Der Weg nach Südafrika
06.05.2010
Pro:
Grafik und Sound
Kontra:
Voller Preis wird verlangt
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Fanatico
Über sich:
- - - MEIN CIS hat noch Plätze frei! - - -
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In wenigen Wochen steht die WM in Südafrika an, und wie man es als Fan der FIFA-Serie bereits kennt, gibt es anlässlich dieses Turniers auch ein offizielles Spiel. --Besser oder schlechter als FIFA 10?--__
Jedes Mal, wenn EA Sports eine Sonderversion anlässlich einer WM oder EM auf den Markt bringt, wird von allen Seiten sehr genau darauf geachtet, was im Vergleich zur knapp sechs Monate zuvor erschienenen regulären Version verändert wurde. Was immer gleich auffällt und wohl auch recht logisch wirkt ist die Tatsache, dass man auf die Clubs komplett verzichtet und dafür die Nationalteams stark aufgestockt hat. Somit kann man aus insgesamt 199 Nationen wählen, was auch schon einen Rückschluss auf die Spielmodi erlaubt. Denn neben der WM-Endrunde bekommt man zudem die Möglichkeit mit jedem beliebigen Land die Qualifikation zu spielen, um so herauszufinden, ob man es genauso gut schafft bzw. besser macht. Dabei kann man auch gleich die Gelegenheit nutzen die verschiedenen Modi der kontinentalen Verbände kennenzulernen. Während bei einigen alles in mehrere Gruppen aufgeteilt ist, deren Sieger automatisch qualifiziert sind und die Verfolger noch ein Ausscheidungsspiel bestreiten müssen, gibt es andere Varianten, bei denen alle in einer großen Gruppe spielen und nur das obere Drittel den Weg in die Endrunde schafft. Es gibt allerdings auch die Konstellation des Pazifiks, bei der der Sieger leider noch mal ein Entscheidungsspiel gegen ein Land aus einer anderen Föderation bestreiten muss und sich erst nach dessen Gewinn so richtig freuen darf. Es gibt also wirklich viele Möglichkeiten um nach Südafrika zu kommen, was aber auch eine Menge Spaß bedeuten kann. Neben dem hauptsächlichen Geschehen auf dem Rasen bietet das Spiel auch eine Menge an Infos mit Fakten zu den diversen Ländern, aber auch mit einigen Statistiken bzgl. ewiger Duelle zweier Länder oder aber wie erfolgreich eine Nation in der Qualifikation bzw. Endrunde war.
Irgendwann ist man aber auch soweit versorgt, dass man nun endlich auf den grünen Rasen, um das Team seiner Wahl zum Sieg zu führen. Bereits bei der Präsentation der Spiele gibt es einige deutliche Unterschiede. Während ein Qualifikationsspiel eher schlicht daher kommt, sieht es z.B. bei einem Gruppenspiel der WM schon viel pompöser aus. Beim Einlaufen der Spieler präsentiert sich das Stadion in einem Meer von Luftschlangen und Konfetti, welches sich dann auch auf dem Platz immer noch deutlich abzeichnet. Und als wenn dies nicht schon genug wäre, steigert sich das Ganze von Runde zu Runde, bis letztendlich im Finale auch noch das eine oder andere Feuerwerk ins Spiel kommt, um das Ganze würdevoll abzurunden. Allerdings muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass diese ganze Aufmachung doch sehr übertrieben ist und nicht unbedingt der Realität entspricht. Nichts desto trotz ist alles sehr schön anzusehen und sorgt dafür, dass ein gewisser WM-Funke überspringt. Zusätzlich sorgen auch immer wieder diverse Zwischenanimationen zu diesem überspringenden Funken, wenn man dann z.B. bunt angemalte Fangruppen sieht, oder aber auch schon mal eine Nahaufnahme vom Trainer deutlich erkennen lässt, was er vom aktuellen Spielgeschehen hält. Nun aber mal weg vom ganzen Drumherum und die Konzentration auf das gelegt was auf dem Rasen geschieht. Leider muss man hier sagen, dass es einige Zeit benötigt, bis man wirkliche Veränderungen zu FIFA 10 feststellt. Während es bei einem