Faszination in Rot
17.07.2000
Pro:
überragende Optik
Kontra:
Suchtgefahr nach erstem Ausritt
Empfehlenswert:
Ja
 clemi81
Über sich:
Mitglied seit:12.07.2000
Erfahrungsberichte:14
Vertrauende:8
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 10 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet
Ein echter Augenschmaus ist das, was Ferrari jetzt aus dem Stall gelassen hat: den F 360 Spider. Bereits sein großer Bruder, der Modena, besitzt trotz seiner kurzen Marktpräsenz eine riesige Fangemeinde. Warum sollte dann nicht eine offene Variante ebenfalls auf ein solches Feedback zurückgreifen können. Für die Augen ist der Spider, sei es offen oder mit geschlossenem Verdeck, eine Wohltat, wenn man sich die öden Stoffdachträger a la BMW Z3 und Porsche Boxster anschaut. Eher harmonisch mit der komplett gelungenen Außenhaut präsentiert der Ferrari seine Kopfbedeckung. Die geschlossene Silouette wirkt wie aus einem Guss, da die Enden der Dachkonstruktion flach vor dem Motorraum auslaufen. Dahinter , unter der allseits bekannten gläsernen Abdeckung verstecken, nein, stellen die Ahnen von Enzo Ferrari den 3,6 Liter-Achtzylinder zur Schau. Ein wahrer Lichtblick für all diejenigen, die einen Ferrari nur von außen sehen werden. Dieses Triebwerk katapultiert die maximal zwei Insassen in 4,6 Sekunden auf 100 km/h aus dem Stand. Zu unterschätzen sind die 400 PS gerade nicht, verhelfen sie dem ca. 1500 Kilo schweren Boliden zu beachtlichen 290 km/h Höchstgeschwindigkeit. Übertragen wird die Kraft auf die hinteren 18-Zoll-Alus, deren Haftung durch eine Traktionskontrolle unterstützt werden. Beim Bremsen wirkt zusätzlich ABS auf die schwarzen Hufen des „cavallo rampante“, des springendem Pferdes. Ein Auto für Gefühlsneurotiker also, für alle, die Frischluft auch beim schnelleren Autofahren genießen wollen. Doch sollte darauf geachtet werden, dass trotz allen Adrenalins, Freude und Euphorie die Finger am Lenkrad bleiben. Die Gefahr besteht, direkt ins Nirvana zu fahren, denn von allein fuhr ein Sportwagen noch nie und wird es auch nie tun. Das ist auch besser so, gibt es doch genügend Menschen auf dieser Welt denen das Autofahren noch Spaß macht, sieht man mal von dem Anschaffungspreis des Spiders ab. Dieser liegt bei stolzen 255 000 Mark. Für einen Ferrari mit einem solch ohrenbetäubendem Motor angemessen . Angesichts der heutigen Benzinpreise ist der Kauf eher unkonventionell, aber diejenigen, die sich einen Ferrari leisten können, blicken beruhigt auf die Zapfsäulenanzeige, die bei vollem Tank eine 95 offerieren sollte; jedenfalls bei der Literanzeige. Das Fazit sieht eigentlich eine Zusammenfassung und Bewertung des Automobils vor, doch gelang es mir bei diesem Auto nicht eine Mittelweg zu finden. Ich kann schließlich nur sagen: Verdeck auf, tief durchatrmen und aufs Gaspedal gedrückt!
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30.12.2007 18:22
0 Erfahrungen
06.02.2002 14:55
Guter Bericht. Ich hatte keine Lust, die 3 Jahre zu warten und hab mir nun einen XKR Cabrio Arden mit 403 PS zugelegt...V-Max 302 KM/H...macht auch enorm viel Spass, röhrt allerdings etwas weniger ;-)