Fettstoffwechselstörungen

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... fettarmen Naturyoghurt oder Buttermilch oder Hüttenkäse 8) Klare Soße: Austausch von Öl gegen Wasser und pflanzlichen Bindemittel 9) Zugabe von Essig oder Zitronensaft, Senf oder Meerrettich, Kräutern und Zwiebeln ~~~ FAZIT ~~~ Fettstoffwechselstörungen sind vermeidbar, wenn man ... Bericht lesen





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... ACHTE AUF DEIN CHOLESTERIN !! ...
Erfahrungsbericht von Joe69 über Fettstoffwechselstörungen
05.10.2004


Produktbewertung des Autors:   


Pro: ist vermeidbar, es liegt an jedem Einzelnen
Kontra: verursacht Arteriosklerose und somit Herz -  und Kreislauferkrankungen

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Liebe Ciao – LeserInnen, liebe Gäste,

wie den meisten von Euch bekannt ist, habe ich seit einem Jahr Diabetes melitus Typ 2 und zur Einstellung des Zuckerwertes befinde ich mich zur Zeit in einer Tagesklinik mit täglichen Schulungen. Bei diesen Schulungen werden folgende Themen angesprochen: Diabetes, Blutfette und Bluthochdruck.
Da ich bei Ciao keinen Erfahrungsbericht zu den Blutfetten gefunden habe, möchte ich Euch heute darüber schreiben.


~~~ ARTEN DER BLUTFETTE ~~~

Da heute mehr Menschen an Herz- und Kreislauferkrankungen sterben als an anderen Ursachen, ist es eine besondere Aufgabe gegen deren Entstehung vorzubeugen. Die Höhe der Fette im Blut spielt für die Entstehung der Arteriosklerose, der wichtigsten Ursache der Herz- und Kreislauferkrankungen, eine maßgebliche Rolle.
Für unseren Blutfettspiegel sind 2 Gruppen von Blutfetten von besonderer Bedeutung:

a) das Cholesterin und
b) die Triglyceride (Neutralfette)

Das Cholesterin unterteilt man abhängig von der Art seines Vorkommens im Blut in 2 wichtige Gruppen:

1. Das HDL-Cholesterin oder auch „gutes“ Cholesterin
2. Das LDL-Cholesterin oder auch „böses“ Cholesterin


~~~ NORMALWERTE ~~~

Die erlaubte Höhe des Gesamtcholesterins wird von der Verteilung in seine Unterfraktionen mitbestimmt. In der Regel sollte das Gesamtcholesterin unter 200 mg/dl oder mg in 100 ml Blut liegen. Bei sehr viel HDL-Cholesterin (also das gute Cholesterin) können auch Gesamtcholesterinkonzentrationen bis 250 mg% erlaubt sein.

Das HDL-Cholesterin (das Gute) sollte mindesten bei 35 mg%, das LDL-Cholesterin (das Schlechte) darf bei höchstens 150 mg% liegen, bei Diabetespatienten wie mir sollte es unter 130 mg% liegen. Nach einem Herzinfarkt werden neuerdings unter 100 mg% angestrebt.

