„Kinder sind Gäste,
die nach dem Weg fragen.”
(pakistanisches Sprichwort)
„Kann ich jetzt fahren?” fragt der Taxifahrer (Thomas Vinterberg) zwei- oder dreimal, als er Gbatokai (Gbatokai Dakinah) am Landsitz der Familie Klingenfeldt abgesetzt hat. Ein Regisseur schaut kurz vorbei und ... Bericht lesen
Das Fest
Am 60.Geburtstag des Gastronomen Helge trifft sich seine Familie im romantischen ... mehr
Landgasthof des Jubilars. Verwandte und Freunde setzen sich erwartungsvoll um die feierliche Tafel - doch die Idylle erhält eine schmerzhaft dramatische Wendung: Helges ältester Sohn Christian beschuldigt in seiner Rede den Vater, seine Zwillingsschwester in den Selbstmord getrieben und die Geschwister in der Kindheit sexuell mißbraucht zu haben. Mutter Elsa versucht, das angeschlagene Image ihrer Familie mit einer versöhnlichen Ansprache an ihre Kinder zu retten. Doch Christian konfrontiert sie an der Festtafel mit der Erinnerung an eine Szene, in der sie selbst Zeugin des Mißbrauchs wurde. Schützenhilfe erhält der Nestbeschmutzer durch das Personal: Chefkoch Kim, sein Vertrauter aus Kindertagen, und dem Zimmermädchen Pia, verliebt in Christian, lassen alle Autoschlüssel verschwinden. Der Versuch der verstörten Gäste, dem Familieninferno zu entkommen, schlägt fehl. Es bleibt nur noch die Wahrheit...
Das Fest unserer Liebe
2006, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 24,8 x 25,1 cm, Gebunden, ... mehr
DeutschHerausgeber: Polednitschek-Kowallick, Eva. Illustration: Rathert, MaikeJedes Brautpaar hat den Wunsch, möglichst viele Erinnerungen an die Hochzeit festzuhalten. Das aufwendig gestaltete Hochzeitsalbum hat viel Platz für Fotos, die guten Wünsche der Gäste und für eigene Eintragungen, die alle Ereignisse rund um das schöne Fest unvergesslich machen. Zudem bietet das Geschenkbuch ausgewählte Gedichte, Meditationstexte und Aphorismen rund um das Thema Liebe und Heiraten. Im Zusammenspiel mit den kunstvollen Illustrationen von Maike Rathert ist so ein außergewöhnliches Buch entstanden, mit dem der Schenkende dem Hochzeitspaar gratulieren und alles Glück für den gemeinsamen Lebensweg wünschen kann.
Das Fest, John Grisham
2010, 208 Seiten, Maße: 13,5 x 19 cm, Taschenbuch, DeutschDas amerikanische Ehepaar Luther ... mehr
und Nora muss einen regelrechten Spießrutenlauf überstehen, als es beschließt, mit den gesellschaftlichen Konventionen ihres kleinen Dorfes zu brechen und Weihnachten auf eine besondere Weise zu begehen. Bis zum Morgen des 24. Dezember halten sie durch, doch dann wirft ihre Tochter Blair alle Vorsätze über den Haufen ...
Das Fest (DVD)
FSK: ab 12 JahreSprache: Deutsch, DänischUntertitel: DeutschMit Ulrich Thomsen, Henning ... mehr
Moritzen, Birthe Neumann u. a.; Regie: Thomas VinterbergHelge wir 60. Zu seiner Geburtstagsfeier lädt er alle Verwandten und Freunde ein. Auch seine drei Kinder kommen. Der seelisch labile Christian, der nicht über den Selbstmord seiner Zwillingsschwester Linda hinwegkommt, die wilde und eigenwillige Helene und Michael, das schwarze Schaf und ewige Sorgenkind. Als Christian die Geburtstagsrede hält, kommt es zum Eklat ... Und Helene, die im alten Zimmer ihrer Schwester übernachtet, macht eine schreckliche Entdeckung...
