Fähr mal wieder in den Urlaub
12.04.2008
Pro:
erlebnisreich, der Weg ist das Ziel, Auto/Fahrrad kann mit
Kontra:
auf Weitstrecken oft nur 1 - 2 mal die Woche, manchmal zu voll
Empfehlenswert:
Ja
 raphi75
Über sich:
"In a world without fences and walls, who needs Gates and Windows?" * eine Welt ohne Zäune...
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Nun habe ich nach längerem mal wieder einen Fragebogen gefunden, den ich einfach beantworten muss. Dieser Fragebogen fristet bereits seit fast einem Jahr ein Schattendasein auf Ciao. Zu Unrecht, wie ich finde, schließlich sind Fähren bei mir - zumindest in den letzten Jahren - fester Bestandteil meiner Urlaube. Also dann springen wir mal gleich mitten hinein ins Fahrwasser, dessen Weg und Richtung durch die von squarerigger ausgelegten Tonnen, ich meine natürlich erdachten Fragen, gewiesen wird. 1) Auf welchen Routen bist Du schon mit Fähren gefahren? Boaah, das sind ja ganz viele. Ich sortiere das einfach mal in ein paar Gruppen:a) Als kleines Kind (Vor- und Grundschulalter) bin ich - natürlich mit meinen Eltern - mit vielen Ostseefähren gefahren. Es war schließlich eine einfache Anreise für unsere Familie, denn wir wohnten ca. 15km von Travemünde entfernt - in den 70er und 80er Jahren das Drehkreuz Westdeutschlands nach Skandinavien. Das war ungefähr Anfang der 80er Jahre - und es war immer ein ganz tolles Erlebnis:- Travemünde-Gedser, hin und zurück mindestens 3 mal
- Travemünde-Helsinki-Travemünde mit der Finnjet als Eisfahrt
- Travemünde Trelleborg - Autotransfer nach Ystad - und dann Ystad Bornholm und zurück
- Puttgarden-Rodby-Puttgarden (mit dem Zug auf die Fähre-das war ein Erlebnis für ein Kind), Später noch zweimal mit dem Auto
- Travemünde - Gdansk und zurück mit der MS Rogalin im Sommer 1989 - quasi durch den eisernen Vorhang durch
Auch auf der Nordsee war ich als Kind ein paarmal unterwegs:
- Insel Romo nach List auf Sylt und zurück
- Tagesausflug Cuxhaven-Helgoland-Cuxhaven mit der Wappen von Hamburg
- Dagebüll-Amrum und zurück auf Klassenfahrt in der 4. Klasse
In Südeuropa bin ich als Kind nicht mit so vielen Fähren gefahren:
- Da wären nur etliche Überfahrten über den Gardasee mit Ticino und Regina del Garda zwischen Maderno und Torri
- Und einmal über den Bodensee - hin und zurück von Friedrichshafen nach Romanshorn.
b) In den letzten Jahren habe ich bei meinen eigenen Reisen Fähren als sehr angenehmes und bequemes Verkehrsmittel wieder kennen- und lieben gelernt. Diese Fahrten waren großteils ohne Auto, da ich ja gar kein Auto habe. Bei der weiteren Beantwortung dieses Fragebogens werde ich mich daher hauptsächlich auf die dieser Gruppe zugeordneten Reisen beschränken:- Grena <-> Varberg (Stena Line) mit MS Stena Nautica im Dezember 1999/Januar 2000
- Las Palmas de Gran Canaria -> Cadiz (Trasmediterranea) mit MS Juan J. Sister im November 2004
- Puttgarden -> Rodby (Scandlines) 2005 einmal One-Way, 2006 einmal Hin und Rück. An die genauen Namen der Schiffe erinner ich mich nicht mehr, es waren aber immer dänische. Also vermutlich irgendeine Königin....
