Rote Tulpen und weiße Rosen
28.10.2009
Pro:
schnell zu lesen, fantastisch und romantisch
Kontra:
im Vorfeld sehr widersprüchlich
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
mehr
 antjemue
Über sich:
Vielen Dank für die tollen Bewertungen meines TomTom-Berichts ;o))))) Leserückstand wird langsam abe...
Mitglied seit:05.06.2001
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 177 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Evermore - Die Unsterblichen, habe ich als unverkäufliches Leseexemplar im Oktober 2009 von meiner einheimischen Buchhandlung des Vertrauens, der Chemnitzer Universitas Buchhandlung, erhalten. Eigentlich handelt es sich dabei um ein Fantasy-Buch für Jugendliche. Doch, obwohl ich die 40 nun mittlerweile auch erreicht habe, ich bin im Herzen jung geblieben. So haben mich schon viele Bücher dieses Genres regelrecht verzaubert und ich griff unmittelbar nach dem Auslesen des neuen Thrillers von Dan Brown zu diesem Buch. Die Verfasserin, die US-Amerikanerin Alyson Noël war mir bisher noch gänzlich unbekannt. Sie ist aber, wie ich jetzt im Internet erfuhr, eine preisgekrönte Autorin, die schon mehrere Romane veröffentlicht hat. Mit dem ersten Teil von "Evermore", einer auf fünf Büchern angelegten Serie, stürmte sie auf Anhieb die amerikanischen Bestsellerlisten. Die Übersetzungsrechte wurden bisher in 15 Länder verkauft und auch die Filmrechte schnell vergeben. Der zweite Band "Der blaue Mond" ist gleich nach Erscheinen in den USA ebenfalls auf Platz 1 der New-York-Times-Liste gelandet. Alyson Noël lebt in Laguna Beach, Kalifornien. Im Netz präsentiert sie sich auf ihrer englischsprachigen Homepage: alysonnoel.com.
Das neue LebenEver war eine ganz normale 16-jährige amerikanische Schülerin. Sie hatte Freunde und war im Cheerleaderteam. Ein Unfall änderte alles. Ihre Eltern und ihre kleine Schwester sind tot, Ever hatte auch schon die Schwelle zum Tod überschritten, wurde aber zurück geholt. Jetzt ist sie 17 und lebt bei ihrer Tante Sabine in Kalifornien. In ihrer neuen Schule gilt sie als Freak. Und so fühlt sie dich auch. Denn sie kann die Gedanken Anderer lesen, ihre Auren sehen und bekommt regelmäßig Besuch von ihrer toten Schwester, mit der sie auch noch spricht. Sie kleidet sich betont unattraktiv und ihre einzigen Freunde sind Haven und Miles, die in der Beliebtheitsskala der Schule ebenfalls ganz unten stehen. Dann kommt mit Damen ein neuer Schüler in Evers Klasse. Damen sieht nicht nur traumhaft aus, er ist dazu auch noch intelligent, hat unglaubliche künstlerische Fähigkeiten und beherrscht Tricks von denen alle beeindruckt sind. Umso erstaunlicher ist es, dass er sich anfangs nur für die zugeknöpfte, unscheinbare Ever interessiert. Doch auch Ever ist hin und weg, obwohl sie es, schon aus Rücksicht auf Haven, die Damen gleich mal für sich reservieren will, nicht eingesteht. In seiner Gegenwart fühlt sich Ever wohl. Die Stimmen und schlechten Auren, die sie stets und ständig wahr nimmt, schweigen. Doch Damen hat mehr als ein Geheimnis...
