Es ist an der Zeit ...

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die Thomas'sche Mundwinkeltherapie™ vorzustellen

5  30.03.2005

Pro:
Eingerissene Mundwinkel gehören für immer der abgeschlossenen Vergangenheit an

Kontra:
ABSOLUT NICHTS !  Das macht die Therapie ja so attraktiv

Empfehlenswert: Ja 

Tehajot

Über sich: Wißt Ihr was? Ich hab die Schnauze voll, meinen letzten Bericht vor knapp einem anderthalben Jahr ge...

Mitglied seit:13.08.2002

Erfahrungsberichte:19

Vertrauende:7

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 18 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo meine Schäfchen.

Ja, ich lebe noch…
...und der ein oder andere, der vor 40 Jahren bei Ciao meine Berichte gelesen und hymnenhafte, gerechtfertigt überschwängliche Kommentare hinterlassen hat, vielleicht auch.

Jedem dieser Menschen wird es nun angesichts des neuen, kleinen, Tropfen-auf-den-heißen-Stein-Berichts von mir die Freudentränen in die Augen treiben. Denn ein kleiner Bericht von mir ist immer noch besser als keiner (bzw. 1000 lieblos dahingeschredderter Berichte anderer), auch wenn ich mir jetzt wieder anderthalb Jahre Zeit lasse, einen Neuen zu verfassen. Aber wie heißt es so schön: gut Ding will Weile haben.

Gut, genug der (notwendigen) Selbstbeweihräucherung. Allerdings ist zu sagen, dass es ohne gebührende Einleitung und pompösen Aufmarsch nun mal nicht funktioniert. Auch schon des Wiedererkennungseffekts wegen. An dieser passenden Stelle möchte ich auch jedem Leser meine eher weniger zahlreichen Rest-Berichte ans Herz legen. Auf daß euch beim Lesen das Herz aufgehen, eine wohlige Wärme in eure Glieder kriechen und euer Kopf andauern zustimmend nicken möge.

Nun aber zurück zum Thema, welches da heißt: die
"Thomas’sche Mundwinkeltherapie™“.
Wer kennt das Problem nicht (außer die Personen, die es nicht kennen): eingerissene Mundwinkel! Ich muß sagen, daß ich bis Dezember letzten Jahres von dieser chronischen Ungünstigkeit verschont blieb. Aber da es für alles ein erstes Mal gibt und da der liebe Gott (oder wer auch immer) mich von meiner überheblichen „das-passiert-nur-den-anderen-Mentalität“ kurieren wollte, erwischte es mich eiskalt zu Weihnachten: mit einem lauten, ratschenden Geräusch (man erinnere sich an die Leibnitz-Keks-Werbung) rissen mir beide Mundwinkel ein – bis zu den Ohren.

Nein, nicht ganz…es gab natürlich kein Geräusch und bis zu den Ohren ist auch etwas übertrieben. Aber mal ehrlich: schließt während der Leibnitz-Werbung mal die Augen! Das eingespielte Geräusch, wenn die (Papp)Nasen in den Keks beißen, klingt stark nach einem Blatt Papier, welches gerade in zwei Hälften gerissen wird. Nunja…der Keks schmeckt nun dummerweise auch nach Papier. Gewollt und ehrlich? Oder nur unbeholfen, lächerlich und dumm konzipiert? Mein unerschütterlicher Glaube an das Gute im Menschen zwingt mich, entgegen meiner Meinung, das erstere als das Zutreffendere anzunehmen.

Wie auch immer…dieses Trockenfutter zu beleuchten gehört sicher in einen anderen Bericht. Jedenfalls kamen sie eher schleichend, über Tage und Nächte, die Mundwinkel, die eingerissenen. Und positiv, wie ich zu dieser Zeit noch war, war ich mir sicher, daß der Spuk ein paar Tage später wieder vorbei sein würde. Man erinnere sich an meinen unverwüstlichen Optimismus in meinem Steißbeinfistelbericht – in manchen Gebieten gehört sich einfach ein gesunder Pessimismus…

…und natürlich auch ein schnelles Vordringen zum Kern einer Sache. Lassen wir die Mundwinkel nicht vergessen sein. Diese heilten nämlich nicht, wie angenommen, schnell und unkompliziert wieder ab. Aus triftigem Grund: jedes Mal beim Essen, Gähnen oder Singen (diese drei Lebensbereiche begleiten mich jeden Tag mehrmals), sowie bei jedem anderen unüberlegten Mundaufsperren rissen die gerade zu heilen beginnenden Winkel wieder ein. Logisch – eigentlich. Anhand der „Luftballon-Analogie“ auch sehr gut zu erklären: bemalt man einen Luftballon im, sagen wir mal, schlaffen Zustand mit einem, sagen wir mal, Gesicht, und bläst ihn danach auf, so dehnt sich das Gesicht und wird, sagen wir mal, im besten Falle unscharf. Im schlimmsten Fall bröckelt die Farbe ab. Was passiert wenn man mit dem Luftballon andersherum verfährt, ist selbsterklärend.

Auf jeden Fall ersann ich mit Hilfe dieses simplen Prinzips nach Wochen des vergeblichen Wartens eine einzigartige praktische Lösung, die in ihrer Genialtät ihresgleichen sucht und in Zukunft hoffentlich von vielen Leidensgenossen angewandt und verehrt wird.