- Stockholm -> Turku (Viking Line) mit MS Amorella im August 2005
- Helsinki -> Tallinn (Silja Line) mit Seacat III (oder IV?) ebenfalls im August 2005
- Virtsu -> Kuivatsu (Saaremaa Laevakompanii) mit MS ??? immer noch im August 2005
- Montu -> Ventspils (SSC Ferries) mit MS Scania - natürlich August 2005
- Kiel <-> Göteborg (Stena Line) mit MS Stena Nordica und MS Stena Germanica im September 2005
- Emden <-> Borkum (AG Ems) mit MS Münsterland und MS Groningerland im Oktober 2006
- Ploce -> Trpanj (Jadrolinija) mit MS Soltanka im September 2007
- Orebic -> Korcula (??) mit MS Lovor oder Tamaris im September 2007
- Korcula -> Rijeka (Jadrolinija) mit MS Marko Polo im September 2007
- Cuxhaven <-> Helgoland (Reederei Cassen Eils) mit MS Funny Girl im Dezember 2007
2) Was war bisher Deine längste Fährüberfahrt? Das ist ganz leicht - natürlich die Rückfahrt von den Kanarischen Inseln. Das ist fast schon eine echte Mini-Kreuzfahrt von Donnerstag, 14:00 mittags bis Samstag, 06:00 morgens - also 40 Stunden. 3) Was war bisher Deine kürzeste Fährüberfahrt? Das ist eigentlich auch ganz leicht: unter den bei Frage 1b) aufgeführten die Fahrt Orebic-Korcula in Kroatien. Ansonsten irgendeine Überquerung des Nord-Ostsee-Kanals in den weiten Schleswig-Holsteins.
4) Mit welchen Fährreedereien bist Du schon gefahren? siehe Frage 1b) 5) Mit
Bilder von Fähren-Fragebogen
welchen Fährschiffen bist Du schon gefahren? siehe Frage 1b) 6) Welche Reederei fandst Du am Besten? Warum? Da gibt es zwei, unter denen ich mich schwer entscheiden kann: Die Trasmediterranea - es ist die ehemalige staatliche spanische Reederei gewesen (ist jetzt an das Logistikunternehmen "Acciona" vertickt) - und so wirkte sie auch. Distanziert und freundlich, aus heutiger Sicht eine völlig befremdliche Preisstruktur (das erste Ticket und das letzte Ticket kosten gleichviel, es gibt weder Frühbucher noch Lastminutepreise), das Personal sieht immer schnieke aus - und da das Personaldeck noch oberhalb des Sonnendecks ist, haben die auch immer alles im Blick... Und dann das Corporate Identity auf dem Schiff (der "alten" Kanarenfähre): das Logo der Reederei findet sich überall: Auf Wegwerfartikeln (der Verpackung von Seifenstückchen, Begrüßungsbonbons...), Möbeln (Duschvorhang der Kabinendusche, in jedem Teppich eingewebt, in Glastüren als abgesetztes Logo, auf Papierkörben), auf Gebrauchsgegenständen (natürlich dem Geschirr, den Aschenbechern, den Papierdeckchen auf Biergläsern...) So etwas konsequentes habe ich bisher nirgends woanders gesehen. Man ist mit einer solchen Selbstverständlichkeit stolz auf sich, dass es für Deutsche ungewöhnlich aber faszinierend ist. Und als zweites die Jadrolinija - die staatliche Reederei Kroatiens. Hier wird einfach mangelndes Equipement mit Personal wettgemacht. Natürlich könnte man an den Häfen Check-In-Anlagen bauen und die Tickets der Autos vor Auffahrt auf die Wartespuren kontrollieren, diese nach Zielen sortieren (ok, dass wurde vorher gemacht - aber welche Autos wie auf das Schiff fahren, dass hat der Lademeister entschieden, der erst mit dem Schiff angekommen ist). Natürlich könnte man für Personen eine Gangway bauen, an der einer steht und die Karten kontrolliert. Genauso können die Personen ohne Auto aber auch über die Laderampe - nach Ausladen der austeigenden Fahrgäste und der herausfahrenden Autos) in das Schiff steigen. Und damit sie das erst tun, wenn tatsächlich kein Auto mehr kommt, könnte man auch feste Gitter mit einem Zauntor bauen. Das braucht man aber nicht, wenn man 20 Mann Personal unten stehen hat, die erst die Leute zurückhalten, die Gassen für ausfahrende