Das Fest (DVD)
In Thomas Vinterbergs Film Das Fest liegt die Katastrophe schon lange zurück. Nun, da ... mehr
Familienoberhaupt Helge seinen 60.Geburtstag im Kreis der Lieben feiern will, versammeln sich um ihn die Opfer und ihr Anhang zum unfrohen Fest. "Die Familie", erklärt der Regisseur dazu, "gewinnt immer." Sie überdauert die Verbrechen, die sich innerhalb der Gemeinschaft ereignet haben. An Flucht ist nicht zu denken. Der dänische Sommer kennt kein Erbarmen -- die Handkamera auch nicht. Sie kommt den Menschen gefährlich nahe, sucht Körperkontakt und flieht ihn wieder. Mit den wackligen Einstellungen und den rohen, körnigen Aufnahmen fördert sie langsam die quälende Wahrheit hinter der Kulisse der heilen Großfamilie zu Tage. Die Wahrheit über einen Vater und seine Kinder, die Wahrheit hinter einem aufgesetzten Lächeln, einer gespielten Höflichkeit, einem Zornausbruch. "Ich mache Filme", so Thomas Vinterberg, "weil ich im Kino zeigen kann, was die Menschen voreinander verbergen." Vor einigen Jahren hat der Däne Vinterberg gemeinsam mit seinem Kollegen Lars von Trier (Idioten) ein filmisches Manifest unterzeichnet, das vor Selbstbewusstsein strotzt: Das "Dogma 95". Das Keuschheitsgelübde für Regisseure verbietet seinen Anhängern nahezu alle Annehmlichkeiten des modernen Kinos. Vorgeschrieben sind Handkamera, Originalschauplätze und die Einheit von Zeit und Ort. Filter und künstliche Lichtquellen sind tabu. Bei Vinterbergs Film geht der Purismus auf. Die ungelenken Einstellungen aus der Videokamera, mit denen er seine Geschichte erzählt, verleihen den Szenen der Familienhölle zusätzlichen Schwung und verstören den Blick nachhaltig. Das Fest hat die Kraft einer ohnmächtigen Wut, die ästhetische Gewohnheiten ebenso sprengt wie die Regeln des kultivierten Soziallebens. Nichts erscheint so, wie man es kennt. Jede Szene ein Schock, ein Einspruch gegen die vorprogrammierten Emotionen der Filmindustrie. Ein echtes Erlebnis. --Carola Feddersen
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Erfahrungsbericht von Posdole über Fest, Das 19.09.2004
Produktbewertung des Autors:
Humor
kein Humor
Spannung
ziemlich spannend
Anspruch
sehr anspruchsvoll
Action:
null
Romantik:
null
Pro:
Siehe Bericht
Kontra:
Nichts
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
„Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen.” (pakistanisches Sprichwort)
„Kann ich jetzt fahren?” fragt der Taxifahrer (Thomas Vinterberg) zwei- oder dreimal, als er Gbatokai (Gbatokai Dakinah) am Landsitz der Familie Klingenfeldt abgesetzt hat. Ein Regisseur schaut kurz vorbei und will schnell wieder weg. Ein bisschen Neugierde, die Lage kurz peilen, obwohl er ja weiß, was er da angerichtet hat – mit diesem Fest beim erfolgreichen Geschäftsmann Helge Klingenfeldt (Henning Moritzen), der sein Geld mit Restaurants verdient hat. Auf ein stolzes Leben scheint er zurückblicken zu können: Geld, Frau und vier Kinder. Ein Fest wird gefeiert. 60 wird Helge an diesem Tag. Die Gäste trudeln ein, Bekannte, Kinder, Enkel, Freunde und andere.
Thomas Vinterbergs „Festen”, ein Dogma-Film – also einer mit der wackelnden digitalen Kamera, ein Film der kein Szenenbild braucht, ja gar keines haben darf, weil es die Dogma-Regeln so vorsehen –, führt nicht nur die Familienmitglieder zu einem feucht-fröhlichen Jubelfest zusammen; „Festen” visualisiert sozusagen den Klimax einer familiären Katastrophe, dekonstruiert die gutbürgerliche oder auch weniger gut bürgerliche Familie und ihre vordergründige, gespielte, Konflikte überdeckende Idylle und die Theorien, die über die Familie in dicken Büchern und schlauen Aufsätzen niedergeschrieben werden. Es geht um Kindesmissbrauch, aber darüber hinaus thematisiert der Film letztlich die vertrackte und für Kinder potentiell immer mehr oder weniger riskante Abhängigkeit von ihren Eltern.
