Feind in meinem Bett, Der

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Gib acht, wer in Deinem Bette liegt!

5  08.09.2002

Pro:
Julia Roberts, die Thematik

Kontra:
nichts

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

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Sylviane

Über sich: ***beLIEve *** Mir persönlich besonders wichtig: ...UND ALLES WIRD GUT! Mein Bericht über eine ganz ...

Mitglied seit:17.08.2001

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 103 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Manchmal sind Menschen nach außen hin, nicht so wie sie in Wirklichkeit sind. Ihr Sein ist viel mehr ein Schein und man erlebt daher so manche böse Überraschung, was den Charakter eines Menschen angeht, den man vielleicht sogar glaubt zu lieben und gut zu kennen.
So ergeht es Julia Roberts in dem Film „Der Feind in meinem Bett“.
Ein vielsagender Titel, der auf so manches schließen lässt. Ein Film, der im Jahre 1991 in die Kinos kam und Julia Roberts einmal nicht in einer strahlenden, schönen Rolle erscheinen ließ im Vergleich zu „Pretty Woman“.
In diesem Film wird kein Hollywood-Märchen gezeigt, sondern bittere Wahrheit, die jede Frau treffen könnte und garantiert viele getroffen hat, auch wenn wohl meistens leider darüber geschwiegen wird und aus falscher Scham in der Situation ausgehalten wird.

Doch kommen wir zunächst einmal zum Inhalt:
Es gibt eine junge Frau, deren Name Laura Burney (J.Roberts) ist. Sie lebt mit ihrem Mann, einem Finanzmenschen , seit einigen Jahren zusammen und hat schon früh erkennen müssen, dass ihr Mann nicht der ist, den sie sich gewünscht hätte und den er am Anfang vorgeben hat, zu sein. Denn schon nach ganz kurzer Zeit ist der Honeymoon der beiden verfolgen und der grässliche Alltag beginnt.
Martin Burney (P.Bergin) ist unheimlich pedantisch, was die Ordnung im hause angeht. Es muß alles genau nach seiner Fasson geschehen, ans9onsten rastet er aus und schlägt seine Frau. Laura lebt in Angst und Schrecken vor ihrem brutalen Mann. Sie leidet sehr, gibt nach außen aber nur zu erkennen, daß sie eine perfekte Ehe führen. Sie als perfekte, makellose Ehefrau und Martin als perfekter Ehemann über jeden Zweifel erhaben.
Doch irgendwann schafft es Laura nicht mehr, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Sie beschließt Martin zu verlassen und nimmt dafür so einiges auf sich. Sie lernt schwimmen, obwohl sie eine notorische Angst vor dem Wasser hatte. Doch für ihre Flucht wandelt sie diese Schwäche in eine Stärke um.
In einer stürmischen Nacht, geht sie auf einer Bootstour über Bord, schwimmt in der tosenden See ans Ufer und flüchtet aus dem leben von Martin Burney. Dieser hält seine Frau für tot, ertrunken, als keine Lebenszeichen von ihr gefunden werden können. Allerdings wird niemals eine Leiche angeschwemmt.
Doch für Martin reicht es aus zu wissen, dass Laura nicht schwimmen konnte und so fällt er auf ihre Inszenierung rein.

Laura macht sich auf, ein neues Leben zu beginnen. Ein veränderter Name, ein neuer Ort sollen ihr dabei helfen. Schnell findet sie eine Wohnung, einen Job und auch eine neue, ganz zarte, fast schüchterne Liebe zu ihrem Nachbarn Ben (Kevin Anderson). Der sympathische, einfühlsame, sensible junge Mann schafft es Lauras Herz zu erobern. Ganz langsam Stück für Stück gewinnen die beiden eine Vertrautheit und es entsteht eine tiefe Zuneigung, die ich wirklich schon als Liebe bezeichnen möchte.
Alles könnte in Lauras Leben nun eine glückliche Wendung nehmen, wenn nicht durch einen Zufall Martin Burney erfahren hätte, dass Laura noch am Leben sei.
Wahnsinnig vor Eifersucht und Besitzdenken macht er sich auf, seine Frau zu finden. Damit nimmt Lauras glückliches Leben wieder eine beängstigende Form an und zum Schluß eskaliert die ganze Situation noch...
An dieser Stelle möchte ich gerne enden mit meiner Inhaltsangabe, denn der Film sollte unbedingt angesehen werden und ich möchte das Ende nicht vorwegnehmen.

