So wird gebaut
24.03.2010
Pro:
Beratung, Bautruppen aus Meck - Pomm
Kontra:
keine
Empfehlenswert:
Ja
 eisbaer_14
Über sich:
Mitglied seit:24.03.2010
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 33 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Unser Weg in die eigenen 4 Wände Der Traum vom Grundstück auf dem unser Häuschen steht schwirrt schon seit Jahren in unseren Köpfen. Leider gab es jedoch immer wieder Gründe, die dagegen sprachen. Und das sind wir. Meine Frau Janet ist 35 Jahre jung, unser Sohn Tony, 4 Jahre jung und stolzes Kindergartenkind. Dann gibt es da noch eine Katze und mich, Ronny, 32 Jahre alt. Mitte Januar 2009 entschieden wir, unseren Traum nun doch in die Realität umzusetzten. Ich kramte im Keller alte Kataloge von Hausanbietern hervor, welche wir bereits vor Jahren bei einer Häusermesse beutelweise rausschleppten. Die lange Suche nach der Nadel im Heuhaufen war also eröffnet. Wir konnten uns noch sehr gut an eine Firma erinnern, die dänische Holzhäuser anbot. Wunderschöne Häuser, tolle Grundrisse und Raumaufteilungen und super Konzepte aus ökonomischer und ökologischer Hinsicht. Ein Traum, und das sollte er auch bleiben, denn einfach zu teuer. Der Besuch hatte jedoch aber einen sehr angenehmen Nebeneffekt. Der sehr nette Verkäufer gab uns die Kontaktdaten von Frau P., einer Expertin für Baufinanzierungen. Frau P. riefen wir umgehend an und trafen uns am 9.2.2009 Jetzt konnten wir unser gesamtes Bauvorhaben mal von der finanziellen Seite durchleuchten. Wir kannten also unsere festen Einnahmen und Ausgaben. Wir wussten wie lange wir finanzieren wollen und die monatliche Rate die für uns zahlbar waren. Diese vier Faktoren ergeben unter dem Strich eine Gesamtsumme von der ein Haus, ein Grundstück und die Baunebenkosten (sollte man nicht unterschätzen) bezahlt werden mussten. Durch ihre jahrelangen Erfahrungen mit Bauträgern und Banken konnte uns Fr. P. einige Hausanbieter benennen mit denen sie sehr positive Erfahrungen machen konnte. Gleichzeitig nannte sie uns auch Beispiele wie man es nicht machen sollte. Die Suche nach dem passenden Grundstück war nicht wirklich einfach. Einig waren wir uns mit der ungefähren Lage. Es muss als erstes natürlich in die Finanzierung passen und zwar so, dass ein Haus und die Nebenkosten auch noch Platz finden. Es musste so geschnitten sein, dass ein Haus im Bungalow-Stil mit ca. 100 m² Wohnfläche sich einmessen lassen würde. Auch wichtig für die anfallenden Kosten war, ob die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz gegeben ist oder ein zweites Auto gekauft werden muss. Wie sieht das Grundstück aus?! Ist es bewaldet oder bebaut. Abriss oder abholzen kann auch richtig ins Geld gehen. Diesen Kostenpunkt reden Grundstücksmakler gerne klein. Grundstück- und Bauträgersuche liefen bei uns ziemlich parallel. Nachdem wir die ersten Erfahrungen mit Hausanbietern persönlich gemacht hatten, beschlossen wir uns auf die 4 Tipps, welche uns Frau P. gemacht hatte, zu beschränken. Der erste Name der fiel war Elbe-Haus. Also schnell angerufen und Termin gemacht. Am 25.02.2009 war es dann soweit und wir fuhren zu Frau Dip.Ing Ines Dolling nach Dahlewitz. Schon unser erstes Zusammentreffen war anders als wir es bisher erfuhren und später erfahren sollten. Nix mit treten sie ein, Wasser oder Kaffee und diverse Hochglanzfarbkataloge. Sie fragte uns ob wir ein wenig mehr Zeit mitgebracht hätten und deutete auf ihr Auto. Wir sagten ja und stiegen ein. Um einen ersten Eindruck von Häusern zu bekommen ist es viel intensiver davor zu stehen. Kaffee gab es später trotzdem noch. Wir