Wer kommt? Der ältere, introvertierte, ernste älteste Sohn Helges, Christian (Ulrich Thomsen), seine noch immer (Anthropologie) studierende Schwester Helene (Paprika Steen), später deren dunkelhäutiger und den Hass Michaels auf sich ziehender, nur englisch sprechender, aber trotzdem alles verstehender Freund Gbatokai und der jüngere Bruder der beiden Geschwister Michael (Thomas Bo Larsen) samt Frau Mette (Helle Dolleris) und Kindern. Michael ist aufbrausend, alkoholabhängig, cholerisch könnte man sagen, streitet um den Dreck unter den Schuhen – bzw. seine schwarzen Schuhe, die – nein, nicht er, sondern Mette vergessen habe einzupacken. Um solche Kleinigkeiten herum dramatisiert Michael sein Leben und das seiner Familie.
Helene geht ihren eigenen Weg, sucht nicht ihr Heil in einer eigenen Familie. Sie ist permanent auf der Flucht, studiert Anthropologie in dem vermessenen Glauben, das „Wesen” des Menschen ergründen zu können. Im Zimmer ihrer Schwester Linda (Lene Laub Oksen), in die sie der Empfangschef (Lars Brygmann) des Hauses führt, überkommt sie ein ungutes Gefühl. Dort, im Badezimmer, hat sich Linda das Leben genommen, aber nicht ohne einen Abschiedsbrief zu hinterlassen, versteckt, der später noch eine Rolle spielen wird.
Christian scheint in Ordnung, seinem Vater, seiner Mutter scheint es gut zu gehen. Ein fröhliches Fest scheint sich anzubahnen. Und Helge möchte, dass sein Ältester zu seinen Ehren eine Rede hält. Zwei Reden hat Christian geschrieben, eine in einem gelben, eine in einem grünen Umschlag, der Vater darf wählen. Der Vater, so Christian, habe viel gebadet, sei ein reinlicher Mensch gewesen, und er habe ihn und seine Schwester Linda immer mitgenommen, zum Baden. Verwirrung. Besorgte Gesichter. Die Andeutung ist mehr als eine Andeutung, schon gar unter diesen Umständen. Der Koch Kim (Bjarne Henriksen), ein alter Freund Christians, macht ihm Vorwürfe. Christian hätte nach der Rede nicht gehen, sondern die ganze Wahrheit sagen sollen.
„Auf den Mann, der meine Schwester umgebracht hat” – die zweite, kurze Rede Christians. Empörung, er wird für psychisch krank erklärt, Helene macht ihm Vorwürfe, Gäste wollen gehen, doch Pia (Trine Dyrholm) und Michelle (Therese Glahn), die die Gäste bedienen, lassen sämtliche Autoschlüssel verschwinden. Sie und Kim wollen die Wahrheit. Und Christian, der immer wieder zögert, sagt sie, häppchenweise. Dazwischen ein immer dieselbe Geschichte erzählender Großvater, eine singende Großmutter, eine Verteidigungsrede der Mutter. Doch die Wahrheit – oder was man so nennen kann – ist heraus. Helge hat Christian und Linda mehrfach missbraucht.
„Festen” dekonstruiert, was der amerikanische Mainstream-Film auf Biegen und Brechen zusammenhalten will (obwohl oder gerade weil in den USA die Zahl der zerrissenen Familien, der Ein-Personen-Haushalte mit einem oder mehreren Kindern ständig steigt). Vinterberg gestaltet diese Dekonstruktion in einer visuell besonderen Weise, eben mit der Handkamera gedreht, die zweierlei bewirkt: Zum einen erscheint die Handlung manchmal fast surreal, etwa wenn sie über die Erinnerung an die tote Schwester Linda dieser ein Gesicht verleiht, das neben den anderen Gesichtern ganz real wirkt; oder wenn Helene einem Kinderspiel in Lindas Zimmern folgt, das durch Zeichen an Wänden und Decken markiert ist; aber auch dann, wenn die Festgesellschaft in mehr oder weniger angetrunkenem Zustand den Skandal vergessen machen will. Selbst die Schlussszene, in der Helge sich – als wenn es sich bei seinem Kindesmissbrauch um einen ordinären Fauxpas handeln würde – entschuldigt, hat etwas Gespenstisches an sich.
