Feind in meinem Bett, Der

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Julia Roberts auf der Flucht vor ihrem Ehemann

5  18.04.2003

Pro:
Darstller, Thema, Umsetzung .

Kontra:
Nichts .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Humor

Spannung

Anspruch

Action:

Romantik:

mehr


Laundry

Über sich: Muss für 10 Klausuren lernen. Melde mich im Februar wieder. Frohes Neues!

Mitglied seit:05.06.2002

Erfahrungsberichte:359

Vertrauende:48

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo ihr Lieben! Heute schreibe ich mal über einen Psychothriller, indem gut dargestellt wird, wie weit eine Frau gehen kann in ihrem Leben und welches Ausmaß es hat, vom Ehepartner unterdrückt zu werden.

Der Plott:

Lauren und Martin Burney wohnen in einem wunderschönen Haus am Strand. Sie scheinen ein glückliches Paar zu sein und Laura liest ihrem Mann all seine Wünsche von den Lippen ab. Laura scheint irgendwie keinen eigenen Willen zu haben, denn ihr Mann schafft es, sie dazu zu überreden, auf einer Party das Kleid anzuziehen, welches ihm gefällt und wenn auch nur die Handtücher schief hängen, bekommt sie einen Denkzettel von ihm. Sie überspielt ihre wahren Gefühle, aber man sieht ihr an, dass etwas mit ihr nicht stimmt.

Als eines Tages ein junger, gutaussehender Doktor mit seinem Luxusboot an Martin's Steg anlegt und sich als sein neuer Nachbar ausgibt, tut Martin zunächst kumpelhaft. Er erzählt ihm, dass er Martin's Frau des Öfteren aufs Meer starren sähe und das Martin ja ein sehr tolles Haus habe. Nach dem Gespräch flitzt Martin sofort nach Hause und stellt Laura zur Rede, doch sie kennt den Doktor noch nichtmals. Daraufhin rastet Martin aus und schlägt sie so heftig, dass sie zu Boden fällt. Einen Triit verpasst er ihr auch noch, dann fährt er in die Stadt. Als er wiederkommt, bringt er ihr Geschenke mit und entschuldigt sich bei ihr. Sie tut so, als ob sie seine Entschuldigung annähme und aus Dankbarkeit vergewaltigt er sie nach Strich und Faden.

Der junge Doktor lädt die Burney's abends zum Essen ein und obwohl Martin weiß, dass Laura Angst vorm Segeln hat, nimmt er sie mit. Doch das Wetter spielt nicht mit, es kommt ein Sturm auf und es regnet wie wild. Laura hat tierische Angst, die auch verständlich ist, denn das Boot steht unter Wasser. Gerade als die zwei Männer versuchen, dass Segel in Schacht zu halten, denkt Laura: Das ist meine Chance! Das ist ihre Chance, all dem Zwang und Unglück, dass ihr Mann auf sie ausübt, zu entkommen und lässt sich einfach, als die beiden gerade nicht hinschauen, ins Meer fallen. Martin schreit wie wild ihren Namen, als er bemerkt, dass sie nicht mehr im Boot ist. Anschließend schickt er viele Suchtrupps los, doch die finden nur eine Schwimmweste. Martin ist total verzweifelt und sucht auch noch nach ihrer Beerdigung weiter nach ihr. Doch Laura's Flucht war geplant, sie beginnt jetzt ein neues, glücklicheres Leben, mit einem neuen Namen, usw..Ob sie auf Dauer vor Martin sicher sein wird? (...)

Meine Meinung:

Ich finde, dass Julia Roberts in der Roller der Laura in diesem Film wirklich ihr wahres, schauspielerisches Talent zeigt, denn sie muss ja bis zu dem Zeitpunkt, wo sie vom Boot springt, Martin vorgaukeln, dass sie ihn unentwegt liebt. Das merkt man auch vor allem daran, wie sie mit ihm umgeht, mit ihm spricht, zum Beispiel nehme ich mal direkt die erste Szene, am Strand, wo sie ihm vorschlägt, die Muscheln, die sie gerade gesammelt hat, doch zum Abendessen zu verwenden und Martin ihr erzählt, dass er mit ihr an diesem Abend zu einer Party von seiner Arbeit will. Da willigt sie ohne großes Murren ein! Oder wo sie sich anschließend an seine Brust lehnen will und dann zurückschreckt und sagt, ,,oh, tut mir leid, ich wollte dein Hemd nicht mit meinen dreckigen Fingern beschmutzen..". Das zeigt, wie sehr sie doch unter Druck steht und wie sehr sie Angst vor Martin hat. Später, nachdem sie in ein neues, besseres Leben geflüchtet ist, geht es ihr gut und sie lebt wieder richtig auf und lernt sogar einen neuen Freund kennen!

