Europäische Hauskatze (Katzenrasse)

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Europäische Hauskatze (Katzenrasse)

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Erfahrungsbericht über "Europäische Hauskatze (Katzenrasse)"

veröffentlicht 25.10.2000 | PSchadauer
Mitglied seit : 07.07.2000
Erfahrungsberichte : 192
Vertrauende : 41
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro billig in Anschaffung und Haltung, sehr robust, pflegeleicht ...
Kontra keine
sehr hilfreich
Bewegungsdrang:
Familientauglichkeit:
Futterkosten:
Pflegeaufwand:
Platzbedarf:

"HAUSKATZE oder RASSEKATZE"

Die stinknormale, europäische Hauskatze ist eines der angenehmsten und praktischsten Haustiere überhaupt. Sie sind sauber, leise, günstig in der Haltung und können mit ausreichend Futter auch mal 1,2 Tage alleine bleiben.

Seit 29 Jahren lebe ich mit Katzen, nämlich seit ich auf der Welt bin. Zuerst mit den Katzen meiner Eltern, jetzt mit meinen eigenen beiden Stubentiergern.

Als ich vor der Anschaffung eigener Katzen stand, überlegte ich mir, ob ich mir nicht eine dieser wunderschönen Rassekatzen zulegen werde. Einige Freunde und Verwandete von mir haben wirklich toll anzusehende Perser, Main Coon, Orientalische Kurzhaar ... Ich hab sie mir alle angesehen, und es dann doch lieber bei einer stinknormalen Hauskatze belassen.

Hier möchte ich aufschreiben, was für eine Hauskatze und gegen eine Rassekatze spricht (obwohl ich ja nicht alle Rassekatzen kenne, es mach sicher Ausnahmen geben):


1. Die Jungtiere bekommt man nur zu gerne geschenkt.

Rassekatzen kosten, wenn man sie sich von einem seriösen Züchter holt, ein Heidengeld. Hauskatzen hingegen bekommt man überall. Außerdem warten tausende Hauskatzen in Tierheimen auf einen guten Platz. Die Rassekatzen, die in einem Tierheim landen, brauchen meist nicht lange auf einen neuen Besitzer zu warten.


2. Hauskatzen sind intelligenter.

Für diese Aussage werden mich jetzt wohl einige Rassenkatzenliebhaber hassen. Sicherlich ist nicht jede Rassekatze blöd und unerziehbar, aber durch Überzüchtung wurde wie auch bei Hunden schon sehr viel Schaden angerichtet.

Die Main Coon meiner Mutter z.B. war und ist einfach nicht erziehbar. Sie hüpft in der ganzen Küche überall rum, auch wenn Mama gerade das Essen zubereitet. Kein Essen ohne Katzenhaare. Und meine Mutter versteht wirklich was von Katzenerziehung - nach 40 Jahren.


3. Hauskatzen sind lebhafter.

Eine lebhafte Katze ist natürlich nicht jedermanns Sache. Manche wollen eher nur ein Ausstellungsstück, daß am besten dekorativ herumliegt.

Ich besitze Katzen auch, weil ich es lustig finde, wenn sie durch die Wohnung toben. Meine tun das auch noch mit 8 Jahren jeden Tag. Fad wird mir mit ihnen nicht. Allerdings fliegt dann halt manchmal was runter.
Sie spielen auch noch gerne mit mir, was z. B. der Katze meiner Mutter nur ein gelangweiltes "Schulterzucken" kostet.


4. Hauskatzen sind nur selten krank.

Von den Hauskatzen die ich hatte war keine während ihres langen Lebens ernstlich krank. Natürlich habe ich sie jedes Jahr auch impfen lassen.
Die orientalischen Kurzhaarkatzen meiner Cousine sind beide schwer krank, die eine hat Schnupfen, die andere Katzenaids. Eine weitere ist ihr vor kurzem gestorben, obwohl sie noch nicht alt war.

Unsere Hauskatzen wurden alle 15 - 18 Jahre alt, ohne große Tierarztrechnungen.


5. Hauskatzen muß man nicht dauernd bürsten und pflegen.

Hauskatzen pflegen sich alleine, bürsten tu ich meine fast gar nicht, und nur, um ihnen eine Freude zu machen, weil sie die Streicheleinheiten mit der Bürste so lieben.

Rassekatzen mit langem Haar bekommen leicht Knoten ins Fell. Wenn man sie nicht regelmäßig pflegt, muß man die Knubbel mit der Schere rausschneiden.


6. Hauskatzen kann man frei laufen lassen.

Eine wertvolle Rassekatze würde ich nicht unbedingt herumstreunen lassen. Zu groß ist die Gefahr, daß sie jemand mitnimmt. Bei Landhaarkatzen kann die Fellpflege zum Alptraum werden, wenn sie draußen waren.

Ich muß an dieser Stelle aber erwähnen, daß ich meine Katzen auch zu Hause halte, weil sie nicht von klein auf an Autos gewöhnt wurden.


7. Hauskatzen sind zutraulicher und anschmiegsamer.

Wie oft hab ich mich schon über den hochnäsigen Main Coon Kater meiner Mutter geärgert. Der läßt sich nur ungern streicheln, geschweige denn hochnehmen. Ähnliches habe ich bei anderen Rassekatzen auch schon erlebt.

Meine beiden kleben auf mir wie die Kletten, warten schon darauf, wenn ich mich niederlege, sich unter meiner Decke zusammenzurollen. Auch vor Gästen haben sie keine besondere Angst. Allerdings gibt es auch Hauskatzen, die nicht so zutraulich sind. Vielleicht kommt es auch oft auf die Erziehung an.


Ich weiß, daß man nicht alle Katzen in einen Topf werfen kann. Es gibt sicher auch unter den Rassekatzen Ausnahmen. Und ich denke, wenn man sein Haustier liebt, sieht man auch gerne über Fehler hinweg.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Toddi75 veröffentlicht 24.10.2003
    Gut geschrieben.
  • avidavid veröffentlicht 14.02.2001
    Bingo - als passionierter EKH-Halter hätte ich die Vorteile nicht treffender formulieren können; auch wenn unser Kater einen guten Schuß Perser mitgenommen hat, bin ich stolz, ihn al sMischling zu bezeichnen: Er rümpft dann zwar etwas die Nase, aber Whiskas läßt ihn versöhnen. Glückwunsch zum Kommentar!
  • Trudenfee veröffentlicht 26.10.2000
    Mein Europäisch Kurzhaar ist leider vor 2 Monaten verschwunden, und er war genauso, wie du die Hauskatzen beschrieben hast. ciao Trudenfee
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Produktdaten : Europäische Hauskatze (Katzenrasse)

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