Prof. Dr. „Müller“ (Nachname aus datenschutztechnischen Gründen geändert – ich bin aber gemeint) präsentiert die „Thomas’sche Mundwinkeltherapie™“

Noch kurz vorweg, wo wir gerade dabei sind: mit der Titelanmaßung ist das ja auch so eine Sache: wer kennt (oder kannte) sie nicht, die "Kinder Prof. Rinos" (ich nannte sie allerdings immer Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Rhino). Es gab rechtlichen Ärger, weil die Nashörner in Wirklichkeit gar keine Professur an einer Universität hatten und somit gar keine Professoren waren. Also mußten sie kurzerhand von Ferrero in "Kinder chocoFresh" umgenannt werden, was ich persönlich sehr schade fand, weil sie somit ihre gesamte Persönlichkeit verloren).

Man nehme (Ingredienzenliste):
1 Zigarettenschachtel
1 Sonnenbrille
1 Papiertaschentuch,
1 Auto (mit Gebläse und Radio)
und sich etwa 1 Stunde Zeit (am besten in der Nacht)

Viele von euch Schlaumeiern werden an dieser Stelle sicher schon wissen, was folgt.
Für alle anderen jetzt die Gebrauchsanweisung:

Man setze sich in das Auto, stelle das Radio an (am besten meine Band "tot am strand" (Name der Band) hören! – Musikdownloads gibt’s auf unserer Homepage ;-)), das Gebläse auf warm und höchste Leistung und fahre los.

Man richte das Gebläse auf seinen Kopf und setze zum Schutz vor austrocknenden Augen die Sonnenbrille auf (die nicht zu kleine Gläser haben sollte).

Nun sperre man den Mund so weit wie möglich auf (Achtung: bei diesem Schritt reißen wahrscheinlich wieder die Mundwinkel – er ist aber zwingend nötig!) und verkeile zwischen den Zähnen die Zigarettenschachtel, sodaß er sich nicht mehr schließen kann. Eine Zigarettenschachtel ist deshalb günstig, da sie beim Zubeißen etwas nachgibt (jedoch noch stabil ist), man also keinen Zahnschaden davonträgt (wie bei starren Alternativgegenständen) und da sie durch die Folie außenherum nicht vom Speichel durchgeweicht wird.

Das Fahren in der Nacht ist aus dem Grund von Vorteil, da es doch schon etwas unglücklich aussehen kann, wenn man in dieser Montur durch die Gegend fährt.

Damit der Mund durch das ane (passiert, wenn man die Präposition “an“ dekliniert) Gebläse nicht zu stark austrocknet, stecke man sich einen Teil des Papiertaschentuchs in die Mundöffnung links oder rechts neben der Zigarettenschachtel und atme durch die Nase. Man wird schnell merken, dass dies von großem Vorteil ist.

So fahre man ca. eine Stunde durch die Gegend, während man etwa alle 2-3 Minuten (zeitlich orientieren kann man sich hierbei sehr gut an der im Radio laufenden Musik) die Zigarettenschachtel entfernt, den Mund befeuchtet und ein paarmal auf und zu klappt, um eine Maulsperre zu verhindern. Dieser Befeuchtungs- und Lockerungsvorgang sollte jedoch 30 Sekunden nicht überschreiten!

Bereits nach einer halben Stunde kann man erste Erfolge im Mundwinkelbereich verspüren: die Winkel trocknen und heilen nun im größtmöglichen(!) Bereich (nicht, wie beim geschlossenen Mund im kleinstmöglichen, welcher beim öffnen des Mundes natürlich immer wieder aufreißt).
Man denke hierbei an den Luftballon! Die besten Ergebnisse erzielt man im aufgeblasen Zustand.

Das warme Gebläse verstärkt dabei die Heilwirkung. Nach einer Stunde Fahrt hat man dann das Gröbste überstanden und die Winkel heilen fortan problemlos ab, ohne bei jeglicher oraler Tätigkeit erneut einzureißen.

Ach ja: sollte kein Auto zur Hand sein, kann man die Prozedur auch zu Hause mit einem Fön (is aber nich so gemütlich) oder auch ohne Fön (dauert entsprechend länger) vollziehen .

Soweit sogut…bleibt mir nurnoch zu sagen, dass ich bei (dem garantierten) Erfolg der Therapie auf jegliche Art von Rückmeldungen nicht verzichten möchte.
Und nicht vergessen:
Das Prinzip gehört in jeden Kopf und Haushalt!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
strubbelmiez_1975

strubbelmiez_1975

29.12.2008 15:19

Auweiaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa ! Also, die Stöberitis im Café hat sich mal wieder gelohnt :-)) *kreeeeeeeeeeeeisch* ist ja totaaaaaaaaaaaaaal geil, ob ich das mal meiner Sachbearbeiterin diskret oder mit bereits zugenähten Mundwinkel-Rissen zuschiebe? :-D totaaaaaaaaaal GEIL der Schriebs :-)))))

eFoe

eFoe

14.04.2005 23:38

Thomas! Auch nach langer zeit wieder toll, was von Dir zu lesen - auch wenn mein Mund soplche Ungünstigkeiten bisher verschmäht hat - man weiss es ja nie. Inzwischen aus Berlin, Johanna

logan

logan

01.04.2005 01:11

Geniale Methode, Meister . Wir hingen alle an Deinen Lippen.

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"besonders hilfreich" von (28%):
  1. strubbelmiez_1975
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