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Hitchcocks Versuch über die unersättliche Gier der Augen,über die Wonnen u. den Alpdruck des Voyeurismus in Form eines spannenden Thrillers. Nach dem Unfall ist der Sensationsfotograf Jeffries an den Rollstuhl gefesselt. Neben den gelegentlichen Besuchen seiner Verlobten (toll:Grace Kelly) bleibt ihm nur der Blick aus dem Fenster in den Hinterhof als alltägliche Beschäftigung. Aus den indiskreten Einblicken in die Fenster der Wohnungen ergeben sich Geschichten. Eigentlich nur Banales. Aber ein Mann beginnt,sich seltsam zu verhalten. Langsam kommt in Jeffries(in der Rolle seines Lebens:James Stewart) ein Verdacht auf: ist hier ein Mord geschehen ? Die Indizien verdichten sich. Schließlich lockt Jeffries den Mörder aus der Defensive. Mit einer einzigen Szene als Ausnahme bleibt die Kamera bei Stewart, mit dem der Zuschauer sich identifizieren soll. Ein spannender, perfekter Film ohne Schockeffekte, der Zuschauer merkt bald, daß die Situation Jeffries der seinen gleicht. Die Dreharbeiten verlangten eine gigantische Infrastruktur: es wurden 32 Wohnungen benötigt, von denen 12 wirklich bewohnt waren. Die Kelly hätte fast einen schweren Unfall erlitten, als sie ein Erdbeben nicht bemerkte, welches die Dekoration gefährlich ins Schwanken brachte. Weniger bekannt ist,daß Hitchcock das Aussehen des Mörders wohl bewußt wählte: es gleicht David O. Selznick (Produzent von "Vom Winde verweht"), für den er in den 40er Jahren einige Auftragsfilme drehte, bei denen Selznick pausenlos reinredete. Von Vorteil war dies nur bei "Der Fall Paradin". Hitchcock hatte freilich auch bei "Fenster zum Hof" seinen kleinen Komparsen auftritt. Viel Spaß beim Suchen.
miautoren des 20. Jahrhunderts. Er beherrscht die Kunst wie kaum ein anderer die Zeit als Spannungselement einzusetzen und eine beklemmende Atmosphaere zu schaffen. 94...