Das zeigt, wie sehr es Laura doch nun nötig hatte, diesen letzten Schritt zu tun und vor ihrem brutalen Mann zu fliehen. Denn ich bin auch der Meinung, man sollte in ausweglosen Situationen, damit meine ich Probleme, die sich auf egal welche Weise man es versucht, dennoch nicht lösen lassen, es immer besser ist zu fliehen, als ein ganzes Leben von Unglück umgeben zu sein. Viele sagen jetzt, nein, dass ist falsch, wie ich denke, und es sei immer besser, man solle sich seinen Problemen stellen, anstatt vor ihnen wegzulaufen, aber dagegen kann ich nur sagen, ihr ward dann noch nicht in solch einer Situation und könnt dass von daher nicht beurteilen. Da fällt mir doch grad ein gutes Beispiel zu meiner Person ein. Während meiner früheren Schulzeit wurde ich oft gehänselt, verprügelt, bedroht und missachtet. Die Grundschule war der Horror! Heute weiß ich, dass er Ärger meist dadurch entstand, dass die anderen, wegen meinen guten Noten neidisch auf mich waren und weil ich bei den Lehrern beliebter war als sie. Kurz gesagt, die berühmt berüchtigte ,,Streberstory". Auch noch in der 5ten und 6ten Klasse schien das Problem mit den Mitschülern noch nicht entgültig behoben zu sein, erst nach der Aufteilung der Klasse in Französisch und Latein, erging es mir besser, weil ich fast ausschließlich mit meinen Freunden zusammen war. Doch die Probleme, die ich seit eh und jeh mit dem Bus hatte, mit dem ich fuhr, schienen nicht lösbar zu sein. Mein Vater sagte, ignoriere sie, dass tat ich, es half nichts. Ein Mitschüler sagte, schlag sie doch zurück, dass tat ich, es half nicht auf Dauer. Eine Mitschülerin gab mir ein Buch, was ich lesen sollte, es behandelte genau dieses Thema. Das Buch las ich, aber als ich versuchte das Gelesene anzuwenden, scheiterter ich kläglich und versank im Spott...Zwei Jahre hielt ichs noch aus, dann wechselte ich den Bus.

Was ich euch damit sagen will ist, habt Mut, es ist nichts Verwerfliches dran, vor einer auswegslosen Situation zu fliehen! Und jeder der anderer Meinung ist und euch Steine in den Weg legt, der ist einfach dumm. Mich hat der Film sehr bewegt, weil viele Erinnerungen an damals zurück in meinen Kopf kamen, obwohl es um Vergewaltigung geht, aber das Prinzip Flucht ist gleich.

Auch eine gutgewählte Metapher kommt in diesem Film vor, es wird gesagt, dass Laura des Öfteren aufs Meer schauen würde. Und wenn man aufs Meer schaut, sieht man ja bei klaren Wetterverhältnissen bekanntlich den weiten Ozean vor seinen Augen. Laura träumte demnach schon länger davon, von etwas wegzugehen, aufzubrechen, etwas zu tun, doch die Fesseln ihres Mannes haben sie daran gehindert. Er hat ihr nämlich gedroht sie zu suchen und zu schlagen, wenn sie abhauen würde.

Laura geht sogar soweit, dass sie heimlich, wenn er arbeiten ist, Schwimmkurse nimmt, damit sie ihre Angst vor dem Wasser endlich wegbekommt. Auch finde ichs erstaunlich, dass sie sogar ihre Mutter vor ihm versteckt und in ein Altenheim steckt, damit er ihr nichts antun kann, stattdessen erzählt sie ihm, sie sei tot.

Patrick Bergin, der Martin spielt, ist gut gewählt für seine Rolle als brutaler, skrupeloser Ehemann und Vergewaltiger seiner Frau, denn wenn ich mir einen Vergewaltiger vorstellen würde, sähe der ihm sehr ähnlich, ohne jetzt abwertend zu wirken, auf die, die meinen Bericht lesen und vielleicht genauso aussehen sollten. Er trägt einen Schnäuzer und ist immer fein gekleidet, ist top fit und wirkt nach außen nett und freundlich, eben jemand, von dem man gar nicht annimmt, dass er zu solchen Schandtaten bereit ist! Seine psychopatischen Anfälle kommen gut zur Geltung, zum Beispiel, kurz nachdem Martin Laura schlägt und als sie am Boden liegt, in den Bauch tritt, da setzt er sich zu ihr runter und tut auf einmal wieder voll zärtlich und liebevoll und möchte, dass sie ihn anlächelt, ja er zwingt sie sogar zum Lächeln! Das ist ja fast genauso, als würde er zu ihr sagen:,,Na Liebling, macht es dir nicht auch Spaß, dass ich dir dauernd die Fresse puliere und dich vergewaltige, wann immer ich dazu Lust habe?"(...)

Dem Film ist eine aufbauende Spannung zuzuordnen, die mit jeder Minute zunimmt. Aus den oben erwähnten Gründen gebe ich dem Film die volle Punktzahl, also 5 Sterne.

Darsteller: Julia Roberts alias Laura Burney,
Patrick Bergin alias Martin.

Drehort: USA, 1990.

Regie: Joseph Ruben.

FSK: Ab 16 Jahren.

Lauflänge: 98 Minuten.

By Laundry ;-)

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Cybersyssy

Cybersyssy

18.10.2009 12:03

Sehr hilfreicher Bericht. Liebe Grüße, Elena

Argento

Argento

01.05.2003 00:49

Ich finde das Teil ja arg überschätzt und Roberts fehlbesetzt. In Komödien macht sich die Frau ja oft gut, aber wenn es ernst wird, dann kann ich ihr das nicht abnehmen, siehe Mary Reilly. Malkovich ist toll, sie nicht. Aber schöner Bericht, trotzdem. mfg, Kai

Paukenfrosch

Paukenfrosch

25.04.2003 14:59

klasse bericht! der film ist echt ergreifend. das buch zum film ist auch empfehlenswert...

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  1. Celsius-Monster
  2. Cybersyssy
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  1. Thomasina

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