Femme Fatale

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Rebecca Stamos und Banderas Top - de Palma Flop

3  06.04.2003

Pro:
Anfangszene aus den Filmfestspielen in Cannes, darstellerische Leistung von Rebecca Romijn Stamos und Antonio Banderas, Striptease - Szene

Kontra:
Bereits nach wenigen Minuten verliert man den Faden im Film, Regie und Buch von Brian de Palma

Empfehlenswert: Nein 

trampastheo

Über sich: ★ ★ ★ Viel beruflich unterwegs momentan, deshalb komme ich hier kaum zum Lesen ...

Mitglied seit:07.05.2000

Erfahrungsberichte:1247

Vertrauende:461

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 188 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorwort
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Was kommt eigentlich dabei raus, wenn ein Top Modell, ein Top Schauspieler und ein Top Regisseur sich zusammentun und einen Film drehen? Eigentlich müsste ein hervorragendes Ergebnis dabei herauskommen. Bei Basic Instinkt waren es Sharon Stone, Michael Douglas und Paul Verhoven, die in diesen Rollen, für den großen Erfolg sorgten. In Femme Fatale sind es Rebecca Romijn Stamos, Antonio Banderas und Brian de Palma, die zumindest versuchen, aus diesem Film einen Erfolg zu machen. Ich zweifle jedoch stark daran, dass es ein Erfolg wird. So wie ich den Film vor wenigen Tagen im Kino gesehen habe, komme ich zum Resultat, dass sein weniger gutes Ergebnis nicht an den beiden Schauspielern liegt, sondern ganz klar an Regisseur Brian de Palma, der auch das Drehbuch dazu geschrieben hat. Doch bevor ich hier mit meiner Kritik fortfahre, komme ich als erstes zur Handlung des Thrillers.

Handlung
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Die Filmfestspiele in Cannes im Jahre 2001 sind der Ort, den sich eine Gangsterbande ausgesucht hat, um an wertvolle Diamanten zu kommen. Der Diebstahl ist perfekt geplant. Unter der Prominenz des Abends ist eine Celebrity, die an ihrem Körper Diamanten im Wert von 10 Millionen Dollar trägt. Dabei wird Laure (gespielt von Rebecca Romijn Stamos) als französische Fotografin in die Filmfestspiele eingeschleust. Ihr gelingt es, mit ihrer verführerischen Art, das Diamantengirl in die Frauentoilette zu locken. Dort findet zwischen den beiden Frauen ein Liebespiel statt, wobei Laure jedes der Diamantschmuckteile vom Körper der Frau entfernt. In der Toilette daneben befindet sich der Boss der Gangsterbande, der sich von unten die wertvollen Diamanten greift und durch Kopien umtauscht. Doch der Plan geht nicht ganz auf, denn einer der Leibwächter betritt kurz darauf die Toilette. Laure gelingt es alleine mit dem wertvollen Diebesgut zu fliehen. Im Leben von Laure hat sich sieben Jahre danach viel verändert. Sie lebt nun in Paris, heißt nun Lily und ist Ehefrau eines amerikanischen Botschafters, den sie im Flugzeug kennergelernt hat. Der Starfotograf Nicolas (gespielt von Antonio Banderas) erhält den Auftrag ein Photo von der Frau des Botschafters zu schießen. Mit einer besonders trickreichen Aktion gelingt ihm das auch, doch die Veröffentlichung des Photos hat Folgen. Die Vergangenheit holt Lily, aufgrund dieses Photos ein. Wie wird sie diese Situation meistern?

Meinung zum Film-Regie-Schauspielern
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Starregisseur Brian de Palma gelingt es leider nicht, die gute Starbesetzung von Rebecca Stamos und Antonio Banderas auszunutzen und einen guten Film zu liefern. Eigentlich kann man aus dem ganzen Film und seinen 114 Minuten nur die Anfangszene loben. Dabei kommt es eben zu diesem besonders intelligenten Diebstahl, bei dem die Diamanten vom Körper der Celebrityfrau entfernt werden. Eine heiße Erotikszene unter Frauen in der Toilette, wird einige im Kino wohl besonders gut gefallen. Unter anderem ist auch wegen dieser Toilettenszene, der Film erst ab 16 Jahren freigegeben. Die Spannung in dieser Phase des Films ist sehr groß, denn irgendwie hat man das Gefühl, dass etwas schief gehen wird. Entweder weil einer der Leibwächter der Diamantendame gleich die Toilette stürmen wird oder weil ein Kater gerade einem anderen Kumpanen, seine Arbeit die Stromversorgung des Gebäudes zu unterbrechen, schwer macht. Nach diesen actionreichen und spannenden Anfangsszenen, beginnt jedoch das wirre Durcheinander im Film. Ich muss sogar zugeben, dass ich bereits nach der Anfangszene des Films bei den Filmfestspielen in Cannes, den Faden der Handlung verliere. Vor allem ab dem Moment, als Lily in der Badewanne ist und das laufende Wasser sie fast ganz bedeckt, beginne ich bereits etwas mit der Handlungsreihenfolge durcheinander zu kommen. Erst am Ende klärt sich das ganze etwas auf, aber es bleibt trotzdem zu mysteriös aufgrund der Zukunftsvisionen, die sozusagen fast den ganzen Film ausmachen. Lily sieht sozusagen die Zukunft von ihr, die sich innerhalb der kommenden sieben Jahre abspielen wird. Komplizierte Story, die nicht jedem gefallen wird! Lobenswert ist lediglich noch die Stripteaseszene von Rebecca vor den Augen von Banderas und eines Franzosen namens Napoleon. Der wunderschöne Körper von Rebecca kommt hier zum ersten Mal so gut zum Vorschein!

