Erfahrungsbericht über

FANTEC MR-35DRN

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Unzuverlässiger Netzwerkspeicher mit ständigem RAID Ausfall

2  14.08.2010

Pro:
Läßt sich unter auch Linux mounten

Kontra:
Zu hohe Ausfallrate, zu teuer, schlechter Support

Empfehlenswert: Nein 

Tom635

Über sich:

Mitglied seit:27.10.2004

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Seit ca. einem Jahr betreibe ich den Fantec MR-35DRN im Heimnetzwerk mit zwei Samsung 1 TB Festplatten.

Das Fantec MR-35DRN ist ein Gigabit NAS (Network Attached Storage) mit zwei SATA Schnittstellen. Es unterstützt die Funktionalität von Router, NAS, DHCP Server und anderen Büroanwendungen. Das Gerät hat einen 32 BIT ARM9 RISC Prozessor und basiert auf Linux. Es ist mit einem Verschlüsselungsmechanismus, zwei 10/100/1000 Mbit RJ45 Netwerkanschlüssen und zwei USB 2.0 Schnittstellen bestückt. Ein programmierbarer Energiesparmodus wird unterstützt.

Die Festplatten werden in das System eingeschoben. Die Festplatten werden nicht verschraubt.

In der erstmaligen Inbetriebnahme dauert das Booten des NAS recht lange. Angezeigt wird der Boot Vorgang durch Blinken einer blauen LED. Sobald diese dauerhaft leuchtet, kann das System eingerichtet werden.

Dazu wird auf der mitgelieferten CD ein Setup Programm gestartet, welches eine Verbindung über das bestehende Netzwerk mit dem NAS vornimmt und zunächst einen Administrator anlegt. Danach ist das NAS über einen beliebigen Internet Browser zu erreichen.

Nach Anmeldung am System mit dem vergebenen Admin Passwort muss das System eingerichtet werden. Hier können Nutzer und Gruppen angelegt werden und, z.Bsp. das Bonjour Protokoll von Apple, zusätzlich aktiviert werden. Beliebige Verzeichnisse könne öffentlich gemacht werden oder nur bestimmten Gruppen oder Nutzern zugänglich gemacht werden.

Ebenso muss hier festgelegt werden, wie die zwei Festplatten im System verwaltet werden sollen. Ich habe RAID 1 gewählt, d.h. die Festplatte werden gespiegelt. Fällt eine Festplatte aus, sind auf der zweiten Festplatte alle Daten weiterhin vorhanden und nutzbar. Die Platte kann ebenfalls beschrieben werden. Nach Austausch der defekten Festplatte erfolgt eine automatische Einrichtung der neuen Platte und alle Daten werden von der intakten Platte auf die neue geschrieben.

Seit einem Jahr verwende ich das System und in diesem Jahr hat das NAS ca. 10mal behauptet eine der Festplatten sei defekt. Die ersten Male habe ich die Platte immer noch mit einem Festplattenadapter überprüft, um dann festzustellen, dass die Platte in Ordnung ist.

Ein Firmware Upgrade hat leider auch nicht geholfen. Im übrigen konnte die neue Firmware zunächst nicht installiert werden. Erst nach Kontakt mit dem Fantec Support war dies möglich. Entgegen der Beschreibung im Handbuch müssen vor dem Firmware Upgrade die Festplatten aus dem Gerät entfernt werden. Erst danach konnte die neueste Firmware aufgespielt werden. Nachdem Firmware Upgrade wurden die Festplatte neu formatiert. Welches Glück hatte ich, dass ich vorher ein Backup auf einer weiteren Festplatte angelegt hatte.

Die Fehler wurden an Fantec gemeldet. Sie haben mit empfohlen, dass Gerät zusammen mit den Festplatten nach Hamburg zu senden. Aber wer versendet schon gerne seine persönlichen Daten und Erinnerungen per Post an irgendwelche unbekannten Pappnasen.

Mittlerweile überprüfe ich das System einmal in der Woche, entnehme dann die als defekt gemeldete Festplatte und setze sie wieder ein. Danach wird das Raid neu aufgebaut. Das dauert dann ca. 12 Stunden, kommt auf die Größe der Festplatten und die belegte Datenmenge an.

Die angeboten Festplattendienstprogramme funktionieren nicht. Ein Drücken der Buttons startet keine Programme auf dem NAS.

Der Lese- und Schreibzugriff erfolgt zügig. Es entsteht der Eindruck an einem USB Laufwerk zu arbeiten. Alle Rechner im Netzwerk haben problemlos Zugriff auf die Daten des NAS. Auch eine Konfiguration des NAS ist von jedem PC möglich, da hierzu nur die Standard Protokolle benötigt werden.

Angeblich kann an den USB Anschlüssen eine weitere USB Festplatte angeschlossen werden. Bei mir wird funktioniert dies nicht.

Fazit: Leider erfüllt das Gerät seine Aufgabe nicht. Der Gedanke war sensible Daten auf einem NAS abzulegen und dabei gleichzeitig eine Datensicherung bei Ausfall einer Festplatte zu haben. Aber genau hier hat das NAS ständig Ausfälle und es gibt keine Sicherheit, dass die gespeicherten Daten tatsächlich auf beiden Festplatten vorhanden sind.

Das NAS muss ständig kontrolliert werden. Eine Meldung über den Ausfall einer Festplatte wird nicht ausgegeben oder funktioniert einfach nicht. Das Gerät ist zu teuer für die vielen Schwächen, die es sich leistet.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Queen500

Queen500

15.08.2010 08:13

guter Einstand! LG Michael

schipperke

schipperke

14.08.2010 21:34

würd mir auf den Geist gehen...

MkMidiMaster

MkMidiMaster

14.08.2010 20:30

Wenn der Support wenigstens helfen könnte. Aber da wird man ja oft enttäuscht. lg

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