Farbmaus

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... Ebenso die Farbmaus. Sie wohnt in menschlichen Behausungen, kann in der freien Wildbahn nicht überleben. Sie werden ca. 7,5 bis 10,5 cm groß, wiegen 20-50 g und werden durchschnittlich 1 ½ bis 2 Jahre alt (bei guter Pflege sogar bis zu 4 Jahre). Wie kamen wir zu diesen Farbmäusen? Mein ... Bericht lesen





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Wir haben uns vermehrt.........
Erfahrungsbericht von mctweetybaby über Farbmaus
15.03.2010


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Verantwortung, geringe Kosten, Leben in der Wohnung
Kontra: reletiv kurze Lebensdauer

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo zusammen!

Heute kommt ein Bericht über unsere Haustiere, animiert hatte mich Cybersyssy. Ihr und mir erfülle ich somit diesen Wunsch. Es geht um unsere Farbmäuse – Tricki und Speedy.

Was sind Farbmäuse?

Die Mäuse zählen zu den Säugetieren, zur Ordnung der Nager. Es gibt ca. 100 Gattungen, Ratten zählen da mit dazu. Ebenso die Farbmaus. Sie wohnt in menschlichen Behausungen, kann in der freien Wildbahn nicht überleben. Sie werden ca. 7,5 bis 10,5 cm groß, wiegen 20-50 g und werden durchschnittlich 1 ½ bis 2 Jahre alt (bei guter Pflege sogar bis zu 4 Jahre).

Wie kamen wir zu diesen Farbmäusen?

Mein Sohn wollte schon immer ein Haustier, ich ebenso. Seine Wünsche gingen vom Wellensittich, Hund, Katze, Hamster und eben zur Maus. Da wir beide berufstätig sind, wollten wir dem Tier nicht zumuten, dass es so lange allein zu Hause ist, denn auch die Kinder sind bis Nachmittag im Hort. Außerdem sind wir Dauercamper, fahren fast jedes Wochenende an den Campingplatz, somit schieden Hund,Katze und Wellensittich wiederum aus. Wir haben auch eine offene Küche mit einer Treppe zum Dachgeschoss, das äre für einen Wellensittich nicht so optimal.

Letztes Jahr nahmen unsere Campingnachbarn in ihrem Urlaub ihre Maus mit. Mein Sohn sah sie, und ab da hing er uns mit der Maus in den Ohren. Ich fand sie auch sehr niedlich. Und somit hatte mein Sohn mit mir eine würdige Vertreterin, die jetzt meinen Mann mit überzeugen konnte, dass eine Maus doch ein ziemlich gutes Haustier sei, die von unserem Sohn leicht gepflegt werden kann, die im Urlaub mit an die Ostsee kann und…..überhaupt.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mein Mann stimmte zu. Nach den Herbstferien kaufen wir so ein süßes Tierchen.

In der Zwischenzeit habe ich mich im Internet schlau gemacht. Schließlich wollte ich nicht unvorbereitet mit meinem Sohn in dieses Abenteuer starten. Dort las ich, dass eine Maus niemals allein gehalten werden soll (Das erzählte ich meinem Mann aber nicht). Wo bekomme ich die Mäuse, was muss ich beachten, welche Kosten…..all diese Fragen, zu denen ich später näheres schreibe.

Wie viel kosten sie und wo bekomme ich sie?

Die Farbmaus kann man z.B. über Privatpersonen kaufen. Es gibt genügend Leute, die die Maus nicht mehr haben wollen, oder unfreiwilligen Nachwuchs bekommen haben, oder eben privat züchten. Im Internet habe ich nach Annoncen geschaut. Habe viele Foren über Nager entdeckt und so manche Homepage von einem privaten Züchter. Mein Sohn erzählte im Hort von unserem Plan. Die Erzieherin berichtete ihm, dass man Farbmäuse im Zoofachgeschäft kaufen könne. Dort wollte ich sie eigentlich nicht kaufen. Mein Sohn war aber Feuer und Flamme. Also fuhren wir zu Zooworld, dort gab es Männchen und Weibchen, Kostenpunkt pro Maus: 4 Euro.