Doch zugleich „kämpft” das Reale, das Unfassbare und doch wirklich Geschehene mit den surreal wirkenden Bildern eines Festes, auf dem die Anwesenden etwas feiern, was sich längst als tragisch und durch und durch verroht erwiesen hat. Dabei wird auf fatale Weise deutlich, wie inhärent die Unterdrückung von Kindern bis hin zum Missbrauch der Institution Familie ist. (1) Der Missbrauch erscheint in „Festen” eben nicht als tragischer „Ausrutscher” oder verbrecherischer „Fehltritt” eines „Kranken”. Er führt zur Ausgrenzung, und zwar zu einer Ausgrenzung, die das Problem verdrängt bzw. verleugnet. Michael ist es, der den Vater auffordert, die Frühstückstafel zu verlassen, damit die anderen überhaupt in Ruhe frühstücken können. Die anderen, sie wollen „in Ruhe gelassen” werden. „Festen” thematisiert die Heuchelei und den Verleugnungsmechanismus einer Gesellschaft, für die Helge vom gefeierten Restaurant-Betreiber zum Aussätzigen wird, ein Mechanismus, der diese Gesellschaft rein halten soll, anstatt zu erkennen, wie die Helges dieser Welt gerade innerhalb dieser Gesellschaft entstehen.
Die familiäre Struktur der Klingenfeldts ist schon lange zerbrochen, zumal die Mutter Zeugin des Missbrauchs gewesen ist. Sie versucht durch ihre Verteidigungsrede zu kitten, was nicht mehr zu kitten ist. Und Michael, das schwächste Glied in der Familienkette, der Alkoholiker, der Choleriker? Er ist derjenige, der den Vater ausstößt, verbannt, wozu die ewig sich auf der Flucht befindende Schwester Helene nicht in der Lage ist, schon gar nicht, nachdem sie den Abschiedsbrief ihrer Schwester vor der versammelten Gemeinde vorgelesen hat.
Helge verlässt das Haus. Christian schaut ihm nach. Er, der den tragischen Teil der Familiengeschichte offenbart, die Revolte gewagt hat, schaut dem Vater nach. Und sein Blick – nur sein Blick, kein Blick irgendeines anderen – ist geprägt von etwas, das in diesem Moment niemand erwarten konnte: Mitgefühl. Mitgefühl, nicht Entschuldigung, wohlgemerkt. Christian scheint, so könnte man diesen Blick interpretieren, begriffen zu haben und zu fühlen, dass er mit der Offenbarung des Missbrauchs und der Vater mit dem (wenn auch schwachen) Eingeständnis der Schuld an einen Punkt gekommen sind, an dem es nur noch eine Chance für beide geben kann: Miteinander sprechen. Der Film endet an diesem Punkt. Er lässt offen, was nun geschehen könnte. Nur Christians Blick weist in eine Richtung, die dem Film eine andere Dimension gibt, als man vielleicht anfangs meinen könnte. Dieser letzte Blick Christians ist von allem geprägt, was die Familiengeschichte der Klingenfeldts kennzeichnet, vor allem aber von dem, was der Vater hätte sein können, was er aber nicht war, von Zweifel, von Verlust, von Hoffnung, sogar von einem unter diesen Umständen kaum zu erwartenden Hauch von Zuneigung – von der Forderung nach einem liebenden Vater.
Wenn dies jetzt nicht geschehen sollte, dieses Gespräch, diese Wieder-Annäherung, zumindest der Versuch dazu – was wird geschehen? Nichts. In diesem Nichts, der Rekonstruktion dessen, was gerade dekonstruiert wurde, läge das Tragische, das nach einem kurzen revoltierenden Rausch alles beim Alten ließe.
Vinterberg dekonstruiert die Illusionen und Ideologien über die Familie, aber er bleibt nicht bei einer Verurteilung stehen. Das hat nichts mit einer Hintertür zu tun, über die er die Familie noch retten wollte. Es hat etwas zu tun mit einem Über-die-Familie-hinaus. Dieser Missbrauch – so wird deutlich – ist Teil des sozialen Kontextes und nicht ein Fremdkörper, der von irgendwo her, von außen in einen „gesunden” sozialen Zusammenhang eindringt. Vor allem die Ignoranz innerhalb wie außerhalb des familiären Kontextes – so wird hier mehr als deutlich – lässt die geschehene Tat als ungeschehen stehen. Hier – wenn überhaupt – liegt der Schlüssel für die Tür, hinter der sich offenbaren könnte, dass Kinder nicht schutzlos ihrer nächsten Umgebung ausgeliefert sein müssen.