fuhren durch Orte in der nähere Umgebung um uns „Elbe-Haus“ Häuser anzusehen und erklären zu lassen. Unteranderem fuhren wir auf unserer Besichtigungstour auch durch Rangsdorf und waren sehr angetan von diesem Örtchen. Idyllisch gelegen zwischen zwei Seen, der Regionalzug fährt in regelmäßigen Abständen nach Berlin und das wichtigste, der Bodenrichtwert schien in unser Konzept zu passen. Die Grundstücksuche war somit schon mal stark eingegrenzt. Als wir zurückkamen erläuterten wir unsere Vorstellungen vom Haus und offenbarten unseren finanziellen Rahmen. Frau Dolling nahm unsere Angaben auf um ein Konzept zu erstellen. Ein herrlicher Tag der uns sehr weit voran brachte. Es ist auch von Vorteil wenn sich Finanzierer und Bauplaner kennen und Hand in Hand arbeiten. Am nächsten Tag hatten wir ein weiteres Gespräch bei einer anderen Firma. Es war sehr nett aber eigentlich hatten wir uns bereits entschieden. Es war halt das gewisse Etwas und sehr gutes Gefühl im Bauch. Da sie als Bauplanerin immer noch in Frieden und Harmonie dort wohnt, wo sie von selbst geplanten Häusern umgeben ist, brachte uns natürlich auch eine gewisse Sicherheit. Die Grundstücksuche sollte von Erfolg gekrönt werden als wir im Internet auf ein Baugebiet, welches nach den Regeln von „Feng Shui“ geplant und gestaltet wurde, stießen.
Die Lage ist einfach traumhaft, inmitten eines Naturschutzgebietes und ca. 400 m Luftlinie zum Rangsdorfer See. Der Preis/m² war zwar etwas höher als vorerst kalkuliert, egalisierte sich jedoch wieder da alle Medien wie Strom, Wasser, Abwasser, Gas und Telekom sich bereits auf dem Grundstück befanden und auch nichts geräumt werden musste.
Zwischenzeitlich hatten weitere Zusammentreffen mit Frau Dolling einen 4-Zimmer- Bungalow mit 96 m² Wohnfläche nach unseren Vorstellungen auf dem Papier entstehen lassen. Als effektivste Energiequelle kam für uns eine Gas-Brennwertheizung mit 5m² Solarfläche zur Warmwasserbereitung incl. eines 300l Warmwasserspeichertank in Frage. Damit kamen wir auch gleichzeitig allen Anforderung nach, welche durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz 2009 gefordert sind. Das Schöne daran war, dass wir uns immer noch im Preislichen Rahmen bewegten. Zwar eng kalkuliert aber immer noch so großzügig berechnet, dass ein nachfinanzieren nicht nötig werden sollte.
Am 3.4. 2009 stellten wir die Finanzierungsanfrage unter Einreichung etlicher Unterlagen und es klappte alles beim ersten Versuch. Es konnte nun das Grundstück gekauft werden. Es begann nun die Zeit des Wartens. Es wurden viele Papiere bearbeitet, angefordert und weitergeleitet. Alleine wären wir ziemlich aufgeschmissen gewesen, da viele bürokratische Abläufe mit viel Amtsdeutsch gespickt einfach undurchsichtig für uns Bauneulinge waren. Hierbei wurden wir zu unserer Rettung bestens unterstützt. Am 16.6. 2009 konnten wir nun die Bauanzeige beim Bauamt einreichen und bekamen am 14.7. 2009 die telefonische Zusage. Am 24.06. 2009 hatten wir unseren Bemusterungstermin, wo wir nun auch unsere Bauleiterin Frau Günther kennen lernten. Es wurden wichtige Entscheidungen getroffen wie das Auswählen der richtigen Hauseingangstür oder der Dachsteine. Die Auswahl war absolut ausreichend für unseren Geschmack. Es handelte sich ausschließlich um Markenprodukte namhafter Hersteller aus deutschen Landen. Die Auswahl der Fliesen und anderer Kleinigkeiten wollten wir jedoch selbst in die Hand nehmen. Das war natürlich auch alles kein Problem, denn für die weggefallenen Positionen bekamen wir eine Gutschrift welche wir wiederum für andere Sachen nutzen konnten.