Meine Meinung zu dem Film ist eine durchweg positive. Ich finde über das Thema Gewalt gegen Frauen oder Gewalt in der Ehe kann man gar nicht genug aufklärendes Material bieten. In Form eines Filmes ist dieses immer besonders eindrucksvoll und mitreißend.
Da hat man dann die Bilder vor Augen und sieht wie einige Frauen hindurch müssen. Man sieht, wie weit es einige Menschen mit ihrem Partner treiben, d aß dieser nur den Ausweg sieht, den eignen Tod vorzutäuschen, um dann ein neues, freies Leben führen zu können.
Es ist furchtbar zu sehen, was einige Menschen ihren Partner antun. Diese gemeine Art, die Martin Burney an den Tag legt und dennoch der Versuch seiner Frau trotz der Demütigungen an der Ehe festzuhalten. Ich denke, auch wenn es schwer zu verstehen ist, daß Laura so lange mir ihrem Mann zusammengelebt hat, es ist doch bewundernswert. Wie viel Kraft und Mut und Hoffnung sie in diese Beziehung gesteckt hat, immer im Glauben daran, dass sich vielleicht noch etwas ändert.
Und dann verspüre ich Bewunderung für diese Frau, weil sie den Absprung geschafft hat aus ihrem bisherigen Leben. Daß sie es tatsächlich geschafft hat, alles aufzugeben, um ganz neu anzufangen.
Die Darstellung einer Julia Roberts als eine geschundene Ehefrau ist mal eine ganz andere Rolle als die, in der man sie sonst immer sieht. Sonst ist sie einem Engel gleich, einfach nur schön und bezaubernd und wird von jeder Mann mehr oder weniger geliebt. Hier zeigt sie, dass sie auch anders kann. Man nimmt ihr die Angst, die sie in dieser Rolle fühlen muß sehr deutlich ab und man erkennt auch den Vertrauensbruch, den sie Männern gegenüber erlitten hat sehr genau. Sie stellt die Rolle der Laura wirklich ausgezeichnet dar.

Auch Bergin in der Rolle des Martin überzeugt mich.
Er spielt den jähzornigen, bösen Ehemann so überzeugend, das ich als Zuschauerin ganz böse werden kann und mit seiner Filmfrau leide und fühle. Er ist der absolute Pedant ,der sich wegen Kleinigkeiten aufregen kann und sofort handgreiflich wird.
Im Grunde genommen, ist er einfach ein Versager in seinem Leben, das er mit Gewalt und Aggression gegen über seiner Frau aufzuwerten versucht. Eine jämmerliche Person. Aber dennoch überzeugend dargestellt.

Ich kann allen nur raten, die den Film noch nicht gesehen haben, dieses einfach zutun. Und wer ihn gesehen hat, wird ihn bestimmt gerne wieder sehen.
Zu empfehlen ist auch das Buch zum Film mit dem Titel „Schreie in der Nacht2 oder im englischen Original „Sleeping with the enemy“.

Ich habe den Film damals im Kino gesehen und es gibt ihn auch auf Video und DvD. Im Fernsehen wurde er auch schon vor einiger Zeit gezeigt.

Ich vergebe alle Sterne und spreche mein Lob auf Julia Roberts aus, die mehr kann als nur Pretty-Woman sein.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bibianca

bibianca

24.09.2002 00:08

In meinem Bett liegt zum Glück ein ganz lieber Ehemann ;-))) LG Bianca

Clauds

Clauds

10.09.2002 12:51

das war der einzige Film mit Julia Roberts bisher, den ich halbwegs sehenswert fand... :) Grüsschen, Claudi

Irve

Irve

10.09.2002 12:04

Hallihallo, habe den Film damals im Kino gesehen und war völlig überzeugt. Zwischendurch vergaß ich wirklich, dass es "nur" ein Film ist! Lieben Gruß, Heike :-)

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