Existenzgründung

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Hallo ihr Lieben, nachdem mein Bericht über mein neuestes Projekt als Eigenwerbung gelöscht wurde, werde ich euch nun über den Weg zur Existenzgründung berichten, denn darum ging es mir eigentlich haupsächlich, Hintergründe aufzuzeigen und Mut zu machen. Natürlich bin ich ein wenig traurig, ... Bericht lesen





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Ich geh jetzt meinen Weg!
Erfahrungsbericht von + über Existenzgründung
24.02.2007


Produktbewertung des Autors:   


Pro: man geht eigene Wege und ist sein eigener Chef
Kontra: ein langer, harter und steiniger Weg

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo ihr Lieben, nachdem mein Bericht über mein neuestes Projekt als Eigenwerbung gelöscht wurde, werde ich euch nun über den Weg zur Existenzgründung berichten, denn darum ging es mir eigentlich haupsächlich, Hintergründe aufzuzeigen und Mut zu machen. Natürlich bin ich ein wenig traurig, dass man auf einer Verbraucherplattform, auf der man schon so lange Zeit ist, nicht seinen Weg in anderer Form beschreiben kann, aber das ist eine andere Seite, darum werde ich euch jetzt Mut machen und meine Geschichte berichten.

Wieso Existenzgrüdung:

Ich habe 2 kleine Kinder und befand mich 5 Jahre in Elternzeit. Während dieser Zeit habe ich zwar im Reisebüro gearbeitet und auch bei Trivago, dennoch war ich in meiner alten Firma "weg vom Fenster". Das hatte u.a. den Grund, dass mein ehemaliger Chef gegangen wurde und der neue Geschäftsstellenleiter sich nicht mehr für mich zuständig fühlte.

Der Weg war hart und lang und endete im Krankenhaus, weil ich damit nicht klar kam, dass ich nicht mehr gebraucht wurde, obwohl ich die Elternzeit durchaus sinnvoll genutzt hatte, um weitere Kenntnisse zu erlangen. In meinen ehemaligen Beruf als Reiseverkehrskauffrau wollte ich eigentlich nicht, der Hauptgrund waren die Arbeitszeiten, aber auch die Zukunftsperspektive und auch die Arbeitsweise, da es heute leider nur noch Kettenreisebüros gibt.

Recht schnell fand ich eine tolle Stelle bei einer Online-Agentur, wir beschlossen ein Praktikum im Januar, ich sollte eine Website für Reisen betreuen. Während meines Termins bei der Arbeitsagentur bei meiner Kundeberaterin kamen wir auch auf die Exitstenzgründung zu sprechen, eigentlich mehr beiläufig. Eigentlich war das schon immer das, was ich machen wollte, mein eigener Chef zu sein. Ich empfand das ideal mit zwei kleinen Kindern, wo man als Frau leider immer noch im Schatten steht, weil man immer zuständig ist für Termine, Krankheiten und Organisation, selbst wenn man einen Vollzeitjob hat.

Die Vorbereitung:

Ich wollte meine neue Chefin (sie hört das nicht gerne) nicht im Stich lassen und war im Zwiespalt. Wie wäre es denn, wenn ich Trivago und die Online-Agentur als Sicherheit für Miete und Krankenversicherung nehmen würde und mich trotzdem selbsständig machen würde? Somit wäre ich auf der relativ sicheren Seite, denn um die Existenzgründung der Arbeitsagentur zu erhalten muss man viele Hürden meistern und sehr lange ist unklar, ob man diese auch meistern kann.

Ich klärte also ab, dass ich das Praktium absolvieren würde, sozusagen als Einarbeitungszeit und mich nebenbei mit meiner Existenzgründung beschäftigen würde. Das "nebenbei", wurde mir schnell klar, war gar nicht machbar.

Zunächst einmal musst eine Gesellschaftsform gefunden werden, da wir 2 Personen sind, bot sich die GbR an. Dort gibt es auch wieder unterschiedliche Formen, bis zu einem Jahresumsatz von 18.500 Euro ist man nicht umsatzsteuerpflichtig, danach schon. Wir suchten uns einen Steruerberater, da wir einfach nicht firm waren, mit den ganzen Modalitäten und fuhren auch sehr gut damit. Wir hatten 2 sehr gute Beratungstermine und noch mehr Arbeit als wir uns dachten. Grob stand unser Plan und dann ging es los in die heiße Phase...!