30./31.KW. Am 24.07.2009, genau 6 Monate nach unserem Entschluss zum bauen, war es nun soweit und die ersten Arbeiter tobten sich mit Bagger und Schaufel auf unserem Grundstück aus. Der Mutterboden wurde abgetragen und auf der zu bebauende Fläche wurde der Füllboden eingebaut. Der Vermesser kam für die Feinabsteckung und die Cosy-Floor-Bodenplatte inklusive Fußbodenheizung wurde gegossen. Baustrom und Standrohr für Bauwasser fanden unter Umwege auch ihren Weg zur Baustelle. Das alles in nur einer Woche.
Mittlerweile kündigten wir unsere Mietwohnung zum 31.10.2009, was bedeutet, dass wir in 3 Monaten raus müssen. Hoffentlich geht das gut.
Nach dem die Bodenplatte eine Woche lang in Ruhe gelassen wurde, begannen in der 33.KW die Maurer. Zwei klasse Typen aus der Nähe von Schwerin die die Porenbeton-Steine zentimetergenau in die richtige Position verlegten. Dabei handelte es sich um 30 cm breite Steine für die tragenden Außenmauern und 11 cm breite Kalk-Sand-Steine für die Innenwände. Da es das Wetter besonders gut mit uns meinte, nahmen die beiden auch dankend unser Wasserangebot an. Wir verabredeten uns für Mittwoch den 12.8. zu einem kleinen Maurerrichtfest um zu grillen und um die eine oder andere Flasche Bier zu trinken. Es war ein wunderbarer Abend in mitten des Rohbaus und wir konnte so unseren Dank zum Ausdruck bringen. Am Freitag den 14.08. zogen beide Maurer nach abgeschlossener Arbeit in ihr wohlverdientes Wochenende und machten Platz, für die sich für die kommende Woche angemeldeten Zimmermänner.
34.KW Am Montag den 17. 08. fuhren wir gegen Abend zur Baustelle um unsere neuen Bauleute mit Wasser zu versorgen und zu sehen ob sich schon was am Dachstuhl getan hat. Aber von den Zimmerleuten war niemand zu sehen. Das bereits in der Vorwoche angelieferte Holz lag auch noch dort wo es abgestellt wurde. Das gleiche Spiel wiederholte sich am Dienstag. Ein wenig machten wir uns dann doch Gedanken ob sich am Termin für das Richtfest am Donnerstag vielleicht doch noch etwas ändern würde. Ein Richtfest ohne Dachstuhl würde auch ein wenig lächerlich aussehen. Wir entschieden uns die Dinge einfach geschehen zu lassen und machten am Mittwoch unseren Großeinkauf für das Fest. Alle waren informiert und eingeladen und gearbeitet wurde ab Mittwoch auch am Dachstuhl. Trotz technischer Probleme des Krans meldeten unsere Zimmerleute mit ihrer norddeutschen Ruhe und Gelassenheit, dass sich alles im zeitlichen Rahmen bewege. Donnerstag der 20.08.2009, der heißeste Tag des Jahres mit 35 °C im Schatten. Der Arbeitstag für die drei Zimmermänner begann um 6:30 Uhr und sollte erst um 17:30 beendet sein. Wir selbst waren gegen 16 Uhr vor Ort um alles soweit vorzubereiten und die Getränke kalt zu stellen. Nachdem alle Gäste nach und nach uns unter unserer zukünftigen Adresse gefunden hatten, konnten wir getreu der Tradition, das Dach erklimmen und unsere Nägel im Holz verewigen. Freitag kam zum Wochenausklang noch der Schornsteinbauer um sein Werk zu vollbringen und rundete eine weitere aufregende Woche ab.
