20.05.2001
Pro:
Story, Musikuntermalung
Kontra:
an manchen Stellen übertrieben, FSK 18
Empfehlenswert:
Ja
 *Vegeta*
Über sich:
mittlerweile nicht mehr beim bund, aber am studieren in halle *grins*
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Vorwort ******* Bereits mit dem Actionstreifen "Romeo Must Die" zeigte Regisseur Andrzej Bartkowiak, was er drauf hat. Nun folgt sein neuster Film "Exit Wounds". Knallharte Action- und Kampfszenen gehören da natürlich zur Tagesordnung. Um was geht es? Das ist schnell gesagt: Gestohlene Drogen, Schmiergelder und korrupte Cops. Steven Seagal als knallharter Bulle Orin Boyd und DMX als Multimillionär "Latrell Walker" sind "Die Copjäger"!
INHALT ******** Detroit, eine der gefährlichsten Städte der USA, Schauplatz unzähliger Verbrechen und Zuhause von "Supercop" Orin Boyd (Steven Seagal). Dieser missachtet Befehle von seinen Vorgesetzten und vom Secret Service, rettet mal schnell dem Vize-Präsidenten das Leben, erschiesst unzählige Terroristen und schrottet unter anderem Autos, Motorräder und Hubschrauber.
Damit sollte er aber diesmal nicht ungestraft davonkommen, denn seinen Vorgesetzten ist Boyd schon lange ein Dorn im Auge. Anstatt einer Auszeichung bekommt er eine Versetzung ins 15. Revier, das übelste der ganzen Stadt. Dieses wird von Commander Mulcahy (Jill Hennessy), welche Boyd gleich zu einer Therapiegruppe schickt um besser mit seiner "Wut" klarzukommen, mit strenger Hand geführt. Dort lernt Boyd auch Henry Wayne (Tom Arnold), der eine Frühstücks-Talkshow moderiert und zu gelegentlichen Wutausbrüchen neigt, kennen. Dieser spricht ihm gleich Kultstatus zu, nur weil er es der Gruppenleiterin mal richtig zeigt, vom einem Tisch die Platte abreisst und ein paar Gangster verprügelt, die sein Auto klauen wollen.
Den nächsten Bock schiesst Boyd, als er in einen Treffen zwischen zwei vermeindlichen Dealern hereinplatzt. Wie sich heraustellt nimmt er einen seiner eigenen Kollegen, Montini (David Vadim), fest, welcher undercover gearbeitet hat. Und den wahren Dealer, Latrell Walker (DMX), lässt er entwischen. Das bringt ihm glatt eine Versetzung zum Dienst auf der Strasse bzw. Kreuzung ein, wo er den Verkehr regeln soll, was aber im totalen Chaos endet. Bei einigen Nachforschungen über Latrell Walker, stösst er auch zufällig auf einen Einbruch in eine Asservatenkammer, wo 50 Kilo Heroin entwendet werden. Kurz darauf wird er zum Streifendienst auf die Strasse versetzt und bekommt einen Partner, George (Isaiah Washington). Bei weiteren Nachforschungen "durchsuchen" (entspricht erstmal einer fetten Schlägerei) sie einen Nachtclub, der Walker's rechter Hand, T.K. (Anthony Anderson), gehört. Dabei finden sie eine Besucherkarte für das Gefängnis, welche sie auf Walker's Spur bringt.
Henry Wayne wird von Boyd beauftragt seine alten Kontakte zum CIA und FBI spielen zu lassen und siehe da, er kommt mit einer Menge Informationen zurück. Latrell Walker ist nicht der, für den er sich ausgibt, er heisst in Wirklichkeit Leo und ist ein Multimillionär im Softwarebereich. Als Boyd ihn zur Rede stellt, offenbart er seinen Plan. Er will den korrupten Cops (Montini ...etc.) die 50 kg Heroin abkaufen um sie endlich dingfest zu machen. Durch genau diese Cops nämlich sitzt Leo's Bruder Shawn zu Unrecht im Gefängnis. Es kommt zum packenden Showdown (mit genialen Kampfszenen), indem einmal mehr wieder das Gesetz in Form von Orin Boyd und Latrell Walker vor dem Unrecht siegt.
Schauspieler *********** STEVEN SEAGAL spielt seine Rolle wie gewohnt souverän. Er ist einmal mehr der riesige, unbesiegbare und unverwüstliche Hühne, der alles und jeden im Alleingang aufmischt. Teilweise neigt man richtig dazu an alte "Alarmstufe Rot" - Zeiten zurückzudenken. Seagal (jetzt ohne Pferdeschwanz) war ja in den letzten Jahren nur noch wegen seiner mehr als schlechten B-Movies in die Schlagzeilen geraten, aber mit "Exit Wounds" feiert er ein Comeback, das sich sehen lassen kann.
DMX ist ja einer von viele Rappern, die ihr Glück nun in Hollywood versuchen wollen. Er agierte in diesem Film nicht nur als Darsteller, sondern schreib auch gleich den Titelsong zum Film ("No Sunshine"). Ich finde er hat seine Rolle gut gespielt, im Gegensatz zu "Romeo must die" war schon eine Steigerung zu sehen. Hoffen wir, dass er weiter an seinen Fähigkeiten pfeilt und uns einen wunderbaren vierten Teil von "The Crow" (The Crow: Lazarus) beschert. Alle anderen Schauspieler haben ihre Rollen zufriedenstellend gespielt, besonders herausheben konnten sich noch Anthony Anderson, Tom Arnold und David Vadim.
