Euskirchen Marien-Hospital

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Hallo Ciao, jetzt möchte ich gern 'mal über das Marienhospital in Euskirchen schreiben. Spezifisch jedoch über die Entbindungstation. Im Juli 2007 sollte mein Sohn zur Welt kommen. Wie das so ist als werdende Mutter, möchte man ja eigentlich das Beste für sich und natürlich sein Kind. Ich ... Bericht lesen





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Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
Erfahrungsbericht von Strelitzia85 über Euskirchen Marien-Hospital
24.03.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Nette Zimmer, schöne Kreißsääle
Kontra: Unfreundlichkeit auf der Entbidungsstation .

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo Ciao,

jetzt möchte ich gern 'mal über das Marienhospital in Euskirchen schreiben. Spezifisch jedoch über die Entbindungstation.
Im Juli 2007 sollte mein Sohn zur Welt kommen. Wie das so ist als werdende Mutter, möchte man ja eigentlich das Beste für sich und natürlich sein Kind.


Ich informierte mich viel und wog viel ab. Da ich in der Nähe wohnte, entschied ich mich für das Marienhospital. Unter anderem deswegen, weil es eine geringe Dammschnittrate hatte. Welche Frau möchte das schon gern ;-)
Ein Nachtteil jedoch, sie haben keine Säuglingsstation. Wenn es also zu Komplikationen während der Geburt kommen sollte, muss das Baby in da ca. 15 KM entfernte Mechernicher Krankenhaus. Da meine Schwangerschaft jedoch mit wenig Komplikationen voran ging und ich ein positiv denkender Mensch bin, habe ich trotzdem dieses Krankenhaus gewählt.

Alles begann mit den Schwangerschaftsvorbereitungskurs im Krankenhaus. Ich habe mich für diesen entschieden weil dieser z.B. Wassergymnastik beinhaltete. Der Kurs war ok. Ich hab keine vergleiche, da dies meine erste Schwangerschaft war. Wir konnten fragen, die Hebamme war sehr freundlich.

Jedoch die Wassergymnastik lies zu wünschen übrig. Es waren gut 10 Frauen in meinem Kurs und diese turnten dann in einem Becken 'rum, wo man sich fühlte wie in einer Ölsardinenbox. Kein Platz für Gymnastik. Das ganze war letztendlich Atemübung im Wasserbeckchen.

Als sich der Tag X näherte, ging ich zur Vorstellung der Entbindungsstation. Vorteilhaft sind die Zimmer die alle mit eigener Toilette und Dusche versehen waren. Außerdem hatte man die Möglichkeit sein Kind bei sich zu haben, zu wickeln, füttern, etc. Das Zimmer in dem ich später lag, war ein 2-Bett-Zimmer. Also absolut "angenehm" und überschaubar.

Die Entbindungsstation hatte 2 Kreißsäle einer mit Badewanne. Ein Zimmer für "danach" wo die frisch gebackene Mutter erstmal verschnaufen kann und einen OP.

Alles in allem hört sich das sehr nett an und war auch nett anzuschauen. Das Krankenhaus bietet verschiedene Dinge an wie Aromatherapie, Wassergeburt, homöopathische Mittelchen, Entspannungsmusik, etc.

Ich war also zu der Führung und schaute mir alles an und fragte die Ärztin was passiert, wenn alle Kreißsäle belegt sind. Sie antworte das dies NIE passieren würde. Ich wollte natürlich wissen was denn aber passiert wenn es so ist, denn ein NIE gibt es nicht. Es wurde mir nicht beantwortet und meine Frage belächelt.

Auch als ich zu einer Untersuchung im Krankenhaus am Wochenende war, wurde ich sehr unfreundlich und rabiat behandelt. Ich hoffte nur das die mich damals untersuchende Ärztin mich nicht entbindet.