Autos freihalten, auffahren Autos aufhalten - und dann in einer breiten Kette nebeneinanderstehen, und von sämtlichen durcheinander auf das Schiff stürmenden Passagieren die Tickets kontrollieren. So wie bei der Jadrolinija. Auf dem Schiff das gleiche Bild: Damit das Restaurant überhaupt den Ansturm schafft (und hier gibt es nur zum Frühstück ein Bufett - aber die Getränke bringt trotzdem der Kellner) braucht es viel Personal. Immer zügig, immer freundlich echte Dienstleister eben, die Kroaten. Und auf dem Schiff arbeitet kein einziger Fidschi! Im Endeffekt sage ich mal, dass mir die Jadrolinija am besten gefällt - die Spanier hatten doch so ein bisschen die spanische Servicementalität (wenn der Kunde nicht brüllt, dann ist es nicht soooo eilig), und die Fremdsprachenkenntnisse waren, wie so oft in Spanien, sehr auf spanisch beschränkt, und da das Schiff fast leer war (32 Fahrgäste in 550 Betten mit 50 Mann Besatzung), war es eh ein leichtes. Die armen Kroaten hatten dafür einen randvollen Dampfer mit Touris aus allen Herren Länder, und haben das trotzdem allem professionell und flott auf dem alten Kahn von 1972 abgewickelt. 7) Welches Fährschiff fandst Du am Besten? Warum? Als Kind natürlich die Finnjet. Ein Gasturbinenschiff (damals das schnellste Fährschiff der Welt), ein Eisbrecher (eines der ersten Fährschiffe mit einer richtig hohen Eisklasse) - und das Kinderland war total toll. Da gab es sogar eine Rutsche, ein Bällebad und was weiß ich noch alles, ist ja auch schon 25 Jahre her. Und im Duty-Free Shop gab es eine Lego-Finnjet zu kaufen! Aus heutiger Sicht muss ich wohl die MS Amorella nennen. Es ist das modernste Schiff mit dem ich bisher gefahren bin, und mit einer reichen Auswahl an Unterhaltungsmöglichkeiten und Restauration. Am schlechtesten war die Stena Nautica - zumindest die aus dem Jahre 1999. Es war Winter, und man konnte sich natürlich nur sehr begrenzt draußen aufhalten. Und drinnen gab es nur sehr wenige Sitzplätze - am Fenster konnte man sowieso kaum sitzen, weil das Schiff so gebaut ist, dass an den Außenseiten Kino, Supermarkt usw. angeordnet sind. Ich fühlte mich da ein wenig veräppelt.
8) Hast Du schon einmal eine Nachtfahrt auf einer Fähre mitgemacht? Wenn ja, wie hast Du dort an Bord übernachtet? Na sicher habe ich schon Nachtfahrten mitgemacht - wie man es der oberen Liste aufgrund der Entfernungen entnehmen kann. Meistens übernachte ich in einfachen Innenkabinen - in den teilweise angebotenen Liegekojen oder Pullmannsesseln habe ich bisher genausowenig übernachtet wie in Luxuskabinen. Auch reine Deckspassagen (wäre in Kroatien noch möglich gewesen) habe ich bisher noch nicht mitgemacht. Übernachtet habe ich bisher bei folgenden Überfahrten:- Travemünde-Trelleborg als Kind mit Eltern und der kleinen Schwester in einer 4-Bett-Innenkabine
- Travemünde-Helsinki-Travemünde - ebenfalls mit der Familie - in einer 4-Bett Außenkabine
- Travemünde -Gdansk und zurück wieder mit der Familie - in einer 4-Bett Innenkabine
- Las Palmas de Gran Canaria - Cadiz zwei Nächte in einer 4 Bett Außenkabine mit eigenem Bad - als Einzelbett mit drei anderen "Herren"
- Stockholm - Turku in einer 2 Bett-Innenkabine mit Dusche und WC
- Kiel-Göteborg und zurück in einer 4-Bett Innenkabine (wieder als Einzelbett gebucht) mit Du/WC
- und zwischen Korcula und Rijeka in einer 2-Bett Innenkabine ohne WC unterhalb des Autodecks - ein bischen gruselig ist das schon gewesen. Aber wir waren froh, überhaupt eine Kabine gefunden zu haben - da das Schiff nur für ca. 40% aller Reisenden Kabinen anbietet, und viele versucht aben auf den Treppen - oder sogar auf Deck - zu schlafen.