LÄNGE ******* Mit seinen 103 Minuten hat der Film meiner Meinung nach genau die richtige Länge. Einen solchen Action-Streifen sollte man auf keinen Fall zu langatmig werden lassen. Ich habe in diesem Film keine Längen gefunden, was sehr positiv ist.
FSK 18 ****** Ich finde die FSK 18 hier nicht angebracht. Die meisten blutigen Szenen sind wirklich nur Schiessereien und Martial Arts Kämpfe, bei denen an sich zwar Blut fliesst, dies aber in Maßen. Also hier hätte ich eine Altersfreigabe ab 16 wirklich für gerechter gehalten, damit mehr Jugendliche legal in den Genuss dieses Actionstreifens gekommen wären.
EFFEKTE ********* Unter Effekte zähle ich hier die Schiessereien, Verfolgungsjagten und Kämpfe. Von allem hat dieser Film, wie nicht anders zu erwarten war, viel zu bieten. Vor allem die Kampfszenen dominieren das Geschehen. Es sieht teilweise schon spektakulär aus, wenn eine Riese wie Steven Seagal mit Kampfstil in Richtung Martial Arts seine Gegner vermöbelt.
Teilweise muss man aber auch sagen, dass die ganze Sache schonwieder übertrieben wurde und unrealistisch war. So kann Stevel Seagal zum Beispiel durch blitzschnelle Reaktion einer Kugel (sind wir im falschen Film??!) ausweichen! Oder am Ende, Seagal (mit Kugel im Rücken) kann natürlich noch ohne Probleme einen mehr als harten Kampf austragen und gewinnen. Die Schiessereien und Verfolgungsjadten sind alle sehr gut gemacht und wirken auch nicht übertrieben, wie halt vereinzelte Kampfszenen.
Musikuntermalung *************** Passend zum Film wurde die auch Musik gewählt: Hip Hop! Ich bin ja nun wirklich ein absoluter Gegner dieser Musikrichtung, aber zu diesem Film passt es einfach wie "die Faust auf's Auge". DMX steuert neben seinen schauspielerischen Fähigkeiten auch gleichzeitig den Titelsong "No Sunshine" dazu, der sich wirklich sehen bzw. hören lassen kann. Dieser Mix aus Kampfszenen mit Hip Hop - Untermalung verleiht eben diesen eine gewissen "Coolness", die wir schon aus "Romeo must die" (dort grösstenteils R'N'B) kennen.
SOUNDTRACK ************* [1] DMX - No Sunshine [2] Black Child feat. Ja Rule - State To State [3] NAS - Gangsta Tears [4] Trick Daddy feat. Trina - We Got [5] Sincere feat. Timberland - Party [6] Ideal - It's On Me (© Angel_The_Lost_Vampire) [7] Three 6 Mafia feat. Pat - They Don't F*** Wit U [8] Big Stan - feat. DMX - Walk With Me [9] Memphis Bleek - 1-2-3 [10] The Lox feat. Styles And Sheek - Bust Your Gun [11] Mack 10 feat. Cash $ Millionaires - Steady Grinding [12] Playa - Incense Burning [13] Drag On feat. Aja - Off Da Chain Daddy [14] Outsiderz 4 Life - Hell Yeah [15] Lady Luck feat. Redman - Hey Ladies [16] Caviar feat. WC - Fo All Y'all [17] Iceberg - Dog 4 Life
alle Infos kompakt *************** Originaltitel: Exit Wounds
deutscher Titel: Exit Wounds - Die Copjäger Genre: Action
Land/Jahr: USA, 1999 Regie: Andrzej Bartkowiak (Romeo must die)
Länge: 103 Minuten FSK Deutschland: 18
Kinostart Deutschland: 05.03. 2001 Producers: Joel Silver (Romeo must die, Martix) Don Cracchiolo
Ex. Producer: Bruce Berman Novel: John Westermann
Screenplay: Ed Horowitz Richard D' Ovidio Locations: Toronto (Kanada) Hamilton (Kanada) Calgary (Kanada)
Schauspieler: Steven Seagal .. Orin Boyd DMX .. Latrell Walker / Leo Isaiah Washington .. George Michael Jai White .. Stratt Anthony Anderson .. T.K. Jill Hennessy .. Commander Mulcahy David Vadim .. Montini Tom Arnold .. Henry Wayne Matthew G. Taylor u.a. FAZIT ******
An sich ein typischer Seagal-Film, mit viel Action und Geballer. Allerdings bedeutend besser als seine letzte Werke. Die Story ist sehr interessant, aber für meinen Geschmack an manchen Stellen einfach im "Kampf" untergegangen. Die FSK 18 ist zu übertrieben, ebenso wie manche Kampfszenen. Von mir gibt es eine glatte 2 für Seagals furioses Comeback.
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05.11.2003 08:25
Bericht = sn Das ganze ist ein Hollywoodgewöhnlicher Film mehr nicht.
01.05.2003 21:33
Dieser Film war absolut genial. Natürlich werden nicht alle diesen Film gut finden, da, wie du schon geschrieben hast, es zu viele übertriebene Szenen gibt. Aber warum sollte ich mir einen Film angucken, der 100% reel ist?? Man guckt sich doch eigentlich deshalb Filme an, um wenigsten ein wenig dem Alltag zu entfliehen, oder?? Ansonsten ein klasse Bericht, vor allen Dingen die vielen Hintergrund Infos. Danke.
30.06.2002 20:44
Guter Bericht !!! Habe mir den Film heute auch gekauft aber noch nicht angeguckt. CU David005