Der Held der auch mal einen ziehen lässt
14.08.2006
Pro:
nette Details, man kann immer was Neues entdecken, schöne Videosequenzen, Enthauptungen ; - ), unterhaltsam
Kontra:
etwas zu einfache Kämpfe, zu geringe Spielzeit, etwas gewöhnungsbedürftige Bedienung
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Grafik
Sound
Multiplayer:
Bedienung
mehr
 Wuschel_F
Über sich:
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Vertrauende:196
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 152 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ob ihr´s glaubt oder nicht, aber ab und zu finde ich zwischen den ganzen Horrorfilmen auch noch Zeit, mich einem Computerspiel zu widmen. Meistens liegen diese Spiele dann im Adventure, oder wie in diesem Fall, im Rollenspiel-Bereich. Das Spiel, was mir in die Hände gefallen ist und von dem ich euch nun erzählen möchte nennt sich "Fable - the lost chapters". Nachdem die Xbox-Version bereits etliche Zeit vor der PC-Version auf den Markt kam, geriet das Spiel fast in Vergessenheit und ging irgendwie auch etwas unter als es dann endlich für den PC erschien. Dennoch denke ich, man sollte ihm etwas Aufmerksamkeit widmen…
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Dann wird der Held auf die Menschheit losgelassen und es wird immer wichtiger zu wählen, ob man die Gute oder die Böse Richtung einschlagen möchte. Und während man nebenbei zahlreiche Aufgaben für die Bürger der Umgebung erledigen kann oder sich auch auf die Seite der Räuber schlagen kann und diesen hilft, gibt es einen Haupthandlungsstrang, dem man folgen muss um an das Ziel des Spiels zu gelangen. Es stellt sich nämlich heraus, dass nicht alle Mitglieder von der Familie des Helden getötet wurden sondern, dass auch seine Schwester noch lebt. Diese gilt es zu finden und von ihr erfährt man, dass auch die Mutter noch lebt und unter dem Namen Scharlachrobe, selbst einen gewissen heldenhaften Ruhm erlangt hat. Da der böse Messer-Jack die Weltherrschaft übernehmen will und unendliche Macht erlangen möchte, wird unser Held nun mit der Hauptaufgabe versehen, dies zu verhindern und so verfolgt man Jack, der einem immer einen Schritt voraus zu sein scheint, bis es zum scheinbar finalen Kampf kommt. Doch das Böse lässt sich nicht so leicht besiegen. Nach Jahren scheinbarer Ruhe muss der Held wieder anrücken denn Jack ist nicht vollständig vernichtet worden…
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Ich muss gestehen, dass ich mit der Steuerung zunächst nicht ganz so klar gekommen bin. Viele Tasten scheinen eigenartig belegt, ich hab mir erstmal statt der vorgegebenen WASD-Steuerung zum Laufen, diese auf die Pfeiltasten umgelegt. Auch die "Ende"-Taste zum agieren kam mir zu Beginn etwas komisch vor, aber daran gewöhnt man sich schon. Die "Enter"-Taste öffnet das Menü und mit der "0"-Taste im Zahlenblock Visiert man Feinde an, was sich zunächst auch als gar nicht so einfach herausstellt, da irgendwie nie derjenige anvisiert wird, den man eigentlich haben wollte. Aber auch das bekommt man im Laufe des Speils immer besser raus. Dann ist noch die "Strg" -Taste wichtig denn diese benötigt man zum Zaubern. Mit den weiteren Tasten des Zahlenblocks hat man noch die Möglichkeit, vorher festgelegte Schnellbefehle oder weitere Zauber, Tränke etc. schneller bei der hand zu haben. Im ersten Moment kommt einem das alles etwas viel vor aber
Bilder von Fable - The Lost Chapters (PC)
erfahrene RPG-Spieler werden sich schnell damit zu Recht finden. Wem diese Belegung aus irgendeinem Grund nicht zusagt, der kann die Tasten auch alle frei selbst kombinieren und umverlegen. Die Maus braucht man dann auch noch dazu, denn sie ist wichtig für die Kämpfe. Linke Maustaste für den Angriff, mittlere zum Blocken, rechts für spezielle Manöver. Wie gesagt, scheint erst etwas kompliziert, ist gewöhnungsbedürftig aber eigentlich nicht schlecht gemacht.