Es wird ernst:

Zunächst einmal mussten Räumlichkeiten her, das gestaltete sich schwierig, da Saarlouis ein sehr teures Pflaster ist. Die Räume, die ideal waren, kosteten mindestens 1000 Euro, die man erst mal einnehmen muss, bevor man überhaupt einen Gewinn verzeichnen kann. Da wir Kinderkleidung verkaufen, ist die Gewinnmarge zumindest beim Second-Hand-Segment auch nicht so hoch, als dass man im ersten Halbjahr mit großen Margen rechnen kann.

Wichtig ist es also, sich vor der Anmietung der Räumlichkeiten einen Rentabilitätsplan zu erstellen. Diesen findet man als Vorlage im Internet. Weiter ist es natürlich wichtig, sich klar zu machen, ob man einen Kredit braucht und was man bereit ist zu investieren.

Dank der Abfindung meines letzten Arbeitgebers hatte ich zum Glück ein Polster. Wir schlossen einen GbR-Vertrag ab, auch diesen lud ich mir gegen eine geringe Gebühr aus dem Internet. Es ist nicht notwendig diesen von der Notarin beglaubigen zu lassen, das sind unnötige weitere Kosten.

Wir haben dann schon gezweifelt ob wir überhaupt bezahlbare Räumlichkeiten finden und dann erst mal weiter kalkuliert. Was ist an Miete möglich, wenn wir einiger Maßen über die Runden kommen wollen, ohne an Gewinn zu denken. Weiter haben wir beschlossen in den ersten 6 Monaten kein Geld zu entnehmen, sondern eine gewisse Summe auf dem Konto zu hinterlegen.
Das ist wichtig, da man so nach einem halben Jahr einen Break machen kann, um zu selektieren, was ist Gewinn, was sind Ausgaben.

Dann ging es zur Gewerbeanmeldung, diese kostet zur Zeit 40,90. Die GbR besteht grundsätzlich aus den Vornamen der Gesellschafterinnen, wir haben es leider versäumt unseren Phantasienamen "Engelchen und Teufelchen" eintragen zu lassen, was wichtig gewesen wäre, denn nur so wie die Gewerbeanmeldung eingetragen ist, kann später auch fimiert werden.

Die Unterlagen gehen dann automatisch zum Finanzamt, dass eine Steuernummer zuteilt (dauert cirka 6 Wochen - sollte man beachten, wenn man Briefpapier erstelllen möchte). Hier erhält man auch die Umsatzsteueridentifikationsnummer, was wichtig ist für Einkäufe im Ausland. Wir haben dann Räumlichkeiten im Industriegebiet in einem Bürohaus gefunden, in dem 8 weitere Firmen sind. Ganz wohl war uns nicht bei dem Gedanken, da man ja keine Laufkundschaft hat, also haben wir Umfragen im Bekannten- und Freundeskreis gestartet. Erstaunlicher Weise kam heraus, dass man bereit ist für Kinderkleidung gezielt zu einem Geschäft zu fahren. Wir konnten im Gegenzug ein EC-Karten-Lesegerät bieten und kostenfreie Parkplätze, beides war den potentiellen Kunden sehr wichtig.

Danach begann die Suche nach Einrichtungsgegenständen und vor allen Dingen die Warenschreibung, denn vor dem Start muss man natürlich etwas vorweisen. Wir fuhren in die Niederlande und kauften dort in Outlet-Center ein, was keine besonders hohen Gewinnmargen bringt, allerdings Qualität sichert und unserem Geschmack entspricht. Schreibe ich Ware bei einem Hersteller, muss ich die Ware wie z.B. ein Kleid von mexx immer in 5 aufeinanderfolgenden Größen bestellen.

Wichtig war natürlich auch vorher abzuklären, welche Waren wir überhaupt schreiben dürften. Da wir zwar kein Schaufenster haben, dafür aber einen Online-Shop waren die Reaktionen unterschiedlich. Einige Anfragen stehen noch aus, andere akzeptieren keinen reinen Online-Shop, andere dagegen sind für alles offen. Bis dato haben wir allerdings noch keine Waren bei Herstellern geschrieben, da wir dazu nach Eschborn müssten und unsere Reserven aufgebraucht sind.

