Fahrschule Speed, Berlin

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Und jetzt geht es auf zwei Rädern durch´s Leben

5  20.03.2006

Pro:
Sehr gute Preise, super Fahrlehrer

Kontra:
kenne keine

Empfehlenswert: Ja 

charlotte3004

Über sich:

Mitglied seit:06.03.2006

Erfahrungsberichte:4

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 68 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun ist die Motorrad-Seson eröffnet und es geht weiter mit der Klasse A = Motorradführerschein.
Meine Freude und Erwartungen waren groß. Einen Gutschein hatte ich schon über "e a s y v e n t.de" gekauft. Wie auch beim Kl. B Gutschein waren der Grundbetrag, der theoretische Unterricht und alle Sonderfahrten enthalten. Wert: 501,00 € die sparen konnte.

**********************************Die Beratung*****************************************

Da ich vom Autoführerschein schon bekannt in der Fahrschule war ( Bericht: Mein großes Ziel....), kamen wir gleich zur Sache. Mir wurde erklärt wie die Übungsstunden ablaufen. Danach kamen die Erklärungen der Grundfahraufgaben. Das hörte sich viel und kompliziert an.
Der theoretische Unterricht erstreckte sich über das Auffrischen der B Theorie (sechs Stunden) und viermal Motorradspzifischen Unterricht. Das war leicht zu schaffen, da ich ja gerade erst den Autoführerschein erworben hatte.
Die Bekleidung: In der Fahrschule waren Sturzhelme, Jacken und Nierengurte vorhanden. Mir wurde noch erklärt, dass ich Schuhe bis über den Knöchel tragen muss und eine feste Hose anziehen soll. Wir planten meine erste Übungsstunde.

****************************Die erste Übungsstunde************************************

Ich hatte den gleichen Fahrlehrer wie beim B Führerschein, wir kannten uns also schon recht gut. Als ich in die Fahrschule kam, war mein Fahrlehrer gerade dabei sich umzuziehen. Nun war ich dran, meine Kleidung wurde kontrolliert. Ich bekam einen passenden Sturzhelm, einen Nierengurt auf dem in Fahrschule stand und eine Weste in Leuchtfarbe. Die ganze Stadt konnte so erkennen, dass eine Fahrschule mit Motorrad unterwegs ist. Mein Fahrlehrer sagte mir noch ich soll in den Kurven möglichst nichts machen. Schon gar nicht mich dagegen lehnen. Denn wenn ich dagegen halte, gibt es Probleme das Motorrad zu halten. Ich versprach es.
Nun gingen wir zum Motorrad. Mein Fahrlehrer erklärte mir das Schalten, Kuppeln, das Gas geben und die Armaturen. Alles war anders als beim Auto. Ich durfte nun hinter meinem Fahrlehrer aus das Motorrad steigen, ab ging die Post, zum Übungsplatz. Was für ein Spaß.
Auf dem Übungsplatz waren schon einige Fahrschulen mit ihren Schülern. Wir suchten uns einen abgelegen Platz. Mein Fahrlehrer zeigte mir wie man anfährt und bremst, dann durfte ich anfahren und mein Fahrlehrer verfolgte mich und das Motorrad. Es ging aber alles gut. Als nächstes sollte ich an Ende der Geraden Wenden und zurück kommen. Das haben wir einige male geübt. Mein Fahrlehrer sagte: Das war alles recht ordentlich, nach ca. 4 Stunden darfst du alleine Fahren und ich fahre mit einem Motorrad vorne weg, sicher alles ab und du folgst mir. Wenn du den Sichtkontak verlierst, fährst du rechts rann und wartest bis ich komme.
So, ich glaubte nun ich hätte alles im Griff. In den nächsten Übungsstunden wurde ich eines besseren belehrt.