35.KW Am Dienstag den 25.08.2009 wurde der Rohbau von einem Sachverständigen der DEKRA auf Mängel untersucht und abgenommen und es zog der Mecklenburger Dachdeckertrupp mit Siggi und seinen Männern samt Wohnwagen auf unserem Grundstück ein. Eine absolute Spitzentruppe, mit denen man auch gerne mal bis nach Mitternacht zusammensitzt, bei einer „kühlen Limo“ und Würstchen vom Grill. Hat echt Spaß gemacht mit euch Jungs. Bis auf zwei Kleinigkeiten (kleine Löcher in der Unterspanbahn des Daches und ein zu lang gemauerter Stein, welcher den Verteiler der Fußbodenheizung stört) und eine fehlende Mauer im Bad, war alles in Ordnung. Die fehlende Mauer konnte sich unsere Bauleiterin auch nicht erklären obwohl wir sie vorher (beim Richtfest) bereits darauf ansprachen. Es handelte sich dabei um ein eingemauertes T-Stück im Bad, wobei der lange Strich vom „T“ den Duschbereich vom WC trennt, siehe Grundriss. Da aber zur Zeit nur der kurze Strich vom T-Stück als freistehendes Element mitten im Raum steht und daran auch noch irgendwann ein Spiegelschrank und ein Waschtisch mit Marmorwaschbecken als Hängeelement ihren Platz finden sollen, wurde die Mauer (1,60m lang, 2,10m hoch) als Risiko eingestuft. Es sollte aber alles so schnell wie möglich behoben werden, wurde uns versichert. Am Donnerstag den 27.08., in Vorbereitung auf unser kleines Grillfest mit den Dachdeckern, fragte ich Siggi, wo wir am besten den Dachstein für die Satellitenschüssel positionieren sollten. Mit fragendem Blick, von welchem Dachstein ich den reden würde, schauten wir uns an und wussten jetzt beide das gar keiner dar war. Nach kurzer Rücksprache mit der Elbe-Haus Zentrale und einem Anruf bei unserer Bauleiterin (war auch überrascht obwohl es im Bauvertrag vermerkt und bei der Bemusterung besprochen wurde), wurde dieser noch schnell nachbestellt. 36.KW Die Jungs trotzten den sommerlichen Temperaturen, beseitigten die Löcher in Unterspannbahn und übergaben uns das Dach am 2.9. jedoch mit einer ca. 1m² großen, fehlender Stelle. Die Steine haben halt nicht ganz gereicht. Soll noch in den nächsten Tagen komplett geschlossen werden. Sie lieferten eine Spitzenqualität von der Zinkdachrinne über die Schornsteinschieferverkleidung bis hin zum Firststein ab, Vielen Dank Männer.
Am Montag dem 31.08.2009 trafen wir uns mit dem Elektroinstallateur auf der Baustelle um alle Einzelheiten zu besprechen. Dabei ging es unteranderem um die Anordnung der Steckdosen, Da wir uns soweit ziemlich gut vorbereitet hatten, äußerten wir nur noch unsere Zusatzwünsche wie z.B. Spots im Dachüberstand der Terrasse. In einigen Sachen ließen wir uns natürlich auch vom Fachmann revidieren und kleinere Probleme wurden aus der Welt geschafft. Wenn die praktische Umsetzung genauso unproblematisch verläuft, sind wir voll und ganz zu frieden. Leider gab es aber auch hier einige Übermittlungsschwierigkeiten von denen im Bauvertrag festgelegten Positionen an die Elektrofirma. Denn von den in der Leistungsbeschreibung vereinbarten Punkten wie 5 zusätzliche Doppelsteckdosen, einer zusätzlichen Elektro-Anbindung zum Spitzboden, die Vorrüstung (Taster und Kabel) für die elektrischen Rollläden hatte der Elektromeister nichts in seinen Unterlagen. Eine von Ihm verfasste Mail an unsere Bauleiterin und ein nachhaken unsererseits sollte aber auch das Problem aus der Welt schaffen. Zwischenzeitig und fast unbemerkt kam der Trupp der Trockenbauer mit ihrem Wohnwagen um ihr Lager aufzuschlagen und die Decken mit Dämmstoffe zu füllen und mit Rigips-Platten abzuhängen. Die 37. KW verlief nur auf den ersten Blick recht unspektakulär. Die Trockenbauer verließen uns so schnell und unerwartet, wie sie schon gekommen waren. Machten ihre Arbeit, natürlich aus dem Auge des Leihen betrachtet, genauso zuverlässig, wie wir es bereits gewohnt waren. Außerdem trafen wir uns mit dem Fliesenleger um alle Details zu besprechen. Mein Höhepunkt der Woche war jedoch Freitag der 11.09. als ich zu meiner Freude fest stellte, dass die fehlenden Dachsteine geliefert und eingesetzt wurden und die vergessene Mauer (der lange Strich vom T, welcher die Toilette von der Dusche abtrennt) auch gemauert wurde. Nur leider nicht hoch genug für unsere vorgesehenen Badmöbel. 