Wertung: 10 von 10 Punkten. Prädikat: Besonders wertvoll.
(1) Kindesmissbrauch ist in aller Regel kein Vorgang, der von Fremden begangen wird, die in eine funktionierende Gemeinschaft kriminell einbrechen. Die Täter setzen gerade auf das Vertrauen von Kindern in ihrem eigenen Umfeld, das sie schändlich missbrauchen: • „Entsprechend der unterschiedlichen Einschätzung über die Höhe der Dunkelziffer gehen ExpertInnen davon aus, dass jährlich schätzungsweise 80.000 bis 300.000 Kinder in Deutschland sexuell missbraucht werden. • Die Täter und Täterinnen kommen zu über 90 % aus dem sozialen Nahbereich der Opfer! Väter, Stiefväter, Brüder, Lehrer, Pfarrer, Mütter, Onkel, Babysitter, Freunde der Großeltern, Großväter, Tanten, Trainer, Erzieherinnen, Therapeuten, Nachbarn, Ärzte - sprich unauffällige und "anständige" Bürger und Bürgerinnen missbrauchen Kinder und Jugendliche. • Ca. 80-90 % der Täter sind Männer und ca. 10-20 % sind Frauen.” (Quelle: http://www.missbraucht.de/fakten.htm)
Das Fest (Festen) Dänemark, Schweden 1998, 105 Minuten Regie: Thomas Vinterberg
Drehbuch: Thomas Vinterberg, Mogens Rukov Musik: Lars Bo Jensen Director of Photography: Anthony Dod Mantle Schnitt: Valdis Óskarsdóttir Produktionsdesign: – Darsteller: Ulrich Thomsen (Christian Klingenfeldt, älterer Sohn), Henning Moritzen (Helge Klingenfeldt, Vater), Thomas Bo Larsen (Michael Klingenfeldt, jüngerer Sohn), Paprika Steen (Helen Klingenfeldt), Tochter), Birthe Neumann (Mutter), Trine Dyrholm (Pia), Helle Dolleris (Mette, Michaels Frau), Therese Glahn (Michelle), Klaus Bondam (Helmut von Sachs, Zeremonienmeister), Bjarne Henriksen (Kim, Koch), Gbatokai Dakinah (Gbatokai, Freund Helenes), Lasse Lunderskov (Onkel), Lars Brygmann (Empfangschef), Lene Laub Oksen (Linda Klingenfeldt, Christians Zwillingsschwester), Linda Laursen (Birthe), John Boas (Großvater), Erna Boas (Großmutter), zahlreiche Gäste, Personal und Kinder sowie Thomas Vinterberg als Taxifahrer
Internet Movie Database: http://german.imdb.com/title/tt0154420
Pro: Darsteller, Art der Inszenierung, Schockpotential,.... Kontra: nichts
Thomas Vinterbergs „Das Fest“ erregte vor allem wegen seiner formalen Umsetzung großes Aufsehen. „Das Fest“ und Lars von Triers Film „Idioten“ waren die ersten Filme, die auf den 1995 von mehreren Filmemachern in Kopenhagen ausgearbeiteten Dogma-Regeln ...
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Vorab kann ich zu dem Film sagen, dass jeder, der eher Mainstreamfilme mag, sich diesen Streifen nicht ansehen sollte. Der Film ist ja nicht sehr bekannt und wie kommt man nun auf diesen Film. Das ist alles Zufall und hat sich sehr lang aufgebaut. Aber de ...
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Pro: atemberaubend authentisch Kontra: man kann den Film nicht mehr vergessen
Familiendramen, welche Familie ist schon frei davon? Man erzählt sie nicht so gern, oft hat man auch nicht den nötigen Abstand, die Emotionen kommen wieder hoch, man durchlebt alles noch einmal, was man glaubt schon verarbeitet und bewältigt zu haben. ...