Arbeitsagentur:

Die Ich-AG gibt es nicht mehr, also gibt es seit August 06 eine neue Regelung. Wer sich selbstständig macht, erhält im idealen Fall eine Förderung von 9 Monaten des Arbeitslosengeldes zuzüglich von 300 Euro Förderung. Dazu muss man mindestens 1 Tag arbeitlos sein und noch mindestens 90 Tage, sowie weitere Auflagen erfüllen.

Nach dem Ablauf der 9 Monate kann man einen weiteren Antrag stellen, wird dieser positiv bescheinigt, kann man für weitere 6 Monate 300 Euro beantragen. Wie hier die Erfahrungswerte sind, konnte noch niemand sagen, da das Projekt ja erst seit letztem Jahr im August lief.

Auszufüllen sind für die Existenzgründung ewig viele Unterlagen, von einer Stelle muss bescheinigt werden, ob das Konzept tragfähig ist, bei uns war es der Steuerberater, inklusive einer Rentabilätsvorschau habe ich 178 Euro dafür bezahlt. Dann muss man ein Assessment-Center besucher, das von Start-Up geleitet wurd, dort sitzt ein Betriebswirt und ein Psychologe, die 2 Tage auf Herz und Nieren testen.

Wichtig ist, dass man sich hier schon konkrete Gedanken gemacht, je mehr Standbeine, desto besser. Bei mir war es zum einen das Ladenlokal, zum zweiten der Onlineshop und zum dritten der Verkauf bei ebay als gewerblicher Verkäufer. Wir haben dann ein Rotationssystem eingeführt für das Geschäft, das neu ist. Einen Monat verbleiben all unsere Kleider im Geschäft, dann kommen sie für einen Monat in den Online-Shop und dann zum Festpreis zu ebay, so dass die Kunden ihren Wunschpreis erhalten. Waren kaufen wir mittlerweile selbst bei Zwischenhändlern oder nehmen sie gebraucht in Komission, was ein wesentlich geringeres Risiko darstellt.

Wichtig ist immer : Lieber klein anfangen und groß aufhören, statt groß anfangen und schnell aufhören.

Ist das Assessment-Center bestanden und bekommt man den Status "Starter" (was so viel heißt, dass man sofort loslegen darf) und sind alle Unterlagen zusammen, gibt man sie bei der Arbeitsagentur ab. Die Bearbeitungsdauer beträgt in der Regel 2 Wochen. Zu dem hat man die Möglichkeit NACH der Gründung Coaching anzunehmen für ein Jahr, hier zahlt die Arge etwas über 900 Euro nach Prüfung für cirka 16 Stunden. In einigen Bereichen macht es nicht viel Sinn, da ich mich vorher über Hard- und Software informieren musste und nicht nach der Gründung.

Ich habe mittlerweile die Existenzgründung für 9 Monate bewilligt bekommen, was mir eine große Last von der Schulter nimmt, denn so kann ich Waren schreiben und für schlechte Zeiten etwas zurück legen.

Krankenversicherung:

Ich hätte mich bei der Online-Agentur anstellen lassen können. Vorteil wäre gewesen, dass ich krankversichert gewesen wäre, Nachteil, dass somit die Existenzgründung samt Zuschuss obsolet gewesen wären. Man kann sich nebenberuflich selbstständig machen, allerdings darf die Arbeitszeit nicht 15 Stunden pro Wocher überschreiten, hier kann man z.B. familienversichert bleiben.

Bei mir ging das natürlich nicht, ich habe mich für die freiwillige gesetzliche Versicherung entschieden. Holt euch auch hier sehr früh Angebote von der Privaten Krankenversicherung und unterschiedlichen gesetzlichen Versicherern ein, denn die Unterschiede sind massiv und natürlich auch die Leistungen. Ich zahle jetzt zunächst 188 Euro im Monat aus eigener Tasche und habe einen stationären Zusatz fürs Krankenhaus, für den ich 54 Euro zahle, dafür erhalte ich Krankenhaustagegeld, was wichtig ist, da ich ja in der Zeit nicht arbeiten kann und keinen Verdienst habe.

Konkurrenz:

Ein wichtiger Aspekt ist natürlich auch, sich vorher die Konkurrenzfrage zu stellen. Wer bietet mir real und virtuell Konkurrenz. Wären es im realen Leben mehr Konkurrenten gewesen, hätte ich den Schritt vermutlich nicht gewagt, da im Online-Bereich natürlich eby eine starke Konkurrenz darstellt. Hier bin ich nun auch als gewerblicher Verkäufer angemeldet, allerdings ohne Shop, da das noch mal 9,99 Euro sind und der Fokus auf dem Online-Shop liegt. Geht nicht nur die direkte Konkurrenz durch, sondern zieht euch einen Radius von 25 Kilometern und fragt Freunde und Bekannte.