Blumen haben eine BedeutungObwohl ich mich in die Geschichte durch den einfachen und lockeren Schreibstil sehr schnell einlesen konnte, gibt es im Plot anfangs etliche verwirrende, ja fast widersprüchliche Aspekte. In die verstörte Ever, die in der Ich-Form berichtet, kann ich mich jedoch ziemlich gut hineinversetzen. Ihre Geschichte weckt Mitgefühl und das innere Durcheinander ist nachvollziehbar. Der Handlungsstrang der Freundschaft der drei Außenseiter Ever, Haven und Miles hätte meiner Meinung nach in den Anfängen noch etwas vertieft werden können. Irgendwo fand ich es schade, dass sich Ever in Bezug auf ihre Fähigkeiten nicht mal ihnen anvertrauen konnte. Gut fand ich dagegen die krasse Gesellschaftskritik der Autorin, in dem sie die Familienverhältnisse von Haven und deren Auswirkungen auf die Seele des Mädchens niederschrieb. Später, mit dem Alkohol griff sie auch noch einmal ein sehr ernstes Thema fast wie nebenbei auf. Miles, der Junge, der sich schon im Teenageralter seiner Homosexualität stellte, ist zwar sehr sympathisch, letztendlich ist seine Rolle aber trotzdem sehr klein.Der Beginn der Liebesgeschichte zwischen Ever und Damen weckte in mir dann kurzzeitig die Erinnerung an die Twillight-Saga. Doch bis auf die Tatsache, dass Ever wesentlich ernsthafter ist, als andere Altersgenossinnen und sehr schnell ein ungewöhnlicher junger Mann auftaucht, in den sie sich verliebt, gab es keine weiteren Parallelen. Damen ist lange Zeit sehr undurchschaubar und sein Verhalten wirft viele Fragen auf. Auch die Rolle der ominösen Drina, deren Verbindung zu Ever eigentlich nur durch Haven, die Drina mehr und mehr verfällt, besteht, ist undurchsichtig. Das häuft weitere Fragen im Hinterkopf. Der Lesefluss wird davon jedoch nicht großartig gestört. Die Vorstellungen der Autorin vom Leben und was danach kommt, sind interessant und irgendwie tröstlich. Mit dem Tod ist das Leben für sie nicht zu Ende. Es hatte irgendwie etwas, dass Riley Ever in der ersten schlimmen Zeit über den schweren Verlust der ganzen Familie hinweg hilft. Obwohl mir als Leser bewusst war, dass Riley tot, also nur ein Geist ist, empfand ich diese Figur als ganz große Bereicherung. Teilweise amüsierte sie mich. Hin und wieder empfand ich aber auch ganz großes Mitgefühl mit ihr, besonders dann, als die Auflösung der Geschichte näher rückte.Die Auflösung war es dann auch, die mich viele Punkte, die ich vorher beim Lesen schon beinahe als negativ abgespeichert hatte, dann in einem anderen Licht sehen ließen. Im Vorfeld hatte die Autorin mit ihren Verwirrungen für den Leser einfach nur auf den Showdown hingearbeitet, der mit einem Schlag dann fast alle beim Lesen angehäuften offenen Fragen beantwortete. Die als störend empfundenen Widersprüche lösten sich in Wohlgefallen auf. Die Antworten waren überraschend, fantastisch und romantisch zugleich. Es gab sogar auch eine Stelle, an der ich total hin und weg war: Die Bedeutung der Blumen. Letztendlich hat mir Evermore – Die Unsterblichen dann doch richtig gut gefallen, auch wenn der Weg dahin etwas holprig war. Trotz der von mir teilweise empfundenen Widersprüche, wurde in mir immer der Funke wach gehalten, zu erfahren, was als nächstes passiert und wo das alles hinführt. Die Spannung lief nie aus und die wichtigsten Fragen sind am Ende beantwortet. Daher kann ich auch eine klare Leseempfehlung an alle die den Romantc Fantasy Bereich mögen abgeben. Ich selbst freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich nicht allzu lange darauf warten muss.Page & Turner Verlag Erscheinungstermin: 09.11.2009 ISBN 978-3-442-20360-4 374 Seiten Derzeit nur als gebundene Ausgabe für 16,95 € in deutschen Buchhandel erhältlich.
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09.11.2011 21:20
ich mochte die Reihe :)
18.08.2010 16:52
gemerkt :)) LG Tina
11.12.2009 12:16
tolle Auswahl an Lektüre, die Du vorstellst - ich glaube, ich muss mal vorbei kommen ;-)