Wir entschieden uns für 2 Weibchen, denn 2 Männchen unkastriert vertragen sich nicht unbedingt in einem Käfig, und kastrieren lassen, nee, das wollte ich nicht. So hatten wir zwei Weibchen. Mein Sohn suchte sie aus. Und mein Mann staunte nicht schlecht, hatte er doch nur mit einer Maus gerechnet….

Was brauche ich noch und wie teuer ist es?

Die Mäuse brauchen einen geräumigen Käfig. Ich hatte erst einen im Internet bestellt, musste dann aber feststellen, dass der viel zu klein war. Also, ein neuer großer Käfig musste her, wir wählen als Material Plastik. Der Käfig besteht aus einer Wanne, oben ist ein abnehmbares Gitter befestigt. Die Größe beträgt 60 x 40 x 30 cm, groß genug laut Verkäuferin, dass zwei Mäuse genügend Auslauf bekommen. Dann hat er noch eine zweite Etage, wo die Mäuse über eine Treppe hingelangen. Ein Laufrad war im Käfig mit enthalten, das nutzen sie auch täglich, wenn die Mäuse nicht wieder ihre ganze Streu hinein wühlen. An der Seite des Käfigs ist eine Trinkflasche befestigt, ein Futternapf war auch dabei.

Etwas später kaufte ich noch ein Kokosnusshäuschen dazu, es ist ein Loch darin eingesägt, und dient als Unterschlupf. Die Nuss kann man schön mit Streu und Heu auspolstern.

Zum Spielen kam dann noch ein hohler Baumstamm mit Löchern an der Seite dazu. Sie können an dem Baumstamm nagen, das ist gut, damit sich die Zähne abnutzen, sonst werden sie zu lang. Oder eine gepresstes Futterglöckchen zum anhängen. Da wurden die Mäuse gleich aktiv, nun ist der Haken ab. Ich werde heute in das restliche Glöckchen ein Loch bohren und mit einem Juteseil wieder anhängen, da haben sie etwas zum Klettern.

Die Kosten:

Käfig: ca. 53 Euro (incl. Laufrad, Trinkflasche,Futternapf)
Streu: je nach Menge, mein Mann hatte 11 Liter Streu für ca. 10 Euro gekauft. Das reicht erstmal ne Weile.
„Spielzeug“ Holzstämmchen: 3,99 Euro beim Futterhaus
Unterschlupf Kokosnuss: 3,99 Euro beim Futterhaus
Wiesenheu: 1kg 2,29 Euro beim Futterhaus
Futter: pro Monat ca. 1-2 Euro, kommt drauf an, wo und was man kauft, dazu später.
Evtl. Tierbesuche: wir mussten noch nicht…….
Für die evtl. Tierarztbesuche braucht man noch eine Transportbox: ca. 2-3 Euro

Das ist so die Grundausstattung. Wer möchte kann noch viel mehr Geld ausgeben.

So hat mein Mann ein Freilaufgitter gekauft und dafür noch einen Holzspielplatz.

Wie pflege ich sie?

Da ist es sehr wichtig, die kleinen Nager genau zu beobachten. Sie sollten ein sauberes und glänzendes dichtes Fell haben, keine Verklebungen am Auge, Nase und After. Der Körper sollte schlank und wendig sein, die Augen klar. Die Mäuse sollten interessiert und neugierig sein, und flink durch den Käfig wieseln.

Die Mäuse brauchen Auslauf, deshalb machen wir 1-2 mal in der Woche „Freilauf“, das Gitter wird in unserem Flur aufgebaut, mit Futternapf, etwas Streu und der Spielplatz kommen hinein. Die Mäuse sind sehr neugierig und erkunden jede Ecke. Im Käfig sind genügend Hindernisse und Röhren (einfach Toilettenpapierpapprollen) vorhanden, sowie das Laufrad.