38.KW. Montag den 14.09. Wir trafen wir uns mit unserer Bauleiterin, auf der Baustelle um noch ein paar Kleinigkeiten zu besprechen. Dabei teilte Sie uns mit, dass sich der Einbau der Fenster und der Hauseingangstür verzögern würde. Ist ärgerlich aber das Ziel des Bauendes für die 44. KW bleibt davon unberührt. Eine andere Problematik zeigte sich, als ich in einer Türöffnung stand und den geringen Abstand zwischen Kopf und Oberkannte feststellte. Dieser betrug exakt 2,00 m. Da ich 1,94m bin und durch Fußboden und Türzarge noch einmal 2 cm verloren gehen bleiben nur noch 4cm Luft. Da unser Sohn auf dem besten Weg ist mich zu übertreffen, sollten wir da nochmal nachbessern. Dienstag kamen die Elektriker um die Installation zu beginnen. Einige Kleinigkeiten wurden noch besprochen wie die Position der Deckenlampen und die Position der Zentralsteuereinheit für die Rollläden. 39.KW. Hurra die Tür und Fenster sind da und eingebaut. Einfach traumhaft das 2,70m große Panoramafenster im Wohnzimmer. Eine Arbeitswoche könnte nicht besser anfangen. Leider sollte das der einzige Höhepunkt der Woche bleiben. Am Mittwoch rief ich bei meiner Bauleiterin an um mich um den Stand der Dinge was die Türzargen betrifft zu erkundigen. Natürlich hatte ich dabei den Ablaufplan der Bauausführungen im Hinterkopf, denn für die 40 KW haben sich bereits die Verputzer für innen angesagt. Also nur noch 5 Tage oder Bauverzögerung, denn Putz muss trocknen, ca. 2-3 Wochen bis zum streichen. Es traf mich wie ein Schock als ich den Preis von 1100€ hörte für die Arbeit eines Tages von 2 Maurern. Es sollten demnach 7 Türsturze von 2m auf 2,13m erhöht werden und die 11cm Wand im Bad (T-Stück, wo der Waschtisch und der Spiegelschrank hängen soll) abgetragen und durch eine 17,5cm breite Wand neu gemauert werden. Jetzt gab es 3Möglichkeiten: alles so lassen wie es ist. Nicht akzeptabel. Den Preis bezahlen oder selber machen. Also griff ich mir meinen Vorschlaghammer, den Bohrhammer, den Trennschneider und alles was „Mann“ sonst so braucht (Bier und Radio) und ging ans Werk. Weg mit der Wand im Bad und raus mit den Stürzen. Am Donnerstag kam ich ins Haus und freute mich, die Sanitär und Heizungsinstallateure dort anzutreffen. In der Annahme bald Feierabend zu haben, wollten sie mir noch schnell zeigen was sie den Tag über alles gemacht hatten. Damit rückte ihr Feierabend in weite Ferne, denn der Platz der Mischbatterie der Dusche und der Anschluss für den Handtuchtrocknerheizkörper waren falsch positioniert. Also alles wieder aufstemmen und neu verlegen. Es gab also mal wieder Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Installationsbetrieb und den Handwerkern. Freitag war dann für mich Großeinkaufstag im Baustoffgroßhandel, Kalksandsteine, Mörtel, U-Schalen für Ringanker (T-Stück im Bad) und sonstiges. Samstag 7 Uhr ging es dann frisch ans Werk. Dank tatkräftiger Unterstützung waren alle Arbeiten am späten Nachmittag abgeschlossen und das zu einem Bruchteil der zuerst verlangten Kosten. Sonntag hieß es dann Kabel neu verlegen (es geht halt auch mal was kaputt) und Bauschutt beseitigen. Eine Woche die Nerven und Kraft gekostet hat. 40.KW. Am Dienstag traf der Trupp der Verputzer ein um den gesamten Innenbereich bis zum Freitag fertigzustellen. Wieder einmal wurde hervorragende Arbeit geleistet. Im Außenbereich wurde soweit alles vorbereitet (Dämmung der Fensterkästen u.s.w.) um in der nächsten Woche den Vorputz aufzutragen. Unsere Bauleiterin gab mir den Rat langsam schon mal Termine mit den Hausanschlussfirmen zu machen. Am besten für Ende der kommenden Woche. Wasser und Abwasser war kein Problem. Montag 5.10. 