9) Auf welcher Fähre fandst Du das Essen am Besten? Das Abendbuffet der Viking Line auf der MS Amorella war am besten. Sonst ist das Essen auf dem Schiff meist nicht so der Hit - außer natürlich der obligatorische Hotdog auf den Scandlinesfähren Puttgarden-Rodby... 10) Auf welcher Fähre wurde das beste Unterhaltungsprogramm geboten? Auf der MS Marko Polo. Die Ein- und Ausladevorgänge an den Zwischenstationen sind besser als jede Dokusoap - und man kann immer wieder zusehen - es ist fantastisch. Ein deutscher, der mit Geländewagen und riesigem Bootsanhänger ca 500m rückwärts an den zum einfahren wartenden Fahrzeugen vorbei muss, bevor es eine Möglichkeit zum Wenden gibt. Das kann der aber nicht - also greift schon mal der Lademeister persönlich (zu Fuß gehend) durch das Fahrerfenster zum Lenkrad und steuert das Gespann so sicher zur Wendemöglichkeit. Auch muss schon mal ein 4 achsiger Kran an jedem Halt raus- und wieder reinfahren - aber auch der lässt sich mit vielen Gesten, Einweisern und "Oi" Rufen gut und sicher durch die wartenden PKW und Busse bugsieren. Dann ein Reisebus, der rückwärts aufs Schiff muss... Kino, Disko und so ein Kram hat auf einem Schiff aus meiner Sicht nichts zu suchen. Das gibt es sowieso auch an Land - das ist quatsch und nur für Leute, die echt nichts mit sich und der Welt anfangen können. Die Bibliothek auf der Juan J. Sister war schon ganz witzig - aber selbst für 30 Reisende zu klein: es handelt sich um ca. 10 bequeme Sessel vor Panoramafenstern zum Wasser.
11) Auf welcher Fähre gab es den besten Wellnessbereich? Auf der Juan J. Sister. Mitten im November bei strahlenden Sonnenschein im Schwimmbad auf dem Sonnendeck paddeln - in frischem Mittelmeerwasser - wo geht das schon. Sonst nutze ich so ein Zeug wie Wellnessbereiche ja nicht - das ist reine Platzverschwendung, aus meiner Sicht. Auf Fähren zieht man sich einen dicken Pulli an und geht raus und liest.... Übrigens noch ein Tipp an dieser Stelle, als 14 jähriger auf der MS Rogalin aus eigener Erfahrung gelernt: Das Schiff schaukelte eigentlich ununterbrochen - auch wenn die See fast glatt war. Und dort im Schwimmbad habe ich gelernt: wer Seekrank ist sollte bei Seegang ins Schwimmbad gehen, und die Augen zumachen. Da das Wasser träge ist, bewegt es sich nicht mit dem Schiff mit, sondern bleibt mehr oder weniger stehen. Das Schiff bewegt sich mehr um das Wasser im Becken herum - was sehr gruselig aussieht, wenn man die Augen nicht zumacht.... 12) Auf welcher Fähre gab es den besten Duty-Free-Shop? Natürlich auf der Finnjet - wegen dem Legoschiff. Mal ernsthaft, wenn ich mit Rucksack unterwegs bin, dann will ich vielleicht mal ein Wasser kaufen, oder einen Sandwich - aber doch keinen Schnaps, Süßigkeiten oder Zigaretten. Daher gewinnen hier zwei Schiffe: Einmal die Trasmediterranea - die haben neben den ganzen Krawattennadeln, T-Shirts, Aschenbechern, Bechern, Postkarten und was man sonst noch so mit seinem Logo bedrucken kann auch eine Auswahl an Taschenbüchern in verschiedenen Sprachen. Und als zweites gewinnen die Estnischen Schiffe: Dort gibt es 1,5l Plastikflaschen Wasser im Shop - undenkbar für westeuropäische Reedereien. In solchen großen Verpackungen gibt es dort nur Schnaps. Scheiß Duty free.....
13) Auf welcher Fähre gab es die besten Kabinen? MS Amorella - weil am neuesten und weil (aufgrund der Fülle-die günstigeren Kabinen waren im deutschen System bereits ausgebucht-) nicht in der schlechtesten Bettkategorie gebucht. 14) Warst Du mit der Sicherheit an Bord zufrieden? Nur auf dem estnischen Schiff Virtsu-Koviatsu hatte ich aufgrund der offensichtlichen Roststellen und Alterserscheinungen ein klein wenig Bammel. Aber im Sommer in der Ostsee kann man ja auch mal an das Ufer Schwimmen - also halb so schlimm (Überfahrt 20 Minuten im Schleichtempo). Auf der Marko Polo habe ich mir auch so ein paar Sorgen gemacht - direkt neben unserer "unter dem Autodeck-Kabine" war eine Tür zum Maschinenraum. Daneben ein dicker roter Knopf für die Feuerschutztür "You should not open this door during voyage" - Gut, dass mir dass Schild vor dem ins Bettgehen aufgefallen war. Denn wie sich später herausstellte, musste da doch hin und wieder mal einer rein - und während die Tür offen ist, gibt es ein Dauerklingeln.... Auf der winterlichen Überfahrt nach Helgoland habe ich mir keine Sorgen gemacht-zwar schaukelte es doch ganz ordentlich, und die Leute haben reihenweise gekotzt, in der Kombüse sind ein paar Teller zerbrochen - aber nachdem die Stammreisenden das Personal gefragt haben, ob der Chef selber fährt, und das verneint wurde, waren sie beruhigt. Also nur eine normale Winterfahrt - nicht eine echte Sturmfahrt. Außerdem hat auch keiner beim Einsteigen gewarnt, dass die Mitfahrt auf eigene Gefahr ist. Und dann die ganzen Geschichten, was in den Jahren vorher schon alles passiert ist - aber es ist immer gut ausgegangen, und so wird das bischen Seegang ja nicht schaden...