Versionswechsel oft so ist, dass man mit dem sonst angewendeten System absolut nicht vorankommt, trifft dies hier gar nicht zu und man kann seine Spielweise weitgehend beibehalten. Es lassen sich zwar hier und da einige Verbesserungen in den Bewegungen der Spieler erkennen, doch diese sind für den Spielablauf eher zweitrangig. Die ersten Neuerungen dürften einem dann aber bei den Torhütern auffallen, deren Repertoire an Aktionen stark erweitert wurde und es so viel häufiger dazu kommt, dass man vor dem Tor versagt, als dies früher noch der Fall war. Im Übrigen ist vieles aber beim alten geblieben, was besonders bei den Standards deutlich wird, wo alles so funktioniert, wie man es Kenner gewohnt ist. Einzige Veränderungen in dieser Kategorie ist das Elfmeterschießen, was man aber sicherlich nicht unbedingt gleich auf Anhieb zu Gesicht bekommt. Während man bisher lediglich die Richtung und die Schussstärke gewählt hat, läuft diesmal alles ein wenig anders ab. Zunächst einmal geht es darum eine gewisse Genauigkeit zu erlangen, in dem man einen nach links und rechts bewegenden Cursor im grünen Bereich zum Stoppen bringt. Die Größe dieses Bereichs hängt zum einen vom ausführenden Spieler ab, aber auch von der Spielsituation, denn es ist sicherlich wesentlich schwieriger einen entscheidenden Elfer zu verwandeln, als wenn es sich um einen in der fünften Spielminute handelt. Sobald man dann den Cursor mehr oder weniger gut platziert hat, geht es wie gewohnt um Richtung und Schussstärke, wobei man letztere auch total verhunzen kann, wenn man viel zu spät drückt. Bzgl. der Torhüter hat sich aber nicht wirklich etwas verändert, denn dieser verfügt nach wie vor über seine gewohnten Bewegungen, wie das Seitwärtslaufen oder das Rudern mit den Armen, um den Schützen zu irritieren.
Abseits der Offline-WM gibt es natürlich noch weitere Spielmodi. Dazu zählt z.B. der Herausforderungsmodus, der rund 50 Szenarien bereitstellt, bei denen man oft in nahezu auswegslose Situationen gesteckt wird, bei denen man kurz vor Schluss im Rückstand ist und das Spiel noch drehen soll, obwohl ein total Außenseiter ist. Besitzer von FIFA 10 haben sogar die Möglichkeit ihren damals erstellten Virtual Pro zu integrieren und ihn höchst persönlich zum Weltmeister zu machen, was für viele eine gewisser Anreiz sein könnte.
Für die größte Motivation könnte sicherlich die erstmals integrierte Online-WM sorgen. Dabei wählt man die Nation seiner Wahl, wird mit 31 anderen Spielern dieser Welt zusammengebracht und trägt nun nach und nach seine Spiele aus. Einziges Manko ist hierbei, dass man zunächst einmal einen Termin mit seinem Gegner finden muss, wodurch sich ein Wettbewerb über eine sehr lange Zeit erstrecken kann und es teilweise wirklich Sinn macht, mehrere Endrunden parallel zu spielen, um zumindest bei einem irgendwann ins Finale zu kommen. Bzgl. der Verbindung gibt es glücklicherweise nichts zu meckern, es besteht nur das Dauerproblem der Quitter, sprich der Spieler die nicht verlieren können und das Spiel dann einfach abbrechen. --Steuerung--__
Wer bereits seit mehreren Jahren die Spiele der FIFA-Serie spielt, wird sich mit der Steuerung recht leicht zurecht finden. Relativ große Veränderungen zum Vorgänger gibt es in überschaubarer Anzahl. So muss man sich nun z.B. mehr auf die Präzision konzentrieren, um einen Heber unterzubringen, was beim Vorgänger eher noch ein Kinderspiel war. Zudem kann man noch die ein oder andere neue Jubelszene durchführen, man muss allerdings die zugehörige Tastenkombination wissen. Einsteiger hingegen könnten im ersten Moment ein klein wenig überfordert sein, da die Auswahl an Funktionen und Bewegungen wirklich sehr groß ist und man sich zudem immer im klaren sein muss, dass eine Taste abhängig davon ob man nun den Ball hat oder eben nur verteidigt, etwas ganz anderes bedeutet. --Grafik--__