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Die Aufgaben sind ziemlich abwechslungsreich und von der Schwierigkeit immer gut machbar, es gibt eigentlich nichts wo man derb hängen bleibt. Meist geht es darum jemanden zu befreien, zu bekämpfen oder jemandem Geleit zu geben etc. Einzig bei einer Aufgabe hat es sich um eine Denkaufgabe gehandelt, allerdings war diese auch so einfach, dass sie lediglich durch den Zeitdruck etwas interessant wird und so richtig mag diese Aufgabe auch nicht zum Rest des Spiels passen. Aufgelockert wird das Ganze durch kleine Wettbewerbe, z. B. in den Kneipen Kartenspiele etc. oder Bogenschützenwettbewerbe oder der spaßige Hühnertritt-Wettbewerb ;-) etc. Bei den Kneipenspielen legt man seinen Einsatz zu Beginn fest und spielt doppelt oder nichts und auch bei den anderen Spielen gibt es kleine Preise. Langweilig wird einem also so schnell nicht …
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Zu den Gegnern muss ich sagen, dass die gegen Ende etwas eintönig werden, irgendwie immer dasselbe. Ansonsten sind sie ganz gut gemacht und was die Schwierigkeit angeht angenehm leicht, für Hartgesottene Kämpfernaturen wohl etwas zu leicht. Es gibt einfache Gegner wie Käfer und Wespen zu Beginn, dann kommen Räuber, Werwölfe, Stein-, Erd-, Eismonster, Gespenster etc. dazu. Recht hartnäckig sind diese großen Monster, die sich mitunter auch recht heftig zur Wehr setzen. Ansonsten wie gesagt alles recht einfach, nur etwas später als zur Hälfte des Spiels, wenn es darum geht Messer Jack das erste Mal zu besiegen muss ich gestehen, dass ich etwas Schwierigkeiten hatte. Dieser Kampf ist im Vergleich zu den anderen sehr unausgeglichen und viel Schwieriger. Nicht mal der Finale Kampf kann da mithalten obwohl man meinen sollte, dass einem da der härteste Brocken serviert wird aber das war Pipifax dagegen, vor allem, weil ich auf Schwertkampf spezialisiert hatte und der Gegner schwebt dann unerreichbar über der Erde, so dass man auf Zauber oder Pfeil und Bogen zurückgreifen muss. Aber wie gesagt, im Großen und Ganzen etwas wenig verschiedene Gegner und recht einfach.
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G r a b e n: man kann einen Spaten kaufen mit dem man nach Schätzen graben kann. Meistens sind das Gräber die man ausrauben kann, manchmal muss man das sogar um in Aufgaben weiter zu kommen. A n g e l n: man kann eine Angelrute kaufen und damit an bestimmten auffälligen Stellen in Gewässern angeln gehen. Das ist auch sehr nett gemacht mittels eines Laufbalkens, den man mit Mausklick an den Anfang zurück bringen muss eben wie man eine Angel einholt, allerdings wenn die Maus dunkel angezeigt ist muss man schnell Pause machen sonst reißt die Angelschnur und wenn sie wieder leuchtet so schnell wie möglich klicken um die Beute einzuholen. T r o p h ä e n: nach geglückten Aufgaben bekommt man teilweise tolle Trophäen, die man dann stolz allen Dorfbewohnern zeigen kann. Je nachdem wie vielen Bewohnern man die Trophäe in einer bestimmten Zeit zeigt, desto mehr zusätzliche Berühmtheit erlangt man. Später, wenn man ein Haus gekauft hat (siehe unten) kann man dort auch Trophäen ausstellen um dessen Wert zu steigern. A u s d r u c k s m i t t e l: hier kann man sich so richtig ausleben. Man hat bestimmte Ausdrucksmittel zur Verfügung, mit denen man Menschen für sich gewinnen kann, z. B. flirten oder Flamencotanz oder abschrecken kann, z. B. rülpsen und furzen etc. - ist mitunter sehr spaßig diese Ausrucksmittel anzuwenden ;-) Häuser kaufen: wenn man über genügend Geld verfügt, kann man sich Häuser kaufen und entweder selbst bewohnen oder vermieten. E h e: Es gibt die Möglichkeit sich gleich mit mehreren Frauen zu verheiraten oder zumindest so etwas Ähnliches. Es