15) Welche Fähre kannst Du weiterempfehlen? Welche nicht? Warum? Weiterempfehlen kann ich Fähren generell. Eine bessere Art der Reise kenne ich gar nicht. Man lernt viele Menschen kennen, kann draußen rumrennen, mal richtig ausspannen, essen was und wann man will - das ist echtes Leben und Reisen. Anders als erst durch zig Sicherheitskontrollen rennen, dann warten und einchecken, warten und shutteln, warten und boarden, in Reih und Glied in engsten Sitzen sitzen, sich teilweise noch anschnallen müssen, das vorgesetzte Touristenchappi fressen und einen zweitklassigen Film auf wackelnden Bildschirmen mit ollen Kopfhörern verfolgen - und nach ungefähr zwei Stunden applaudieren, warten bis man aufstehen darf, aussteigen, dann warten bis das Gepäck kommt - dass mögen vielleicht Lemminge, aber Reisen ist diese Art der Fortbewegung aus meiner Sicht nicht. Für die Fahrt zwischen Stockholm und Turku würde ich jedenfalls immer wieder mit den Schiffen der Viking-Line fahren. Gegenüber den konkurrierenden Schiffen von Siljaline bietet Viking-Line nicht nur etwas günstigere Preise, sondern für Reisende ohne Auto (wie mich) auch den unschlagbaren Vorteil, dass sie in Fußläufiger Entfernung vom Stockholmer Hbf und der Stockholmer Innenstadt abfahren (das sind vielleicht 2 km zu Fuß); das Siljaterminalen ist viel weiter entfernt, dort ist man also zwangsweise auf den Bustransfer angewiesen. Die Routen Stockholm-Turku und Stockholm-Helsinki sind sowieso mit die interessantesten im europäischen Schiffsverkehr - denn zwischen der Viking-Line und der Siljaline tobt hier ein harter Konkurrenzkampf bis auf Messer - aber nicht mit Dumpingpreisen - sondern mit Serviceideen und immer neuen Features auf den Schiffen - mit den modernsten Kreuzfahrtfähren Europas. Die einzige Fähre, mit der ich bisher gefahren bin, die ich überhaupt nicht empfehlen kann, ist die Superseacat. So ein Katamaran ist zwar schnell, aber sonst auch nix. Es ist einfach kein Schiff, es sind keine sanften Bewegungen im Wasser - eher immer mal harte Schläge auf das Wasser. Man kann auch nicht rausgehen, die ganze Zeit vibriert die Kiste und im Background klirren die Flaschen im Schnapsschrank - ich meine natürlich den Duty Free Shop. Also kurz gesagt: meidet Schnellfähren, wo und solange es geht. Schon aus Umweltschutzgründen - die Delfinkiller auf den Kanaren von Fred Olsen sind ja schon berühmt und berüchtigt - aber auch die Schnellfähren auf der Ostsee machen nicht wirklich Spaß und kosten ein Heidengeld.Abschließend danke ich nochmal squarerigger für diesen geradezu perfekt auf mich zugeschnittenen Fragebogen und hoffe, dass sich noch ein paar begeisterte daran machen.
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27.10.2008 01:06
klasse bericht und super fotos. wünsche dir eine gute nacht lg. petra
09.09.2008 10:40
interessant! LG Placebo21
30.08.2008 20:38
Bin auch schon mit einigen Fähren gefahren. Fand die alle unspektakulär und wollte immer nur von hie nach da! Aber eine schöne Abwechslung auf einer Urlaubsfahrt ist das immer!! LG Ringel