Altersvorsorge und Rentenversicherung:

Auch zwei wichtige Aspekte, denn wer sich freiwillig versichert, hat natürlich keine Einzahlungen mehr in die Rentenkasse. Da ich mich aber schon vor sehr langer Zeit selbst rentenversichert habe und auch eine Berufsunfähigkeitsvorsorge habe und einige Versicherungen mehr, die mich schützen, werde ich diese nach und nach hochstufen, damit sollte ich dann gut fahren.

Marketing:

Wichtiger als alles andere ist das Marketing, ohne Werbung läuft nichts. Da habe ich heute schon bitter bemerkt, denn hat gestern das Geschäft gebrummt, war heute kein einziger Kunde da. Das liegt daran, dass ich den Online-Shop und auch das Geschäft einfach nicht früher vermarkten konnte, da beides noch nicht stand.

Wir haben uns für Autoaufkleber entschieden, die aufgrund des Logos schon mal interessant wirken. Weiter haben wir 10.000 Flyer drucken lassen (Kosten cirka 300 Euro), 50 Plakate und haben Give-Aways bestellt, die wir Familien in der Fußgängerzone für die Kinder mit unseren Visitenkarten mitgeben.

Wir werden, unserer Zielgruppe entsprechend, für unser reales Geschäft Kinderärzte, Grundschulen, Kindergärten und Ergotherapeuten angehen und haben eine Kinderecke geschaffen und eine Kaffeetheke für die Mamis. Wichtig ist es, dass man flexibel ist und sich auf die Wünsche der Kunden einstellt, das kann dann natürlich auch beworben werden. Bei uns war der Wunsch nach normaler Kleidung für Mamis sehr groß und man höre und staune nach Handtaschen (ich grüße die Freundin von Mario Barth in Nußloch). Also werden wir unser Sortiment in den nächsten Wochen den Wünschen unserer potentiellen Kunden anpassen und auch bewerben.

Wichig ist natürlich auch, dass man die Zielgruppe erreicht und nicht gerade beim Budget für die Werbung geknausert hat. Außerdem sollte es schon professionell sein, dass muss nicht wie bei mir die Werbeagentur sein (in der ich mal gearbeitet habe). So haben wir uns z.B. ein Laminiergerät gekauft und können uns die Visitenkarten selbst erstellen. Wir geben jedem unserer kleinen Besucher ein kleines Geschenk mit und wir vereinbaren Termine auch außerhalb unserer Öffnungszeiten. Die Konkurrenz schläft nicht und trotz all unserer Überlegungen ist es nicht sicher, ob wir das erste Jahr überleben, daher halte ich die Bewerbung des Unternehmens für das A und O.

Kosten:

Die Kosten überschlagen sich trotz genauster Kalkulation am Ende doch, da kann man sich so sicher sein wie man will, man sollte unbedingt ein Puffer einplanen. Wir zahlen zur Zeit warm inklusive Gewerbesteuer 450 Euro Miete, nicht so viel könnte man meinen, doch wir nehmen in Kauf, nicht gleich gefunden zu werden und noch dazu viel Werbung machen zu müssen. Dazu kommen aber dann noch meine 188 Euro Krankenversicherung, 29 Euro für den Onlineshop, 25 Euro für das EC-Kartenlesegerät, 65 Euro für den Telefon-Internet-Tarif und 25 Euro für fixe Werbekosten. Also kein Klacks und das summiert sich schneller als man denkt, selbst wenn man zu zweit ist, daher vorher lieben durchrechnen, durchrechnen und noch mal drüber schauen lassen.

Eignung:

Obwohl ich meines Zeichens den Namen "Kauffrau" in meiner Berufsbezeichnung trage, ist es ein ziemlicher Akt jetzt schon die Buchhaltung vorzubereiten, die ja eigentlich letztendlich der Steuerberater übernimmt. Man sollte nur einen Geschäftszweig wählen, in dem man sich sicher und vor allen Dingen wohl fühlt, keine Floristin wird glücklich werden, wenn sie eine Maschinenbaufirma aufmacht, zumindest ist das meine Meinung. Ich liebe Kinderkleidung, noch mehr liebe ich allerdings das Basteln am Online-Shop, daher ist es gut, dass meine Geschäftspartnerin und ich uns optimal ergänzen. Sie ist z.B. wesentlich härter als ich im Verhandeln der Preise bei der Abgabe, ich würde da alles akzeptieren um niemanden zu verletzten, eine schlechte Voraussetzung.