gibt Rosen und Pralinen und Parfüms etc. die man verschenken kann an die Damen die in den Orten rumlaufen und dann eben auch Eheringe. Wie gern einen die betreffende Person hat, sieht man an der Größe des Herzens über ihrem Kopf S c h a t z t r u h e n: Immer wieder findet man unterwegs Schatztruhen, die nützliche Gegenstände beinhalten. Die meisten sind unverschlossen, für andere benötigt man eine bestimmte Anzahl silberner Schlüssel, die man unterwegs findet. Ich muss gestehen, ich hatte irgendwie immer zu wenig Schlüssel um in den wahren Genuss dieser verschlossenen Truhen zu kommen. T r ä n k e: Neben den gewöhnlichen Tränken für Lebens- und Zauberenergie, gibt es auch Widerbelebungsphiolen, die einem so manches Mal den Kopf retten können wenn man nicht auf seinen Lebensenergiebalken achtet ;-) Und auch Tränke zur Erweiterung von Lebens und Zauberkraft. A u s b a u . d e r . F ä h i g k e i t e n: In der Gilde gibt es immer die Möglichkeit seine Fähigkeiten aufzubauen wenn man bereits genug neue Erfahrung gesammelt hat. Auf was man sich dabei spezialisiert ist einem weitgehend freigestellt. F o r t b e w e g u n g: Man bewegt sich entweder per pede oder mittels Teleportern fort. Wenn man im Spiel etwas fortgeschritten ist, erhält man auch das Gildensiegel das als transportabler Teleporter fungiert, mit dem man von jedem Ort aus an die bestimmten Teleportstationen reisen kann. K l e i d u n g: Auch wenn es in diesem Spiel keinen stört wenn du nackt herum läufst, empfiehlt es sich doch, seinen Körper mittels Kleidung zu schützen. Hierbei ist die Auswahl für meinen Geschmack zwar etwas karg aber je nachdem wie weit man sich bereits entwickelt hat gibt es bessere Sachen, die einem mehr Schutz bieten. Hier wird auch zwischen guter und böser Seite unterschieden, da manche Kleidungsstücke beim Gegenüber Furcht schüren oder dem Ansehen schaden und andere eben das Gegenteil bewirken. H a a r e , B a r t w u c h s , T ä t o w i e r u n g e n: interessant fand ich auch, dass man während des Spielverlaufs immer wieder Einfluss auf die Optik seines Helden nehmen kann, indem man ihr eine von vielen vorgegebenen Haarschnitten oder Bartschnitten bei einem Friseur verpassen lassen kann (wobei ebenso wie beider Kleidung hier Einfluss auf den Gegenüber und dessen Einstellung zu einem genommen werden kann). Trifft man auf einen Tätowierer, kann der einem den Körper mit diversen Tatoos verschönern (oder verunstalten). F o t o j o u r n a l: An jeder Stelle des Spiels kann man mittels der Print-Taste Screenshots machen, die in einem Fotojournal gesammelt werden und die man sich immer wieder anschauen kann,. Diese Fotos liegen dann auch als jpgs in einem extra Ordner zu späteren Verwendung. D ä m o n e n t ü r e n: Diese Türen sind überall verteilt und öffnen sich nur, wenn man die von ihnen gestellte Aufgabe zu deren Zufriedenheit löst. Manche Türen muss man öffnen um weiter zu kommen, andere kann man öffnen, wobei ich mich damit aber nicht zu lang aufgehalten habe, sondern die meisten dieser unfreundlichen Türen einfach nicht beachtet habe. Jetzt fällt mir gerade nicht mehr ein. War ja auch schon ne ganze Menge. Lustig fand ich ebenfalls noch, dass man bei den Kämpfen, wenn man es richtig einstellt, dem Gegner den Kopf abtrennen kann, der fliegt dann weg und eine Blutfontäne schießt in die Luft. Meistens wird doch so was bei den deutschen Versionen zensiert oder nicht? Und den abgetrennten Kopf kann man dann auch noch durch die Gegend schießen ;-) Es gibt auf jeden Fall ein paar gut ausgedachte Elemente (also jetzt bitte nicht nur auf den Kopf beziehen ;-)), die das Spiel interessant machen. Teilweise kämpft man auch an der Seite anderer Heldengilde-Mitglieder, was ebenfalls für Abwechslung sorgt.