*************Die ersten Grundfahrübung Slalom ( Schrittgeschwindigkeit)**********

Diese Übung dient der Fahrzeugbeherrschung.
Mein Fahrlehrer baute rot/weise Pylonen, im Abstand von 3,5 m auf. Er zeigte mir wie ich im Slalom durch fahren sollte. Ich legte los, fast jede Pylone war meine, ich fuhr einfach alle Pylonen um. Mein Fahrlehrer stellte die Pylonen wieder auf und ich durfte noch mal. Usw. usw. Mein Fahrlehrer hatte viel Geduld mit mir. Der Slalom in Schrittgeschwindigkeit war für mich der Schwerste. Mein Fahrlehrer erklärte mir, ich solle versuchen so langsam zu fahren, dass neben mir eine 80jährige Oma mit zwei vollen Aldi Tüten laufen kann. Wer am langsamsten fahren kann hat gewonnen. Das war am Anfang total schwer. Heute war ich kein Gewinner.
Der schnelle Slalom war einfacher für mich. Die Pylonen wurden im größeren Abstand aufgebaut. Aber einige habe ich auch umgefahren. Morgen wird alles besser werden.

****************Grundfahrübung Stopp und Go*********************************************

Diese Übung ist im Stau wichtig.
Nun ging es weiter, Stopp und Go üben. Das geht recht einfach. Kurz anfahren und stehen bleiben. Das heißt im Wechsel den rechten Fuß und den linken Fuß absetzen und im Schneckentempo auch noch um die Pylonen fahren. Das Ganze dreimal in Folge. Allerdings ohne eine Pylone auszulassen, umfahren ohne auch nur einmal den Fuß abzusetzen. Wenn das Passiert fängt man von vorne an. Also wieder drei mal durch den Slalom Kurs. Das hört sich leichter an als es ist. Vor dem Anfahren auch noch umschauen und den Motor nicht abwürgen und die Maschine nicht legen. Bei dieser Übung kommt man richtig ins schwitzen. Auch mein Fahrlehrer kam ins schwitzen, denn er Musste ja alle Pylonen, die ich umgefahren hatte wieder aufstellen. Insgesamt musste ich noch sehr viel lernen, dass stand nach dieser Stunde schon fest. Irgendwie habe ich die Grundübung auch geschafft, auf zur nächsten Übung.

**************************Grundfahraufgabe die Vollbremsung*****************************

Wichtig: Wen ein Kind auf die Straße läuft oder ein Ball auf die Straße fliegt, dem ein Kind folgt.
Die Vollbremsung wird aus 50 km/h gestartet. Ich muß das Motorrad auf kürzestem Weg zum stehen (senkrecht) bringen. Die vordere Gabel muß sichtbar eintauchen.
Fahrschulen und Fahrlehrer sind nicht begeistert wenn man das Motorrad fallen läst.
(Reparaturkosten)

**********************Grundfahrübung der Ausweichhaken*****************************

Der Ausweichhaken ist wichtig, wenn ein Autofahrer euch nicht gesehen hat und die Tür aufreißt. Wen ihr das nicht könnt, klatscht ihr wie ein Insekt, vor die offene Tür.

Mein Fahrlehrer machte mir die Übung erst mal vor. Es sah sehr elegant aus, also kann es auch nicht schwer sein. Dann war ich an der Reihe, bei dieser Übung habe ich mir so manche Verzierung abgebrochen, bis ich es endlich konnte.


***********************Grundfahrübung Keisfahren****************************************

Diese Übung dient wieder zur Beherrschung der Maschine und Kurvenfahren auf der Straße.
Ich musste rechts und links herum fahren in deutlicher Schräglage und den Kopf gerade halten. Diese Übung ging mir völlig gegen den Strich. An der Übung habe ich lange gebastelt.

*************************Die Verkehrsbeobachtung*****************************************

Die Verkehrsbeobachtung ist besonders für den Motorradfahrer wichtig. Der Motorradfahrer verschwinde, für den Autofahrer oft im Totenwinkel und wird leicht übersehen. Die Autofahrer unterschätzen auch oft die Geschwindigkeit des Motorradfahrers. Dadurch gibt es immer wieder schwere Unfälle, bei denen der Motorradfahrer schwer verletzt wird oder zu Tode kommt. Durch den Sturzhelm ist die Sicht eingeschränkt, der Kopf muß bewegt werden bis die Wirbel knacken. Auch die Spiegel am Motorrad waren für mich viel zu klein.