Die Optik zeigt sich in vielen Bereich verbessert auch wenn man nicht unbedingt von gravierenden Veränderungen sprechen darf. Wie bereits angedeutet, wurde einiges an den Bewegungen der Spieler gefeilt, aber auch das Aussehen dieser selbst hat sich in Bereich der Gestiken und Mimiken deutlich verbessert. Besonders schön kommt dies bei den diversen Animationen zur Geltung, die nach einem Tor oder einer vergebenen Chance gezeigt werden. Weitere Pluspunkte gehen an die Einblendungen der Trainer und deren Animationen, auch wenn es hierbei leider den kleinen Nachgeschmack gibt, dass diese sich nicht von Person zu Person unterscheiden und auch recht schnell wiederholen. Zu guter letzt wurde auch dem Rasen eine Überholungsphase gegönnt und er schafft es immer mehr, seinen realen Vorbilder aus dem TV zu ähneln. Sicherlich die meiste Arbeit wurde in die detailgetreue Umsetzung der insgesamt zehn Stadien gesteckt. Diese präsentieren sich in voller Pracht und wer diese bereits im Internet genauer betrachtet hat, wird feststellen, dass sie sich wirklich nahezu 100% ähneln.
Im Übrigen bleiben noch einmal die diversen Präsentationen der Spiele zu erwähnen, auch wenn diese, wie schon angesprochen, teilweise etwas unreal wirken, aber dennoch ihren Zweck erfüllen, indem sie ein wenig WM-Feeling ins Wohnzimmer zaubern. --Sound--__
Bei der Akustik wird dem Spieler einiges geboten, doch das soll nicht nur Positives bedeuten. Bestes Beispiel hierfür sind die Tröten, die wohl massenweise bei der WM vertreten sein werden, aber den großen Nebeneffekt haben, dass sie einem auf Dauer sehr auf die Nerven gehen werden. Wie auch immer die TV-Anstalten dieses Problem lösen werden, bei der digitalen Umsetzung gibt es ganz einfach die Möglichkeit die Tröten abzustellen, so dass man sich nicht die ganze Zeit quälen lassen muss. Wesentlich angenehmer sind dann schon die Fangesänge, die stark variieren. Dies hängt zum einen davon ab, wer gegen wen und spielt und zudem davon, wie das Spiel verläuft. So geht es in einer torreichen Partie natürlich viel Stimmungsvoller daher, als in einem trägen Spiel, bei dem so gut wie gar nichts passiert. Für die gewisse Abwechslung sorgen auch die Kommentatoren, die mit vielen auf die WM abgestimmten Sprüchen daher kommen. Doch leider zeigt sich bei intensivem spielen recht schnell das Problem, dass deren Sprüche-Repertoire auch eher gering ausfällt und somit Wiederholungen keine Seltenheit sind.
--Trophäenjäger--__ Die Trophäen beziehen sich diesmal verstärkt auf den Online-Bereich, was es natürlich um ein vielfaches erschwert, alle zu erlangen. Im Offline-Modus wird man z.B. dafür belohnt, wenn man die Gruppenphase übersteht oder aber die WM gewinnt, während es Online viele Stufen gibt, bei denen man dann mit schwachen Teams erfolgreich sein soll, was teilweise unmachbar werden kann, vor allem wenn die Gegner sich mit Teams wie Brasilien oder Spanien ausrüsten.
--Der Preis--__ Leider muss man, obwohl es sich nur um eine Zusatzversion handelt, den vollen Preis von rund 60€ bezahlen.
Eine Altersbeschränkung gibt es nicht. --Mein Fazit--__
Wie nicht anders zu erwarten, kommt die Sonderversion zur FIFA WM 2010 mit einigen Veränderungen daher, die sich vor allem in der Grafik und im Sound widerspiegeln, dennoch sind auch deutliche Parallelen zu FIFA 10 erkennbar, wodurch es nicht wirklich gerechtfertigt ist, diesen Titel als Vollpreis-Spiel in den Handel zu bringen.
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02.07.2010 19:47
Sehr hilfreich, LG Jürgen
14.05.2010 23:52
bh
09.05.2010 21:54
bh + lg