnere war die echte erin brockovich in dem film als kellnerin kurz zu sehen...gruß sternchen
02.09.2001 15:10
Ein wirklich unterhaltsamer Film. Schöner Bericht. Gruß Sylvia