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Die Rede ist hier von Mon Chérie - der berühmten Praline mit der Piemont-Kirsche. Zunächst einmal: dieser Bericht wird für meine Verhältnisse kurz ausfallen, da ich mich weder groß mit Verpackung, noch mit Erhältlichkeit aufhalten werde.
I: Was ist das überhaupt? Für alle, die es vielleicht noch nicht kennen: bei Mon Chérie handelt es sich um Likör-Kirschpralinen der Firma Ferrero.
Der Name dieser Spezialität kommt aus dem Französischen, wobei man "Mon Chérie" sowohl mit "meine Kirsche" als auch mit "Mein Liebling" übersetzen könnte.
II: Warum ich Mon Chérie nicht mag (als Geschenk): Jahrzehntelange Fernsehwerbung vom Penetrantesten hat offensichtlich in die Hirne der deutschen Bevölkerung eingebrannt, daß genau diese Likörpralinen DAS UNIVERSELLE GESCHENK sind, wenn einem sonst gar nichts einfällt. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß ich diese Pralienen bereits zu meinem 12 Geburtstag von beiden Großmüttern bekommen habe (damals durfte ich noch nicht mal Kaffee trinken - aber Schnapspralinen sind anscheinend ok für ein Kind) Klar haben mir meine Eltern die wieder weggenommen und mir stattdessen Kinderschokolade oder meine heißgeliebten Lutscher gegeben - aber ich hätte nicht sagen können, daß sie selbst das Zeug gerne gegessen hätten. Ich habe im März Geburtstag und teilweise waren die Reste von meinem Geburtstag noch im Juli vorhanden. Selbst von meiner DDR-Verwandtschaft habe ich Mon Chérie bekommen (Großonkel und Großtante waren Musiker im Gewandhausorchster und konnten es sich leisten). Zumindest das habe ich schnell abschaffen können (für den Preis einer Schachtel Mon Chérie konnte man zu DDR-Zeiten die Partitur des Weihnachtsoratoriums kaufen, für drei bekam man eine super verarbeitete Sopranblockflöte aus Buchsbaum - Dinge, die man in der BRD kaum bezahlen konnte. Meine DDR-Flöten habe ich noch heute - Mon Chérie haben mir selbst dann nicht geschmeckt, wenn sie im Delkat oder Intershop gekauft wurden. Meine beiden oststämmigen (West-) Omas haben mir die Pralinen hauptsächlich geschenkt, weil sie sie a) nicht mochten und b) beide Diabetikerinnen waren. Wer jetzt denkt, mit der Wende hätte sich der Trend geändert: weit gefehlt! 1993 - 1996 habe ich eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und Mon Chérie erst so richtig hassen gelernt... Es gab Tage, da habe ich mir von meinem Ausbildungsgehalt nach Abzug der Miete und der Unkosten für mein Auto kein Brot vom Aldi mehr leisten können - aber ich hatte fast zwei KG Mon Chérie (und vier KG Kaffee) daheim. Nachdem ich ins Computerfach gewechselt habe, konnte ich meine dankbaren User meistens dazu erziehen, mir Gummibärchen zu schenken oder eine nette Email zu schreiben - Ausrutscher blieben. Nicht so bei der Verwandtschaft meines GöGa. Weihnachten ist gerade rum und ich habe alleine aus den Gaben meiner Schwiegerleute nebst Oma noch zwei 157g und eine300g Packung Mon Chérie über.
Valentinstag steht vor der Tür - und was bekomme ich von meinen Schwiegerleuten? --Richtig - Mon Chérie. Richtig traurig wird die Mon Chérie-Affäre aber erst, wenn ich die Gaben von zwei Freunden erhalte. Beide sind (bekannt) trockene Alkoholiker, die sich unter anderem das Geld mit dem Verteilen von Tageszeitungen verdienen (keine Sozialschmarotzer). Was glaubt ihr wohl, mit was die dankbaren Kunden sich äüßern? -Richtig, mit Mon Chérie (die sie zu 80% auch selbst geschenkt bekommen haben und nicht mögen) und mit erlesenen schwäbischen Weinen. Als trockene Alkoholiker liefern beide ihre Geschenke alkoholischer Natur bei mir ab - Wein zahlen meine Eltern gut, aber Mon Chèrie will keiner.... (weswegen ich mir hier die Haare raufe: die meisten Kunden wissen, daß ihre Zeitungsausträger Ex-Alkis sind und schenken trotzdem Mon Chérie....... das geht mir echt auf den Senkel!!!) Mon Cherie nimmt noch nicht mal die schwäbische Tafel, ein Sozialunternehmen, das gespendete Lebensmittel für Arme weit unter Normpreis verkauft.