Ich habe in meinem Vorwort nicht aus reinem Zufall Rebecca Romijn Stamos und Sharon Stone gleichzeitig erwähnt. Beide Frauen sind beeindruckend (Sharon war es zumindest damals) und der Vergleich berechtigt. Rebecca gehört zu den schönsten Frauen, die ich bis heute auf der Kinoleinwand bestaunen durfte. Ein toller Körper, wunderschöne blaue Augen und vor allem ihr blondes Haar, machen sie jetzt schon zu einem Sexsymbol. Im Film tritt sie mit verschiedenen Haarschnitten auf. Mal lockig blond, mal mit kurzen und mal mit langem schwarzen Haar. Eine traumhafte Frau, die vielleicht durch Femme Fatale, auch wenn der Film, aufgrund von de Palma, nicht seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat, ihren Durchbruch als Schauspielerin schaffen wird. Als Modell hat sie das seit vielen Jahren schon in Amerika und Frankreich geschafft. Auf der Seite von Antonio Banderas, den ich mit den Jahren als Schauspieler immer mehr sympathisiere, hat sie bereits eine Riesenerfahrung machen dürfen. Banderas ist wieder einmal in Bestform, in einer Rolle, in der wir ihn nicht gewöhnt sind: als Paparazzi. Er überzeugt wieder einmal mit seinem darstellerischen Talent. Vor allem seine Mimik in der Szene, in der er des Botschafters Frau im Hotelzimmer (214) trifft, ist einmalig. Der Film wurde fast ausschließlich in Frankreich gedreht, wie man auch in fast allen Szenen erkennen kann. Aufgefallen sind mir diesmal als Werbeobjekte im Film die Tankstellen Total, sämtliche französische Duschgels und Apple Computers.

Gesamteindruck
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Femme Fatale ist ein Thriller, der für mich mit den besten Anzeichen, aufgrund der spannenden Anfangszene begonnen hat, aber leider in seiner Nachfolge teilweise sogar enttäuschend ist. Kann man aufgrund einer gelungenen Anfangshandlung, den ganzen Thriller als empfehlenswert einstufen? Ich glaube nicht! Da hilft auch die darstellerische Leistung von Banderas und der beeindruckende Auftritt des Top Modells Rebecca nicht viel. Ich bin diesmal enttäuscht von Brian de Palma, sowohl vom Drehbuch, als auch von seiner Regieführung. Ich schwanke bei diesem Film zwischen zwei und drei Sternen, aber letztendlich vergebe ich drei, denn was können Banderas und Stamos dafür, dass sie Brian de Palma als Regisseur hatten?


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Stingl

Stingl

27.02.2004 17:14

Guter Bericht, aber Du verrätst den eigentlichen Clou des Films! Ich war auch total verwirrt und fasziniert von diesem Reigen, nach dem vollkommen überraschenden Schluß musste ich ihn ein zweites Mal sehen, um restlos alles zu verstehen und seine (durchaus vorhandene) Genialität und innere Logik nachvollziehen und geniessen zu können. Das kann man von vielen Filmen nicht gerade sagen. Alle Filme von M. Night Shyamalan zählen z.B. dazu ("The Sixth Sense" , "Unbreakable" , "Signs") oder auch "Fight Club" und jüngst "Identität". Wer diese Filme mag und De Palma bzw. dessen visuellen Stil mindestens gut findet, wird bei dem Film voll auf seine Kosten kommen. Ich wusste, was für eine inhaltliche tour-de-fource mich erwartet und wurde nicht enttäuscht. LG, Torsten

Wikinger123

Wikinger123

12.04.2003 22:35

Na das macht mir jetzt Mut :-(. Wir haben den heute als DVD bekommen. Soll ich mir das jetzt noch antun? Éher jetzt nicht mehr. Annette

BigManu

BigManu

08.04.2003 13:57

Weil Antonio Banderas mitspielt werde ich mir diesen Film mit Sicherheit ansehen :o) Gruss Manu

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