2009 um 7:30 Uhr. Elektrohausanschluss sollte auch kein Problem sein. Gas hingegen machte mir Kopfschmerzen. Der früheste Termin für den Hausanschluss würde der 27. 10. sein. Abgesehen davon, dass wir Ende des Monats bereits im Haus sein wollten, würden es bedeuten, dass die Heizung bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Sekunde gelaufen wäre. Das bedeutet, dass der Innenputz länger zum trocknen brauchen würde und der Fliesenleger auch erst anfangen könne mit einem angefertigten Heizprotokoll. Ich rief noch einmal beim Gasanbieter an und schilderte unsere Situation. Ich versicherte absolute Baufreiheit (kein Gerüst usw.) und einen bereits vorhandenen Graben den mir ja die Wasser-und Abwasserinstallateure am Montag errichten werden. Man wolle sehen was sich da machen lässt, sagte man mir. Es gibt immer mal Termine die verschoben werden. Jetzt heißt es abwarten. 41.KW. Am Montag wurde wie vereinbart der Wasseranschluss ins Haus verlegt und der Anschlussgraben offen gelassen für Gas und Elektro. Auch die Verputzer machten sich über Außenwand her um die Grundierung (Vorputz) fertig zu stellen. Am Donnerstag wurde dann noch der Elektroanschluss ins Haus verlegt. Überrascht war ich am Donnerstag einen Wohnwagen vorzufinden und nach einem flüchtigen Blick ans Haus, bemerkte ich die Veränderung am Dachunterschlag. Fast fertig, leider konnte auf Grund der meteorologischen Situation, es regnete wie aus Eimern, die Arbeit nicht beendet werden. Montag soll es dann weiter gehen.
42.KW. Montag wurde als erstes der Gasanschluss ins Haus verlegt. Die Arbeiten am Dachunterschlag wurden wie schon vermutet abgeschlossen und der Hauswirtschaftsraum am Dienstag gefliest, da Donnerstag und Freitag die Technik im HWR installiert werden sollte. Das heißt auch, dass endlich geheizt werden kann. Desweiteren wurde die Decke mit Rigips verkleidet, jedoch leider noch nicht verspachtelt, sodass ich noch nicht mit malern anfangen konnte. So blieb mir Zeit den Dachboden mit Schalbrettern und 22mm OSB-Platten zu verlegen welche ich bereits, als der Dachstuhl gebaut wurde und die Decke noch offen war, oben zwischengelagert hatte. War eine ziemliche Quälerei bis in die kleinsten Ecken auf Grund der Dachneigung zu kriechen. Knie und Rücken hielten aber durch. Zum Abschluss dieser ereignisreichen Woche wurde dann noch der Außenwasseranschluss installiert.
43.KW. Diese Woche war einzig und allein den Fliesenlegern gewidmet. Von Montag bis Freitag, von 7 bis manchmal sogar 20 Uhr. So blieb Zeit für mich den Dachboden fertig auszubauen und in den restlichen Zimmern Laminat zu verlegen. Am Donnerstag kam dann auch noch die Badewanne und wurde auch gleich aufgestellt um ebenfalls gefliest zu werden. Jetzt muss gewartet werden bis die Türzargen eingesetzt werden um die Arbeit zu vollenden. Die Arbeitswoche fand ihren Abschluss mit einer kleinen Havarie im HWR. Die Installateure vergaßen eine Verbindung am 300 Liter Wasserspeicher festzuziehen die sich gegen 13 Uhr löste und nur so vor sich hin plätscherte. 2 Stunden kamen dann auch die Installateure um den Schaden zu beheben. Bis dahin legten wir zu dritt (Fliesenleger und ich) den Raum wieder trocken. Für Sonntag war dann eine Hausausstellung bei uns geplant um Bauinteressierten die Elbe-Haus-Bauweise vorzustellen. Natürlich sagten wir zu, als die Anfrage für das Event kam, denn wir waren damals auch sehr froh, die Möglichkeit gehabt zu haben und einfach mal schauen zu können. Dabei stellten wir fest das die Heizungsanlage ausgefallen war und sich nicht wieder einschalten lies. Mal sehen wie es am Montag weiter gehen wird.