Die Triglyceride sollten nüchtern (nach 12 Std. ohne Kalorienaufnahme) unter 150 mg% liegen und keinesfalls 200 mg% übersteigen.


~~~ BEEINFLUSSUNG DER BLUTFETTE ~~~

Es gibt verschiedene Faktoren, die einen Einfluß auf die Blutfette haben. Einige kann ich selbst beeinflussen, auf andere kann ich nicht einwirken.
Zu den Faktoren, die ich beeinflussen kann, zählt die richtige Ernährung (Gewicht, Fettmenge, Fettauswahl, Kohlenhydrate), die richtige Bewegung sowie die seelische Einstellung.
Nicht beeinflussen lassen sich vor allem erbliche Störungen des Fettstoffwechsels. Auch andere Erkrankungen und Medikamente können den Fettstoffwechsel beeinflussen. Im Einvernehmen mit dem Arzt können sie weitgehendst ausgeräumt werden.


~ Gewicht ~

früher hat man das Normalgewicht in kg wie folgt gemessen: Körpergröße in cm minus 100. Heute mißt man es in BMI (BodyMassIndex). Die Formel hierzu lautet:
BMI = Gewicht : Größe². Hat man das Maß von 20 – 25, so hat man ein Normalgewicht.


~ Fettmenge ~

Fett dient unserem Körper als Energiespeicher. Wir sollten nicht mehr als 1 Gramm pro KG Normalgewicht täglich verbrauchen. Das Fett sollte aufgeteilt sein in 1/3 Streichfett, 1/3 Kochfett und 1/3 verstecktes Fett.


~ Fettauswahl ~

Fette unterscheidet man nach ihrem Vorkommen in sichtbares Fett (Öl, Butter, Margarine, Halbfette) und verstecktem Fett (Wurst, Käse, Schokolade, Pralinen, Nüssen).

Oder man unterscheidet sie nach der chemischen Zusammensetzung in gesättigte Fettsäuren (sind für den Stoffwechsel weniger günstig) und ungesättigte Fettsäuren (sollten bevorzugt werden).


~ Kohlenhydrate ~

Sie liefern dem Körper schnell verfügbare Energie. Ein Teil wird in der Leber gespeichert, ein Zuviel an Kohlenhydraten wird in Fett umgewandelt und als Unterhautfettgewebe gespeichert. Sie sind jedoch für die tägliche Energieversorgung sehr wichtig und sollten nicht weggelassen werden.
Allerdings sollte man langsam Resorbierbare mit hohem Ballaststoffanteil bevorzugen. Das sind Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte. Schnell resorbierbare Kohlenhydrate sollte ich einschränken: Weißmehl, helle Brotsorten, helle Nudeln, polierter Reis, Zucker, Süßigkeiten.

Zur Normalisierung eines erhöhten Triglyceridwertes sollte ich den Zufuhr von Alkohol, Zuckern (insbesondere Fruchtzucker), von Süßigkeiten und Säfte einschränken. Und das Rauchen unterlassen. *seufz*


~ Richtige Bewegung ~

Bewegung hilft das sogenannte gute Cholesterin (HDL) im Blut zu erhöhen. Der Effekt hält aber nur so lange an, solange regelmäßig Sport betrieben wird. Besonders günstig ist hier Ausdauersport, ungünstig ist Kraftsport.


~ Seelische Einstellung ~

Die seelische Einstellung wirkt sich auch auf den Blutfettspiegel aus. Wenn ich ohne Lust und nur mit Zwang Sport betreiben würde, würde der Erfolg nicht sehr groß sein.
Aufregungen und negativer Stress sollte abgebaut werden.
Man sollte regelmäßig üben, sich richtig zu entspannen und sich bemühen, eine positive Lebenseinstellung zu bekommen.
Die wichtigsten Punkte sind hier: Freude und Spaß beri der Arbeit, Sport und auch noch am Essen behalten.

Am Schluß meines Berichts möchte ich Euch noch ein paar fettarme Zubereitungsarten auflisten:
1) möglichst fettarme Lebensmittel bevorzugen
2) Fettmenge für die Zubereitung genau abmessen
3) Jegliche Arten von Fleisch im eigenen Fett anbraten
4) Garen in beschichteten Geräten, Tongeschirr oder in Folien aus hitzebeständigem Kunststoff.
5) Gemüse: Kochen, Dämpfen, Dünsten
6) Kartoffeln: in der Schale dampfen oder kochen, in der Folie garen
7) Weiße Soße: Austausch von Mayonnaise oder saurer Sahne oder Ähnliches gegen z.B. fettarmen Naturyoghurt oder Buttermilch oder Hüttenkäse
8) Klare Soße: Austausch von Öl gegen Wasser und pflanzlichen Bindemittel
9) Zugabe von Essig oder Zitronensaft, Senf oder Meerrettich, Kräutern und Zwiebeln

~~~ FAZIT ~~~

Fettstoffwechselstörungen sind vermeidbar, wenn man beim Kochen und Backen die Regeln einhält. Übergewicht wirkt sich immer nachteilig auf die Blutfette aus.

Fett verbessert zwar den Geschmack der Speisen, aber die Menge ist entscheidend: Viel Fett macht fett und erhöht zwangsweise den Cholesterinspiegel und die Triglyceride.

Folgen falscher Ernährung sind deshalb ein zu hoher Cholesterinspielgel, erhöhte Triclyzeridwerte, mit der möglichen Folge von Altersdiabetes, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen und im schlimmsten Fall Herzinfarkt oder Gehirnschlag.

Lasst es soweit nicht kommen! Es liegt an Euch!

Die Bewertung bezieht sich auf die Möglichkeit, Fettstoffwechselstörungen zu vermeiden.


Herzlichen Dank fürs lesen, bewerten und kommentieren.

Euer Joachim


© Joe69 10/2004

Ich poste bei yopi unter gleichem nick.
   

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