Erste Westernreiter Union

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Die Alternative - 1. Teil: Turniergeschehen...

5  06.02.2002 (26.03.2002)

Pro:
Überregional, Rasseoffen, sehr Kompetent

Kontra:
keine

Empfehlenswert: Ja 

Pappyboy

Über sich:

Mitglied seit:15.12.2000

Erfahrungsberichte:47

Vertrauende:14

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 61 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun ist es also soweit und man steht an der Schwelle zu seinem ersten Turnier. Dann aber die Qual der Wahl, bei welchem Verein bzw. Verband soll man starten. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, vor allem für diejenigen, die ein Quarter, Paint oder Appaloosa besitzen, denn diese Zuchtverbände schreiben eigene, rassebezogene Turniere aus. Zusätzlich gibt es noch die disziplinenbezogenen Vereine wie die NRHA (National Reining Horse Assosiation) für die Reiner oder die NSBA (National Snaffle Bit Assosiation) für die Pleasure u.a.! Doch wenn man nun kein Pferd dieser Rasse besitzt, verschiedene Disziplinen reiten möchte oder einem diese Turniere zu weit entfernt sind, hat man dennoch eine mehr als gute Alternative: die Erste Westernreiter Union, kurz EWU!

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Ich möchte das Turniersystem und den Verein an dieser Stelle einmal vorstellen und die Vor- und Nachteile einer Mitgliedschaft aufzeigen.

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Zum einen ist die EWU ein bundesweit tätiger Verein. Den Vorteil daran sehe ich vor allem darin, das dadurch eine große Mitgliederzahl vorhanden ist. Aber auch in der Tatsache, daß man im gleichen Verein bleiben kann, wenn man mal umziehen sollte. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, daß man auch schnell Mitglieder aus anderen Bundesländern kennenlernt und daher bei einem Umzug auch schon direkt Leute aus der Umgebung kennt. Zusätzlich bietet einem die EWU in jeder Region eine Bezirksgruppe, an die man sich wenden kann und die einem Adressen von Trainern, Ställen und Stammtischen gibt. Die Stammtische werden von Mitgliedern organisiert und finden in verschiedenen Regionen statt. Man trifft sich in der Regel einmal im Monat und plant gemeinsame Aktivitäten oder ähnliches.

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Um die Mitglieder gut informieren zu können, gibt es zum einen die überregionale Internetseite (http://www.ewu-deutschland.de), zusätzliche Internetseiten der verschiedenen Bezirke (in meinem Fall http://www.ewu-rheinland.de), sowie eine eigene Vereinszeitschrift, die EWU-News. Diese erscheint einmal monatlich und enthält neben aktuellen Berichten, Turnierausschreibungen, Lehrgangstermine, Verkaufsanzeigen und Infos aus den Regionalgruppen. Diese Zeitschrift erhält jedes Mitglied, sie ist im Vereinsbeitrag enthalten. Interessierte Nichtmitglieder haben jedoch ebenfalls die Möglichkeit die EWU-News zu abonieren.

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Nun aber zu den Turnieren: wie bereits erwähnt, ist die EWU ein rasseoffener Verein. Das heißt, daß man mit Pferden jeder Rasse starten kann. Es gibt diverse Leistungsklassen und Disziplinen, die ich gleich näher erläutern werde. Eine Mitgliedschaft und die Pferderegistrierung ist ab der Einsteigerklasse Pflicht. Die Pferderegistrierung ist denkbar einfach, man füllt ein Formular aus, heftet, sofern Vorhanden einen Abstammungsnachweis hinzu, schickt das Ganze an die Geschäftsstelle und bekommt dann gegen eine geringe Gebür einen Pferdeausweis zugeschickt. Auf diesem Ausweis, der 5 Jahre gültig ist, ist eine auf dieses Pferd bezogene Nummer gedruckt. Diese muß man dann bei der Turniernennung angeben.

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Nun aber zu den Leistungsklassen: es gibt 5 Leistungsklassen plus den Jugendklassen. Diese teilen sich wie folgt auf:

*FREIZEITREITER*: In der Freizeitreiterklasse dürfen auch Nichtmitglieder starten. Diese Klasse soll dem Interessierten Reiter die Möglichkeit bieten sich einen Eindruck vom Turniergeschehen zu verschaffen. Hier ist es auch nicht Pflicht im Westernstil zu erscheinen, ein Dressursattel wird ebenfalls akzeptiert. Wenn ein Reiter mehr als 3 Plazierungen bei den Freizeitreitern errungen hat, darf er im darauf folgenden Jahr nicht mehr in dieser Klasse starten und muß zu den Einsteigern wechseln. In der Freizeitreiterklasse werden die Disziplinen Horsemanship, Trail und Pleasure angeboten. Erlaubte Zäumungen sind Snaffle (beidhändig geritten) und Bosal. Snaffle Bits sind verboten.

*EINSTEIGER*: Ab der Einsteigerklasse muß ,wie bereits erwähnt, das Pferd registriert sein und eine Mitgliedschaft bestehen. Ab der Einsteigerklasse ist auch die Westernausrüstung für Pferd und Reiter Pflicht. Sprich Westernsattel, Hut, ggf. Chaps, Jeans etc.! In der Einsteigerklasse werden die Disziplinen Reining, Horsemanship, Pleasure und Trail angeboten. Erreicht man in einem Jahr 10 Punkte (diese erhält man für Plazierungen) kann man sich eine Klasse höher stufen lassen. Erringt man innerhalb von zwei Jahren mehr als 60 Punkte muß man eine Klasse höher starten. Die nächst höhere Klasse sind die Limited Amateure, inzwischen auf Amateure LK2 umbenannt. Erlaubte Zäumungen sind auch hier das Snaffle (beidhändig geritten) und Bosal. Snaffle Bits sind verboten.

