Erfahrungsbericht über

Fable - The Lost Chapters (PC)

Gesamtbewertung (30): Gesamtbewertung Fable - The Lost Chapters (PC)

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Hier zeigt sich dein wahres ICH.

5  18.06.2009

Pro:
gut und böse, lustige Vielfalt, Story

Kontra:
etwas zu starr teilweise (wenig freiraum zur flexiblen Story - Entwicklung)

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Grafik

Sound

Multiplayer:

Bedienung

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mirekmilto

Über sich:

Mitglied seit:20.05.2009

Erfahrungsberichte:21

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Fable war für mich der ausschlaggebende Grund, warum ich damals meinen Rechner für rund 200€ komplett aufgerüstet hatte. Der Vertex Shader 3.0 war etwas, was meine alte Geforce2 Ultra einfach nicht konnte. Dabei war mir dieses Detail garnicht so wichtig, wie man glauben könnte. Der Grund war ein ganz anderer:...

Recht früh zeichneten sich erste Berichte über das Spiel im Internet und in den Fachzeitschriften ab. Es war die Rede von einem Spiel mit komplett neuen Möglichkeiten. Es sollten Dinge möglich gemacht werden, die selbst Spitzenspiele wie Gothic oder Morrowind einfach noch nicht besaßen.

Davon überzeugen konnte ich mich allerdings erst, als Fable im Jahre 2005 das Rampenlicht der Verkaufsregale erblickte. Innerhalb einer Woche besaß ich das besagte Spiel und installierte es auf meiner Festplatte. Meine damals 2 GHZ und
512 MB RAM schafften alle benötigten grafischen Hürden. Dank neuer Grafikkarte und komplett neuem Fundament (hier: CPU,RAM, Board) war das ja auch nicht weiter schwer. 3GB Festplatte ist eigentlich auf jedem Rechner frei und die 4 CD Roms liefen im Laufwerk auch recht rund (ach ja... die klassischen CD´s).
Einziges Problem waren die anfangs noch auftretenden Abstürze, die mich jede 5 Minuten ereilten. Das verschwand dann unerklärlicherweise nach den ersten 2 Wochen.

Doch die Faszination lag dann doch eher im Spiel und nicht in der Grafik. Das Spiel zeigte typische Elemente aus diversen Konsolenspielen (letztendlich war Fable auch einst nur für XBox geplant). Hier wären als Beispiel die Erfahrungskugeln zu nennen, die die getöteten Gegner fallen ließen, welche dann als grüne Leuchtbälle umherwanderten.
Auch die Menüsteuerung erinnerte stark an die eines Game-Controllers. Lediglich die Maus lenkte davon ab.
Jeder Gegenstand, den man besaß konnte einzeln aufgerufen werden.

Bewegt hat man sich per Pfeiltasten (bzw. WASD) und die Maus diente zum drehen der Person und zum betätigen von Waffe und Zauber.
Die begehbare Landschaft ist unterteilt in einzelne Gebiete. Je nach Gebiet stellten sich auch unterschiedlich schwere Gegner in den weg. Diese ließen sich in den meisten Fällen leicht ausschalten. Betrat man jedoch ein Gebiet aufs neue, so waren alle Gegner wieder von neuem an Ort und Stelle. Einerseits unrealistisch und andererseits praktisch um mehr Erfahrung zu sammeln.

Doch die Rafinesse steckt im Detail. Wer glaubt, Fable würde nur der einfachen Handlung folgen, der irrt sich dann doch irgendwie.
Als Spieler begleitet man seinen Charakter von der Kindheit bis ins hohe Alter und erlebt viele Höhen und Tiefen mit. Während man als Kind (durch Videosequenzen unterlegt) mit ansehen muss wie das ganze Heimatdorf abgeschlachtet wird und man nun von Rachsucht besessen ist, so beginnt man dann alsbald auch seine Ausbildung zum Helden (dient als Tutorial). Und das sogar in einer Art Heldenschule (wenn es sowas doch nur gäbe).
Ist man erst als Held aufgenommen beginnt man die Suche nach der Mutter und (wie man später feststellt) nach der Schwester, welche überlebt hat und fortan bei Räubern lebt. Nebenbei misst man sich immer wieder mit einem jungen Mädchen, welches einem im Laufe seines Lebens immer wieder über den Weg läuft.
Auch ein großer Arenakampf gehört zum Bestandteil eines Helden. Und der letzte Kampf im hohen Alter fordert dem Spieler auch so einiges ab.