III: Warum ich Mon Chérie nicht mag (geschmackstechnisch) - ich mag keine Schokolade (weder Bitter noch Milch) - ich mag keinen Likör - ich liebe Kirschen (und zwar unvergoren!) uhhh - noch immer Fragen? Ich finde das Zeug einfach ekelhaft - lieber würde ich Gemüse/Fischpfanne mit Gummibärchen überbacken essen als dieses Abfallprodukt.
IV: Spekulation OK, keiner will es, keiner mag es, keinem schmeckt es (in meinem Umfeld) - also muß die Werbung klasse sein...
Ich weiß es nicht....
V: auf mehrfachen Wunsch: Angaben zu Verpackung und Preis Vor mir liegt eine laut Ettiket t 315g beinhaltende annähernd quaderförmige durchsichtige Plastikschachtel, die einen Aufkleber mit dem Namen des Produkts und einem zweifach stilisiertem Weihnachtsbaum zeigt, einmal in Gold, einmal in Weiß. Weiterhin findet sich der Hinweis "Liebe Wintergrüße" auf dem Ettiket. Nach Sichtung scheint der Inhalt 30 Stück einzeln in Banderolen verpackte; bestehend aus zwei Lagen mit jeweils 3x5 Stück in einer Ebene (Achtung: nur Erfahrungswert! Die obere Lage besteht aus durchsichtigem Plastik mit einer Art Schärpe und dem Produktnamen darauf, die untere aus ins lilafarbene gehende Verbundfolie (unten Papier, oben eine geriffelteFolie (Nicht magnetisch)) zu beinhalten. Ich kann es aber nicht beschwören, da ich nur zum Nachzählen die Verpackung nicht öffnen werde. Die Abmessungen sind: (BxHxT): 15x4,3x8 cm (ACHTUNG: diese Werte wurden nur mit einem Ikea-Maßband abgelesen, für genauere Bestimmungen würde ich meine Schubleere benötigen, die ich leider im Moment nicht finden kann) Bei anderen Verpackungseinheiten habe ich es schon erlebt, daß die Plasteinlage Erhöhungen aufwies, die pro Lage ein oder zwei Mon Cheri "vorgaukelte". Der Preis ist mir nicht bekannt. (aber in jedem Fall zu teuer für meinen Geschmack)
Ok, ich hoffe, das reicht für's erste, bei genaueren Nachfragen messe und zähle ich gerne nochmals.
Den Suchtfaktor habe ich mit "hoch" angegeben, da es eben Alkoholpralinen sind; geschmackstechnisch ist es für mich beim Suchtfaktor "Null" anzusiedeln.
bekommen das immer von meiner Oma geschenkt - bei der 3er Packung bleiben die immer über, den Rest stell ich immer als Deko in eine Schale in der Hoffnung, IRGENDJEMAND wird sie schon essen - klappt aber nich, und so bekommen die spätestens zum nächsten Weihnachtsfest neue Gesellen ;-)))
deinen bericht solltest du besser unter "alkoholismus" setzen. ich verstehe wenn man
mon cherie nicht mag,und auch seine meinung darüber kundtut. aber so wie du
berichtest geht es dir nur um den alkohol in dieser praline.
ich liebe diese pralinen und darüber schreibst du sehr wenig.
liebe grüße katy
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27.02.2006 22:07
bekommen das immer von meiner Oma geschenkt - bei der 3er Packung bleiben die immer über, den Rest stell ich immer als Deko in eine Schale in der Hoffnung, IRGENDJEMAND wird sie schon essen - klappt aber nich, und so bekommen die spätestens zum nächsten Weihnachtsfest neue Gesellen ;-)))
26.02.2006 18:59
Du sprichst mir aus der Seele. Ein super Bericht. Top!Lieben Gruß, Christina
14.02.2006 13:23
deinen bericht solltest du besser unter "alkoholismus" setzen. ich verstehe wenn man mon cherie nicht mag,und auch seine meinung darüber kundtut. aber so wie du berichtest geht es dir nur um den alkohol in dieser praline. ich liebe diese pralinen und darüber schreibst du sehr wenig. liebe grüße katy