Gutes und günstiges NAS-Laufwerk mit LAN und USB
24.04.2007
Pro:
Ausgezeichnetes Preis - Leistungsverhältnis, gute Kühlung, wertige Anmutung
Kontra:
Kein Parallelbetrieb von USB und LAN, nur FAT32
Empfehlenswert:
Ja
 a.t.l
Über sich:
Mitglied seit:18.03.2004
Erfahrungsberichte:8
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Um eine vorhandene externe Maxtor-Festplatte als gemeinsames Netzlaufwerk zu betrieben, suchte ich nach einem preiswerten Gehäuse mit LAN-Anschluss, um somit meine eigene NAS-Lösung zu bauen. Dabei stieß ich auf dieses Fantec-Gehäuse, das mich nach kurzer Zeit absolut überzeugt hat.
Ausstattung / Lieferumfang: Zum Lieferumfang gehören neben dem Gehäuse ein externes Netzteil, ein leicht anzubringender Fuß für die Vertikalaufstellung, eine kleine Anleitung in deutscher Sprache, ein Schraubensatz sowie ein Netzwerkkabel als auch ein USB-Kabel. Werkzeug liegt nicht bei.
Das Gerät besteht aus einem leicht zerlegbaren (nur 2 Schrauben) Aluminiumgehäuse. Nach Lösen der Schrauben auf der Rückseite kann die Frontblende samt Trägerrahmen entnommen werden. Auf dem Rahmen befinden sich auch die Anschlüsse für Strom, LAN und USB 2. Ein Ausschalter sowie zwei LEDs hinter Transparentelementen in blau und rot auf der Vorderseite runden den gelungenen ersten Eindruck ab. Über das Interface lassen sich verschiedene Einstellungen vornehmen; ebenso ist dort die Einstellung zu finden, nach welcher Leerlaufzeit sich die Platte in den Ruhezustand versetzen soll. Neben der ordentlichen Ausstattung empfinde ich es als ausgesprochen positiv, auf der deutschen Homepage viele Infos und FAQs zum Gerät zu entdecken. Trotz des günstigen Preises wurde eine Frage an den Support innerhalb von zwei Tagen nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch kompetent und freundlich beantwortet. Sehr lobenswert!
Der Anschluss der Platte erfolgt über die ATA-Schnittstelle, wodurch sich stabile Verbindungen ergeben und eine Vielzahl von 3,5"-Laufwerken einsetzbar ist. Entgegen anderen Anbietern gibt es beim Fantec-Gehäuse keine Begrenzungen der möglichen Festplattenkapazität, was es zumindest von der Papierform her auch für die gro0en Größen attraktiv macht.
Montage / Einbau: In wenigen Augenblicken ist die Platte montiert und die Kabelverbindung hergestellt. Beim Zurückschieben des Trägers samt Platte ins Gehäuse gibt es zwei Besonderheiten: Erstens sind die Kabel sehr sorgfältig einzufädeln, damit es nicht zu Beschädigungen kommt. Zweitens gibt es zwischen Platte und Gehäuse wenig Spiel, wodurch schon mal Stücke des Aufklebers auf der Platte abgeschabt werden. Dieses Spiel wird mit vier Schrauben auf der Oberseite des Gehäuses gesteuert, um nach Einbau und Festziehen eine optimale Wärmeabfuhr zu erreichen.
Inbetriebnahme
Ich habe das Gerät in mehreren Schritten in Betrieb genommen. Sehr gut gefiel mir der stramm sitzende Stecker für die Stromversorgung, der ein versehentliches Herausrutschen im Betrieb praktisch unmöglich macht. Dass dafür beim Einstecken etwas Vorsicht nötig ist (nach "fest" kommt sonst "ab"...), nehme ich gern in Kauf. Zunächst formatierte ich mit Hilfe von H2FORMAT die Platte im alten Gehäuse unter Windows XP mit dem erforderlichen FAT32-Dateiformat. Das ist sinnvoll und wichtig, denn FAT32 kann von allen aktuellen und etwas älteren Betriebssystemen unterstützt werden; NTFS ist ein proprietäres Dateisystem, das nur mit Hilfsmitteln fremdgelesen werden kann.
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Formatierung nicht notwendig ist, weil das Gerät selbst auf der browserbasierten Oberfläche die Funktion "Formatieren" anbietet. Das steht leider nicht so auf der Verpackung - so hätte ich mir Mühe und Arbeit sparen können. Anschließend lief das Gehäuse sowohl an einem Medion 2010 als auch einem FSC Lifebook E 4010D über USB. Während das FSC völlig unkompliziert den High-Speed-Zugang ermöglichte, gab es beim Medion-Notebook (baugleich zu MSO S260) nur die geringere Geschwindigkeit. Auch die Herstellerseite und die dort angebotenen Lösungen blieben erfolglos. Die flinke Rückmeldung in deutsch durch den Support werde ich in Kürze ausprobieren; ansonsten soll das Gerät ja im Netz laufen.