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Pro: Aufwühlend Kontra: Wackelkammera ist nicht für jeden der genuss
Prolog: Im Laufe der Kinobewegungen hat es immermehr Film mit immer sinnloserer Beschäftigungstherapie gegeben. Die Kilometerlange Verschwendung an Filmrollen hat im Kommerziellen Kino schon die Überhand gewonnen und es driften immer mehr Shocker und Thri ...
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Pro: Handlung "ballert" sehr intensiv auf den Zuschauer ein. Kontra: Leider spricht dieser Film nur ein begrenzt gefächteres Publikum an.
Das Fest – Beklemmend und überzeugend.
Eigentlich hat alles so gut angefangen:
Ein Familienvater möchte seinen 60. Geburtstag im Kreise der Familie feiern und lädt diese schließlich ein.
Langsam trudeln sie dann alle ein und man bekommt einen Einblic ...
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Pro: Tolle Story, klasse Erzähler! Kontra: Schwankungen in der Stimmlage beim Kapitelwechsel
...des besinnlichen Festes entwickelt kommt es zum Eklat. Er beginnt alte Rechnungen zu wälzen, und stellt fest, das sie das letzte Weihnachtsfest mehr als 6000 Dollar gekostet hat, ohne das sie etwas brauchbares davon gehabt hätten. Für ihn kann es so nicht mehr weitergehen. Einer Idee folgend bucht er für sich und seine Frau eine Kreuzfahrt. In der Karibik will er endlich einmal auf seine Kosten kommen, und damit noch sparen, denn die Reise kostet gerade einmal die Hälfte dessen, was sie letztes Jahr für Weihnachten ausgegeben haben.
Doch es kommt ganz anders als sich die Krank?s das dachten. Einfach Weihnachten ausfallen lassen ist nämlich gar nicht so einfach, vor allem nicht in Amerika, wo sich anscheinend alles nur um den Kommerz zu drehen scheint. Über Wochen hinweg stehen sie im Kreuzfeuer der Nachbarn, die mit der Weihnachtsdekoration wieder...
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Pro: Recht glaubwürdig Kontra: Dieses Thema wird gern verdrängt
...Ja und wie ist es, wenn bereits erwachsene Kinder, die vom eigenen Vater in der Kindheit missbraucht wurden, ihrem Vater sagen, was er ihnen angetan hat? Solch einen Film haben wir unter unseren zahlreichen DVDs gefunden, wobei ich mit diesem Thema des Kindermissbrauchs fortfahren möchte. Kindermissbrauch, diesmal nicht durch Schläge und Hiebe, die wohl auch recht weh tun können, jedoch nach kurzer Zeit verheilen, da sie oftmals nur äußerlich ihre Wirkung zeigen. Was ich jedoch für einen Missbrauch ansprechen möchte, ist jener, der die Seele der Kleinen berührt, der wohl im ersten Moment nicht weh tut, jedoch im Erwachsenenalter zu nagen anfängt, wenn man sich der ganzen Tragik bewusst wird, was einem der eigene Vater angetan hat. Nämlich dem sexuellen Missbrauch, der im Film "Das Fest" klar zum Ausdruck kommt.
Nun also zum Film
Der 60...
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Pro: alternative Kameraarbeit, authentisch, offenes Ende Kontra: unreflektiert, Dogmen beeinflussen Handlung stark
..."Das Fest" spielt im Jahr 1995 und ist von dem Regisseur Thomas Vinterberg.
Der Film handelt von der Zerrissenheit der Bourgeoisie.
Zum 60. Geburtstag des Hoteliers Helge sind viele Gäste geladen. Unter anderem die Geschwister Helen, Michael und Christoph, deren 2. Schwester Suizid beging.
Während der Feier deckt der jüngere Sohn mit einer beeindruckenden Hartnäckigkeit ein düsteres Familiengeheimnis auf - der Vater hat ihn und seine verstorbene Schwester in ihrer Kindheit missbraucht.
Nahezu jeder Charakter hat eine andere Facette und viele Charaktere / Umstände etc sind kontrastiert zu einem anderen Charakter / Umstand dargestellt.
Gliederung
1. Was ist das Besondere an diesem Film?
2. Was bewirkt die Kameraarbeit beim Zuschauer?
3. Ist die Machart des Filmes sinnvoll?
4. Meine Meinung
1. Was ist das Besondere an...
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