*AMATEURE LK2*: Ab der Amateur LK2-Klasse darf man selber entscheiden ob man einhändig auf Bit oder weiterhin zweihändig auf Snaffle oder Bosal reitet. Auch in dieser Klasse werden die Reining, Pleasure, Horsemanship und Trail angeboten. Hinzu kommen die Western Riding und die Superhorse. Die Hochstufung in die nächsthöhere Klasse erfolgt aufgrund von Turniererfolgen und wird am Ende eines jeden Jahres neu Festgelegt. Ab dieser Klasse kann man allerdings nicht mehr absteigen in eine tiefere Klasse.

*AMATEURE LK1*: Ab der Amateur LK1-Klasse muß man einhändig auf Kandarre reiten, es sei denn, es handelt sich bei dem vorgestellte Pferd um ein Jungpferd (jünger als 6 Jahre). Wenn man nicht mindestens einen Punkt zum Klassenerhalt pro Jahr erreitet, wird man wieder in die Amateur LK1-Klasse abgestuft. Die Amateure LK1 sind auch in der offenen Klasse startberechtigt. Die Disziplinen sind die gleichen wie in der LK2.

*OFFEN*: Die offene Klasse ist für Profis gedacht. Zusätzlich dürfen aber auch die Amateure LK1 in dieser Klasse starten, Profis jedoch nur hier. Die Disziplinen sind die gleichen wie in der LK1. Hinzu kommen jedoch noch diverse Jungpferdeprüfungen, bei denen aber auch die anderen Leistungsklassen startberechtigt sind, die aber dennoch offen ausgeschrieben werden, da es sich hierbei um die Beurteilung der Pferde und weniger der Reiter handelt.

Sowie die Jugendklassen, die nach Alter unterteilt sind. Die Jugentlichen dürfen auf Bit reiten und es stehen ihnen alle Disziplinen zur Verfügung.

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Weitere Turnierveranstaltungen:

Alle zwei Jahre werden die GERMAN OPEN mit den Deutschen Meisterschaften im Westernreiten ausgetragen. Zusätzlich gibt es in jedem Landesverband eine eigene Landesmeisterschaften und Trophywertungen (Querschnitt aller Turniere eines Jahres).
Seit 1994 sind die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften und seit 1998 die Deutschen Jugendmeisterschaften weitere Höhepunkte im Turnierkalender.

Des weiteren richtet die EWU Qualifikationsturniere für die Deutschen Meisterschaften (GERMAN OPEN), die GERMAN MASTERS und die Europameisterschaften aus.

Auf den großen Turnieren wie z.B. den GERMAN OPEN werden auch Rinderklassen wie das Cutting angeboten.

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Nun ein paar Zahlen zum Verein:

Die EWU wurde 1978 als Verein eingetragen und ist seit 1993 Mitglied der FN. Im Jahre 1998 war der Beitritt zum Westernreit-Dachverband FEWI. Mit über 4.300 Mitgliedern ist die EWU der größte Westernreit-Verband Deutschlands und Europas.

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Weiterbildungsmöglichkeiten:

Bei der EWU kann man sein Westernreitabzeichen ablegen, Trainerscheine machen und sich als Richter ausbilden lassen. Hier auch auf diese Punkte einzugehen würde den Rahmen sprengen, ich werde dazu einen weiteren Bericht verfassen.

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Kosten:

Der Jahresbeitrag für eine Vollmitgliedschaft liegt bei etwa 100 Euro für Erwachsene und 50 Euro für Jugendliche.

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Mein Fazit:

Ich reite seit 1998 bei der EWU und fühle mich dort sehr wohl. Auf meine Fragen habe ich immer eine kompetente Antwort erhalten und hatte auf den Turnieren im gesamten immer das Gefühl korrekt bewertet worden zu sein. Die EWU würde ich daher auf jeden Fall immer für turnierbegeisterte Westernreiter empfehlen.

Liebe Grüße
Pappyboy


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Update 26.02.2002

Nun habe ich ein kleines Problem: Ich würde gerne weitere Berichte zur EWU schreiben und habe einen etwa ebenso langen Bericht fertig. Dieser handelt von dem Aus- und Weiterbildungsangebot der EWU. Leider müßte ich ihn entweder anhängen, was meiner Meinung nach den Rahmen sprengen würde, oder den Alten überschreiben! Was soll ich machen?

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Update 26.03.2002

Das Problem ist gelöst. Nach endlosem Warten ist nun die EWU-Rheinland unter den regionalen Vereinen kategorisiert und ich stelle den 2. Bericht über das Aus- und Fortbildungsprogramm dort ein.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Raaby

Raaby

17.03.2005 14:09

Guter und interessanter Bericht. Lang, aber sicher nicht langweilig, sondern wirklich informativ. Danke! LG - Gaby

jesats

jesats

19.05.2002 20:54

Ich finde das dein Bericht zu lang ist . Ich habe ihn mir garnicht erst durchgelesen . Es kann ja sein das er wirklich etwas gutes enthält . Aber das ist mir egal . Von mir gibt es trotzdem nur ein WH . Tschuldigung Ps schreib nächstemal kürzer dann bewerte ich sie vielleicht auch besser .

DerMensch

DerMensch

15.04.2002 14:26

Ich bin in diesem Sport ja garnicht bewandert aber eine Arbeitskollegin meiner Freundin war deutsche Meisterin in (frag mich nicht) aber irgendwas mit 4 Ponnys vor einer Kutsche. Man sieht ich bin absoluter Fachmann *g*

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