Nach dem erfolgreichen Aufspielen aller Daten ging es an die Feuerprobe: Konfigurieren des Gerätes über LAN. Hier gilt es, dem eigenen Rechner eine Adresse aus dem privaten 169er-Bereich zuzuweisen, weil die Oberfläche des Gerätes unter 169.254.0.1 erreichbar ist. Das gut gegliederte und übersichtliche Menue ist mehrsprachig, allerdings nicht in deutsch. Das ist kein großes Manko: Einerseits sind es nicht zu viele Einstellungen, die ich vornehmen muss, andererseits hilft dort die gute Anleitung immer weiter und "übersetzt" Abkürzungen in sinnvolle Begriffe und Erläuterungen. Nach erfolgreicher Zuweisung einer festen IP (kann auch über DHCP automatisch zugeteilt werden) und dem Anschluss an den LAN-Router konnte ich umgehend auf das Gerät zugreifen.
Sicherheit
Das Gehäuse bietet die Möglichkeit, per Samba zu administrieren. Ebenso möglich: Die Administrierung über FTP-Accounts. Hierfür ist die feste Zuweisung einer IP-Adresse erforderlich, was ich ohnehin bevorzuge. Ebenfalls lässt sich das Zugriffspasswort auf die Benutzeroberfläche einstellen. Ein Disk Utility-Programm überprüft zusätzlich die Platte auf Fehler. Wenn ich wissen möchte, wie viel Platz noch frei ist, geschieht das ebenfalls unkompliziert über die Oberfläche.
Kompatibilität: Bei mir läuft das Gehäuse unter Windows XP in der Home- als auch in der Professional-Version im Netz. Nach Herstellerangaben wird Windows in den Versionen 98, 98se, ME, 2000 und XP unterstützt; bei älteren Versionen ist zuvor ein USB-Treiber herunterzuladen. Zusätzlich wird Linux als auch MAC OS ab 10.3.x unterstützt. Als Browser ist nahezu jeder handelsübliche Browser einsetzbar.
Wer an dem Gehäuse Gefallen findet und davon nicht genug bekommt, kann auch mehrere davon ins Netz stellen. Diese lassen sich dann einzeln ansprechen; eine Verbindung wie beispielsweise in Form eines RAID-Arrays zwecks Spiegelung ist jedoch nicht möglich.
Einsatz in der Praxis: Auspacken, Aufschrauben, Zusammenschrauben und Loslegen ging in wenigen Minuten über die Bühne. der Zugriff via USB klappte gut, der Netzwerkzugriff sowohl direkt am PC als auch am Router erfolgte unkompliziert und stabil. Ich habe die externe Platte mit einem festen Netzwerkbuchstaben versehen und finde sie entweder unter der Netzwerkumgebung oder unter dem Arbeitsplatz; über Eingabe eines bestimmten Befehls im Explorer ist der Zugang zum öffentlichen Ordner ebenfalls möglich. Befindet sich die Platte im Ruhezustand, fährt sie blitzschnell hoch und lässt auf dem PC das entsprechende Verzeichnis erscheinen. Die kleinen Verzögerungen führe ich auf das noch etwas langsame 54g-WLAN zurück; bei 108 mBit sollte es entsprechend flinker werden. Bislang lief das Gerät völlig unproblematisch und stabil und bietet für einen günstigen Preis erfreulich viel Gegenwert.
Fazit:
Ich habe mich für das Gehäuse entschieden, weil es a) vor Ort in Leipzig verfügbar war, b) meine Preisvorstellungen unterschritt und alle von mir gewünschten Ausstattungsmerkmale mitbrachte. Neben einem ansprechenden Design mit futuristischer Beleuchtung in blau und rot bei Betrieb gibt es en stabiles Gehäuse mit guter Wärmeableitung, solide verarbeitete Steckverbindungen und einen stabil haltenden Fuß. Bei einem Preis von 75,- €, der erlebten Hotline und der brauchbaren Website ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis.
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24.04.2007 15:12
steht bei mir auf dem Wunschzettel .............. Gruß Edgar
24.04.2007 10:09
Von sowas habe ich keine Ahnung, ich gehe für Computerzubehör meisten in die "48", die können einen ganz gut beraten. LG an den Leipziger ---->Nicole
24.04.2007 06:46
Schöner Bericht!