***********************Die erste längere Stadt fahrt****************************************

In den ersten Stunden habe ich das Motorrad recht gut kennen gelernt. Ab jetzt fahre ich mit dem Motorrad voraus und mein Fahrlehrer mit dem Fahrschulwagen fährt mir hinterher. Die Anweisungen kommen jetzt per Funk vom Fahrlehrer. Das ist ein riesiger Unterschied zum Autoführerschein. Mein Fahrlehrer kann auch nicht eingreifen. Ich bin ganz auf mich gestellt.
Mit einem Motorrad durch die Stadt zu fahren ist ein himmelweiter Unterschied zum Auto fahren. Alles ist anders. Eigentlich kann man das kaum Beschreiben. Man muss noch mehr den Verkehr beobachten, viel früher reagieren und viel vorausschauender fahren. Das Motorrad hat zwei Spiegel in denen man zu allem Übel auch nicht viel sehen kann. Der ganze Körper muss eingesetzt werden um das Motorrad zu bewegen. Wie bequem ist da doch Auto fahren. Aber dennoch möchte ich den Spaß nicht missen.
Einige Stunde durch den chaotischen Stadtverkehr, mit dem Auto mittlerweile eines meiner leichtesten Übungen. Aber mit einem Motorrad ist es beinahe wie in der ersten Fahrstunde mit dem Auto. Mein Fahrlehrer gibt mir sehr früh die Anweisungen wohin wir weiter fahren. Er beobachtet jede meiner Bewegungen ganz genau und gibt mir nützliche Tipps wie ich es besser machen kann.
Es ist kaum zu glauben, wie oft man vergisst den Blinker wieder auszuschalten. Dann kommt immer ein netter Spruch über den Funk.
Irgendwann, hatte ich mich mit allen Eigenheiten des Motorradfahres arrangiert.

******************************Theoretische Prüfung******************************************

Ich fuhr zur Prüfstelle, etwas mulmig war mir schon. Von B (Auto) bekam ich 10 Fragen, von A (Motorrad) bekam ich auch 10 Fragen. Nach ein paar Minuten war ich fertig. Der Prüfer korrigierte meinen Bogen sofort, ich hatte 4 Minuspunkte, aber bestanden. Hurra, Hurra das hatte ich geschafft.

****************************Die praktische Prüfung******************************************

Wir trafen uns mit dem Prüfer auf dem Übungsplatz. Mein Fahrlehrer hatte mir schon gesagt, dass der Prüfer erst die Grundübungen abruft. Also alles was ich euch gerade beschrieben habe. Vor der Prüfung wurden alle Übungen noch mal gefahren.

Mein Fahrlehrer war sich sicher, wen ich so fahre, dass ich den Schein bekomme. Ich war beruhigt. Nun ging es los. Über die Kopfhörer, gab mein Fahrlehrer die Anweisung, was der Prüfer sehen wollte. Nach dem alle Grundfahrübungen abgefahren waren, winkte mich der Prüfer zu sich. Das war alles ganz prima, jetzt fahren wir in die Stadt, sagte der Prüfer. Der Prüfer und mein Fahrlehrer fuhren im Auto hinter mir her, auch hier kamen die Anweisungen über die Kopfhörer.
Also kurz und gut, es war alles bestens, ich bekam einen neuen Führerschein in den der A-Schein eingetragen war. Nun hatte ich alles was ich wollte erreicht.

**************************************Fazit***********************************************

Den Gutschein und die Fahrschule kann ich mit ruhigen Gewissen jedem empfehlen.
Mein Fahrlehrer war einmalig, mit seiner Ruhe und Ausgeglichenheit hat er mich beeindruckt und vorwärts getrieben. Mein Dank wird ihn immer verfolgen.
Die Fahrschule kann ich jedem empfehlen, super Klima, immer gute Laune und freundliche Bedienung. Außerdem habe ich wie auch bei meinem B-Schein viel Geld gespart. Jetzt kann ich mir ein gebrauchtes Motorrad leisten.
Als ich nach Hause kam stand keine Maschine vor der Tür. Meine Eltern hatten mir zum B-Schein ein Auto geschenkt.

**************************************Ende***********************************************


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Newstone

Newstone

14.08.2007 18:35

Gelungener Erstbericht! LG Newstone

b.jupiter

b.jupiter

02.03.2007 14:43

Na toll, eine Schleichwerbung für die eigene Firma. Da nehme ich mein sh natürlich wieder weg.

ninjato

ninjato

03.02.2007 10:56

muss mich koregieren ihr Spinner, alles nur gelogen

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