44.KW. Montag wurden dann die Türzargen und Türen eingesetzt. Dabei bemerkten wir, dass die Fliesenleger zu weit vom Flur in die Küche gefliest hatten. Die Konsequenz war, dass wir eine Zarge drehen mussten und die Tür dadurch in die falsche Richtung aufgeht. Für uns nicht weiter tragisch. Der Aufwand alles zu ändern würde auch nicht im Verhältnis stehen. Desweiteren wurde der Dachunterstand weiß gestrichen. Auch ein zweiter Anstrich brachte nach einer genaueren Betrachtung noch nicht den gewünschten Deckerfolg. Ein dritter Anstrich wird noch nötig sein. Der Chef der Anstreichtruppe brachte uns außerdem die von uns angeforderten Putzproben für den Außenputz mit und wir konnten uns für die richtige entscheiden. Mitte der Woche kam der Spachtelexperte für die Rigips-Decke. Kurz gesagt, Spachteln und Abschleifen an einem Tag mit 2 Stunden Pause dazwischen kann nicht den erhofften Erfolg bringen. Da für Sonntag unser Möbeltransport geplant war, hieß es mal wieder selber ran. Mein Bruder (Maler und Lackierer) nahm die Sache in die Hand und brachte alles in Ordnung. Die Heizanlage blieb diese Woche leider komplett aus. Diese Woche beendeten wir am Sonntag mit dem Transport unserer Möbel. 45.KW. Montag konnte der Fliesenleger weiter machen. Er setzte die Fliesen ein, welche direkt an die Zargen ran gehen. Dienstag wurde dann endlich die Heizung repariert und es wurde langsam wieder warm. Die für Mittwoch mit unserer Bauleiterin geplante Hausübergabe mussten wir um eine Woche verschieben da sie erkrankte und die Elektriker es noch nicht schafften die Endinstallation zu vollbringen. Es gibt noch keinen Elektroverteilerkasten, keine Lichtschalter und Steckdosen. Sonntag sollte dann alles erledigt sein, da wir endgültig einziehen wollen. Außerdem wurden der Außenputz und der Bundsteinputz am Sockel in der gewünschten Farbe aufgetragen. Am Freitag waren dann auch 2 Elektriker vor Ort um ihr Werk zu vollenden. Zeit für mich, das Haus schon mal mit Deckenlampen auszustatten, denn es wurde langsam dunkel. Die beiden erschraken ein wenig als ich ihnen von unserem geplanten endgültigen Umzug für Sonntag erzählte, denn Arbeit gab es noch für mehrere Tage. Wir hauten also ordentlich rein und beendeten den Tag als das Licht und die Steckdosen in allen Räumen funktionierten. Dinge die nicht unbedingt zum Leben wichtig sind wie Außenbeleuchtung, Klingel oder Telefon sollten dann am Montag beendet werden. Sonntag war es dann soweit. Die letzten Sachen holten wir aus der alten Wohnung und waren angekommen. Kleinigkeiten wie ein eigeklemmter Rollladen, ein Kurzschluss auf einer Steckdose und ein defekter Schalter wurden auch behoben. Die Elektriker mussten sowieso noch einmal vorbei kommen da sie vergaßen im HWR die Anschlussdosen für Fax und Telefon zu setzen. So etwas passiert wenn man husch, husch schnell fertig werden will. 46. KW. Jetzt heißt es Küche und Möbel ein- und aufbauen, putzen und Kisten auspacken und nebenbei auch mal wieder zur Arbeit gehen nach 4 Wochen Urlaub der mit Erholung nun wirklich nichts zu tun hatte. Freitag der 13. 11. 2009. Der Tag der Schlüsselübergabe. Zusammen mit dem Dekra Bausachverständigen kam gegen 9 Uhr unsere Bauleiterin vorbei um das Bauschloss gegen unser neues Sicherheitsschloss auszutauschen. Letzte kleinere Mängel wurden notiert und die Dekra gab uns zu verstehen dass alles in Ordnung sei. Für den folgenden Montag wurden uns dann nur noch die fehlenden Fallrohre versprochen.