Die Farbmäuse vertragen keine Zugluft und dürfen nicht baden. Der Käfig sollte regelmäßig gesäubert und die Streu ausgewechselt werden. Wir machen das zusammen alle zwei Tage. Frisches Futter und Wasser geben wir jeden Tag. Mein Sohn holt ab und an die digitale Küchenwaage und wiegt die Mäuse, das ist wichtig, damit man sehen kann, ob sie zunehmen, oder evtl. übergewichtig sind.

Und wichtig: Unsere Mäuse „stinken“ nicht, das kommt eher vor, wenn der Zeitabstand zwischen dem Käfig sauber machen zu groß ist.

Ernährung?

Da sind unsere Mäuse recht anspruchslos. Sie bekommen Trockenfutter für Nager. Wenn man „Markenprodukte“ wie Vitakraft und co bevorzugt, ist es doch teurer. Ich kaufe loses Futter vom Futterhaus, immer so eine Menge für einen Monat, damit nichts verderben kann. Das kostet ca. 1-2 Euro. Aus dem Futter sortiere ich dann die Sonnenblumenkerne und Kürbiskerne heraus, weil diese sehr fetthaltig sind. Die bekommen sie als Leckerli von der Hand zum Naschen. Ab und an 1-2 mal im Monat gibt es dann noch einen Hirsekolben. Zwischendurch geben wir den Mäusen Gurkenstückchen, Möhre, Petersilie usw. Da sollte man am nächsten Tag die Reste entfernen. Auf keinen Fall sollte man Speck oder Käse geben!!! Denn Mäuse sind vegetarische Allesfresser.

Was muss ich beachten?

Die Mäuse brauchen unbedingt eine Eingewöhnungszeit. Sonst haben sie zu viel Stress, das verkürzt die Lebensdauer erheblich. Wir hatten anfangs statt der Speedy eine Flitzi, wahrscheinlich haben wir sie krank gekauft, oder sie hatte zu viel Stress; denn sie ist nach einer Woche gestorben (Es flossen viele Tränen……und Speedy wurde nachgekauft). Es sollten unbedingt gleichgeschlechtliche Tierchen sein, es sei denn man möchte plötzlich ganz viele Mäuse haben. Empfehlenswert sind mehrere Weibchen, mindestens zwei, da Mäuse gesellige Tiere sind. Allein gehalten fühlt sich die Maus sehr einsam und leidet!!!

Kauft man zu der/den bestehende Mäusen eine dazu, sollten diese sich an einem neutralen Ort (anderer Käfig) erst einmal aneinander gewöhnen, sonst gibt es Revierkämpfe, die sogar tödlich enden können. Als wir nach Flitzi die Speedy nachgekauft hatten, dachte ich mir, dass nach einer Woche es noch nicht zu Streitigkeiten kommen wird. Ich hatte aber anfangs sehr viel neben dem Käfig gesessen und die Mäuse beobachtet, um eventuell bei einem Streit schnell dazwischen gehen zu können. Aber die Eingewöhnung von Speedy erfolgte problemlos. Aber ab und an kann ich Streit bei den beiden beobachten, wenn sie z.B. ums Futter streiten. Passiert aber selten.

Fazit:

Ja, nun haben wir die Mäuse ca. ein halbes Jahr, und wir wollen sie nicht mehr missen. Sie sehen drollig aus, es macht Spaß sie zu beobachten, zu füttern. Unsere Mäuse sind zwar nicht zahm, aber sie können zahm werden (unsere vielleicht auch noch???). Dann mögen die Mäuse gern ein paar Streicheleinheiten. Die Pflege ist unkompliziert. Diese Tiere eignen sich prima als Haustier für Kinder. Die Kinder lernen Verantwortung zu tragen. Der Kostenfaktor it überschaubar.

Positiv:

Kinder lernen Verantwortung zu tragen. Die Kosten sind überschaubar. Ein bisschen Leben in der Bude….leichte Pflege.

Negativ:

Lebensdauer….danach die Trauer…

Ich vergebe für die niedlichen Farbmäuse eine unbedingte Kaufempfehlung, aber nur im Doppelpack.

Danke schon mal fürs lesen, bewerten und kommentieren.

Liebe Grüße Annette
   

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