Kalkulation:

Ihr solltet vor der Existenzgründung (also bei Beginn einer fixen Idee) folgende Sachen kalkulieren:

- Welche Unternehmensform möchte ich, habe ich das nötige Kapital (GmbH z.B. braucht wesentlich mehr Kapital, wird auch ins Handelsregister eingetragen).

- Schaffe ich das alleine und falls nein, habe ich einen geeigneten Partner, dem ich auch vertrauen kann

- Habe ich einen Puffer? Schnell kommen "Kleinanschaffungen" dazu, wie bei mir letzte Woche ein Staubsauger, ein kombiniertes Kopier-Scann-Druckgerät und eine Kaffeemaschine, zusammen lagen wir dann mal eben nebenbei bei 350 Euro.

- Habe ich mir genügend Gedanken um mögliche Kunden gemacht? Vielleicht läuft meine Planung ja komplett an den Kunden vorbei. Bei uns treffen sich z.B. 2 unterschiedliche Kleidergeschmacksrichtungen, gut so, hat sich schon herausgestellt.

- Wie sieht es zeitlich aus? Ist das mit der Familie vereinbar? Machen da alle mit?

- Welches Gehalt will ich in welchem Zeitraum erlangen?

- Wie lange gebe ich meiner Existenzgründung Zeit, bis ich für mich selbst entscheide, ob ich mit der Entwicklung zufrieden oder eher unzufrieden bin

- Wer bietet mir Hilfe in den Bereichen, in denen ich selbst nicht firm bin?

- Wie sieht es finanziell aus? Verschulde ich mich? Wie sähe es aus, wenn ich das Ding an die Wand fahre?

- Habe ich genügend Standbeine, falls eine meiner Sparten nicht so läuft, wie ich es mir gedacht habe?

- Zeitplan machen -was will ich bis wann erreicht haben? Falls ich bis zum Zeitpunkt X noch nicht so weit bin, was habe ich als Plan B um mein Ziel noch zu erreichen?

Fazit:

Ich bin total glücklich, dass ich den Schritt gegangen bin. Claudia hat auch 2 Kinder, wir können uns zeitlich abwechseln und wir haben gegenseitiges Verständnis für Familie, aber auch Urlaub. Wir ergänzen uns sehr gut. Natürlich habe ich tierisches Muffensausen, das war heute nach dem Ansturm der der letzten 2 Tage schon sehr deprimierend, niemand im Geschäft zu haben. Trotzdem gibt es ja den bereits oben angesprochenen Zeitplan, wir müssen 3 Monate den Ball flach halten und powern wie die Wilden, dann kann man sagen, ob wir es zumindest geschafft haben, unsere realen Kunden zufrieden zu stellen und auch den Online-Shop so weit nach vorne zu bringen, dass wir überhaupt in den Suchmaschinen annähernd gefunden werden.

Die Herausforderung überfordert mich teilweise, teilweise habe ich aber auch so eine große Energie, dass ich selbst überrascht bin. Stolz bin ich schon jetzt, denn ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass wenn ich (hoffentlich) mal 70 bin und im Schaukelstuhl sitze, ich sagen kann, ja, ich hab es probiert, selbst wenn es nicht klappt, ich habe Herzblut reingesteckt und bin meinen Weg gegangen.

Ich werde jetzt keinen Link zu meinem Shop posten, auch wenn ich es dringend nötig hätte, aber ich hoffe, dass alle die nach schöner neuer und gebrauchter Kinderkleidung, nach Umstandsmoden, Spielsachen und schöner Mami-Kleidung suchen, auch mal so auf meiner Seite landen. Ich hoffe dass ich wenigstens ein paar Fotos nehmen darf, um zu zeigen, wie sich aus relativ wenig Kapital ein eigener Traum verwirklichen lässt.

Wenn jemand sich selbstständig machen möchte und Fragen hat, kann er mich jederzeit im Gästebuch kontaktieren, ich versuche mit Rat und Tat zu helfen.

Mögen die Buddhas mit Glücksbauch mir weiter treu sein (-:

   
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