Fazit: 24.01. 2010. Nun wohnen wir schon seit über zwei Monaten in unserem Häuschen und genießen jede Minute. Es gibt einfach nichts zu beanstanden. Alles funktioniert und es sind auch keine Mängel aufgetreten. Ein Grund dafür ist mit Sicherheit die Auswahl qualitativ hochwertiger Materialien, wie z.B. den „nur“ zweifachverglasten Kunststofffenstern (völlig ausreichend), die hervorragend dicht sind und kein Kondenswasser an den Rändern bilden, oder der Viessmann Gas-Brennwertheizung mit solarer Warmwasserbereitung die uns durch den eisigen Winter brachte. Wie sich die Solarfläche bemerkbar macht, wird sich erst im Frühjahr und Sommer zeigen. Die Installateure beließen es, wie oft von anderen Bauherren in unserer Nachbarschaft gehört, auch nicht bei den Werkseinstellungen und wiesen uns sehr gut in die Anlage ein. Die Bedienung der Anlage und die Einstellung sind einfach und nachvollziehbar. Unser Nachbar, Fachmann für Heizanlagen, sagte uns ebenfalls, dass die Anlange schon mit zu den sehr guten im Heizungsgeschäft zählt, jedoch ihr Potential noch nicht ganz ausschöpft. Ein Beispiel ist die Zirkulationspumpe die dafür sorgt, dass immer warmes Wasser an den Verbrauchsstellen anliegt ohne lange den Hahn laufen lassen zu müssen. Das tut sie auch, nur leider 24 Stunden am Tag, was nicht wirklich erforderlich ist und Energie kostet, denn die Stromversorgung erfolgt durch einen Stecker in der Steckdose. Dieses Kabel kann man aber auch direkt an die Brennwerttherme koppeln. Das bedeutet, die Zirkulationspumpe braucht nur zu den Zeiten laufen wenn Warmwasser benötigt wird. Der Therme kann ich die Zeiten vorgeben wann sie das zu tun hat. Wie wir erfahren haben, würde eine Nachrüstung ca. 250 € kosten. Eine Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt erfüllt natürlich den gleichen Zweck, nämlich die Stromkosten zu senken. Außerdem hatte mein Nachbar die Möglichkeit eine Wärmebildkamera zur Verfügung zu stellen. Und so zogen wir um die Häuser um mögliche Kältebrücken zu lokalisieren. Es war einfach nichts zu finden. Klar, der Übergang von der Bodenplatte zur Außenwand zeigte einen Temperaturunterschied und das Schlüsselloch war deutlich zu erkennen, was aber völlig normal ist. Wichtig für mich war zu sehen, dass die Türen, die Fenster, die Außensteckdose, Dachflächen und das Mauerwerk nicht zum Heizproblem werden würden. Wer glaubt, der Neubau eines Einfamilienhauses verläuft völlig problemlos und entspannt über die Bühne, kann sich von diesem Gedanken gleich verabschieden. Es gibt nur schwerwiegende und geringfügige Probleme. Einen Fehler haben wir gemacht indem wir haben uns selber mit der Kündigung unserer Mietwohnung unter Zeitdruck gesetzt hatten. Wenn wir uns einfach 2-3 Wochen mehr Zeit gegeben hätten wäre alles viel entspannter gelaufen. ELBE-HAUS, „So will ich bauen“, lautet das Motto des Unternehmens. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen: „So würde ich wieder bauen“! Sicher, es gab Momente, in denen wir etwas unruhig waren, Klärungsbedarf bestand oder Eigeninitiative gefragt war. Jedoch blieb alles in einem vernünftigen Rahmen und alle waren zufrieden.
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24.03.2010 21:37
guter Einstand! LG Michael
24.03.2010 21:10
Wirklich genial! Willkommen bei Ciao!! :)
24.03.2010 21:10
Toller Bericht. lg trulliman