Fettes Brot

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Erfahrungsbericht über "Fettes Brot"

veröffentlicht 07.04.2003 | Ramiel
Mitglied seit : 06.11.2000
Erfahrungsberichte : 106
Vertrauende : 6
Über sich :
Ausgezeichnet
Pro Spaß Spaß Spaß
Kontra evtl etwas zu kurz für den Preis....
sehr hilfreich

"Wo sind meine Leute da draußen?"

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INTRODUCTION
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Das Konzert von Fettes Brot, bestehend aus König Boris (Kay Bee Baby), Schiffmeister (Björn Beton) und Doktor Renz (Speedy Konsalik), in Flensburg war so gesehen eigentlich kein Teil der gerade aktuellen „Die Gute Laune Hölle“ – Tour, sondern vielmehr ein erstes Antesten des Programms und der Setlist. „Mal gucken, ob der Anzug passt“ war die Aussage der Homepage der Band, die man unter www.fettesbrot.de findet.

Als ich mich mit Freunden am Abend des 20ten März vor dem Flensburger Volxbad (www.volxbad.de) einfand, hier sollte das Konzert statt finden, war es schon recht belebt. Um 19h sollte der Einlass beginnen, um 20.30h sollte es dann mit der Musik losgehen. Langsam aber sicher bildete sich eine Menschentraube vor dem Laden, und erst eine halbe Stunde nach der veranschlagten Zeit durften die Fans rein. Fünf auf einmal, dann wieder Pause. Das hat schon mal gedauert und muss kritisiert werden. Es ist aber nicht die Schuld der Band, wenn der Veranstalter zu spät aufmacht und dann die Menge nur tropfenweise reinlässt.

Erst mal drinnen, machten wir es uns an der Bar gemütlich, ich war schließlich vom vielen Warten durstig geworden.

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CONTENTS
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Gegen 21h gings dann los. Die Begleitband „Die Herren“ gingen auf die kleine Bühne, kurz darauf folgten Fettes Brot...und die ausverkaufte Hütte drohte einzustürzen. Die Fans gaben von anfang an alles, und sogar die Band machte sich ihre Sorgen um zunehmendes Stagediven etc. indem König Boris anmerkte „Leute, lasst es ruhig angehen, ich hab Angst um Euch!“ Aber niemand wollte es ruhig angehen lassen und alle Hits der Band wurden frenetisch abgefeiert.

Man begann mit „Da Draußen“, „Können diese Augen lügen“ und „Jein“, später wurde das Tempo mit „Ruf mich an“ und „The Grosser“ etwas runtergefahren. Zwischen den Tracks gabs nicht sehr viel Pause, zum verschnaufen oder Bier nachbestellen blieb wenig Zeit und man musste mit sich selbst vereinbaren, ob man lieber trinken oder feiern wollte. Ich entschied mich für einen Mittelweg.
Die Band war mittlerweile zum Höhepunkt aufgelaufen, alle drei waren super drauf und gaben konditionell wie stimmlich alles. Man konnte also nichts beanstanden, auch wenn vielen die großen Hits der Band noch fehlten und einge Leute deswegen maulten. Aber diese Leuten wurden dann auch schnell ruhig, als man mit der letzten Single „Welthit“ noch mal richtig aufdrehte. „Fast 30“ war das letzte Lied, bevor die Band die Bühne verließ. Aber wer geht schon ohne Zusagen in dieser Welt?
Fettes Brot kamen also auf die Bühne zurück und gaben mit „Nordisch by Nature“, „Schwule Mädchen“ und „Viele Wege führen nach Rom“ dem Publikum, was es hören wollte. Danach konnte kaum noch jemand japsen, im Innenraum muss es 50 Grad warm gewesen sein, jeder zerfloss in seinem Schweiß und war trotzdem glücklich. So ähnlich wie beim Sex ;o)

Nach dem Konzert legte Schiffmeister noch auf, und es gab töfte Musik von Michael Jackson und Madonna. Naja, niemand ist perfekt.
Merchandise gab es auch noch, ich kaufte mir die letzte Best Of Scheibe als Vinyl und ließ sie mir von allen drei Bandmitgliedern signieren. Mit König Boris gabs noch ein längeres Gespräch, in dem es um verschiedene Aspekte der Tracklist und um sein Äußeres ging, das mir an dem Abend reichlich verwahrlost vorkam. Aber er nahm es mit Humor.

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FINALLY
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Alles in allem bekam man für seine 18 Euro Eintritt einen gelungenen Abend mit viel lauter Musik und bester Stimmung, sowohl seitens der Band als auch der Fans. Nirgendwo gab es Schlägereien oä. Ich fand es jedenfalls sehr cool, in Flensburg mal wieder ein relativ guten Act zu sehen. Denn hier oben ist sonst nicht viel los.

Die Tour von Fettes Brot wird noch bis Mitte Mai fortgesetzt, „Demnächst in einem Theater Ihrer Nähe“, steht auf dem Flyer, den ich in den Händen halte. Denn die restlichen Konzerte der Tour werden nicht in Clubs, sondern wirklich in Theatern gespielt, was ich ziemlich cool finde. Das könnten andere Bands auch mal machen, die Atmosphäre ist bestimmt genial!!

Spaß!!


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • sebe007 veröffentlicht 08.06.2003
    Toller Bericht und echt super Gruppe. War in der Guten Laune Hölle in München, hat echt gerockt. Wir warten auf das nächste Album Jungs, lassts krachen. cu
  • Kyria veröffentlicht 09.04.2003
    Ja, die fetten Brote hab ich auch mal gesehen, vor Jahren auf einem Open Air. War cool, wie die ganze Band immer cool war und wohl auch immer cool bleiben wird. Endlich der Beweis, das deutscher HipHop nicht grotesk oder peinlich sein muss, und die betreffende Band nicht zwingend nach ein paar Jahren im Abgrund versinken muss (wie es Fanta4, Rödelheim, Massive Töne, etc. vorgemacht haben). Ich erinnere mich auch wirklich gerne an die ausgefallenen Videos der Brote (besonders geil das für "Wern wir dann ja sehen", als sie als Osterhasen verkleidet waren). Eine geile Band, die ich mir jederzeit wieder anschaun würde. Was das Theater angeht, da gibt es zumindest einen Auftritt: 1994, Sommer, Brooklyn - Type o Negative mit Life of Agony und Crowbar als Vorbands in einem heruntergekommenen Theater. Mit roten Samtvorhängen, samtverkleideten Sitzen, Moshpit im Orchestergraben, und riesigem Kronleuchter, der in den Umbaupausen vergilbtes Licht spendete. Verdammte Scheiße und ich habs nicht gesehen ...
  • The-Wishmaster veröffentlicht 08.04.2003
    Wie immer interessant geschrieben, aber ich glaub für mich wär das trotzdem nix gewesen... ;)
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Produktdaten : Fettes Brot

Produktbeschreibung des Herstellers

Haupteigenschaften

Product Name First Letter: F

Category: HipHop & Black

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