Doch das sind nicht die Details:
Details sind in diesem Spiel umfangreich gesät. Wer beispielsweise in seinem Leben einen auf Imobilienhai machen will, der kann sich in diversen Dörfern ein paar Häuser kaufen, diese nach belieben ausbauen und mit Trophäen schmücken, was für ein gehobenes Einkommen und einen guten Bekanntheitsgrat sorgt. Oder aber man nutzt ein Haus für sich selber, beschnkt eine Magd, macht ihr komplimente, führt einen Kosakkentanz vor und gesteht ihr mit einem Ring die Liebe. Dann darf man später sogar mit ihr ins Bettchen hüpfen und die Storchenpost rufen.
Doch es gibt mehr: ein Angelwettbewerb, Hühnerweittreten, Spielrunden in den Kneipen, diverse lustige Frisuren (von Irokesenhaarschnitt über Tattoos bis hin zum Rauschebart).
Dann sind da noch einige Dutzend an Ausrüstungssachen, welche das Ansehen mindern oder steigern ( dazu später mehr).
Schatzsuche darf auch betrieben werden. Seltene Schlüssel gilt es zu sammeln um versteckte Truhen zu öffnen.
Zwischenbosse lassen nach Ableben die oben erwähnten Trophäen fallen, welche man dann großzügig herumzeigen kann. Noch mehr Beliebtheit gibt es, wenn man sich bereit erklärt ein paar Aufgaben ohen Klamotten und/oder Kratzer zu überstehen. Doch vorsicht: starke Schläge, die ihr einsteckt, verursachen Narben, die den Helden für immer anhaften.
Des weiteren stehen dem Spieler verschiedene Verhaltensweisen zur Verfügung.
Ob sie nun mit einem Pfiff einer Frau hinterhergaffen, in Gegenwart anderer Leute die Luft aus dem Darm lassen oder einfach in der Gegen herumtanzen liegt ganz bei Ihnen.

Doch das beste bleibt zum Schluss: der größte Trumpf und somit auch die Basis des Besonderen an diesem Spiel ist das Spiel mit Gut und Böse. Bereits als Kind muss man bei einigen Situationen anfangen zu entscheiden ob man einer Person nun etwas gutes tut und somit eine Quest beendet oder ob man es auf die böse Art und Weise tut. Dementsprechend bekommt man dann auch gute oder böse Ansehenspunkte (beliebt oder gefürchtet). Und hier gewinnt das Wort "Ansehen" an Bedeutung. Denn das aussehen ändert sich tatsächjlich je nach Verhaltensweise. Der gute Mensch wird dann im Laufe des Spiels von einer kleinen Dunstwolke und ein paar Schmetterlingen umgeben. Jeder in den Städten redet über sie und jubelt ihnen zu.
Der böse Mensch dagegen bekommt Rot-Schwarze Blutadern und leicht steinern wirkende Hände. Dazu gesellen sich kleine Teufelshörner und eine düstere Aura.
Dann werdet ihr gefürchtet, wie nie zuvor.

Und da beginnt die Träumerei. Was auch immer ihr tut und wie böse oder nett ihr euch anstellt. Es wird euer Verhalten irgendwie bestimmen. Das ist auch der Grund, warum man das Spiel öfter als einmal spielen sollte.

Zuletzt bleibt nurnoch die Entwicklung des Charakters. Es gibt diverse Zauber und Grundfähigkeiten bzw. Grundattribute, die der Spieler ausbauen kann. Dies geschieht mit der gewonnen Erfahrung. Wer besipielsweise seine Stärke trainiert wird immer mehr Wachsen und eher wie ein Muskelprotz aussehen. Wer Zähigkeit trainiert wird viele Treffer einstecken können ohne groß Schaden zu nehmen.
Seid ihr jedoch Magier und setzt wert auf Zauberkünste, so bleibt ihr klein und schmächtig. Da bleibt euch nurnoch der Griff zu einer übermenge an Essen. Das macht euch dann wenigstens etwas ründlicher. Aber trinkt nicht zu viel Bier, sonst übergibt sich euer Charakter noch.

Alle möglichen Sachen (vom größten Gefangenen Fisch bis zur Anzahl der gegessenen Brote) werden dann als Krönung in einer großen Statistik festgehalten. Das lässt dann den Vergleich zu einem älteren Spiel zu.

Letztendlich bin ich der Meinung, dass Fable für jeden noch so großen Spiele-Muffel einen Blick wert ist, denn diese Grundidee von gut und böse, macht das Spiel so einzigartig wie keines der vorherigen Rollenspiele.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Maxkay

Maxkay

18.06.2009 00:58

Schön geschrieben :)

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  2. T_Goose
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