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Von der Atmosphäre her, bietet Fable doch ein recht gutes Bild. Teilweise wirken die Szenarien richtig märchenhaft, teilweise düster und bedrohlich, dann wieder mystisch angehaucht. Jedes einzelne Gebiet beschränkt sich auf einen kleinen Raum. Wenn man von einem ins andere Gebiet wechselt, wird einem während der Ladezeit, die Karte der Region angezeigt. Es gibt zudem noch eine Gesamtkarte auf der man die ganze bereits erforschte Welt einsehen kann. Auch die Grafik an sich kann sich sehen lassen. Die Charaktere sind sehr schön gezeichnet, allerdings wirken sie stellenweise noch etwas eckig. Gut fand ich, dass die eigene Person stark veränderbar ist nach eigenen Wünschen. Auch der Alterungsprozess ist deutlich sichtbar. Nie Nebencharaktere sehen teilweise alle gleich aus aber so sehr stört das jetzt auch nicht, man hat nur des Öfteren ein déjà vu ;-). Die Bewegungen der Charaktere ist flüssig und ansehnlich, die eigen Figur wirkt auch während der Kämpfe sehr behände und wenn man erst die Zauber einsetzt fliegen gewaltig die Fetzen auch in graphischer Hinsicht. Schön fand ich die vielen Zwischensequenzen. Teilweise wird da die Geschichte in form von alten Wandmalereien und Mosaiken erzählt mit einer angenehmen Erzählstimme untermalt, teilweise sind es eben einführende Szenen zu neuen Aufgaben etc. aber alle sehr schön und eindrucksvoll gestaltet, wie kleine Filmchen.
Etwas komisch fand ich schon, dass der Held eigentlich keinen Namen hat, dazu kommt aber auch, dass er keine Stimme hat, nie sagt er auch nur ein Wort - oder hab ich dem nur keine Beachtung geschenkt? Wenn mich nicht alles täuscht sind es immer nur die Gegenüber, die mit einem reden und man selbst bleibt stumm. Dadurch wirkt der eigene Charakter etwas blass oder ist das Teil dessen, dass man sich besser hineinversetzen kann wenn man keine fremde Stimme hört? Die Stimmen sind alle ganz gut umgesetzt, nur teilweise wirken sie etwas komisch oder gar unpassend. Die musikalische Hintergrunduntermalung ist gut gelungen, nie zu aufdringlich und immer passend zur jeweiligen Stimmung. Eigentlich kann man da kaum meckern, technisch ganz gut umgesetzt.
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Ein Action-Rollenspiel, das eine gute Atmosphäre bietet und mit vielen interessanten und unterhaltsamen neuen Ideen sich doch ein wenig von dem üblichen Genre abhebt. Allerdings für echte Rollenspieler wird die Spielwelt zu unausgeprägt sein, die Charaktere teilweise zu blass, die Kämpfe zu einfach und alles zu eintönig sein. Auch die gesamt Spielzeit ist nicht allzu lang, selbst wenn man alle Nebenaufgaben noch mit erledigt kommt man nur an die 10 Stunden Spielzeit was doch etwas wenig ist. Dennoch weiß das Spiel zu unterhalten, es gibt viele nette Sachen zu entdecken und auszuprobieren und das Gesamtbild ist mit Hilde der Videosequenzen sehr anschaulich untermalt. Die Story an sich ist etwas dünn aber das stört denke ich auch nicht sonderlich.
Liebe Grüße vom wuscheligen fable!!! Danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!!!!
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