Als Tag X gekommen ist, meldete ich mich an. Dazu muss man klingelt. Es dauert ewigkeiten bis jemand die Tür aufmachte. Ich wurde ans CTG geschlossen ( ich spürte bereits seit einigen Stunden starke Wehen ). Das CTG wurde geschrieben und die Hebamme belächelte dies, meinte, es seien keine ausschlaggebenden Wehen gesehen, ich soll nach Haus gehen. Jedoch fiel bei jeder (nicht relevanten Wehe) der Herzton meines Sohnes und aufgrunddessen behielten sie mich doch da.
Ich wurde auf ein Zimmer gebracht und just 2 Minuten später bekam ich in ca. 2 Minuten abständen so schlimme Wehen das ich nicht wusste wo vorn noch hinten war.
Wieder kam' ich ans CTG. Kaum in der Lage zu laufen oder anderes.
Eine Hebamme schaute sich das an und schüttelte den Kopf.
Alles einbildung. Ich sei empfindlich. Da ist nichts zu sehen das kann noch TAGE dauern ;-)
Anschliessend kam ich noch zur Arztin die mich untersuchte und sie lies gleiches verlauten. Das kann noch WOCHEN dauern.
Derweilen konnte ich nicht mehr stehen oder liegen oder anderes. Ich kniete irgendwie halbnakt im Gang rum und schrie. Warum ich im Gang stand?
Ja, alle Kreißsääle waren belegt. Man glaubt es kaum.
Da ich jedoch irgendwann etwas abschreckend wurde, kam ich in das Nachbehandlungszimmer wo bereits eine frisch gebackene Mutter mit ihrem Baby lag. Ihr Mann bei ihr, während ich halb nakig neben ihnen, schreiend vor mich hindarb.
Das ging gute 4 Stunden. Wurde immer sehr barsch animiert zu atmen und vorallem nicht zu schreien. Als so ca 8 Stunden vergangen waren, wurde endlich ein Kreißsaal frei und ich bettelte um eine PDA.
Die wurde mir untersagt, die Geburt ging' gleich los außerdem sei der Anästheist nicht frei.

Im Kreißsaal, halb ohnmächtig, darb ich weitere 4 Stunden vor mich hin, bis man mir dann doch vorschlug, das wenn ich wöllte doch eine PDA bekommen darf, obwohl die Geburt ja eh gleich losging ;-)
Das war mir egal. Ich erhielt die PDA und konnte weitere 5 Stunden warten aber halbwegs schmerzfrei ruhen.

Die Hebamme erlaubte mir ( man hat einen Knopf wo man alle halbe Stunde das Betäubungsmittel nachlaufen lassen kann ) diesen Knopf zu drücken, wenn ich vorher immer eine Hebamme frage, die soll mich untersuchen, nicht das ich bei der Geburt zu betäubt bin und nicht mitwirken kann.
Ich fragte immer brav. Die Hebamme erlaubte immer brav und so sedierte ich vor mich hin.

Leider sanken die Herztöne meines Sohnes immer weiter ab und so wurde Blut abgenommen um zu schauen ob die Sauerstoffsättigung ausreicht. Wenn nicht, solle ein Kaiserschnitt gemacht werden. Ich durfte aber weiterhin meinen Knopf drücken.
Mit einmal trampelten 2 Ärzte und 2 Hebammen ein und brüllten nur das ich bei der nächsten Wehe drücken soll.
Schön und gut. Wie drücken? Das fragte ich auch. Ich wurde angefaucht, ich sollte drücken. Mit drücken war nicht mehr viel, ich war viel zu betäubt also wurde das Kind mit Hilfsmitteln geholt.

Völlig unvorbereitet , ohne das mir jemand bescheid gab. Ich wurde absolut überrumpelt von den Ärzten und Hebammen.

Die Ärzte waren unfreundlich, die Hebammen auch. Völlig unkompetent. Man möchte nicht meinen das diese Leute täglich mehrere Kinder zur Welt bringen.

Auf der Ruhestation war das schonwieder ganz anders. Freundlich Hebammen die sich wirklich rührend um meinen Sohn und mich kümmerten. Sie haben einem alles freundlich erklärt und geduldig gezeigt.

Soviel zu meiner Geburt. Um da ganze nochmals halbwegs objektiv zu umrahmen.

Ich möchte keiner Frau empfehlen in diesem Krankenhaus ihr Kind zu entbinden. Ich habe schon einiges schlechtes gehört, gerade nachher. Natürlich ist man unter einer Geburt sowieso anfälliger und sentimentaler aber diese Behandlung dort, war wirklich unter aller Sau.

Die Hebammen lästerten über andere entbindende Frauen. Man fühlte sich überhaupt nicht ernst genommen. Man wurde einfach behandelt wie eine von 20000 Frauen die halt ein Baby bekommt. Schmerz exestiert nicht. Kann doch noch garnicht. Man solle sich nicht so anstellen, etc.
Ich empfinde das als unverschämt denn jeder Mensch hat nunmal ein anderes Schmerzempfinden. Zudem man sich ja garnicht getraute irgendetwas zu sagen, wenn sie vorher noch über andere entbindende Frauen lästerten.
Vielleicht mag es auch an meinem geringen Alter von 21 Jahren liegen als ich entbunden habe, dass ich zusätzlich nicht ernst genommen wurde.
Aber egal woran es lag. Unverschämt war es allemal.
Dieses Krankenhaus ist für entbindungen nicht zu empfehlen - zumindestens aus meiner Sicht!

Fazit:

Sogut dieses Krankenhaus ausgestattet sein mag, das bringt einem alles nichts, wenn man am liebsten sofort wieder flüchten würde, wenn es denn ging.   
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26.02.2004
(28.02.2004)

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